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Test zu Human: Fall Flat - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Human: Fall Flat
  • USA USA: Human: Fall Flat
  • Japan Japan: Human: Fall Flat
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.12.2017
Vertrieb
Curve Digital
Entwickler
No Brakes Games
Genre
Platformer, Puzzle, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Bis der Himmel auf den Kopf fällt

Von TheThommi ()
Bob – So heißt der Hauptcharakter von Human: Fall Flat. Bob ist standardmäßig ein komplett weißer Mensch, den ihr aber selber gestalten könnt. Ihr könnt seine Kopfbedeckung, die Kleidung und jeweils die Farben davon ändern. Immer, wenn ihr im Level herunterfallt, dann fallt ihr vom Himmel zurück zum letzten Checkpoint. Daher kommt wohl der Name vom Spiel "Human: Fall Flat" und das Ganze läuft komplett ohne Ladebildschirm ab.

Mit Tutorials werden euch auf lustige Art neue Mechaniken vorgestellt.

Das Spiel ist etwas Einzigartiges. Es ist zwar ein Platformer und Puzzle-Spiel, aber doch sehr speziell. So habt ihr die Kontrolle über eure beiden Arme. Mit ZR hebt ihr euren rechten Arm, mit ZL den linken. Ob ihr den Arm nach unten, mittig oder nach oben hebt, das hängt davon ab, in welche Richtung ihr mit der Kamera schaut. Wenn ihr zum Beispiel einen Stock aufheben wollt, dann müsst ihr mit der Kamera nach unten gucken und mit einem oder zwei Armen zugreifen. Solltet ihr eure beiden Arme nach oben strecken, auf einen Vorsprung zulaufen und mit der A-Taste springen, dann klettert Bob diesen hoch. Außerdem könnt ihr euch mit der X-Taste totstellen, was aber nicht viel bringt. Angemerkt sei, dass die Steuerung sich so anfühlt, als hätte der Charakter paar Bier zu viel am Vorabend getrunken. Dies verleiht dem Spiel etwas mehr Schwierigkeit und die Bewegungen fühlen sich so an, wie in keinem anderen Spiel. Es kann selten frustrieren, aber im Großen und Ganzen ist es eine schöne Bereicherung. Mehrere Tutorials bringen euch neue Funktionen bei. Dabei werden die Fähigkeiten sogar mit einer englischen Sprachausgabe und deutschen Untertiteln beigebracht.

Eines der neun Level bringt euch ins Mittelalter zurück.

Dadurch, dass das Spiel eine Physikengine bietet, lassen sich viele verschiedene Rätsel auffinden. So müsst ihr in einem Rätsel zuerst auf eine Burgmauer hochklettern, über diese auf die andere Seite einer Wand gelangen und dann eine Türe in der Wand öffnen. Dadurch könnt ihr einen Wagen durchschieben, auf den ihr anschließend klettern und auf ein Hausdach springen könnt, um im Level weiter zu kommen. Auch konnte ich verschiedene Lösungswege feststellen. Sie unterscheiden sich zwar nicht allzu stark, aber es ist nett, dass die Physik und die Entwickler mehrere Lösungen zulassen. Die Rätsel sind dabei an verschiedenen Gegenden angelehnt. Es gibt zum Beispiel eine Burg, einen antiken Tempel und eine Villa. Dadurch enthält das Spiel viel Abwechslung und bleibt nicht an einer Thematik hängen. Weil die Welten unterschiedliche Thematiken besitzen, sind die Rätsel auch an diese angepasst. So gibt es beispielsweise im Burg-Level ein Katapult, mit dem man schießen muss. Die Länge der Level ist dabei unterschiedlich. Das erste schafft man in wenigen Minuten, während ich im letzten Level eine gute Stunde dran saß. Insgesamt bietet das Spiel auf jeden Fall mehrere Stunden Spielzeit und ich vermute, dass ich um die 4 bis 5 Stunden gebraucht habe.

Das Spiel hat viel kreative Ideen – so könnt ihr auch einen Gabelstapler steuern.

Es gab nur wenige nervige Stellen, aber gerade das Level "Kraftwerk" hat mir Nerven geraubt. So musste man mehrere Minuten lang mit einem Gefährt fahren um einige Kohlestücke zu holen. Darin bestand überhaupt keine Schwierigkeit und es hat einfach nur unnötig lange gedauert. Außerdem wirkte auf mich die letzte Welt zu schwer und hat mich einige Nerven gekostet, aber ich habe mich auch etwas ungeschickt angestellt, und wer Herausforderungen liebt, wird sich freuen, an dieser Stelle richtig gefordert zu werden. Alle Level können auch zu zweit lokal gespielt werden. Es gibt also keine extra erstellten Level für den Multiplayer. Der zweite Spieler spielt dabei einen zweiten Charakter im Splitscreen. Es kann für einige lustige Momente sorgen, wenn man zum Beispiel den anderen mit der Hand festhält und in den Abgrund wirft. Angemerkt sei, dass ihr in Version 1.1 für beide Spieler jeweils einen vollständigen Controller benötigt. Das heißt, dass ihr keinen einzelnen Joy-Con verwenden könnt. Mit dem kürzlich erschienen Update 1.2 könnt ihr auch nur einen Joy-Con im Multiplayer verwenden. Leider könnt ihr nicht online mit anderen Freunden spielen.

Die Grafik vom Spiel ist sehr simpel. Oft sind es nur einfarbige Wände oder Böden ohne viele Details. Das macht aber den Grafikstil aus und ich finde die Grafik nicht schlecht, ist aber vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Ein paar wenige Details mehr hätten allerdings auch nicht geschadet. Dabei läuft das Spiel sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus mit einer konstanten Bildrate. Für jedes Objekt wird zudem ein Schatten dargestellt, auch für Bob. Insgesamt finde ich den gewählten Stil und die Grafik ansprechend und sie haben wie das Spielkonzept etwas Frisches. Auch eher simpel ist die Musik, welche aber passend und stimmig zum Spiel gehalten ist. Schade finde ich, dass diese aber nicht immer spielt und sobald man an einem Rätsel hängen bleibt, diese aufhört und sich nicht wiederholt. Es ist zwar kein Beinbruch, da das Spiel keine epische und aufregende Welt besitzt, aber dennoch ist es sehr schade.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Human: Fall Flat

Meinung von Thomas Steidle
Human: Fall Flat ist zwar kein Must-Have-Titel für die Nintendo Switch, aber definitiv ein gutes Spiel mit abwechslungsreichem Leveldesign und tollen neuen Ideen. Die Rätsel, bei denen auch von der Physikengine Gebrauch gemacht wird, unterscheiden sich alle. Der stetig steigende Schwierigkeitsgrad sowie die länger werdenden Level geben euch eine Spielzeit von ein paar Stunden. Leider ist die eigentlich lustige Steuerung manchmal zu hinderlich, was den Spielspaß trübt. Auch hört ihr nicht dauerhaft Musik, da diese sich nicht wiederholt und nur bei bestimmten Stellen anfängt. Mit einem Preis von 14,99 € kann man nicht viel falsch machen und ich empfehle das Spiel allen Genre-Fans.
Mein persönliches Highlight: Die Steuerung, die sich so anfühlt, als hätte Bob zu tief ins Glas geschaut.

Kommentare 3

  • Weird Turmbaron - 15.12.2017 - 18:49

    Schade, dass die Switch Version nur maximal zu Zweit spielbar ist. Im Multiplayer scheint das Spiel nämlich nochmal erheblich spaßiger zu sein, weil dank der strangen Physik viele witzige Situationen entstehen können, wenn man mit mehreren "Chaoten" unterwegs ist und gemeinsam über die Lösungen nachgrübelt (Was im Test ja schon beim 2 Player Modi erwähnt wird^^ Mit ca. 4 wird das natürlich noch erheblich lustiger) :D
    Aber schön zu lesen, dass das Spiel sogar alleine wirklich gut zu sein scheint. Da war ich mir unsicher, weshalb ich es erstmal nicht auf meine Wunschliste gesetzt habe aber nun sieht das nochmal etwas anders aus...^^
  • Plattenbeau Turmritter - 16.12.2017 - 03:30

    Tolles Spiel. Hat am PC richtig Laune gemacht.
  • Hans Wafzig Moderationsleiter - 16.12.2017 - 10:00

    @Weird
    Vielleicht wird ja demnächst ein weiteres Update bereitgestellt, das einen Online-Multiplayer hinzufügt?
    Solo macht es mir immer noch sehr viel Spaß; auch die Steuerung hab ich so langsam verinnerlicht.