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Test zu The Deer God - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Deer God
  • USA USA: The Deer God
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.12.2017
Vertrieb
Blowfish Studios
Entwickler
Crescent Moon Games
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die unendlichen Weiten des Waldes

Von Roman Dichter ()
Gab es bei euch zu Weihnachten Hirsch? Sekunde – ich glaube, ich fange noch einmal neu an… Wäre es nicht interessant, wenn ein Jäger, nachdem er selbst zum Opfer geworden wäre, im Körper eines Hirsches erwachen würde? So müsste er es am eigenen Leib erfahren, wie es ist, sein Leben auf der Flucht vor Jägern und wilden Tieren zu verbringen. The Deer God, das jetzt für Nintendo Switch erhältlich ist, lässt euch in diese Rolle eintauchen.

Verschneite Landschaften sehen besonders in Bewegung wirklich schön aus.

Ihr werdet hineingeworfen in eine Welt, die wirklich wunderschön ist. Zwar erblickt ihr recht grobpixelige Strukturen auf dem Bildschirm, aber diese sind sehr ansprechend gestaltet. Obwohl ihr einen 2D-Sidescroller spielt, werden grafisch mehrere Ebenen dargestellt, die einen räumlichen Eindruck erwecken. Auf dem Nintendo 3DS hätte das sicher phantastisch ausgesehen. Was aber auf jeden Fall beeindrucken kann, sind die häufigen Wechsel von Tageszeiten und Wetter. War man gerade noch in sternenklarer Nacht unterwegs, findet man sich plötzlich am helllichtem Tage bei starkem Schneefall wieder. Diese fließenden Umgebungswechsel lassen für eine Weile nicht den Hauch von Langeweile aufkommen.

Für eine Weile heißt aber auch, dass ich nicht uneingeschränkt loben kann. Die zufällig generierten Landschaften wirken früher oder später recht vertraut, auch wenn sie immer etwas anders zusammengesetzt sind. Hier werden halt vorgefertigte Puzzleteile zusammengefügt, nur selten bekommt ihr wirklich abwechslungsreiche Highlights zu sehen. Damit wären wir auch schon beim Thema Gameplay. Für Jump ‘n‘ Runs eher unüblich, gibt es hier keine klare Levelstruktur. Ihr durchquert endlose Landschaften und versucht zu überleben. Vor euren Gegnern könnt ihr fliehen oder sie mit kräftigen Kopfstößen bekämpfen. Die Anstrengungen und der erlittene Schaden machen es notwendig, dass ihr die zwischendurch zu findende Nahrung immer wieder zu euch nehmt. Wer das allerdings nicht schafft und den Bildschirmtod stirbt, erlebt die eigene Reinkarnation aufs Neue und startet als Jungtier, das im Laufe des Spiels älter wird.

Ihr trefft auf verschiedene Tiere des Waldes – vom Überlebenskampf bis zur liebevollen Zeugung von Nachwuchs ist alles möglich.

Neben dem Rennen, Springen und Kämpfen erwarten euch noch kleinere Rätseleinlagen und Aufgaben wie Such-Aufträge, die ihr für andere erledigen könnt. Durch das Aktivieren von Statuen erweitert ihr eure Fähigkeiten. All dies ist schön und gut, lässt insgesamt auch viel Potenzial erkennen. Trotzdem schaffte es The Deer God nicht, bei mir langfristigen Spielspaß zu erzeugen. Alles wirkt so ziellos, willkürlich und bedeutungslos. Nach einiger Zeit rannte ich nur noch unmotiviert durch den Wald und interessierte mich gar nicht mehr besonders für das, was auf dem Weg lag, da ich es ebenso gut ignorieren konnte. Der Wechsel von Tag und Nacht, Wald, Winter und Wüste ist dann irgendwann auch nicht mehr so spannend.

Das einzige wirkliche Ziel scheint das Überleben zu sein, wobei selbst das keine Bedeutung hat, zumal es für das Spiel nicht besonders wichtig ist, ob man das auch schafft. Rückblickend sehe ich vor allem viele ungenutzte Möglichkeiten, die das Gameplay interessanter machen könnten und den typischen Spieler bei der Stange halten würden. Es müsste einfach klare, bedeutsame Ziele geben und weniger Willkür. Vielleicht seid ihr aber auch andere Spieler-Typen, die in diesem zwanglosen, in gewisser Weise entspannten Spielstil einen angenehmen Zeitvertreib finden. Mir verging allerdings viel zu schnell die Motivation, sodass ich den Titel aus dem Nintendo eShop nur sehr eingeschränkt weiterempfehlen kann.

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu The Deer God

Meinung von Roman Dichter
The Deer God ist ein etwas anderes Jump ‘n‘ Run mit interessanten Ansätzen und einer schönen, kunstvollen Grafik. Leider weicht die Faszination schnell der Langeweile, wenn das recht ziellose Rennen durch die endlosen Landschaften immer eintöniger wird. Es gibt kaum echte Herausforderungen, keine typische Level-Struktur mit klaren Zielen. Die Gameplay-Elemente sind nicht schlecht, aber doch auch nicht sonderlich motivierend, sodass es nur für kurze Zeit Spaß macht, die immer wieder neu zusammengesetzten Landschaften zu durchqueren. Vielleicht entspannt The Deer God ja einige anspruchslose Spieler, aber für die meisten von uns gibt es wohl bessere Alternativen.

Kommentare 8

  • felix Meister des Turms - 26.12.2017 - 10:16

    Das Konzept hat anfangs beim Lesen des Textes mein Interesse geweckt, aber schade, dass anscheinend leider die Umsetzung nicht so toll geworden ist.
  • Mr_Ananas Turmbaron - 26.12.2017 - 10:38

    Damals umsonst über PS Plus bekommen.
    Eine absolut langweilige Gurke, nach einmal Spielen wieder deinstalliert.
  • Casualatical Casublume - 26.12.2017 - 10:44

    Ich hätte dem Spiel noch weniger gegeben. Es ist einfach Müll und ich fand es schon damals dreist, dass so ein Müll über GwG verschenkt wurde...
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 26.12.2017 - 13:56

    Wow normalerweise wenn ich öfter von so kleinen Spiele höre erwarte ich eigentlich wenigstens etwas Qualität aber das es so schlecht ist? Wohl mehr beworben als es verdient.
  • Weird Turmbaron - 26.12.2017 - 16:38

    Heißt das, dass es beim Spiel also überhaupt kein Ende gibt und man es gar nicht durchspielen kann?
    Ansonsten klingt es genau danach, was es von Anfang an sein sollte. So wurde es damals über Kickstarter beworben und so ist es dann wohl auch geworden^^ Klingt halt immer noch wirklich interessant. Nur wenns kein Ende gibt, wäre es bisschen enttäuschend... :/
  • xroguex Turmknappe - 26.12.2017 - 23:14

    Danke für diesen Bericht. Am Anfang hatte mich das Spiel sehr interessiert, aber nun warte ich doch lieber ab. Zuvor gibt es noch andere, die ich lieber entdecke.
  • Roman Dichter Meister des Turms - 27.12.2017 - 09:49

    @Weird Doch, es gibt ein Ende. Das Spiel hat nur keine klassische Level-Struktur, bei der man Punkt X erreichen muss. Hin und wieder gibt es bestimmte Aufgaben, die man erledigen muss (etwas für jemanden finden, mit bestimmten Wesen sprechen, ...), was dann zum Fortschritt in der Story führt.
  • Weird Turmbaron - 27.12.2017 - 15:30

    @Roman Dichter ah danke! Dann war das wohl, was man glaub ich damals mit open world ähnlich meinte^^ (Außer ich verwechsel das Spiel jetzt xD) Dann werde ich wohl dennoch reinschauen und bin gespannt, wies mir als großen Erkundungsfreund, gefallen wird. Viel kosten tuts ja auch nicht, glaube ich. :)