Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Uurnog Uurnlimited - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Uurnog Uurnlimited
  • USA USA: Uurnog Uurnlimited
  • Japan Japan: Uurnog Uurnlimited
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.11.2017
Vertrieb
Raw Fury
Entwickler
Raw Fury
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Oh nein, jetzt darf ich wieder von vorn anfangen

Von Ilja Rodstein ()
Das Spiel mit dem schrägen Namen Uurnog Uurnlimited vom schwedischen Publisher Raw Fury ist nicht nur im Namen ein schräger Titel, auch spielerisch wurden hier interessante und wirklich einzigartige Ideen reingebracht. Das Spiel erschien im November auf Steam und im selben Monat im Nintendo eShop der Nintendo Switch. Versuchen wir doch mal zusammen das Spiel zu verstehen, denn dies ist auf den ersten Blick gar nicht mal so einfach.

Springen, Tragen, Werfen

Wenn man das Spiel so bezeichnen darf, ist es ein Platformer. Es ist nicht nur möglich zu Springen, sondern auch die entsprechenden Passagen zu Lösen, indem ihr Gegenstände per Knopfdruck aufhebt. Ihr könnt wirklich fast alles aufheben und dies spielt sich ähnlich, wie das Aufheben von Gegenständen und Gegnern in Super Mario Bros. 2. Das bedeutet, dass ihr den Gegner per Knopfdruck aufheben könnt, wenn ihr auf diesen draufspringt. Die aufgehobenen Gegenstände können aber auch einfach nach vorne geworfen werden. Durch diese Aktion ist es sogar möglich, einen Doppelsprung auszuführen, sofern ihr den Gegenstand oder Gegner, den ihr in der Hand habt, in der Luft fallen lasst. Durch dieses Manöver erhaltet ihr einen kleinen Boost nach oben und springt dadurch höher. Die Steuerung funktioniert dabei bei Uurnog Uurnlimited ausgesprochen gut und präzise.

Ein Vogel kann sogar aufgehoben werden und mit ihm kann der spielbare Charakter an Hindernissen und Gegnern langsam vorbeifliegen

Auf eurer Reise sammelt ihr nicht nur Gegner, sondern auch Schusswaffen oder sogar Münzen. Mit den Münzen könnt ihr euch Gegenstände wie teure Waffen kaufen, aber diese sind auch in der Welt verteilt. Mit dem gesammelten Geld ist es also möglich euren Weg zu verkürzen. Mit den Waffen werden nicht nur Gegner besiegt, sondern auch bestimmte Wände freigesprengt, womit neue Bereiche erkundet werden können. Es gibt aber auch nicht nur einen Waffen-Shop, sondern auch einen Gegner-Shop, Block-Shop und noch einige mehr. Doch wofür kauft man Gegner? Dazu komme ich später. Der Clou an der Sache ist aber, dass das Spiel den Spielfortschritt nur in einem einzigen Raum speichert, nämlich im Speicherraum. Zum Glück ist der Speicherraum mit sehr vielen Teleportern verbunden, die überall auf der Welt verteilt sind. Nicht nur ihr könnt euch in die Teleporter reinstellen, sondern auch eure Gegenstände lassen sich in den Teleporter und damit auch in den Speicherraum mitnehmen. Im Speicherraum befinden sich jede Menge verschlossene Türen. Um in neue Areale vordringen zu können ist es wichtig, Schlüssel, die in der Außenwelt verteilt sind, zu finden und über einen Teleporter in den Speicherraum zu transportieren.

Was macht man mit den ganzen aufgesammelten Gegenständen?

Mit den gesammelten Gegenständen könnt ihr euch durch die Welten schlagen. Durch die Türen im zentralen Speicherraum könnt ihr unterschiedliche Gebiete erreichen und euch in diesen fortbewegen. Durch die aufhebbaren Blöcke, Vögel oder Bomben müsst ihr euch einen Weg durch die Welt bahnen. So löst ihr kleine Rätsel oder Puzzleeinheiten, bestreitet Parcours oder bombt mit den Bomben einfach feste Mauern weg. Die Welt ist wirklich vielseitig und offenbart euch ein kleines Sandbox-Universum, denn interessant ist die Tatsache, dass es nie nur eine einzelne Lösung der unterschiedlichen Rätsel gibt. Durch Erreichen von neuen Passagen findet ihr neue Schlüssel für die Türen im Speicherraum, geht wieder zurück in diesen und betretet eine andere Tür. Dabei gibt es nie einen linearen Pfad, sondern ihr bewegt euch schrittweise durch die unterschiedlichen Gebiete.

Das ist also der Speicherraum – Links und rechts sind viele Türen, die einen zur Welt bringen – Unten seht ihr die angesprochene Liste der sammelbaren Gegner

Das Konzept des Speicherraumsystems ist ausgesprochen kreativ, denn ihr müsst wirklich taktisch planen, was ihr in den Speicherraum mitnehmt. Problem ist aber auch, dass selbst Gegner, die zufällig auf den Teleporter springen oder Bomben, die unabsichtlich auf den Teleporter geworfen wurden, ebenfalls im Speicherraum auftauchen. Dies kann böse Konsequenzen haben, denn eine Bombe kann gerne mal euer ganzes Lager sprengen und wertvolle Gegenstände zerstören. Wünschenswert wäre es, wenn der Teleporter nicht direkt auslösen würde, sondern vielleicht eine Abklingzeit von wenigen Sekunden hätte. So könnte man falsche Gegenstände noch schnell vom Teleporter runterwerfen. Im Speicherraum könnt ihr außerdem Gegnertypen sammeln. So habt ihr eine Liste von sammelbaren Gegnern, die ihr in den Speicherraum mitnehmt und dort auf ein Podest werft. Diese werden dann registriert und in einer Art Checkliste abgehakt. Findet ihr alle Gegner, schaltet ihr ein alternatives Ende im Spiel frei.

Ich bin frustriert von diesem Spiel

Das größte Problem des Spiels ist der hohe Frustrationsfaktor. Alle Objekte, die sich im Speicherraum befinden werden auch dort gespeichert, doch alle Puzzles und Aktionen in der äußeren Welt werden nicht gespeichert und müssen von vorne gemacht werden. Solltet ihr sterben, dann respawnt ihr wieder im Speicherraum und verliert euer gesamtes gesammeltes Geld. Ihr könnt euer Geld nicht im Speicherraum ablegen und es wie in einer Bank lagern. Macht man einen dummen Fehler und berührt einen Gegner ist das Geld direkt weg. Ihr seid in einem Puzzle hängen geblieben und kommt nicht mehr aus dem Raum raus? Im Menüpunkt "Puzzle zurücksetzen" könnt ihr das Puzzle zwar zurücksetzen, doch begeht ihr dabei Selbstmord und verliert euer gesammeltes Geld. Es ist wirklich schade, dass die Puzzles so konzipiert sind, dass man nicht mehr aus dem Raum rauskommen kann. Sobald ihr das Puzzle zurückgesetzt habt, könnt ihr euch wieder auf den langen Weg zum selben Puzzle machen. Traurigerweise passiert dies auch in dem Fall, wenn ihr das Spiel neu startet. Wenn ihr eure Konsole neustartet, fängt ihr immer mit einem Münzkonto bei null an. Diese Skrupellosigkeit ist wirklich das, was das Spiel meiner Meinung nach sehr falsch macht. Es ist ein sinnloser Versuch den Schwierigkeitsgrad irgendwie anzuheben. Und das ist wirklich schade, denn die Grundidee und der Grafikstil sind wirklich ziemlich interessant. Dazu kommt noch ein schräger Soundtrack mit adaptiven Soundeffekten, was bedeutet, dass eure Aktionen sich auf den Verlauf der Musik auswirken. Doch diese Frustation und der Mangel an Checkpoints, hat mich weniger dazu gebracht das Spiel zu mögen.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Uurnog Uurnlimited

Meinung von Ilja Rodstein
Schade, wirklich schade. Das Spiel hat wirklich ein cooles Spielkonzept und ist an sich auch wirklich gut umgesetzt, doch der Schwierigkeitsgrad ist unnötig hoch gestaltet worden. Den Schwierigkeitsgrad anzuheben, indem man den Spieler bei einem Fehler mehr bestraft, hätte nicht wirklich sein müssen. Wer ein gutes Durchhaltevermögen aufweist, der könnte bei dem Spiel viel Spaß haben. Die Rätsel sind cool, der Speicherraum ist eine sehr gute Idee und auch wenn oft die Übersicht verloren geht, der Erkundungsdrang ist meistens da. Zumindest solange, bis ihr mehrmals an derselben Stelle gestorben seid.
Mein persönliches Highlight: Das gesamte Spiel, wenn dieses nicht so frustrierend gewesen wäre

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(