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Test zu Superbeat: XONiC EX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Superbeat: XONiC EX
  • USA USA: Superbeat: XONiC
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.11.2017
Vertrieb
Rising Star Games
Entwickler
Nurijoy
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Rhythmus im Blut?

Von Maik Dallherm ()
Superbeat: XONiC EX ist ein, wie der Name schon vermuten lässt, Rhythmus-Spiel, das letzte Woche im Nintendo eShop für die Nintendo Switch erschienen ist. Kein brandneuer Titel, aber immerhin ein Spiel, das nach seinem Dasein auf Sony-Konsolen nun auch Nintendo-Fans mit über 60 Liedern eine musikalische Spielerfahrung bieten soll. Entwickelt wurde es vom koreanischen Studio Nurijoy und es soll von der Touch-Steuerung des Displays der Konsole profitieren. Oh, und ja, das Coverbild verspricht zu viel. Und an alle Nutzer von Kopfhörern sei eine Warnung ausgesprochen: Ja, dieses Spiel ist LAUT.

Unser Spielplatz. Trefft die farbigen Noten und kassiert Punkte.

Das Spiel beginnt mit einer fetzigen Introsequenz, begleitet von einer Synthesizer-Musik. Uns werden zwei "Hauptcharaktere" vorgestellt, Riu und Sion. Zu sehen gibt es dann noch ein paar Szenen aus ihrem Alltag und auf der Bühne (Stargazer). Und jetzt richtig geraten: Sie haben zwar eigene Songs, sind größtenteils für das Spiel aber kaum relevant. Schon landet ihr im Hauptmenü und bekommt direkt einige Menüpunkte serviert. "Backstage" wird erst etwas später interessant, denn hier landen gesammelte Extras. Auch die "Leaderboards", also die Bestenlisten, werden nach einigen Runden in verschiedenen Modi relevant, da ihr anfangs keine Punktzahlen aufweisen könnt. In der Mitte kommen wir zur "Stage", hier werden nach teilweise vorgegebenen oder gänzlich freien Regeln die Lieder gespielt. Unter "World Tour" finden wir quasi den Karriere-Modus, allerdings sind die Lektionen hinter Stufen versiegelt, weswegen der Modus nicht am Stück gespielt werden kann. Zunächst müsst ihr eure Stufe also mittels Stage-Sessions erhöhen. Diese Menüpunkte erkläre ich gleich noch etwas genauer.

Zuletzt stehen euch noch die Optionen zur Verfügung. Die Sprachauswahl ist leider relativ beschränkt, es gibt nur die Sprachen Englisch und Japanisch. Dafür finden sich ein paar nützliche Einstellungen zum Spielerlebnis, darunter die Möglichkeit, Latenzen zwischen Audio und Video bis zu 150 Millisekunden zu korrigieren. Denn wichtig ist bei Superbeat: XONiC EX als Rhythmus-Spiel natürlich das Timing! Doch solltet ihr es mal vergeigen, zieht das Spiel nicht gleich andere Saiten auf. Euch werden Fehler bis zu einem gewissen Grad vergeben und immer noch als "gut" gewertet. Die Option zum Schwierigkeitsgrad beeinflusst nichts am Spielverhalten, hilft aber beim Bestehen einer Stage. So leert sich die Powerleiste bei Fehlern auf "Leicht" langsamer, auf "Schwer" hingegen verliert ihr bereits bei zwei Fehlern in Folge.

Is your Body ready?

Kommen wir zum eigentlichen Gameplay. Zunächst lehrt euch ein kleines Tutorial den Ablauf des Spiels. Vor euch seht ihr ein HUD mit zwei Halbkreisen. Diese Halbkreise sind in insgesamt vier oder sechs Spuren aufgeteilt. Das ist abhängig ist davon, ob das Lied im sogenannten "4TRAX" oder "6TRAX"-Modus (im Tutorial verwendet) gespielt wird. Von der Mitte des Bildschirms tauchen beim Spielen bestimmte Segmente auf, die sich nun zu den Halbkreisen bewegen. Die Art dieser Segmente bestimmt die Weise, wie sie gespielt werden muss. Kleine Streifen werden mit den Knöpfen A, B, X und Y, beziehungsweise mit dem Steuerkreuz getroffen. Ziehen sie einen Schweif hinter sich her, müssen die Knöpfe gedrückt gehalten werden. Gelbe Pfeile werden mit dem Stick in die gezeigte Richtung ausgelöst und sind sie rot, müssen auch sie gedrückt und ihren Linien nach gefolgt werden. Zuletzt gibt es noch längliche Streifen, die sich über die komplette Seite ziehen. Dafür benötigt ihr die Schultertasten L und R. Letztere werden zwar auch schon im Tutorial vorgestellt, aber zum Einsatz kommen sie erst später, nämlich im "6TRAX FX"-Modus. Angeblich soll das Spiel besonders für den Touchscreen der Nintendo Switch-Konsole tauglich sein, aber bei vorhandener Alternative sehe ich persönlich davon ab, da ich selber so manche Probleme erdulden durfte. Das größte Problem daran ist aber, dass die Schultertasten nicht nachgestellt werden können. Zumindest habe ich das nach einigen Versuchen nicht hinbekommen. Dadurch ist ein perfektes Spiel im 6TRAX FX-Modus also unmöglich.

Glaubt mir, es sieht leichter aus, als es ist.

Um viele Punkte zu bekommen, solltet ihr Treffer-Combos aufstellen und Breaks, also das Verpassen von Noten, vermeiden. Bestenfalls erzielt ihr sogar ein "All Combo", indem ihr alles erwischt, was über den Bildschirm saust. Seid auf eure Powerleiste wachsam. Sie darf nicht vollständig entleert werden, sonst verliert ihr die Stage. Sollte das passieren, könnt ihr aber trotzdem den aktuellen Song zu Ende spielen. Abgebrochen wird es also nicht. Die Powerleiste sinkt bei Breaks und regeneriert sich bei Treffern, sofern sie nicht leer ist. Es gibt aber noch eine Leiste, die sich bei anhaltenden Combos füllt: den Fever-Meter. Ist die Fever-Leiste voll, geht es in den gleichnamigen Modus über und es gibt Extrapunkte für die betroffene Zeitspanne. Damit der ganze Bildschirm nicht so leer wirkt, hat jeder Song eine visuelle Darbietung, die sich im Hintergrund abspielt. Das können bunte 3D-Animationen oder Audiovisualisierungen sein. Das Ganze flimmert aber auch gerne mal vor sich hin, eine kleine Warnung also an Epileptiker.

Im Stage-Modus könnt ihr freie Entscheidungen über die Lieder treffen. 4TRAX, 6TRAX und 6TRAX FX (ab Lv. 20) wird immer in Form von drei Liedern, eingeteilt in drei Etappen, absolviert. Wir erinnern uns: Diese Modi beeinflussen die verschiedenen Tasten, die zum Einsatz kommen, sie sind also neben dem allgemeinen Schwierigkeitsgrad (aus dem Optionsmenü) eine weitere Herausforderung. Im Free Style-Modus aber könnt ihr alle Lieder nach Belieben spielen. Bei der Songauswahl könnt ihr noch einmal eure "Ausrüstung", in diesem Fall das DJ-Icon und den "Key Sound" (der Ton beim Drücken der Tasten) bestimmen. Noch weitere Spielereien und dazu eine noch größere Herausforderung bieten spezielle Effekte, die ihr einstellen dürft. Mit diesen werden die Segmente unter anderem erst später eingeblendet, blinken auf oder tauschen sogar die Seiten. Nach euren Sessions wird eure Leistung in Sachen Vollständigkeit, Combos und Fehlerquote geprüft und in verschiedenen Graden gewertet. Dafür bekommt ihr Erfahrung und könnt in eurer Stufe steigen. Stufensteigerungen können neue DJ-Icons, Key Sounds, Level für die World Tour und neue Songs freischalten.

Ein Effekt kann das ganze HUD ausblenden. So rückt auch der Hintergrund in den Vordergrund.

Die World Tour ist eine Serie an vordefinierten Liedern in vorgegebenen Schwierigkeitsgraden. Eingeteilt sind sie in Missionen, die aus jeweils einem oder mehreren Songs zusammengestellt sind. Beginnt ihr eine Mission, spielt ihr also das Lied / die Lieder mit einer Aufgabe, die sich über die ganze Tour erstreckt. Falls die Mission mehrere Lieder inbegriffen hat, werden Combos nach Ende eines Liedes mit in das folgende übernommen. Die Aufgaben können darin bestehen, Fehlerketten zu vermeiden oder eine bestimmte Vollständigkeit zu erreichen. Eventuell spielen sogar Effekte wie spiegelverkehrte Segmente eine Rolle.

Zuvor erwähnte ich bereits verschiedene freischaltbare Extras. Neben den bereits erklärten Key Sounds, von denen es 41 an der Zahl gibt, könnt ihr noch 127 DJ-Icons erhalten. Dabei sind das nicht einfach nur Bildchen, es sind Charaktere, die diverse Vorteile ins Spiel bringen. Sie erhöhen beispielsweise die Power-Leiste, geben einen Erfahrungsbonus oder einen "Schild", womit eine begrenzte Zahl an Fehlern im Spiel ausgebügelt und somit das Ergebnis als "gut" gewertet wird. Diese Sachen könnt ihr vom Hauptmenü aus unter dem Backstage-Button anschauen. Mit dazu kommen in diesem Menü auch eure bisher eingesackten Wertungen.

Abgesehen von diesen Kleinigkeiten warten auch viele Songs darauf entdeckt zu werden. Die vertretenen Genres in der Songauswahl könnten nicht unterschiedlicher sein, auch wenn nachvollziehbarerweise das allgemeine Electro-Genre überwiegt. Klavierstücke, Pop-Songs, R&B, Techno, oder diverse House-Stile. Mit der Songauswahl merkt man nochmals, dass Superbeat: XONiC EX aus Asien stammt, denn gut die Hälfte der Lieder aus dem koreanischen Titel, die über Lyrics verfügen, sind in japanischer Sprache. Die Lieder sind übrigens alle eher kurz gehalten. Sie dauern nicht länger als vielleicht zwei Minuten pro Stück.

Vergleicht euch mit einer breiten Palette an Spielern. Es geht immer noch nach oben.

Jeder Modus besitzt eine eigene Rangliste im Internet. Öffnet ihr die Leaderboards vom Hauptmenü aus, werden eure Punktzahlen bei vorhandener Verbindung sofort hochgeladen und mit anderen Spielern verglichen. Zunächst werden immer die Top 10 angezeigt, mit einem Knopfdruck auf A seht ihr aber eure eigene Platzierung. Eine Freundes-Rangliste habe ich leider nicht gefunden, demnach scheint es also keine zu geben.

Superbeat: XONiC EX verfügt über herunterladbare Inhalte. Vom Hauptmenü aus könnt ihr den Nintendo eShop öffnen, um weitere Lieder oder alles in vier Paketen zusammengefasst zu erwerben. Einen Bonus gibt es aber auch so: Zusätzlich gibt es noch ein weiteres DLC-Paket, und das gratis. Dieses bringt weitere Lieder in das Sortiment. Möchtet ihr euch also das Spiel zulegen, vergesst nicht, es euch zu besorgen.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Superbeat: XONiC EX

Meinung von Maik Dallherm
Über 60 Songs, dazu erwerbliche und ein kostenloser DLC erweitern das Paket – Die Songauswahl ist zwar kein Vergleich zu den Sammlungen, die zum Beispiel die Guitar Hero-Reihe bieten könnte, aber umso beeindruckender fällt die Vielfalt an Genres aus. Für meinen persönlichen Geschmack fällt die Zahl an japanischen Liedern etwas hoch aus, aber irgendwo dazwischen habe ich auch meine Favoriten gefunden. Superbeat: XONiC EX ist ein tolles Rhythmusspiel, das die Nutzung der Knöpfe, Sticks und Schultertasten gelungen ausnutzt und dabei richtig fordern kann. Halbwegs gut zu spielen ist Superbeat: XONiC EX mit der Joy-Con-Halterung, am besten mit dem Pro Controller. Für den Notfall könnt ihr im Handheld-Modus auch auf die Touch-Steuerung zurückgreifen, doch von einer langfristigen Nutzung rate ich ab.
Mein persönliches Highlight: "Interstellar" von Tsukasa & "Oh-Wei-Oh" von Bentley Jones

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