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Test zu Red Game Without a Great Name - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Red Game Without a Great Name
  • USA USA: Red Game Without a Great Name
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.11.2017
Vertrieb
iFun4All
Entwickler
iFun4All
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Als Mecha-Vogel durch eine Steampunk-Metropole

Von Max Kluge ()
Die Herkunft von Red Game Without a Great Name kann schwer verschwiegen werden. Das Spiel ist ein waschechter Smartphone-Titel, was man auch direkt auf den ersten Blick sieht. Das bedeutet: Ihr könnt das Spiel ausschließlich mit dem Touchscreen steuern, ein Controller wird nicht unterstützt. Das muss per se ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, also befassen wir uns doch genauer mit dem Titel und schauen, was für Qualitäten er anzubieten hat.

Red Game Without a Great Name kann durchaus mit einer ganz hübschen Optik punkten.

Zunächst einmal präsentiert sich Red Game Without a Great Name in einer hübschen Steampunk-Optik, die komplett in verschiedene Rottöne getaucht ist. Die Szenerie der dampfenden und bedrohlichen Stadt wird dadurch durchaus gut in Szene gesetzt. Im Spiel verkörpert ihr einen mechanischen Vogel, dessen Aufgabe es ist, Briefe zu überliefern. Insgesamt 60 Nachrichten gilt es an ihre Empfänger zu bringen, daher ist der Titel auch mit dementsprechend vielen Leveln ausgestattet.

Doch einfach sind eure Botengänge keinesfalls: Die Stadt, in der ihr euch bewegt, ist mit allerhand heimtückischen Spitzen, dampfenden Rohren und eisernen Fallen ausgestattet. Berührt ihr diese auch nur ein Mal, müsst ihr euren Auftrag von vorne beginnen. Gut, dass ihr nicht komplett hilflos seid: Ihr könnt euch nämlich teleportieren.

Hiermit haben wir auch schon die grundlegende Gameplay-Prämisse von Red Game Without a Great Name dargelegt. Ihr müsst euch als Mecha-Vogel durch verschiedene Umgebungen navigieren, ohne an einem tödlichen Hindernis hängen zu bleiben. Seid ihr euch eurer Sache ganz sicher, könnt ihr auch noch drei rote Zahnräder einsammeln, die in den Leveln an besonders heiklen Stellen platziert sind. Der Bildschirm verschiebt sich dabei in Side-Scroller-Manier erbarmungslos und stetig nach rechts. Als einzige Steuereingabe nutzt ihr das Wischen mit eurem Finger.

Die Gameplay-Prämisse von Red Game Without a Great Name ist simpel aber fordernd

Dabei setzt ihr immer beim Vogel an und zieht eine Linie zu dem Punkt, an den ihr euch teleportieren möchtet. Hebt ihr den Finger vom Touchscreen, verpufft ihr in einer Rauchwolke und taucht am gewünschten Ort wieder auf. Das war auch schon alles. Natürlich kommen ein paar Besonderheiten hinzu: Fliegt ihr zum Beispiel in die Schwaden, die aus einem Rohr emporsteigen, ändert ihr eure Flugrichtung entsprechend des Dampfes. Das kann euch taktische Vorteile für die kommenden Hindernisse bieten und stellt ein ganz interessantes Element dar.

Bestimmte Elemente im Leveldesign ändern eure Fluggeschwindigkeit oder Bewegungsrichtung.

Wiederum andere Elemente, die man in den verschiedenen Leveln findet, lassen euch für kurze Zeit schneller fliegen, wodurch ihr mit Spitzen versehenen Pressen entkommen könnt. Zudem gibt es Items, die ihr einsammeln müsst, um bestimmte Wände so porös zu machen, dass ihr sie durchbrechen könnt. Habt ihr dies alles erst einmal verstanden, entwickelt sich im Verlauf eurer Aufträge ein durchaus schwieriges Spiel, welches ein hohes Maß an Koordination verlangt.

Das klingt jetzt eigentlich durchaus passabel, der Titel kommt aber auch mit einigen Punkten daher, die ihn in einem nicht so positiven Licht erscheinen lassen. Einer der größten Punkte davon sind die seltsamen Hitboxen der Hindernisse. Immer wieder fliegt ihr haarscharf an der gefährlichen Umgebung vorbei und segnet trotzdem das Zeitliche. Und das, obwohl ihr euch sicher wart, dass eigentlich noch Platz zwischen euch und dem nahenden Tod war. Das macht sehr viele Passagen des Spiels ziemlich frustrierend und schwer einschätzbar.

Damit einher geht die umständliche Steuerung. Das Problem am Teleportieren per Wischen ist, dass ihr mit eurem Finger, den ihr ja zum Steuern nutzen müsst, einen Teil des Bildschirms verdeckt. Das führt in einigen Situationen dazu, dass ihr schwer abschätzen könnt, wo ihr rauskommt, oder, was für Hindernisse euch nach eurem Sprung erwarten. Eine Steuervariante per Controller wäre hier sicherlich hilfreich gewesen, auch wenn man das Spiel dafür sehr stark hätte anpassen müssen.

Die Steuerung wirkt ein bisschen unausgegoren und auch die Hitboxen
der Hindernisse fühlen sich teils seltsam an

Teilweise ist auch sehr wenig Zeit zwischen den Sprüngen, die ihr tätigen müsst, um nicht aufgespießt zu werden. Hier kommen euch wieder die Touchscreen-Steuerung und der Verlust des Überblicks durch eure Finger in die Quere. Oft schafft ihr einen Sprung, könnt aber nicht schnell genug nachsetzen und beißt ins Gras, das kann auf Dauer ziemlich frustrierend sein.

Optisch kann man bei Red Game Without a Great Name eigentlich nicht meckern. Die Hintergründe sind schön düster gestaltet und geben einen guten Eindruck einer verrosteten und von Maschinen dominierten Metropole ab. Auch die verschiedenen Hindernisse sehen bedrohlich und leicht gruselig aus, was zur Atmosphäre perfekt beiträgt. Ähnlich verhält es sich mit dem Soundtrack. Dieser schlägt euch mit wirrer Piano-Musik und düsteren Elektronik-Passagen entgegen und trägt so gut zum Eindruck der Stadt und ihren Besonderheiten bei.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Red Game Without a Great Name

Meinung von Max Kluge
Red Game Without a Great Name ist in Hinsicht von Optik und Sound ein ziemlich interessantes Spiel. Die Atmosphäre der düsteren Steampunk-Stadt wird wunderbar rübergebracht und untermalt das Gameplay in einer äußerst soliden Art und Weise. Leider weist das Prinzip der Steuerung ein paar Mängel auf: Oft könnt ihr nicht wirklich abschätzen, wo ihr euch hinteleportiert, weil euch euer Finger die Sicht versperrt. Auch die Hitboxen der verschiedenen Hindernisse sind seltsam gewählt und lassen sich oft schwer einschätzen. Wer damit klarkommt und eine fordernde Spielerfahrung für zwischendurch bevorzugt, kann mit dem Titel durchaus ein paar spaßige Stunden verbringen. Ein Must-Have ist Red Game Without a Great Name allerdings definitiv nicht.
Mein persönliches Highlight: Der quirlige Soundtrack und die düstere Optik

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