Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu The End Is Nigh - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The End Is Nigh
  • USA USA: The End Is Nigh
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.12.2017
Vertrieb
Nicalis
Entwickler
Nicalis
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Das Ende der Welt – Es gibt keine Videospiele mehr!

Von Tim Czerwinski ()
Mit The End is Nigh erschien am 12. Dezember ein 2D-Platformer von denselben Entwicklern, die sich auch für The Binding of Isaac verantwortlich zeichnen. Das Spiel, das bereits am 12. Juli für Steam erschien, hat es also nun auf die Nintendo Switch geschafft, während die PlayStation 4-Version noch aussteht. Wie sich das Spiel auf der Hybrid-Konsole aus dem Hause Nintendo macht, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Da hat wohl jemand schlechte Erfahrungen beim Erkunden der Welten gemacht. In der Mitte des Bildes seht ihr einen der Tumore.

The End is Nigh beginnt in einem Live-Stream von Ash, der eines seiner Lieblingsspiele, das gleichlautende The End is Nigh, in einem Let's Play spielen möchte. Es handelt sich dabei um ein klassisches Videospiel, was man anhand der 8-Bit-Grafik und -Musik erkennt. Nun seid ihr dran, dieses Spiel zu spielen. Sollte es euch wie mir ergehen, werdet ihr nicht lange brauchen, um euren ersten Bildschirmtod zu erleiden. Dies endet allerdings darin, dass die Cartridge den Geist aufgibt und das Spiel dadurch unspielbar wird. In einem Akt der Verzweiflung versucht Ash alles, um das Spiel zum Laufen zu bringen. Aber als selbst das bekannte Pusten in die Cartridge keinen Erfolg bringt, gesteht er sich den Verlust des geliebten Videospiels ein. Kurz darauf erfahrt ihr, warum dieser Verlust ihn so stark trifft. Er ist nämlich der einzige Überlebende eine Apokalypse und hat sich die Zeit mit diesen Live-Streams vertrieben, auch wenn er dabei leider keine Zuschauer hatte.

Von diesem lebensverändernden Ereignis inspiriert, zieht Ash los, um einen Freund zu finden und die Weltbevölkerung wiederherzustellen. Von nun an spielt ihr das eigentliche Spiel, in dem es darum geht, das jeweilige Level, das aus einem Bildschirmabschnitt besteht, zu beenden. Dies tut ihr indem ihr über Abgründe springt, euch an Haltepunkten festhaltet und von da abspringt, auf Gegner hüpft, durch Wasser taucht und vieles mehr. Der Schwierigkeitsgrad der Level steigt bekanntlich mit steigendem Spielfortschritt an, so natürlich auch die Lernkurve des Spielers. In jedem Level gibt es Tumore zu finden, die ihr sammeln müsst, um Bonuslevel freizuschalten. Wie man den Geschichten der Toten entnehmen kann, stehen die Tumore stellvertretend für ein verlorenes Leben und die Seele der Verschiedenen. In der Regel gibt es einen Tumor pro Level, wenn ihr aber einen geheimen Ausgang in manchen Levels findet, könnt ihr auch einen Mega-Tumor aufsammeln, der dann für fünf Tumore zählt. Fast alle Level sind so konzipiert, dass ihr sie vorwärts (von links nach rechts) und auch rückwärts (von rechts nach links) schaffen könnt, was manchmal notwendig ist, um an den jeweiligen Tumor zu kommen. Ihr erreicht also immer das vorangegangene Level sowie das nächste Level, je nachdem zu welchem Ende ihr den Bildschirm verlasst.

Mehr als 600 Level in über zwölf Welten

So schreitet ihr also mit dem Ziel voran, alle Level zu meistern. Dies ist eine ziemliche Herkulesaufgabe, denn es gibt über 600 Level, die es zu bestreiten gilt. Aufgeteilt sind diese nach verschiedenen Themen, die in den jeweiligen Kapiteln angeschnitten werden. Zum Beispiel die bereits angesprochenen Wasserlevel. Und wenn ihr belastbare Nerven besitzt und genug Tumore gesammelt habt, könnt ihr euch an den vorstehend erwähnten Bonusleveln versuchen. Hier muss wirklich jeder Knopfdruck sitzen, denn diese Level verzeihen keine Fehler. Das Gute ist, dass ihr nahtlos vom Bildschirmtod in den erneuten Versuch übergeht. Man merkt, die Entwickler erwarten, dass man oft sterben wird. Und mit dieser Erwartung liegen sie goldrichtig. Damit ihr nicht aus den Augen verliert, wie weit ihr seid oder wie oft ihr schon den Tod gefunden habt, seht ihr diese Statistiken beim Starten des Spiels. Neben den Tumoren, von denen es mehrere Hundert gibt, lassen sich auch noch diverse Cartridges finden, die jeweils ein Minispiel freischalten, welches ihr dann in eurem Zuhause spielen könnt. Ein nettes kleines Extra.

Wenn die Zukunft daraus besteht, keine Fehler zu machen, will ich sie dann sehen? Immerhin winkt euch als Belohnung eine Cartridge mit einem MInispiel.

Die Steuerung ist simpel und kommt mit wenigen Knöpfen aus. So könnt ihr mit A springen, während ihr euch mit ZR duckt oder beim Laufen eine Kante greift. Auch fallt und taucht ihr dadurch schneller. Ansonsten benötigt ihr nur den linken Analogstick zur Bewegung. Alle anderen Knöpfe sind nicht notwendig.

Audiovisuell macht das Spiel eine gute Figur. Die Grafik wirkt stimmig und hat ein wenig Inspiration bei Spielen wie Limbo gesammelt. Ein Highlight ist der Soundtrack. Die Komponisten von Ridiculon haben sich dafür bei der klassischen Musik bedient und Stücke von Verdi, Liszt, Brahms oder auch Beethoven aufgegriffen und diese als Remix verwendet. Abhängig vom jeweiligen Kapitel spielen also Klassiker der Musikgeschichte in neuen Arrangements, die die Szenerie wirklich sehr gut unterstreichen.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The End Is Nigh

Meinung von Tim Czerwinski
The End is Nigh ist ein sehr guter 2D-Platformer, der sowohl audiovisuell als auch spielerisch punkten kann. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig und verhindert, dass Langeweile aufkommt. Dabei wird es jedoch nur selten unfair. Die schwierigsten Passagen sind rein optional und für das Vorankommen nicht relevant. Die einzelnen Level unterscheiden sich zudem in der Art maßgeblich, sodass das Spiel nicht repetitiv erscheint, obwohl das Spielprinzip relativ simpel ist. Freunde von klassischen Jump 'n' Runs kommen auf ihre Kosten, da das Spiel auch für erfahrene Spieler durchaus zu einer Herausforderung wird. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei dem großen Umfang definitiv und lediglich Gelegenheitsspieler mit hohem Frustpotenzial werden das Spiel vermutlich schnell zur Seite legen.
Mein persönliches Highlight: Das Intro, das mich wirklich zum Lachen brachte, sowie der sehr gute Soundtrack.

Kommentare 13