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Test zu Senran Kagura Reflexions - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Senran Kagura Reflexions
  • Japan Japan: Shinobi Refle: Senran Kagura
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
Nicht bekannt
Vertrieb
Noch keine Angaben
Entwickler
Honey Parade Games
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Date mit Asukas Brüsten

Von Pascal Hartmann ()
Die Nintendo Switch hat viele coole Features. Mit am interessantesten finde ich die HD-Vibration. Ihr könnt dank ihr Murmeln in einer Box zählen (1-2-Switch) oder anhand der Stärke der Vibration erfühlen, an welcher Stelle des Bodens ein Mond versteckt ist (Super Mario Odyssey). In Skyrim wird das Schlösserknacken dank HD-Vibration zum Kinderspiel. Leider reicht es über solche Spielereien bisher nicht hinaus und der wegweisende Einsatz dieser Technologie bleibt aus. Mit Shinobi Refle: Senran Kagura allerdings sollte das Rumble-Feature endlich seine Daseinsberichtigung erhalten.

Das Spiel zur #MeToo-Debatte

Sanft streichelt ihr Asukas Finger.

Asuka ist Schülerin an der Ninja-Akademie und möchte von euch, dass ihr ihre Hände und Finger massiert. An den meisten Fingern mag sie die Massage, an anderen nicht. Da sich ihre Erregung – ich meine Freude – und auch ihre Abneigung an ihrem Gesicht ablesen lassen, seht ihr schnell, wo ihr zulangen dürft und wo nicht. Hier hatte ich beim ersten Spielstart schon direkt meine Probleme, denn Shinobi Refle ist bisher nur im japanischen eShop erschienen und weist somit lediglich japanische Texte auf. Bei Dead or Alive Extreme 3 waren sich Entwickler und Publisher immerhin einig, dass es wohl einen großen Import-Markt geben würde, weswegen gleich englische Texte eingebaut wurden. Diesen Gedanken hätte man sich hier auch gerne machen dürfen.

Die Krux bei der Sache: Es werden zwar durchaus die zu verwendenden Knöpfe angezeigt, aber das Spiel verriet mir Nicht-Japaner nicht, dass ich den entsprechenden Knopf zum Massieren auch gedrückt halten muss. Wie soll man das auch herausfinden, wenn sich das Blut längst nicht mehr im oberen Gehirn befindet. Ich drückte also zehn Minuten lang auf Asukas Fingern herum und nichts passierte. Bei meinem zweiten Versuch fast einen Monat später kam ich dann doch endlich drauf. Und hier kommt dann auch die HD-Vibration ins Spiel: Während ihr den Finger oder auch die Handfläche massiert, steigert sich Asukas Herzschlag; mit jedem neuen Pochen verstärkt sich das Rumble-Gefühl in euren Händen. An dieser Stelle war ich schon ein wenig beeindruckt und stellte mir die Möglichkeiten vor. Ein neues Eternal Darkness, in dem man die Lebensenergie über den Herz-Rhythmus selbst erfühlen muss? Immer her damit!

Als Belohnung gibt es noch mehr Hautkontakt.

In Shinobi Refle: Senran Kagura fühlt ihr nun aber ganz andere Dinge. Asukas Köpfchen geht nämlich mit ihr durch und ihr befindet euch nun in einem von sieben – wenn auch harmlosen – erotischen Träumen. Anders kann ich das nicht bezeichnen. Dann ist sie beispielsweise eine Kriegerin in einem Fantasy-Wald, gibt sich euch als kleine Schwester aus (mit dem passenden „Onii-san“), erwartet von euch als „Senpai“ Ratschläge oder trägt einfach nur ein rotes Band mit Schleife. Was sie euch wirklich erzählt, weiß ich natürlich nicht, aber man kann ja zwischen den Zeilen lesen. Und hat eventuell schon mal einen Hentai gesehen. Nach einem kleinen Monolog ihrerseits seid ihr wieder am Zug. Dies wird verdeutlicht durch das Auftauchen zweier weißer Hände, die eindeutige Grabschbewegungen ausführen.

Ihr könnt sie nun an allen möglichen Stellen ihres Körpers „tätscheln“, beispielsweise ihren Armen, Oberschenkeln, ihrem Bauch oder Kopf. Doch wenn wir ehrlich sind: Welche Körperteile werden wohl die meisten Spieler als erstes in die Hand nehmen (pun intended)? Na klar, Asukas Brüste. Diese wackeln nach einem freundlichen Klaps ordentlich nach oben oder zur Seite, je nachdem, von wo aus ihr hinlangt. Wenn ihr mehr wollt, könnt ihr die Oberweite auch greifen und in alle Richtungen ziehen. Die gesamte Brustphysik sieht zwar unnatürlich und comichaft aus, zugegebenermaßen schwingt ein gewisser Hauch von Erotik aber schon mit, gerade dann, wenn Asuka mit ihrer Anime-typischen Stimme passende Laute von sich gibt. Ihre Monologe sind auch komplett vertont und ich höre ihnen gerne zu, auch wenn ich kaum etwas verstehe. Die Sprecherin hat definitiv einen guten Job gemacht.

Das Schleifenkostüm und der Vibr... Massager in Aktion.

Fummelt ihr zu lange an ihrem Busen herum, wird sie sich in der Regel darüber beschweren und die Arme davor verkreuzen. Dasselbe geschieht, wenn ihr Asuka zu häufig einen Klaps auf den Popo gebt. Per L-Taste könnt ihr die junge Frau nämlich drehen und kommt so auch an ihre Hinterseite. Außerdem lässt sich die Kamera hinein- und hinauszoomen sowie verschieben. Im Endeffekt bleibt es aber bei ihren trotzigen Reaktionen, denn ihr könnt danach einfach weitermachen. In manchen Szenarien hat sie jedoch die Angewohnheit, sich vorzubeugen und böse zu schauen. Wie es der Zufall so will, trägt sie gerade dann Oberteile mit tiefem Ausschnitt.

Als Gegenreaktion könnt ihr jederzeit den Gartenschlauch auspacken (und ja, ich meine wirklich einen Gartenschlauch), um Asuka so richtig vollzuspritzen (mit dem Gartenschlauch). Weiße Hemden und Blusen werden dann durchsichtig und geben den Blick auf ihr Bikini-Oberteil frei. Gerade am Anfang war ich schon fasziniert davon, dass sich jede Stelle von Asukas Körper anders anfühlt. Doch es dauerte nicht lange, bis diese Faszination völlig schwand. Ob ich da nun Brüste herumboxe oder Waden zum kaum merklichen Schwingen bringe, war mir schnell gleichgültig. Übrigens: Das primäre weibliche Geschlechtsorgan ist tabu, an dieser Stelle gibt es keinen „Klapspunkt“. Hier liegen also die Grenzen der japanischen Perversion. Zumindest im Falle dieses Spiels.

Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Klapsern verteilt, dürft ihr nun endlich auch mal richtig spielen: In Form von vier kleinen Minispielen möchte Asuka nun noch weiter massiert werden. Wählt ihr die Hände, klopft ihr ihren Oberschenkel zurecht. Oder ihr entscheidet euch für die Bürste. Mit Streichbewegungen führt ihr sie Asukas Arm entlang. Ihren Unterschenkel bearbeitet ihr mit dem Roller, während der Massager Schwingungen durch Asukas Bauch schickt. Das Teil sieht garantiert nur rein zufällig aus wie ein Vibrator. Und klingt wie ein Vibrator. Und vibriert wie ein Vibrator. Bei dessen Einsatz vibriert aber nicht nur der Massager selbst, sondern auch Asukas Oberweite. Ich spreche also eine eindeutige Empfehlung für dieses Minispiel aus.

Hab dich nicht so, wir wissen doch beide, warum wir hier sind.

Eure Konzentration sollte allerdings nicht auf Asuka, sondern auf einer kleinen Anzeige links unten im Bild liegen: Mit rhythmischen Bewegungen müsst ihr nämlich innerhalb eines bestimmten Bereiches bleiben, in dem Asuka Spaß an der Massage hat. Seid ihr zu langsam, ist sie angeödet. Seid ihr zu schnell unterwegs, hat sie Schmerzen. Innerhalb von 60 Sekunden müsst ihr nun Asukas Ekstase-Leiste bis zu einem bestimmten Punkt steigern (während vermutlich auch die männlichen Ekstase-Leisten steigen). Dann habt ihr gewonnen und gebt über den A-Knopf eine kleine End-Animation frei. Diese ist eindeutig zweideutig.

Die Bedienung der Minispiele kann zum einen über die Bewegungssteuerung oder auch die Tasten erfolgen. Die Gesten und Bewegungen sind gut umgesetzt. So führt ihr die Bürste von links nach rechts, indem ihr den Joy-Con in diese Richtung bewegt. Beim Roller funktioniert es quasi genauso, nur von unten nach oben und zurück. Habt ihr allgemein keine Lust auf zu viele Bewegungen, weil beispielsweise euer Handgelenk aufgrund zu vielem „Spielens“ sowieso schon wehtut, könnt ihr auch mit den Schultertasten und den Sticks der Joy-Con arbeiten. Das klappt auch, ist aber nicht so intuitiv. Der Pro Controller wird zurzeit nicht unterstützt.

Mit jedem erledigten Minispiel füllt ihr einen Kristall, wobei die Färbung des Inhalts davon abhängt, welche Farbe der Bildschirm vor dem Starten des jeweiligen Minispiels hatte. Jeder Körperteil von Asuka ist nämlich verschiedenen Farben zugeordnet. So kann es sein, dass ihr mit dem Streicheln ihres Ellenbogens grüne Kreise heraufbeschwört, auf dem Kopf wären diese rot und an den Brüsten blau. Bleibt ihr immer bei einer Farbe, hat auch euer Kristall am Ende diese Färbung. Nach fünf Minispielen ist ein Spieldurchgang dann auch vorbei und ihr erhaltet je nach Farbe eines von fünf Puzzleteilen, die als Ganzes das richtige Ende freischalten. Außerdem gibt es weitere Accessoires und Klamotten. Mit diesen beiden Kniffen bringt euch Shinobi Refle: Senran Kagura dazu, den „Story-Modus“ mehrmals durchzuspielen, da es immer wieder neue Gegenstände gibt. Als einzig wahren Gewinn lasse ich aber nur Asukas „Kimi wa daisuki“, also „Ich liebe dich“, gelten. Ich deine Brüste auch! Ab dem zweiten Durchlauf könnt ihr übrigens erkennen, welche Fantasie ihr mit welchem Finger heraufbeschwört und so gezielt eure Favoriten aussuchen. Per Plus-Taste ruft ihr zudem ein Menü auf, in dem ihr sehen könnt, in welcher der Fantasien ihr bereits welche Farbe ausgelöst habt.

Die wahren Stars des Spiels.

In einem weiteren Menüpunkt könnt ihr Asuka neu einkleiden. Dann färbt ihr die Schuluniform und ihre Haare um oder verpasst ihr gleich nur einen Bikini. Dazu könnt ihr Asuka Hasen- oder Hundeohren aufsetzen, ein niedlicher Hasenschwanz gehört selbstverständlich ebenso zum Repertoire. Am kuriosesten ist meiner Meinung nach der heruntergerutschte Schlüpfer, der dann keck am Fußgelenk der Ninja-Schülerin baumelt. Mit dem aktuellen Outfit könnt ihr Asuka dann ganz ohne Minispiele euren Griffeln aussetzen oder im Photo-Modus eurer Fantasie mit zahlreichen Posen und Möglichkeiten freien Lauf lassen. Entscheidet ihr euch für ein Oberteil, das bei Wasser durchsichtig wird, solltet ihr auch Asukas Unterwäsche ändern. So ein durchschimmernder Spitzen-BH hat dann doch etwas mehr Sex-Appeal als der Standard-Bikini.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Senran Kagura Reflexions

Meinung von Pascal Hartmann
Shinobi Refle: Senran Kagura ist ein Konzept, das für 1.000 Yen (ungefähr 7 Euro) verkauft wird. Das einzige, was man hier wirklich als Spiel bezeichnen könnte, sind vier simple und einfache Minispiele, die man später sogar überspringen kann. Das Begrapschen übte bei mir als männlichem Spieler anfangs tatsächlich eine nicht zu leugnende Faszination aus und ich kann den eindeutig zweideutigen Anspielungen und Szenen sowie einigen der Outfits durchaus eine gewisse Erotik abgewinnen, der Reiz war trotzdem schnell verflogen. Es gibt auch nur sieben Fantasien, hier wäre mehr drin gewesen. Die Einbindung der HD-Vibration ist leider auch nicht so revolutionär, wie es uns das erste Promo-Video weismachen wollte. Ich erkenne hier allerdings Potenzial für andere, richtige Spiele. Es ist bereits ein weiteres Mädel als kostenpflichtiger Download verfügbar, ich wüsste jedoch nicht, warum ich noch einmal Geld ausgeben sollte. Und keine Angst vor der Sprach-Barriere, denn durch Ausprobieren findet ihr euch flugs zurecht. Am Ende ist Shinobi Refle wohl genau das, was es sein wollte: ein feuchter Traum für Senran-Kagura-Fans.
Mein persönliches Highlight: Der Massager, das Schleifen-Outfit und dass man das meiste mit nur einer Hand spielen kann.
Meinung von Niels Uphaus
Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, als ich mir Shinobi Refle: Senran Kagura gekauft habe. Enttäuscht wurde ich nicht, begeistert aber auch nicht wirklich. Das Nintendo Switch-Spiel macht anfangs tatsächlich Spaß, allerdings nicht wegen dem Gameplay an sich, sondern eher wegen dem... einzigartigen Konzept des Downloadtitels. Es ist vielmehr eine Techdemo für die HD-Vibrationsfunktion kombiniert mit halbnackten Anime-Mädels. Für 7 Euro ist das Ganze noch akzeptabel, doch für die DLCs, die bereits jetzt den Preis verdoppeln würden, kann ich nur abraten, außer ihr seid Hardcore-Fan des betreffenden Senran Kagura-Ninjas.
Mein persönliches Highlight: Ich bin schwer beeindruckt, dass es ein Spiel dieser Art schon im ersten Jahr der Nintendo Switch auf die Konsole geschafft hat.

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