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Test zu Max: The Curse of Brotherhood - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Max: The Curse of Brotherhood
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  • Japan Japan: Max: The Curse of Brotherhood
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.12.2017
Vertrieb
Wired Productions, Stage Clear Studios
Entwickler
Stage Clear Studios
Genre
Platformer
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Stifte raus!

Von Dirk Apitz ()
Max and the Magic Marker war ein gelungenes und spaßiges Spiel, das Plattformer und Knobelspiel perfekt miteinander verband. Der Nachfolger tauscht nun den Grafikstil aus und ändert hier und da kleinere Punkte. An dieser Stelle muss man sich fragen, ob wir es überhaupt mit einem Nachfolger zu tun haben oder ob es sich nicht eher um ein Remake handelt? So oder so erwartet uns wieder ein spannendes und fesselndes Spiel, was allerdings mit etwas mehr Feinschliff wirklich genial sein könnte.

Im Grunde wollte es Max ja so, nun ist der Bruder weg!

Dem Grunde nach fängt das schon mit dem Inhalt an. Max ist genervt von seinem Bruder Felix und sucht bei Giggle (nein hier ist kein Tippfehler) eine Möglichkeit, wie er seinen Bruder loswird. Scheinbar hat der gute Max nicht damit gerechnet, dass er damit wirklich ein Portal auslöst und der Bruder entführt wird. Also zögert Max nicht lange und springt sofort in das Portal, damit er seinen Bruder retten kann. Doch in der anderen Dimension wartet bereits ein großes, aber flauschiges Monster und schleppt den Bruder zu einem dunklen Magier, der gern den jungen Körper übernehmen will, damit er weiterhin leben kann. Magier, große Monster und eine fremde Welt? Was will Max da machen? Zum Glück findet er einen Zauberstift, mit denen er Plattformen herbei malen kann oder mit einem anderen Stift auch Äste zu seinem Vorteil formen kann. Um den Bruder zu retten, aber auch um den Ärger der Mutter zu entgehen, bricht Max also auf und versucht das Beste aus der Situation zu machen und hey, wir bekommen dafür ein spaßiges Spiel!

Die Geschichte allein lässt die Vermutung zu, dass es sich hier um ein Remake handelt. Als er die magischen Stifte findet, kennt er diese nicht. Dabei hat er schon beim Vorgänger damit zu tun gehabt. Später wird zudem klar, dass Max diese Welt, Anderland, retten muss. Die Geschichte wird mit mit tollen Videoclips erzählt, die vom Design her an Pixar erinnern und auch den Humor gut einfangen. Auch hat Max immer wieder einen Kommentar parat oder im Hintergrund passiert etwas, um die Geschichte voran zu treiben. So seht ihr das Monster die ganze Zeit im Hintergrund des ersten Levels, bis ihr dann vor diesem die Flucht ergreifen müsst. Damit sind auch die einzelnen Level gut miteinander verknüpft.

Allgemein ist das Leveldesign und die Umgebung gelungen. Zwar werde ich am Stil noch etwas zu kritisieren haben, aber das hat noch andere Gründe. Insgesamt ist den Entwicklern eine liebevolle Welt gelungen und die einzelnen Charaktere schließt man sehr schnell ins Herz. Das kann man auch ohne weiteres zum Gameplay sagen. Wer den Vorgänger kennt, kennt den groben Vorgang. Ihr bekommt Stifte also könnt ihr malen! Naja ganz so frei wie im Vorgänger nicht, da es wohl grafische Limitierungen gibt. Am Anfang könnt ihr mit der orangenen Farbe den Gestein aus dem Boden ziehen und habt damit diverse Säulen. Mit dem grünen Stift ist es möglich die Ranken zu verlängern, mit der ihr auch klettern könnt, während der blaue Stift es ermöglicht, Wasserkanäle zu lenken, damit ihr darin voran schwimmen könnt. Dazu müsst ihr die jeweilige Schultertaste drücken, wodurch der entsprechende Stift erscheint. Wenn der leere Stift mit Farbe gefüllt wird, wisst ihr, dass ihr an dieser Stelle etwas machen könnt. Also drückt ihr die A-Taste und zieht entsprechend lang. Mit der Y-Taste könnt ihr das "gezeichnete" wieder löschen.

Das sind noch einfache Stellen, wartet nur ab...

Dies ermöglicht natürlich einige Rätsel und am Anfang sind diese noch recht leicht. So müsst ihr zum Beispiel eine Säule zeichnen, damit ein Fels, der auf dieser Fläche liegt, nach unten rollt und somit die Tür öffnet. Doch später werden die Rätsel knackiger und komplexer. So müsst ihr später mehrere Schädel finden und all eure Fähigkeiten einstzen, um eine weitere Fähigkeit zu bekommen. So ist ein Schädel nur zu erreichen, wenn ihr einen Gegner dazu bringt, von einem anderen Monster eingesaugt zu werden. Durch wird der Gegner zur laufenden Plattform, mit der ihr höhere Ziele erreichen oder auch Kisten drauf ablegen könnt. Es gibt in den meisten Fällen nur eine Möglichkeit ein Rätsel zu lösen und das erhöht den Schwierigkeitsgrad, ist aber leider auch manchmal sehr frustrierend, da es eine Ewigkeit dauern kann, bis das Rätsel gelöst wird.

Zusätzlich gibt es aber auch Geschicklichkeitspassagen, bei der ihr in klassisscher Manier rennen und springen müsst. Auch gibt es, wie schon angemerkt, Gegner. Besonders kleinere Trolle sind schneller als ihr und hauen euch mit dem Schläger weg. Deswegen müsst ihr euch oft beeilen. So gibt es Situationen, in denen ihr eine Klippe hinunter rennt, ohne die Möglichkeit zu bremsen. Irgendwann geht auch diese Klippe zu Ende und schnell müsst ihr mit dem Stift die Plattformen nach oben ziehen. Seid ihr zu langsam, geht es in den Abgrund. Nicht immer ist dies beim ersten Mal schaffbar und das typische Trial & Error-Prinzip ist hier die Normalität. Was hinzu kommt ist, dass die Tasten doppelt belegt sind. Mit A könnt ihr springen und wenn ihr einen Stift aktiviert habt, mit der gleichen Taste eben die jeweilige Aktion ausführen und dann die Säule nach oben ziehen. Dabei könnt ihr mit dem linken Stick auch die Richtung bestimmen. Für eine genauere Steuerung geht auch der Touchscreen, was damit auch ein exklusives Feature für die Nintendo Switch darstellt. Mit Y könnt ihr Sachen verschieben oder, sobald wieder der Stift aktiviert ist, die damit geschaffenen Sachen zerstören. Gerade in hektischen Situationen kommt es oft vor, dass ihr euch verdrückt. Insgesamt sind das kleinere Defizite, das Spiel macht dennoch viel Spaß. Das liegt auch daran, dass die Entwickler sehr kreativ waren und es immer wieder Stellen gibt, wo die Lösung wirklich beeindruckt. Auch nutzen die Entwickler die neuen technischen Möglichkeiten, um eine Sprungpassage zum Beispiel in Zeitlupe abspielen zu lassen, was besonders cool aussieht. Zudem sind die Rücksetzpunkte immer fair und dadurch ist der Frust nicht ganz so hoch, falls man eine Passage immer wieder nicht schafft.

Die Präsentation ist gelungen und abwechslungsreich. Hier sollte man den Überblick behalten!

Die Welten selbst sind sehr unterschiedlich gestaltet. Ein Wald kommt direkt nach dem Western-Setting oder ihr befindet euch in einer Höhle. In jeder Welt könnt ihr noch die Augen des Magiers finden, die euch beobachten. Insgesamt gibt es 75 Stück an der Zahl und diese sind sehr gut versteckt. Auch die 18 Teile von einem Amulett sind schwer zu finden. Einen Effekt hat die Sammlerei allerdings nicht, erhöht aber den Wiederspielwert etwas. Wie auch die Zwischensequenzen sehen die Welten richtig toll aus und bieten auch schöne Lichteffekte. Allerdings, dies ist aber nur meine persönliche Einschätzung, habe ich mehr Gefallen an dem Zeichentrickstil, der meiner Meinung nach auch besser zur Prämisse passt. Leider läuft das Spiel nicht immer flüssig und hat vereinzelt Einbrüche in der Bildwiederholungsrate, auch wenn diese kaum zu bemerken sind, sofern man auf dem TV spielt. Im Handheld sind einzelne Ruckler eher zu spüren, was sehr schade ist. Denn den Touchscreen kann man bekanntlich nur im Handheld-Modus nutzen.

Der Soundtrack ist dagegen etwas langweilig, aber nie störend. Dafür hat man aber richtig tolle Synchronsprecher dazu geholt und auch die Soundeffekte sind sehr gut und fügen sich in das restliche Spiel ein. Insgesamt kann man sagen, dass die neuen Möglichkeiten viele positive Nebenwirkungen bereit halten, wie eben auch mehrere Objekte wie Felsen, mit denen der Spieler interagieren kann, gleichzeitig ist ein freies Zeichnen nicht möglich. Wir haben jetzt zwar eine tolle Sprachausgabe und tolle Effekte, aber dafür wurde wohl die Arbeit für den Soundtrack etwas vernachlässigt. Dennoch ist es eine gelungene Präsentation und das Spiel braucht sich vor anderen 2D-Plattformern nicht zu verstecken!

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Max: The Curse of Brotherhood

Meinung von Dirk Apitz
Das Spiel hat mich wirklich in den Bann gezogen und hat mich über den einen oder anderen Kritikpunkt hinweg sehen lassen. Die Sammelgegenstände sind zwar sinnlos, erhöhen aber den Wiederspielwert. Auch wenn ich kein Fan von Trial & Error bin, so ist es hier dank der Rücksetzpunkte erträglich. Bis auf die Doppelbelegung funktioniert auch die Steuerung gut und die Rätsel sind schön knackig aber auch kreativ. Insgesamt hat mir dieser Genremix besser gefallen, als der Vorgänger, da hier die Steuerung um einiges besser funktioniert. Zudem bekommt man mit der Nintendo Switch die wohl beste Version, da der Touchscreen unterstützt wird.
Mein persönliches Highlight: Die tollen Zwischensequenzen!

Kommentare 3

  • Frank Drebin Spezielle Spezialeinheit - 28.12.2017 - 16:06

    Ah... Sehr gut.

    Danke Dirk für den Testbericht.
    Ich habe mir die Demo herunter geladen. Machte mir aber nicht mehr so viel Spaß wie der Vorgänger. Aus dem einfachen Grund, weil ich bei der Wii dank Motion-Kontrolle selbst Zeichnen konnte und mir überlegen musste, was ich denn nun zeichne damit ich von A nach B komme....

    Das vermisse ich bei der Nachfolger-Demo aber komplett. Der Stift ist nur noch dazu da, um die Landschaft zu verändern. Aber selber Zeichnen geht nicht mehr. Von meiner Seite her ein Rückschritt :(
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 28.12.2017 - 16:12

    @Frank Drebin

    Das kann ich verstehen. Ist halt Fluch und Segen zugleich, weil dafür kann man mehr Objekte nutzen. Aber ja ich glaube dies ist keine typische Fortsetzung. Alles was den Vorgänger ausmachte wurde im Grunde abgeändert. Ob positiv oder negativ muss jeder für sich entscheiden. Mir hat es besser gefallen :)
  • Loco4 It all started with the NES - 28.12.2017 - 16:29

    hab das damals auf der xbox gespielt (war glaube ich sogar mal in GwG?). allerdings nicht ganz zu ende. irgendwo in der mitte war die Motivation weg.
    allerdings glaube ich, dass es auf der Switch mit der Touchscreen-Unterstützung ne ganze ecke spaßiger zu spielen ist.