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Test zu Woodle Tree Adventures - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Woodle Tree Adventures
  • USA USA: Woodle Tree Adventures
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.12.2017
Vertrieb
Chubby Pixel
Entwickler
Chubby Pixel
Genre
Platformer, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Klotz reist um die Welt

Von Dennis Gröschke ()
„Hallo Freunde, ihr könnt schon mal wie die Idioten auf und ab springen, denn gleich seht ihr was es diesmal neues von Klotz gibt! Es ist der brandneue Action-Klotz mit natürlich wirkendem „Gesichts-Moos-Bart“ und ihr könnt dem neuen Action-Klotz für seine Abenteuer diese tollen neuen Action-Kostüme anziehen! Zum Beispiel „Klotz von Arabien, Wachtmeister-Klotz, Sport-Klotz und Cheerleader-Klotz!“ Erforscht die unentdeckten arktischen Regionen mit Sergeant Klotz vom Yukon, taucht ein in die Welt der Spione, mit Super-Geheimagent „00Klotz“ und wie wäre es mit dem neuen Löwenbändiger-Spielkasten? Mädchen, ihr werdet dahin schmelzen, wenn ihr den singenden Klotz hört. Erzittert Erdlinge, hier kommt der mysteriöse Klotz vom Mars! Jaaa, wenn es so viel Spaß macht, dann muss es Klotz sein! Klotz, von Blammo!“

Tja, wer kennt diesen Werbespot aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch? Niemand? Achso, war ja auch ein fiktiver Werbespot aus der Zeichentrickserie „Die Ren & Stimpy Show“, die damals auf MTV lief. Aber genau daran musste ich denken, als ich mir das erste Mal den Trailer zu Woodle Tree Adventures ansah.

Ihr startet mit einem einfachen Palmenblatt in das erste Level.

In Woodle Tree Adventures spielt ihr einen kleinen Klotz aus Holz, der sich auf die Suche nach den Tränen der Feen begibt, um seinem Land das benötigte Wasser wieder zurückzubringen. Die Geschichte ist, wie bei den meisten Platformern üblich, hier aber auch Nebensache. Woodle Tree Adventures reiht sich ein in die Riege der 3D-Platformer der letzten Zeit und sieht auch so aus, wie ein 3D-Platformer aus den 90er Jahren. Wobei, das wäre wahrscheinlich noch übertrieben und eine Beleidigung für die Platformer aus jener Zeit. Bei Woodle Tree Adventures muss die Grafik als Nebensächlich erachtet werden, da sie wirklich sehr rudimentär ist und keine schönen Texturen aufweist. Das Spiel bietet oft großflächige einfarbige Objekte, die auch oftmals durch abgerundete Linien kaum "Ecken und Kanten" bieten. Die Beine des Baumklotzes (ich werde ihn im Folgenden einfach „Klotzi“ nennen) sind nur zwei Striche vom Körper zum Boden, berühren diesen allerdings nicht. Auch die Animationen sind sehr einfach gehalten und lassen keinen sichtbaren Kontakt der Beine mit dem Boden erkennen. Dafür funktioniert die Sprungmechanik allerdings erstaunlich gut und scheint laut Werbeaussagen für die Nintendo Switch Fassung nochmals verbessert worden zu sein.

Ebenso wird mit einem neuen Level gegenüber der PC-Fassung geworben. Da ich diese nicht kenne, reiht sich das neue Level aber gut in die anderen ein, zumindest konnte ich nicht sagen, was neu ist. Klotzi startet also mit seinem Abenteuer vor seinem bescheidenen Haus und erhält für seine Reise auch sofort einen Rucksack (kleiner Kreis am Rücken) mit dem er die „Früchte“ aus den Levels transportieren kann, die wir dort finden werden. Für mich sehen die Früchte aus wie Äpfel, also werde ich sie im weiteren Verlauf auch so betiteln. Ein Klotz aus Holz springt und läuft also durch unterschiedliche Levels auf der Suche nach Wassertropfen und Äpfeln – da hab' ich schon komischere Sachen gesehen. Zu Beginn befinden wir uns in der Oberwelt, also da wo unser Haus steht und ein wenig weitere Umgebung mit ein paar Bäumen und Steinen. Von hier aus starten wir in die jeweiligen Level und können uns mit besseren Waffen ausstatten.

Ihr könnt mit der Kamera sehr weit rauszoomen und das Level überblicken. Spielen könnt ihr so nicht.

Auffällig ist die Kameraführung, da diese nicht frei schwenkbar ist, wie es bei 3D-Platformern seit gut 20 Jahren eigentlich üblich ist. Im Gegenteil, die Kamera bleibt immer hinter Klotzi und schwenkt nur selten mal in eine Seitenansicht, beeinflussen könnt ihr dies aber nicht. Was ihr aber beeinflussen könnt, ist die Entfernung der Kamera zum Protagonisten. So könnt ihr die Kamera unmittelbar über Klotzi positionieren, was insbesondere bei engen Passagen hilfreich ist, oder aber „meilenweit“ aus dem Geschehen rauszoomen. So erhaltet ihr, ähnlich wie bei „Captain Toad: Treasure Tracker“, die Möglichkeit, das komplette Level in Augenschein zu nehmen. Zumindest soweit ihr es auf der Ebene, auf der Klotzi steht, überblicken könnt, schwenken oder vertikal ändern könnt ihr die Kamera wie oben beschrieben nicht. In den meisten Fällen kommt ihr mit dieser Einschränkung im Spiel auch zurecht, allerdings weiß ich nicht, ob sich der Entwickler damit einen Gefallen getan hat. Eure Spielfigur, wenn auch sehr einfach, musste ja trotzdem als 3D Modell erstellt werden, ebenso wie die Gegner und anderen Objekte im Spiel. Es kann sich also entweder nur um eine Designentscheidung gehandelt haben oder aber der Mehraufwand einer freien Kamera sprengte den Rahmen des Spieles.

Klotzi bewegt sich in den Levels frei und sammelt die Äpfel und Wassertropfen ein. Die Äpfel sind in den Levels massig verteilt (noch umfangreicher als die Monde in Super Mario Odyssey) und dienen euch dazu nach und nach weitere Level freizuschalten. Die Wassertropfen, von denen in jedem Level 3 versteckt sind, benötigt ihr, um das jeweilige Level erfolgreich abzuschließen. Dennoch könnt ihr jederzeit wieder in die Oberwelt zurückkehren, verliert aber dann euren Fortschritt. Selbst wenn ihr im Level einmal sterben solltet, ist das nicht weiter schlimm, da ihr entweder an einem nahen Checkpoint wieder startet, oder aber das Level neu beginnen könnt.

Diese Schildkröte tut euch nichts! Aber auch die anderen Lebewesen sind keine wirklichen Gegner!

In den Levels trefft ihr auch auf gegnerische Lebewesen, sie sind schwer zu beschreiben und folgen keiner gängigen Einordnung, deswegen die schwammige Bezeichnung. Diese Gegner stehen in der Regel aber nur auf einer Stelle und bewegen sich nicht. Sie können in der Regel also einfach umlaufen werden, so einfach ist das. Weitere Gegner laufen auf vorgegebenen Bahnen und können somit auch gut eingeschätzt werden. Lediglich eine Gegnerart kommt auf euch zu und katapultiert euch bei Berührung wieder an den Anfang des Levels. Ihr seid den Widersachern aber auch nicht schutzlos ausgeliefert, denn ihr könnt mit einem großen Blatt von der Palme wedeln. Das Blatt lässt sich also als Waffe verwenden, welche sich im Lauf der Kampagne auch aufrüsten lässt und dann in den späteren Levels ordentlich Wind macht und eine größere Reichweite besitzt.

Woodle Tree Adventures ist genau das richtige Spiel für euch, wenn ihr von den Spielen der letzten Wochen gestresst seid. Das Spiel bietet so gut wie keine Herausforderung, es gibt keine unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade, die Musik wiegt euch sanft in Sicherheit und „fließt“ so mit und die Steuerung ist solide, aber nicht wirklich gut. Nach 2-3 Stunden habt ihr auch so gut wie alles gesehen und das Land gerettet. Danach könnt ihr wiederum nochmals in die Level und weitere Äpfel sammeln, einen hohen Wiederspielwert oder weiteren Reiz dazu bietet das Spiel aber nicht. Wenn ihr auf der Suche nach einem entspannten Spiel seid, ihr euch nicht von schlechter Grafik, rudimentären Animationen und „plätschernder“ Musik abschrecken lasst, könnte euch Woodle Tree Adventures gefallen.

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Woodle Tree Adventures

Meinung von Dennis Gröschke
Woodle Tree Adventures ist ein weiteres Spiel, welches nur von einer Person erschaffen wurde. Anders als bei vielen anderen Spielen dieser Art, merkt man es diesem Spiel doch an. Nur eine begrenzte Handvoll Levels, sehr schwammige Animationen und eine Grafik, die eine Mischung aus Minecraft und 90er Jahre 3D Platformer darstellt, allerdings aus den Anfangstagen. Die wenigen englischen Texte erklären das Spiel ausreichend und Spaß machen die Level in der Regel auch, sie stellen den Spieler aber kaum vor Herausforderungen. Ich sehe das nicht so eng und stelle mir einfach vor, dass das eventuell auch einfach so gewollt ist. Zumindest dann hätte das Spiel eine Berechtigung, denn auch Anfänger möchten an das Genre herangeführt werden, ohne groß frustriert zu werden. Dafür eignet sich das Spiel hervorragend, weil es den Spieler ohne große Aufregung agieren und in Ruhe ausprobieren lässt. All jenen, die 2017 bereits durch Super Mario Odyssey oder Yooka Laylee durchgehüpft sind, bietet Woodle Tree Adventures leider keinen Anreiz.
Mein persönliches Highlight: Die "sphärische" Musik ist immer mal wieder ganz nett, aber sonst bietet das Spiel leider keine Highlights.

Kommentare 3

  • Splatterwolf Builder seit 1889 - 05.01.2018 - 11:47

    Ich fands irgendwie witzig, mehr auch nicht. Der Preis ist natürlich reizvoll und mehr als zwei Stunden wird man damit dann auch nicht beschäftigt sein. Steuerung ist etwas schwammig, Kollissionsabfrage ist grauenvoll, die Optik ist wirklich nicht schön.

    Eigentlich ist es ganz knuffig designed, nur hätte es wirklich viel mehr Feinschliff benötigt.
  • Oblomov nichts ist real - 05.01.2018 - 14:51

    Beim Intro musste ich schon sehr grinsen, die Ren & Stimpy Show war sooo gut <3 :ugly:
  • Fabinho84 Turmheld - 05.01.2018 - 18:23

    Das Spiel wird andauernd für den Pc verschenkt:)Also lohnt sich ein Kauf definitiv nicht.