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Test zu Frederic: Resurrection of Music - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Frederic: Resurrection of Music
  • USA USA: Frederic: Resurrection of Music
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.12.2017
Vertrieb
Forever Entertainment
Entwickler
Forever Entertainment
Genre
Adventure, Musik, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein auferstandener Musikgott.

Von Maik Dallherm ()
"Frédéric François Chopin oder Fryderyk Franciszek Chopin (* 22. Februar oder 1. März 1810 in Żelazowa Wola, im damaligen Herzogtum Warschau; † 17. Oktober 1849 in Paris) war ein Komponist, Pianist und Klavierpädagoge mit französisch-polnischen Wurzeln. Als Sohn eines Franzosen und einer Polin in Warschau aufgewachsen, lebte er nach dem gescheiterten Novemberaufstand in Polen ab Herbst 1831 bis zu seinem Tod 1849 in Paris. Er gilt als einer der einflussreichsten und populärsten Komponisten der Klaviermusik."
- Wikipedia

Trefft die Noten, sobald sie sich über den Tasten befinden.

Mehr als 150 Jahre sind seit dem Tod von Frederic Chopin vergangen. Nicht nur in Sachen Technologie hat sich die Welt seitdem stark verändert, auch die Musikindustrie ist keine Ausnahme. Doch leider verlief der Wandel nicht gerade positiv: Die Musikwelt wurde zwischen wenigen, bekannten Plattenfirmen geteilt. "Seelenlose" Musik, heißt es, wird in dieser Ära publiziert. Es gelingt nur wenigen Künstlern diesem neuen, grausamen Mainstream zu entkommen und die gesamte Geschichte der Musik steht dem sicheren Ende bevor. Doch eine seltsame Kraft kommt auf und lässt Frederic Chopin aus seinem Grab wieder auferstehen. Den Friedhof verlassend, kommen ihm drei Musen entgegen. Sie reichen ihm einen Koffer, darin eine goldene Kutsche und seine ultimative Waffe, das "Grand Piano". Sein Ziel: Die Welt mit seiner Musik wieder zu vereinen und der Sache auf den Grund zu gehen, wer oder was ihn wieder ins Leben gerufen hat. Hier beginnt eure Weltreise in Frederic: Resurrection of Music, einem Music-Adventure aus dem Hause Forever Entertainment! Frederic ist eine zweiteilige Reihe, die bereits seit 2014 besteht. Es ist also sehr wahrscheinlich in absehbarer Zeit noch mit dem zweiten Teil, "Evil Strikes Back", zu rechnen.

In elf Duellen (zwei weitere Level gegenüber der PC-Version) müsst ihr euch in der Person von Frederic Chopin euren Gegnern stellen, die allesamt eine Begegnung mit einer mysteriösen Person hatten, nach der ihr sucht. Sie treten deswegen gegen euch an, weil ihnen Belohnungen von jener Person versprochen wurden, wenn sie euch besiegen. Elf Level bedeuten elf zu spielende Lieder in der Kampagne. Viel Umfang ist es zwar nicht, umso schöner sind die Musikstücke an sich. Kompositionen von dem Pianisten selbst, aber nicht in ihrer ursprünglichen Form, sondern (moderne) Remixe in verschiedenen Genres, aus dem Wandel der Zeit heraus. Ein Hybrid zwischen Classic- und Synth-Musik wäre ein Beispiel.

Die Geschichte begleitet euch mit einer Reihe von animierten und humorvollen Comics, die als Zwischensequenzen fungieren. Mit doppelten Tasteneingaben könnt ihr sie auch sehr schnell überspringen und zum nächsten Level gelangen. Bewegungen mit dem Analog-Stick zählen auch dazu, also passt auf, dass ihr sie nicht versehentlich überspringt. Bei Bedarf könnt ihr auch einzelne Level wiederholen. Im Hauptmenü gibt es eine Kapitelauswahl, mit der ihr alle Lieder mit bisher freigeschalteten Schwierigkeitsgraden anwählen könnt. Von dem ausgewählten Kapitel aus wird dann die Story bis zum Ende fortgesetzt, von daher ist es kein Problem, die Kampagne zu unterbrechen und an anderer Stelle wieder einzusteigen. Beendet ihr alle Stages auf normalem Schwierigkeitsgrad oder höher, schaltet ihr Tracks für den Arena-Modus frei. Im Gameplay finden sich hier keine Unterschiede, aber bei den Liedern handelt es sich um zusätzliche Stücke, die in Sachen Schwierigkeit und Länge den Durchschnitt der regulären Level übertreffen. Ein kleines, technisches Problem besteht noch: Gerade beim Abschließen meines Tests trat bei mir in einem Level aus der Kapitalauswahl ein "Blackscreen of Death" auf. Hoffentlich bleibt es bei diesem Einzelfall...

Ein Bus voller Gleichgesinnter! Wenigstens wird man in dieser Welt doch noch verstanden.

Gespielt werden kann mit zwei Joy-Con, dem Nintendo Switch Pro Controller, oder was sogar in diesem Spiel am besten funktioniert, dem Touchscreen der Konsole. Spielt ihr mit einem Controller wird euch im Spiel die Tastenbelegung auf der Klaviatur eingeblendet, diese könnt ihr im Optionsmenü nach Belieben anpassen. Auf dem Bildschirm habt ihr sieben spielbare Tasten. Hinter den Tasten befinden sich Fäden, die über die zu treffenden Noten drüberfahren. Drückt die Tasten, sobald sie sich mittig darüber befinden. Da ihr die Musik nachspielt, findet ihr das richtige Timing schon von selbst heraus. Ein rotes, grünes oder blaues Leuchten sind ein Indikator dafür, wie genau ihr die Note getroffen habt. Blau sind die perfekten Momente. Oben auf dem Bildschirm findet ihr einen geteilten Balken. Dies ist der "Power Level" (das Spiel gibt es nur in englischer Sprache) und dieser zeigt an, welche Seite gerade die Oberhand hat.

Seid ihr gerade im Vorteil bezüglich des Power Levels, könnt ihr gelegentlich einen Spezialangriff mit der L- oder R-Taste durchführen. Dadurch könnt ihr euch einen kleinen Bonus im Power Level sichern. Mit der Touch-Steuerung könnt ihr sie leider nicht ausführen. Die empfohlene Spielweise ist daher der Handheld-Modus mit angeschlossenen Joy-Con und die Nutzung vom Touchscreen. Von Easy bis Chopin stehen euch vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Diese beeinflussen einerseits die Strafe beim Power Level (wenn ihr einen Fehler macht), euren Punktebonus beziehungsweise -abzug, sowie auch die Anzahl der zu spielenden Noten (Stage 9 auf Schwierigkeit Hard/Chopin wird es euch danken).

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Frederic: Resurrection of Music

Meinung von Maik Dallherm
Frederic: Resurrection of Music ist eine gelungene Musikerfahrung und lässt euch den berühmten Pianisten und Komponisten Frederic Chopin auf humorvolle Art kennenlernen. Anhand des Szenarios des Titels, das nicht zu seiner damaligen Lebzeit spielt, sondern in der modernen Welt, spielt ihr die Klassiker deswegen nicht in ihrer Originalfassung, sondern in Form von Remixen. Das bringt auch für Kenner seiner Werke einen frischen Wind mit sich. Ich selber hatte zwar nie zuvor mit ihm zu tun und auch die Klavierstücke habe ich nur bedingt gekannt, aber gerade diese neuen, modernen Arrangements habe ich sofort zu lieben gelernt. Problematisch wird die Controller-Steuerung, wohlgemerkt: Touchscreen und Kopfhörer werden empfohlen. Schade ist lediglich die kurze Spielzeit. Mit einem Spieldurchlauf habt ihr bereits nach einer Stunde aus Musik und Zwischensequenzen alles gesehen. Ein Wiederspielwert ist durch die Freischaltung der Arena-Level (heißt, alle höheren Schwierigkeitsgrade abschließen) gegeben. Dafür ist der Preis im Nintendo eShop mit 6€ aber entsprechend fair.
Mein persönliches Highlight: Als ich realisierte, dass die Touchsteuerung tatsächlich gut funktioniert

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