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Test zu Caveman Warriors - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Caveman Warriors
  • USA USA: Caveman Warriors
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.12.2017
Vertrieb
JanduSoft
Entwickler
JanduSoft
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Die Steinzeit kehrt zurück auf die Nintendo Switch

Von Dennis Gröschke ()
Wir Spieler können uns über Nachschub für die Nintendo Switch bereits nach den ersten Monaten nicht beschweren. Waren die ersten Wochen noch eher ruhig, halten insbesondere Indie-Entwickler beim Software-Nachschub die Fahne hoch. So kommt es, dass wir hier bei ntower auch jede Menge dieser Spiele testen dürfen und meist auch den einen oder anderen Port von anderen Plattformen vorgesetzt bekommen. Caveman Warriors macht da keine Ausnahme, schließlich wurde das Spiel dieses Jahr bereits auf Steam, PlayStation 4, Xbox One und nun im Nintendo eShop der Nintendo Switch veröffentlicht, um nur einige zu nennen.

Gemeinsam seid ihr stark!

Dabei machen die Entwickler des Koop-Platformers auch keinen Hehl aus ihren Vorbildern, ganz weit oben stehen da die „Caveman Ugh-Lympics“ vom Commodore 64… Naja, fast. Zugegeben das war meine erste Assoziation, aber ich bin ja auch alt, stein(zeit)alt sozusagen. Okay, weniger stumpfe Witze von mir, mehr Informationen für euch. Die Inspirationen kommen von New Super Mario Bros., Metal Slug, Joe & Mac und Trine. Dabei nehmen sich die Entwickler von jedem Spiel nur ein wenig und versuchen daraus ihr eigenes Spiel zu gestalten. Mal schauen, ob es sich lohnt.

Die Entwickler von JanduSoft aus Spanien haben sich in der Vergangenheit eher auf die Veröffentlichung von Spielen auf Android- und Apple-Smartphones konzentriert, und das sieht man in gewisser Weise auch bei Caveman Warriors. Dabei hat die Grafik hat einen gewissen Flash-Charakter (nicht der mit dem Blitz, der von Adobe) und wird nicht jedem gefallen, mir hat es nichts ausgemacht. Die Geschichte füllt auch keine Romane, Aliens entführen eure Kinder und ihr macht euch auf, sie wieder zu befreien. Das war´s! Die Animationen der Charaktere sind gelungen, wenn auch nicht sehr ausgefallen. Jeder Charakter bringt typische Bewegungsabläufe mit ins Spiel, die in den entsprechenden Situationen eingesetzt werden müssen. Wir erinnern uns, das Spiel ist eigentlich ein Koop-Platformer mit bis zu 4 Spielern gleichzeitig an einer Nintendo Switch. Dabei könnt ihr vor Spielbeginn euch einen der 4 Charaktere aussuchen, die ich euch nun ein wenig näher vorstellen möchte.

Vier Freunde müsst ihr sein...

Der Krieger Jack ist ein exzellenter Kämpfer und sehr geübt im Umgang mit der Axt, die er entweder als Nahkampfwaffe oder auch im Fernkampf einsetzen kann. Dazu kann er in Rage mit seinem Rammangriff auch Gegner umrennen und Felsen zerstören, was im weiteren Spielverlauf wichtig wird, da ihr sonst einfach nicht weiterkommt.

Die Amazone Liliana ist die Speerwerferin in der Gruppe. Diese Waffe dient dabei nicht nur ebenso als Fernkampfwaffe, sondern auch für Angriffe direkt vor euch. Weiterhin wichtig: Schleudert ihr einen Speer an entsprechend gekennzeichnete Wände, könnt ihr auf den Speer hinaufspringen, um somit an höher gelegene Plattformen zu gelangen. Während Jack eher ein wenig behäbig ist, sind die Bewegungen von Liliana schnell und zackig, was sie insbesondere für größere Gegnerhorden interessant macht.

Moe ist der Schamane der Gruppe und dementsprechend mit einer Trommel ausgerüstet. Moment, mit einer Trommel? Ja, richtig gelesen, Moe trommelt mit zwei abgebrochenen Stoßzähnen auf einer Trommel und kann mit der Hilfe dieser auch einen Affen beschwören. Dieser tanzt dann in unmittelbarer Nähe von Moe und verzaubert umstehende Gegner. Diese müssen dann eine Zeit lang tanzen und können unbehelligt angegriffen werden. Außerdem kann Moe mit der Vibration der Trommel Gegner in seiner Nähe betäuben und die Stoßzähne als Bumerang nutzen und somit als Fernwaffe einsetzen.

Zu guter Letzt bleibt noch die Schönheit Brienne, die eine große Fleischkeule als Waffe vor sich herträgt. Sie kann damit ordentlich zulangen, bleibt aber etwas träge in ihren Bewegungen. Dafür lässt sich diese Keule als Schutzschild verwenden, welches sie und die anderen Spieler vor Angriffen bewahrt.

Ob Moe heute Abend wieder in seine Taverne geht?

Ich habe euch die Charaktere nun ein wenig nähergebracht, damit ihr einen Eindruck von den Aktionsmöglichkeiten innerhalb des Spieles bekommt. Dabei besitzt jeder der Charaktere einen individuellen Angriff, der von der Ausdauer abhängig ist. Ist dieser Balken leer, müsst ihr euch ein paar Sekunden ausruhen und könnt dann wieder agieren. Selbstverständlich können alle Charaktere noch laufen und springen, sogar ein Doppelsprung ist möglich, allerdings bezieht das Spiel seinen Reiz daraus, die Eigenschaften der vier Protagonisten gekonnt und passend einzusetzen.

Solltet ihr euch zu Beginn des Spieles für einen Charakter entschieden haben, der euch nicht zusagt, ist das kein Problem. Es kann euch nämlich ziemlich schnell passieren, dass ihr im Spiel nicht weiterkommt, weil ihr den falschen Charakter ausgewählt habt. Habt ihr euch zum Beispiel gegen Liliana entschieden, steht euch also kein Speer zur Verfügung, mit dem ihr an höher gelegene Abschnitte gelangen könnt. Doch wenn ihr keine Unterstützung in Form von Freunden habt, die mit euch spielen (und wer hat das schon), der kann mittels Knopfdruck auf die R- oder L-Tasten einfach zum nächsten Charakter durchschalten. So einfach ist das. Der Wechsel ist auch unmittelbar erfolgt, ihr braucht also keine Verzögerung zu erwarten, „schwupps“ seid ihr Liliana, Jack, Moe oder Brienne, je nachdem welchen Charakter ihr vorher ausgewählt hattet. Da die Entwickler das Spiel Trine von vornherein als Inspiration angegeben haben, spare ich mir den bissigen Kommentar hier einfach. So könnt ihr den Koop-Platformer auch allein durchspielen, sofern ihr es schafft.

Das Spiel reagiert nicht schnell genug auf eure Eingaben

Die Steuerung ist in vielen Fällen nämlich auch manchmal ein Stolperstein. Reagieren alle Charaktere in der Regel so wie gewünscht, kann es euch passieren, dass ihr nach einem Treffer nicht wieder so schnell reagieren könnt wie nötig. Die Abklingzeit des Treffers an eurer Spielfigur, bis ihr wieder agieren könnt, dauert für meinen persönlichen Geschmack zu lange an. In der Zeit agieren die Gegner einfach weiter und landen somit den nächsten Treffer. Dies führt dazu, dass ihr bereits schon wieder angreifen wollt, das Spiel euch aber noch nicht wieder lässt, wohl aber die gegnerische Seite. Das ist sehr frustrierend, insbesondere in Passagen, bei denen mehrere Gegner gleichzeitig auftauchen.

Auch vor einem Schützengraben machen unsere Helden nicht halt!

Ihr startet im ersten Level in der Steinzeit, springt und kämpft euch aber bis zur Moderne hin durch die 8 unterschiedlichen Level. Hier wurde wirklich großer Wert auf Abwechslung in den Settings gelegt, sehr schön. Nicht so schön sind die Checkpoints gelegt, das kostet euch schon einmal das eine oder andere Haar, welches sich daraufhin grau färbt (ich hab' schon, danke). Ist eure Lebensenergie dreimal aufgebraucht, müsst ihr das Level von vorne starten. Unterwegs lassen die Gegner allerdings auch Gegenstände und Lebensmittel fallen, die euch Lebensenergie zurückbringen. Einige Gegenstände, die ihr (auch in der Steinzeit) finden könnt, sind Dinge aus dem Nintendo-Universum wie ein Game Boy oder eine rote Mütze, die sehr an die von Mario erinnert. Das ist ganz witzig, war aber in den anderen Versionen des Spiels auch bereits so.

Die Präsentation ist nicht wahnsinnig auffällig. Auch die Musik in den Levels stört nicht sonderlich, bleibt aber auch nicht im Ohr. Alles in allem ist es ein sehr mittelmäßiger Eindruck, der hier zurückbleibt. Der Einsatz der Rumble-Funktion bei den Joy-Con ist viel zu ausgeprägt und hätte viel dezenter sein müssen. Mir ist es passiert, dass ich das Spiel nicht neben meiner schlafenden Frau spielen konnte, da die ganze Konsole in meinen Händen stark vibriert hat und sie dadurch aufgewacht ist. Es ist viel zu stark eingestellt. So bleibt viel Potenzial liegen, was angesichts der Vorbilder hätte besser umgesetzt werden können. Auch im Mehrspieler-Modus legt ihr das Spiel schnell beiseite, da es einfach nicht viel Spielspaß bringt, auch wenn die Idee an sich nicht wirklich schlecht ist.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Caveman Warriors

Meinung von Dennis Gröschke
Caveman Warriors nimmt sich Versatzstücke aus unterschiedlichen Quellen und versucht etwas Eigenes daraus zu machen. Das Setting ist dabei noch das interessanteste Element des Koop-Titels, auch wenn sich die Charaktere im Verlauf des Spieles von der ursprünglichen Umgebung lösen. Zu zweit unterhält das Spiel für ein bis zwei Stunden ganz gut, zu viert kommt schon Chaos auf. Absprachen müssen getroffen werden, können aber nicht immer konkret umgesetzt werden, da die Steuerung nicht intuitiv und auf den Punkt präzise ist. Nicht nur kann man als Spieler nicht schnell genug wieder reagieren, nachdem man getroffen wurde, die Kollisionsabfrage insbesondere bei Angriffen ist auch mehr als unbefriedigend. Zu oft erleidet ihr auch bei Angriffen Schaden, weil ihr angeblich nicht korrekt getroffen habt. Das frustriert ungemein und lässt euch das Spiel schnell beiseitelegen, welches mit 8 Leveln sowieso nicht sonderlich umfangreich ausgefallen ist. Potential war da, die Umsetzung macht leider nicht lang genug Spaß.
Mein persönliches Highlight: Die Idee, den Charakter unmittelbar durch Knopfdruck zu wechseln, ist immer noch gut.

Kommentare 3

  • EdenGazier Turmbaron - 08.12.2017 - 09:05

    Puhh danke, ich war schon fast dabei es mir zu holen.

    Setting hat mich an Lost Vikings meets Joy and Mac erinnert, oder Trine.
    Da es aber nicht so gut weg kommt. Werde ich meine Kröten anderen Games widmen

    :thumbsup:
  • Tarik Turmheld - 08.12.2017 - 10:00

    Die Grafik sieht super aus. Erinnert mich ein bisschen an Prehistorik 2 (gute alte DOS-Zeiten).
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 09.12.2017 - 00:19

    Ich hatte bei den ersten Trailern auch sofort Lost Vikings und Humans als Referenz im Kopf und vom Setting Chuck Rock, Prehistorik und Joe & Mac. Beinahe hätte ich mir auch die PS4 Version auf playasia.com bestellt, aber ich fand den Flash-Cartoon-Look ehrlich gesagt ziemlich abtörnend. Die Bewertung jetzt hier im Review bestärkt mich in meiner Annahme, dass ich nichts essentielles verpasst habe!