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Test zu Enter the Gungeon - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Enter the Gungeon
  • USA USA: Enter the Gungeon
  • Japan Japan: Enter the Gungeon
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
18.12.2017
Vertrieb
Devolver Digital
Entwickler
Dodge Roll
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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"Schieß deine Vergangenheit ab; deine Zukunft hast du schon verspielt."

Von Daniel Kania ()
Ihr lieben Leute, tretet näher! Vor euch erstrecken sich die Hallen des berüchtigten "Gungeon", in dem eine alte Zivilisation ein legendäres Artefakt versteckte, mit dem man – so sagen es sich die Leutchen in diesen Breiten – die Vergangenheit manipulieren könne. Doch hütet euch davor, das Verließ ohne entsprechende Vorbereitungen und voller Naivität zu betreten. In den dunklen Korridoren, verlassenen Speisezimmern und verwüsteten Bibliotheken hausen unheimliche Kreaturen, die Ausgeburten eines Waffen-Narrs zu sein scheinen. Wenn ihr eine dieser Monstrositäten erblickt, dann schlagt sie am besten mit ihren eigenen Waffen und pumpt Blei in die lebendig gewordenen Patronen, Pulverfässer, Magie-Bücher und Wackelpudding. Mit genug Geschick möget ihr, der Marinesoldat, der Pilot, die Strafgefangene oder die Jägerin, in die tiefsten Tiefen des Gungeons vordringen.

Ein Dungeon voller Waffen – der Gungeon


Und damit herzlich willkommen in der Welt von "Enter the Gungeon", dem Roguelike-Action-Titel, welcher zuletzt im Nintendo eShop der Nintendo Switch erschienen ist. Das Spiel von Devolver Digital und Dodge Roll kommt im wunderschönen Retro-Stil daher und lässt euch in "Twin-Stick"-Manier – das heißt ihr bewegt euch mit dem linken Stick und zielt mit dem rechten Stick – einen von vier Hauptcharakteren durch die zahlreichen Ebenen des "Gungeons" manövrieren. Die Top-Down-Ansicht sowie das actiongeladene Gameplay, welches euch vor die Aufgabe stellt, alle Monster des "Gungeons" mit den euch zur Verfügung stehenden Schusswaffen kalt zu machen – das kann eine Erbsenkanone sein, eine Schrotflinte oder ein Maschinengewehr, eine Laserkanone oder gar ein "Steuerkreuz", welches euch in vier Richtungen schießen lässt – erinnern stark an Genre-Vertreter wie etwa The Binding of Isaac. Die Umgebungen sind dabei immer wieder zufallsgeneriert, weshalb sich kein Durchlauf wie der andere anfühlt – und das ist auch gut so.

Bosse wie diese gibt es im Gungeon zuhauf – definitiv keine zu unterschätzenden Gegner!

Enter the Gungeon ist kein stupides Auswendiglernen, sondern fordert eure Reflexe und euer Geschick heraus. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist nicht ohne. Aufgrund des Zufallsfaktors könnt ihr schon in den ersten beiden Ebenen des Gungeons auf fiese Feinde treffen, gegen die ihr beim ersten Aufeinandertreffen womöglich versagen werdet, da ihre Angriffsmuster zuerst sorgfältig studiert werden wollen. Und um ehrlich zu sein ist das auch die Quintessenz von Roguelike-Spielen: bockschwer, steile Lernkurve, aber wenn man es gemeistert hat, umso belohnender. Habt ihr (mächtige) Gegner besiegt, hinterlassen sie eine Ingame-Währung, welche ihr im Laden gegen Zusatzherzen, Rüstungen, Waffen oder andere Items eintauschen könnt. Besagter Laden muss allerdings zuerst gefunden werden, weshalb es sich immer lohnt den Gungeon gründlich nach Geheimnissen abzusuchen – und lasst euch von mir sagen: ihr werdet öfter auf derartige Mysterien treffen, als ihr glauben mögt. Oftmals weiß man mit einem verdächtig aussehenden Altar oder einer dubiosen Geistergestalt auch nichts anzufangen, da man ein bestimmtes Item benötigt oder man sich nicht traut, das verlangte Item herzugeben. Die Ruinen des Gungeon-Kults geben dem Spiel ohne Frage eine unheimliche Note, die einen wundern lässt, welche weiteren Geheimnisse hinter der nächsten Ecke lauern könnten.

So liegt der Reiz von Enter the Gungeon klar beim immer wieder neuen Erkunden des Gungeons und beim Lösen seiner Mysterien. Gefördert wird die Motivation zum Erkunden des Gungeons nicht nur durch die zufallsgenerierten Umgebungen, sondern auch durch die Vielfalt an verfügbaren Waffen. Mit jedem Durchlauf werdet ihr womöglich auf eine gänzlich neue Waffe stoßen, die sich nicht nur durch eine andere Schussrate und eine andere Magazingröße von anderen Waffen unterscheidet, sondern sich vielleicht auch ganz anders steuern lässt. Manche Waffen lassen euch Laserstrahlen schießen, andere sind fähig einen Streuschuss abzugeben, wieder andere stoßen einen kontinuierlichen Energiestrahl von sich aus. Die Attribute der Waffen können zusätzlich noch durch Items verstärkt werden. Einst fand ich bei meiner Gungeon-Tour ein Item, welches mir erlaubte nicht nur nach vorne, sondern gleichzeitig auch nach hinten zu schießen. So konnte ich auch hinterlistige Biester erledigen, die sich von hinten an mich heranschleichen wollten. Wobei "heranschleichen" hier wohl das falsche Wort ist. Enter the Gungeon ist bei bestem Willen nämlich kein Spiel, welches Wert auf Stealth-Elemente legt, sondern eine pure Packung Action und Explosion. Oft werdet ihr euch in Situationen wiederfinden, in denen ihr gleich Hunderten von gegnerischen Geschossen ausweichen müsst. Keine einfache Aufgabe sagt ihr? Dann kennt ihr die wagemutigen Abenteurer des Gungeons noch nicht.

Auf dem Bildschirm werdet ihr oft dutzende gegnerische Geschosse sehen. Weicht diesen mit Bedacht aus!

Essentiell im Gameplay von Enter the Gungeon ist es euch vor gegnerischen Geschossen zu verstecken oder diesen anderweitig auszuweichen. Im Gungeon selbst werdet ihr oft auf Tische treffen, welche ihr zur Seite werfen könnt, um sie als Schutz zu missbrauchen. Genauso könnt ihr euch hinter Pulverfässern verstecken (keine gute Idee!) oder diese doch lieber mit einem beherzten Tritt in Richtung der Gegner rollen lassen. Und dann macht es "Bum"! Eine weitere Möglichkeit gegnerischen Attacken auszuweichen ist die Rolle. Drückt ihr L oder A vollführt euer Charakter eine Rolle, die euch für einen kurzen Moment unverwundbar macht. Diese Aktion will natürlich optimal ausgeführt sein, da ihr nur mit dem richtigen Timing vor den Attacken geschützt seid. Mit der Rolle könnt ihr außerdem Abgründe überwinden oder über Hindernisse gelangen. All diese Techniken, das Rollen, das Schießen, das Ausweichen und das Schutzsuchen, ergeben vereint ein dynamisches und spaßiges Spielgefühl, welches gewiss nicht leicht zu erlernen ist, aber euch schon nach kurzer Zeit so einige Erfolgsmomente bescheren wird.

Hervorzuheben sei an dieser Stelle auch der exzellente Humor des Spiels. Die deutsche Lokalisation ist wirklich gelungen und macht euch mit "Sör Handpuch" bekannt, lässt euch Scharfschützen namens "Scharfschussel" erledigen oder verabschiedet euren Ladeneinkauf mit einem "Schankedön". Wer auch immer für die deutschen Texte verantwortlich war, wusste in jedem Fall, was er tat. Der Humor zeigt sich aber nicht nur in den Texten, sondern auch im Szenario selbst. Die Charakter- und Gegner-Designs sind schön ulkig und dürften euch zum Schmunzeln bringen. Oder wann wurdet ihr das letzte Mal von Büchern angegriffen, die mit buchstabenförmigen Angriffen daherkommen, oder von lebenden Patronen, die mit Pistolen attackieren? Zählt das nicht als Mord, wenn die Patronen mit Patronen... ach egal.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Enter the Gungeon

Meinung von Daniel Kania
Enter the Gungeon zählt zu den spaßigsten Nintendo eShop-Spielen für die Nintendo Switch bisher. Das actiongeladene, aber doch herausfordernde Gameplay gepaart mit tollem Humor, stimmiger Musikuntermalung und feiner Retro-Optik ergibt ein spaßiges Gesamtpaket, welches nicht durch clever gestaltete Umgebungen, sondern durch zufallsgenerierte Ebenen für Wiederspielwert sorgt. Das dürfte Fans von Roguelike-Spielen und Genre-Vertretern wie The Binding of Isaac genau ansprechen. Auch Gelegenheitsspieler dürften dank des Zweispieler-Modus Spaß daran haben und schon in den ersten Ebenen viele unterschiedliche Gegner und Waffen finden, was ohne Frage eine Stärke des Spiels ist. Nichtsdestotrotz ist das Spiel gewiss nicht für jedermann geeignet. Wem repetitives Gameplay und ein hoher Schwierigkeitsgrad eher nicht zusagen, der wird mit Enter the Gungeon auch nur kurzzeitig Spaß haben können.
Mein persönliches Highlight: Die Waffenvielfalt im Spiel. Viele Waffen lassen sich gänzlich anders steuern und es fühlt sich einfach gut an, Gegner mit ordentlich Wumms ins Jenseits zu befördern.

Kommentare 5

  • Tarik Turmbaron - 30.12.2017 - 19:20

    Dieses Spiel hat sogar mind. 9/10 verdient, finde ich. Gerade hier greift er "überall spielen"-Faktor!
  • sCryeR Turmbaron - 30.12.2017 - 20:03

    Test 1. 6/10
    Test 2. 8/10

    Wird sicher gekauft, ich mag Bockschwer
  • USER0815 Loading... - 31.12.2017 - 11:40

    @Tarik Find ich auch, aber ne 8 ist ja ok. Immer das positive sehen: Teil 2 wird noch geiler! (Btw ich wünsche mir Teil 2! Kauf ich sofort!)
    Egal, erstmal überhaupt alle 5 Kammern schaffen! :D
  • Genkidama Turmknappe - 01.01.2018 - 13:54

    okay das klingt schon gut und sieht interessant aus. hab binding of isaac noch nicht gespielt, aber mag action spiele.
  • preacha Turmknecht - 14.02.2018 - 22:43

    Habe mir das Spiel im Sale geholt.
    Pro:
    -Cooles Design
    -Toller Sound
    -Perfekte Steuerung
    -Jede Menge Waffen
    -Spaßige Action

    Contra:
    -Bock schwer
    -Game over bedeutet: von vorn anfangen.
    -Items die in Shop gekauft werden können sind nach dem Ableben weg
    -Man kann den Char nicht dauerhaft verbessern um den schweren Schwierigkeitsgrad auszugleichen.

    Die Contra Punkte überwiegen bei mir. Daher leider enttäuschend. Hätte echt cool werden können, schade.