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Test zu Hiragana Pixel Party - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Hiragana Pixel Party
  • USA USA: Hiragana Pixel Party
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
16.12.2017
Vertrieb
Springloaded
Entwickler
Springloaded
Genre
Edutainment
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Spielend die japanische Schrift erlernen?

Von Max Kluge ()
Mit einem Videospiel eine Sprache oder Schrift zu lernen, ist für viele sicherlich eine interessante Angelegenheit. Schließlich umgeht man so spielend das nervige Auswendiglernen, für das viele nicht die nötige Motivation aufbringen können. Auch Hiragana Pixel Party schlägt in eine ähnliche Kerbe und möchte euch mit einem flotten rhythmusbasierten Gameplay die zwei Silbensysteme „Hiragana“ und „Katakana“ der japanischen Schrift näherbringen. Diese bestehen aus jeweils 45 verschiedenen Schriftzeichen, die verinnerlicht werden wollen, wenn man mit dem Studium der japanischen Sprache beginnt.

Aufgepasst: Gleich werden euch die Schriftzeichen mitgeteilt, die ihr in der richtigen Reihenfolge auslösen müsst!

Das Spielprinzip gestaltet sich dabei wie folgt: In der unteren Hälfte des Bildschirms bewegt sich eine kleine pixelige Figur stetig nach rechts. Schließlich werden euch bestimmte Zeichen vorgelesen und/oder gezeigt. Anschließend wird euch angezeigt, welche Laute auf welchen Knopf der Nintendo Switch gelegt wurden. Im guter alter Rhythmusspiel-Manier müsst ihr nun die richtigen Laute/Schriftzeichen im richtigen Moment auslösen, um über Hindernisse zu hüpfen, die sich euch in den Weg stellen. Das war‘s dann auch schon.

An sich funktioniert das Gameplay gut und geht schnell in Fleisch und Blut über – viel zu lernen gibt‘s ja auch nicht. Ich finde allerdings den Einstieg etwas unglücklich gewählt. Man bekommt die ersten Zeichen, die man entziffern muss, nur kurz vor einer Mission vorgestellt und muss sich somit häufig aus dem Kontext heraus erschließen, welcher Laut, bzw. welche Umschrift, dahintersteckt. Das dürfte vor allem für diejenigen schwer sein, die sich mit der japanischen Schrift noch gar nicht auseinandergesetzt haben.

Was ich wiederum gelungen finde, auch wenn es zunächst eine gewisse Eingewöhnung erfordert, ist das Wechseln der Knöpfe für die verschiedenen Schriftzeichen. Dadurch müsst ihr euch die Zeichen schließlich merken, um das Level zu bestehen. Pro abgeschlossenen Abschnitt schreitet ihr in der Hiragana-/ Katakana-Tabelle immer weiter vor, bis ihr schließlich sämtliche Zeichen in und auswendig kennt.

Hiragana Pixel Party bietet einen recht großen Umfang, weist aber auch eine steile Lernkurve auf

Hiragana Pixel Party bietet euch dabei pro Katakana- und Hiragana-Silbensystem 192 Level, in denen ihr die verschiedenen Schriftzeichen verinnerlichen könnt. Damit kann das Spiel mit einem ziemlich stattlichen Umfang glänzen – vielleicht schon etwas zu stattlich, wenn man sich bewusst macht, dass man die Zeichen auch einfach innerhalb von zwei Wochen auswendig lernen könnte, indem man beliebige japanische Wörter damit schreibt. Aber das Prinzip hat durchaus seine guten Seiten, denn ihr könnt eure Geschwindigkeit verbessern, in der ihr die jeweiligen Zeichen erkennt. Dies ist sogar ein grundlegendes Gameplay-Element, denn ist eure Reaktion zu schlecht, schreitet ihr nicht fort und bekommt auch zunächst keine neuen Zeichen zu sehen.

Die Hindernisse zeigen euch an, welchen Schriftzeichen-Knopf ihr drücken müsst. Das Problem: Nach jeder Hindernis-Kette ändert sich die Belegung

Ob das Ganze euch nun wirklich die japanische Schrift näherbringt, sei einmal dahingestellt. Es kann bestimmt helfen, die ersten Schritte zu tun, allerdings wird ein entscheidender Faktor vom Spiel nicht abgedeckt, was natürlich dem Gameplay-Prinzip geschuldet ist: das Schreiben. Lesen könnt ihr die Zeichen vielleicht nach dem ausführlichen Spielen von Hiragana Pixel Party. Wie ihr die Striche zu setzen habt, wisst ihr allerdings nicht.

Nun ist dies natürlich eigentlich auch nicht die Aufgabe des Titels, ein wenig vermissen tut man dies allerdings schon. Genauso wie eine komplette Übersicht der verschiedenen Silben, die euch noch einmal erklärt, wie sie ausgesprochen werden – ein Nachschlagewerk, wenn man so möchte. Dies ist in Hiragana Pixel Party nicht enthalten, womit das Spiel sein eigentlich interessantes Potenzial ein wenig verschenkt.

Das Ganze kommt zudem mit einem unheimlich nervigen, aber irgendwie trotzdem extrem eingängigen Soundtrack daher, mit dem ich während des Tests eine Hassliebe eingegangen bin. Hiragana Pixel Party solltet ihr daher lieber alleine für euch in eurem Zimmer spielen, wo ihr keine Anwesenden belästigen könnt. Abseits von den quietschigen Chiptunes gibt es zudem noch die harsche Stimme der Ansagerin zu hören, die euch die Silbenlaute in einer sehr eindringlichen, aber nicht sehr ästhetischen Art und Weise entgegenschmettert.

Der Mehrwert des Titels hängt stark davon ab, wie ihr selbst damit umgeht

Kommen wir zu guter Letzt zum praktischen Nutzen des Titels – Könnt ihr damit Hiragana und Katakana lernen? Nun, das kommt ganz drauf an, wie sehr ihr euch reinhängt. Wie bereits erwähnt, dürfte der Einstieg für euch ziemlich schwer werden, wenn ihr keinerlei Vorabkenntnisse in den beiden Silbensystemen habt. Wenn ihr jedoch wirklich vorhabt, zu lernen, dann würde ich euch empfehlen, euch neben dem Zocken von Hiragana Pixel Party eine Katakana- und Hiragana-Tabelle auszudrucken und die neuen Zeichen, die euch das Spiel vor die Füße wirft, stets nachzuvollziehen und sie auch selber mal zu schreiben. So könnt ihr euch diese schließlich auch viel besser merken.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Hiragana Pixel Party

Meinung von Max Kluge
Wer seine ersten Schritte auf dem Weg zum Japanisch-Profi gehen möchte, kann mit Hiragana Pixel Party grundsätzlich nicht viel falsch machen, auch aufgrund des recht niedrigen Preises. Der Einstieg dürfte ein wenig schwierig werden, da es keinen kompletten Überblick über die einzelnen Zeichen gibt und man so schnell die Übersicht verlieren kann. Auch sollte einem klar sein, dass der Titel eher auf das Erkennen/Lesen der japanischen Schrift abzielt, als auf das Schreiben. Während die optische Präsentation des Spiels noch ganz hübsch daherkommt, sind Soundtrack und Soundeffekte eher nervig, auch, wenn sie definitiv Ohrwurmcharakter besitzen. Als Rhythmusspiel bietet der Titel absolute Einheitskost und kann mit keinen spannenden Neuerungen aufwarten. Für all jene, die sich nur ein bisschen ihre Zeit vertreiben möchten und mit dem Japanischen nichts am Hut haben, ist Hiragana Pixel Party definitiv nicht geeignet.
Mein persönliches Highlight: Die hübschen Hintergründe und der seltsam eingängige Nerv-Soundtrack

Kommentare 1

  • Soran Turmheld - 18.12.2017 - 20:18

    Ich empfinde es als okay, man bekommt etwas übung in den Zeichen. Wer kein Japanisch lernen will hat ur nichts von.
    Etwas nervig empfinde ich legendlich, dass die knöpfe ständig wechseln, jeden abschnitt ist das i oder das a an einer anderen stelle was das ganze etwas unnötig schwer macht