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Test zu Puzzle Box Maker - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Puzzle Box Maker
  • USA USA: Puzzle Box Maker
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.12.2017
Vertrieb
Bplus
Entwickler
Bplus
Genre
Kreativ, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Mögen die Emojis mit euch sein.

Von ComputerSaysNay ()
Ihr habt euch doch sicherlich schon mal bei einem Spiel, welches ihr zum ersten Mal gesehen habt, gedacht: „Ich habe gerade keine Ahnung was da auf mich zukommt“. Genau dieses Gefühl hatte ich zumindest beim allerersten Anblick von Puzzle Box Maker. Fliegende Emojis, Jump ’n’ Run-Passagen, Ausmalspiel, Bombenmanöver und sogar noch ein Flugzeug-Minispiel? „Das kann ja heiter werden“, hab ich mir gedacht, denn genau das ist es, was einem das Spiel direkt in den Trailern zuwirft. Welch ein Glück, dass ich zwei wunderbare Kameraden habe, die mir bei diesem anfänglichen Gewirr aus unterschiedlichen Modi zur Seite stehen! Und so machten sich meine Kollegen Thommi, Lisa und meine Wenigkeit auf die Reise, dieses doch so scheinbar sehr vielfältige Spiel in Angriff zu nehmen. Somit hat sich jeder von uns ein Kuchenstück – also Modus – herausgeschnitten und dieses dann auf das Sorgfältigste untersucht. Was konnte dabei nur schiefgehen?

Patrick:
In dem Spielmodus „Run“ müsst ihr – wie der Name eventuell schon vermuten lässt – nach klassischer Platformer-Manier versuchen, das Ziel zu erreichen. Was ziemlich simpel klingt, ist auch ziemlich simpel, denn der kleine Dummy Roy, den ihr in diesem Spielmodus steuert, wird inmitten einer feurigen Höhle von einem gigantischen, stachelartigen Tornado verfolgt und ist somit die ganze Zeit unter Druck. Dabei wird euch allerdings das Laufen komplett abgenommen und ihr konzentriert euch einzig und allein auf das Springen innerhalb des 2,5D Levels. Doch ihr könnt nicht, wie manch andere Helden, einmal Springen oder zweimal... nein! Der Modus bietet euch die Möglichkeit, einfach mal ganze vier Sprünge hintereinander auszuführen, bevor ihr wieder auf den Boden der Tatsachen landet. Dadurch fühlt es sich an, als würde man eher durch die Level durchfliegen als wirklich knifflige Jump ’n’ Run-Passagen zu durchschreiten.

Na? Erkennt ihr diesen ikonischen Level, den Thommi da nachgebaut hat?

Der Aufbau der einzelnen Level sowie die platzierten Hindernisse sind zudem absolut nichts Besonderes oder abwechslungsreich und geraten somit nicht nur schnell in Vergessenheit, sondern haben damit auch keinerlei besonderen Wiederspiel- und Erkennungswert. Dabei hilft es dann ebenfalls nicht, dass die Umgebungen der Level leider immer durchgehend die Gleichen bleiben, genauso wie die sich dauernd wiederholende Musik. Somit ist dieser Modus nicht nur relativ einfach, sondern wird auch sehr schnell monoton und langweilig. Ergänzend dazu wirkt der Grafikstil mit seiner Mischung aus gerenderten 3D-Hintergründen und dem 2D-Charakterdesign von Roy ebenfalls ein wenig deplatziert und damit nicht wirklich stimmig.

In jedem Modus eines Levels bekommt ihr maximal zehn sogenannte "Zeleli Coins", so auch in diesem. Diese benötigt ihr, um neue Welten freizuschalten, die jeweils sechs Level enthalten. Neben diesen sind auch allerlei schwebende Emojis mit von der Partie, die obendrein darauf warten von euch aufgesammelt zu werden. Alles in allem, ein sehr kurzweiliger Spaß aber auf lange Sicht doch sehr ermüdend.

In „Bomb“ heißt es ebenfalls wieder die 10 regenbogenfarbigen „Zeleli Coins“ einzusammeln, dieses Mal allerdings mit der explosiven Hilfe von ein paar Bomben. Freilich kullern diese direkt von oben in einer halb aufgeschnittenen Röhre auf euer schönes Pixelbildchen, welches ihr mit Hilfe der Bewegungssteuerung drehen könnt. Wichtig zu wissen ist, dass ihr die Bomben jederzeit mit einem Knopfdruck explodieren lassen und ebenfalls, durch einen anderen Knopf, ein klein wenig springen lassen könnt. Das Ziel des Ganzen soll es also sein, alle 10 Regenbogenmünzen wegzusprengen, die es sich auf eurem Bildchen gemütlich gemacht haben. Dabei gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Bombentypen: Die roten und grünen Bomben, welche nach einer gewissen Zeit von selbst in die Luft gehen sowie die Stachelbomben, die sofort explodieren, sobald sie mit eurem Bild in Berührung kommen. Letztere besitzen ebenfalls noch einen höheren Explosionsradius, was durchaus hier und da mal ganz nützlich sein kann. Der Modus funktioniert weitestgehend ganz gut, zwar könnte die Bewegungssteuerung deutlich präziser sein, allerdings fällt dies durch die ohnehin geringen Möglichkeiten (man dreht die Bilder nur nach rechts oder links) nicht sonderlich ins Gewicht. Dadurch, dass nur begrenzt viele Bomben pro Durchlauf existieren, bleibt der Modus auch kurz und knackig, womit dieser wohl auch der Kürzeste von allen ist. Trotzdem fehlt auch hier die Abwechslung oder anderweitiger Ideenreichtum. Abermals immer die gleichen Bomben auf unterschiedlichen, aber dennoch gleichbleibenden Pixelbildern explodieren zu lassen, wird eben doch nach einer Weile irgendwann monoton.

Lisa:

Hier könnt ihr Kubi im ntower-Level bewundern.

Meine Aufgabe war es, den "Kubi-Modus" und den "Claw-Modus" unter die Lupe zu nehmen. Schauen wir uns zuerst den Kubi-Modus an. In diesem Modus spielt ihr den kastigen Kubi, mit dem ihr 21 Schmetterlinge einsammeln müsst, um insgesamt zehn Münzen zu bekommen. Zusätzlich gibt es Pixo, einen kleinen Pixelhund, der am Anfang des Levels zu finden ist. Pixo möchte beschützt und gefüttert werden, wodurch ihr Bomben geschenkt bekommt, wie es auch im echten Leben passieren könnte. Während ihr versucht mit Kubi durch das Level zu hüpfen, müsst ihr auf die lila Pixel-Gegner aufpassen. Dies geschieht wohlgemerkt ohne Pixo, da ihr ihn einfach an seinem Spawn-Punkt liegen lassen könnt, bis ihr alle Schmetterlinge eingesammelt habt. Wenn ihr mit Kubi getroffen werdet, ist das halb so wild. Doch müsst ihr aufpassen, dass der hilflose Pixo nicht von den Gegnern erwischt wird, da ihr sonst das gesamte Level erneut spielen müsst.

Zusätzlich könnt ihr, so wie in anderen Spiel-Modi auch, Emojis einsammeln. Im Hauptmenü wird euch angezeigt, wie viele Emojis ihr gesammelt habt. Bei einem Zusammentreffen mit Gegnern verliert ihr Emojis und bei einem Verlust aller Emojis gibt es ein Game Over. Also habe ich mir Mühe gegeben, Pizzastücke, Einhörner und verzweifelte Gesichter in den Welten einzusammeln, in der diese Emojis fehl am Platz wirkten. Den Kubi-Modus könnt ihr auch zu zweit im Splitscreen spielen. Während der erste Spieler Kubi steuert, muss der zweite Pixo übernehmen. Da ihr mit dem Pixelhund jedoch nicht hoch springen könnt, bleibt ihr früher oder später an einer Stelle des Levels hängen, was dazu führt, dass das Spielen zu zweit in diesem Modus keinen Spaß macht.

Ziel des Claw-Modus' ist ebenfalls das Einsammeln von Münzen. Nur sammelt ihr hier sechs Münzen, die über das gesamte Spielfeld verteilt sind. Um sie einzusammeln, müsst ihr eine Kralle steuern. In diesem Modus habt ihr keine Gegner, denen ihr ausweichen müsst, sondern Sägeblätter, die in der Luft hängen. Da ihr mit der Kralle auch über die Sägen hinwegfliegen könnt, stellen diese bei der Durchquerung des Levels keine große Gefahr dar. Auch hier gibt es Emojis, die ihr einsammeln solltet. Im Mehrspieler-Modus spielt der erste Spieler eine Kralle und der zweite Spieler muss zwei Krallen gleichzeitig steuern. Beide spielen zusammen, um die sechs Münzen zu sammeln. Aber auch im Mehrspieler-Modus stellt der Claw-Modus keine besonders große Herausforderung dar. Wenn euch hingegen die niedrige Schwierigkeit und die fehlende Abwechslung nichts ausmacht, könnt ihr endlos mit der Kralle Münzen und Emojis einsammeln.

Thommi:
Im Modus "Copycat" wiederum müsst ihr mit dem Steuerkreuz oder den Tasten A, B, X und Y an der richtigen Stelle Plättchen runterfallen lassen. Ihr habt für die vier Knöpfe vier verschiedene Farben, die bei jedem Level vorgegeben sind. Mit dem linken oder rechten Analog-Stick bewegt ihr euren Cursor nach links oder rechts. Es gibt aber noch drei verschiedene Varianten bei diesem Teil vom Spiel. So habt ihr einerseits ein normales Bild (Copycat), ein großes Bild (Copycat XL) und ein sich von links nach rechts bewegendes Bild (Classic). Beim Gameplay unterscheidet sich kein Bild von den anderen Bildern, aber insgesamt macht das Plättchen setzen am meisten Spaß von allen Modi. Umso weniger Fehler ihr beim Setzen macht, desto mehr "Zeleli Coins" bekommt ihr bei diesen drei Versionen vom Modus.

In diesem Screenshot seht ihr, wie ich Lisas eigenes Level im Copycat-Modus spiele.

Außerdem bietet das Spiel einen Leveleditor – daher auch der Name Puzzle Box Maker. In diesem könnt ihr eure eigenen Level gestalten. Zum einen könnt ihr eine von drei Levelgrößen auswählen, zum anderen könnt ihr euch für 4 von 15 Farben entscheiden. Welche Modi beim Level auswählbar sein werden, hängt von der Levelgröße ab. Wenn ihr fertig seid, dann könnt ihr das Level hochladen und bekommt einen Levelcode. Es gibt auch vom Entwickler ein ntower-Level. Wenn ihr es spielen wollt, müsst ihr im Online-Modus den Code "NTWER" eingeben. Außerdem könnt ihr auf der offiziellen Website alle hochgeladenen Level und deren Codes einsehen. Zwar ist sowas für ein Indiespiel sehr löblich, aber die Möglichkeiten sind doch sehr eingeschränkt. Ihr malt das Level, aber wie es in den verschiedenen Modi aussieht und sich spielt, bleibt euch verwehrt. Ihr könnt so zum Beispiel nicht bestimmen, welche Plättchen bei Copycat gesetzt werden müssen, weil diese vom Spiel ausgewählt werden. Das ist auch bei allen anderen Modi der Fall.

Angemerkt sei noch, dass das Spiel 30 verschiedene HD-Rumble-Vibrationen bietet. Mit der Bewegungssteuerung vom Nintendo Switch Pro Controller oder den Joy-Con könnt ihr durch die Menüs navigieren. Außerdem bietet das Spiel sowohl in den Menüs, beim Erstellen von Levels und im Copycat-Modus eine Touchscreen-Steuerung. Insgesamt könnt ihr im Offline-Modus um die 100 Level spielen. Musikalisch bietet das Spiel einige nette Stücke – nicht mehr und nicht weniger. Ein paar wenige kennt man auch schon vom vorherigen Nintendo 3DS-Spiel "PUZZLEBOX setup". Zur Grafik lässt sich nicht viel sagen, aber sie ist sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus ansehnlich und ausreichend.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Puzzle Box Maker

Meinung von Patrick Gawor
​Puzzle Box Maker bietet zwar viele unterschiedliche Modi, aber genau hier schleicht sich das große Problem mit rein. Durch den breiten Spagat zwischen sämtlichen Genres, ist keines dieser im feinsten ausgearbeitet und bei jedem gibt es mal mehr, mal weniger Probleme. Dadurch ergibt sich das typische Problem von Spielen, die am liebsten alles in einem sein möchten, aber keines davon wirklich gut machen. Da hilft es dann auch nicht, dass löblicherweise ein Level-Editor dabei ist und man die Level online teilen kann, aber die Spielmodi drum herum so wenig motivieren und Abwechslung bieten, dass man eigentlich keine Lust hat, überhaupt erst neue Level zu erstellen. Alles in allem, wäre in diesem Fall weniger mehr gewesen und die Spezialisierung auf einen Modus wohl sinnvoller. Für den Preis von 15€ ist Puzzle Box Maker leider eine ziemliche Enttäuschung.
Mein persönliches Highlight: Der Copycat-Modus, da dieser kurzweilig Spaß bereiten kann.
Meinung von Lisa Zander
Leider muss ich sagen, das Puzzle Box Maker versucht, sehr viele unterschiedliche Aspekte zu liefern, aber keinen vollkommen ausgereiften Modus anbietet. Sobald man ein paar Level gespielt hat, verliert man den Anreiz weiterzuspielen. Insgesamt konnte mich das Spiel durch seine repetitive Art nicht überzeugen. Wer Spaß daran hat, eigene Level zu kreieren, die Level anderer nachzumalen, sie mit Bomben zu zerstören und Kubi hindurchlaufen zu lassen, der könnte mit Puzzle Box Maker durchaus etwas anfangen. Auf viel Abwechslung sollte man bei diesem Spiel jedoch nicht hoffen.
Mein persönliches Highlight: Der Copycat-Modus, da er von allen Modi am abwechslungsreichsten ist.
Meinung von Thomas Steidle
Insgesamt ist Puzzle Box Maker eine nette Ansammlung an verschiedenen Modi, die aber keine Abwechslung bieten. Jedes Level ist in fast allen Modi austauschbar, da es keine großen Abwechslungen im Gameplay gibt. Dazu kommen fragwürdige Emojis in einigen Modi. Der Leveleditor mit seinen Onlinefunktionen ist zwar sehr toll – besonders für ein Indiespiel – bietet aber wenige Möglichkeiten. Wer PUZZLEBOX setup auf dem Nintendo 3DS mochte, der kann auf jeden Fall mit dem Copycat-Modus etwas anfangen.
Mein persönliches Highlight: Das ntower-Level, welches der Entwickler selber erstellt hat.

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