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Test zu Pic-a-Pix Deluxe - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Pic-a-Pix Deluxe
  • USA USA: Pic-a-Pix Deluxe
  • Japan Japan: Oekaki Puzzle: Pic-a-Pix Deluxe
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
04.01.2018
Vertrieb
Lightwood Games
Entwickler
Lightwood Games
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Die farbenfrohe PICROSS-Alternative

Von Daniel Kania ()
Frisch zum Jahresbeginn beschert uns Entwickler Lightwood Games eine ordentliche Portion Puzzle-Spaß für die Nintendo Switch. Pic-a-Pix Deluxe baut auf die mit Pic-a-Pix Color etablierte Formel auf und bietet Fans von Kopfnüssen zahlreiche weitere Exemplare der beliebten Logikrätsel, welche auch Nonogramme genannt werden, oft aber auch als "Picross" bekannt sind. Solltet ihr nicht wissen, was ein Picross ist, keine Sorge! Pic-a-Pix Deluxe bietet eine mehr oder minder ausführliche Erklärung, wie diese Art von Logikrätsel zu lösen ist. Kurz erklärt: in einem Gitternetz ist es eure Aufgabe Felder auszufüllen oder durchzustreichen. Zahlenangaben am Rand einer jeder Spalte und Reihe zeigen euch an, wie viele Kästchen ausgefüllt werden müssen. Sind gleich mehrere Ziffern am Rand abgebildet, muss zwischen den ausgefüllten Kästchen-Reihen mindestens ein Kästchen Freiraum eingehalten werden. So viel zu den Basics. Doch was unterscheidet Pic-a-Pic Deluxe von anderen Genre- oder Picross-Vertretern?

Zu Beginn sollte man sich am besten darum kümmern, eine Farbe abzuarbeiten. Das erleichtert eure Arbeit mit weiteren Farben.

Einfach nur ein Picross-Spiel mit weiteren Logikrätseln herausbringen, welche man stupide durcharbeitet? "Zu langweilig!", dachte man sich wohl bei Lightwood Games und brachte deshalb Farbe ins Spiel. Ganz recht. Anstatt sich nur darauf zu konzentrieren, welche Kästchen ausgefüllt werden müssen und welche nicht, muss nun vom Spieler auch entschieden werden, welche Farbe die Kästchen haben sollen. Einerseits ist dieser Gameplay-Twist clever, da die schlussendlichen Motive selbst im Entstehungsprozess bereits deutlich besser zu erkennen werden, andrerseits wird das Picross-Konzept dadurch stellenweise ein gutes Stück komplizierter. Werden mir am Rand beispielsweise eine blaue 3 und eine rote 4 angezeigt, dann muss zwischen der blauen und der roten Kästchen-Reihe kein Freiraum eingehalten werden. Handelt es sich allerdings um aufeinanderfolgende Ziffern der selben Farbe, dann gilt die klassische Picross-Regel und es muss Freiraum eingehalten werden. In gewisser Weise ist das farbenfrohe Picross also einen Tick kniffliger und deshalb möglicherweise eher für etwas erfahrenere Spieler geeignet.

Solltet ihr genug vom bunten Tamtam haben, dann könnt ihr euch auch an etwa 150 klassischen Picross versuchen. Die Schwarz-Weiß-Nonogramme stehen im "Extra"-Bereich von Pic-a-Pix-Deluxe zur Verfügung, wobei, wie der Entwickler verlauten ließ, in Zukunft auch weitere Puzzle-Pakete zum kostenlosen Download bereitstehen werden. So oder so, beim Umfang kann man Picross-Spiel-typisch nicht meckern. Wer die Logikrätsel mag und seinen Spaß daran hat, der wird auch wieder so einige Stunden damit verbringen, Seite über Seite über Seite an Picross zu lösen. Gleichzeitig bemüht sich Pic-a-Pix Deluxe sehr wenig, um neben den farbenfrohen Picross für großartig Neues zu sorgen. Wer also schon einmal mit einem früheren Picross-Spiel schlechte Erfahrungen gemacht hat, den wird auch Pic-a-Pix Deluxe nicht vom Hocker hauen können.

So sieht es aus, wenn zwei Spieler ein klassisches Picross in Pic-a-Pix Deluxe angehen.

Von der Präsentation und Aufmachung her ist Pic-a-Pix Deluxe solide. Es braucht sich sicher nicht vor seinem großen Bruder "PICROSS S" von Jupiter verstecken, wirkt aber durch viele sehr schlicht und einfach gehaltene Designs und UI-Elemente weniger liebevoll und vor allen Dingen weniger zeitgemäß. Ein Spiel rund um Nonogramme, welche Pixel-Bildchen ergeben, braucht gewiss keine Ultra-HD-Texturen, darf aber ruhig schön anzusehende Hintergründe, ein modernes UI und vielleicht auch schicke Designs für das Gitternetz und die Kästchen haben. Audiovisuell steht Pic-a-Pix Deluxe dem Vorreiter PICROSS S also definitiv nach.

Solltet ihr in der Laune sein, gemeinsam Picross lösen zu wollen, dann könnt ihr auch in Pic-a-Pix Deluxe eurem Spielkameraden einen Joy-Con in die Hand drücken und gleich loslegen. Jeder Spieler steuert dann seinen eigenen Cursor über das Gitternetz, der Spielbildschirm bleibt dabei gleich aufgebaut. Wie schon in meinem PICROSS S-Test kritisiert wurde, fehlt hier der wirkliche Sinn hinter dem kooperativen Spielen. Da man sich kein gemeinsames Hirn teilt, muss zusammen verbal überlegt werden, was meist länger dauern kann, als wenn man es für sich selbst im Kopf durchdacht hätte. Der andere Spieler steht einem schlichtweg öfter im Weg als eine tatsächliche Hilfe zu sein. Größere Picross, etwa solche im 35x25-Format, dürften möglicherweise schneller funktionieren, da jeder Spieler sich seinen eigenen Teil aussuchen und bearbeiten kann – und anschließend auch durch jederzeit verfügbare Kontroll-Funktion berichtigen kann, was sehr löblich ist – doch das stellt eher die Ausnahme dar. Fraglich bleibt, weshalb man nicht kooperative Picross eingebaut hat, etwa solche, bei denen jeder Spieler für bestimmte Farben zuständig ist, sodass man sich tatsächlich nicht in die Quere kommt, oder sogar einen kompetitiven "Race Mode" implementierte, bei dem Spieler eine Reihe an zufällig ausgewählten Picross gegeneinander lösen. Die Möglichkeiten wären grenzenlos gewesen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Pic-a-Pix Deluxe

Meinung von Daniel Kania
Pic-a-Pix Deluxe erhält das gleiche Urteil wie viele andere Picross-Spiele vor ihm. Wer diese Art von Logikrätsel mag und mehr Spielefutter braucht, der kann bei dem Spiel garantiert nichts falsch machen, insbesondere da die Entwickler das Spiel auch mit weiteren Level-Paketen erweitern wollen. Wer aber noch nie etwas für Nonogramme und Co. übrig hatte, der wird auch von Pic-a-Pix Deluxe nicht begeistert werden. Die Picross-Formel wurde durch die neu hinzugekommenen Farben um einen zusätzlichen Denkschritt erweitert, bleibt sonst aber recht traditionell. Enttäuschend fällt wieder einmal die Mehrspieler-Komponente aus, welche nichts Halbes und nichts Ganzes ist, sich schlichtweg zu wenig traut, wo doch so viel Potenzial dafür gegeben ist.
Mein persönliches Highlight: Wenn man nach mehreren Minuten des Überlegens doch noch auf die Lösung kommt, ohne die Kontrolle zu verwenden.

Kommentare 5

  • Skerpla 任天堂 - 06.01.2018 - 23:23

    Das ist wohl das höchste das Lightwood jemals als Wertung erhalten hat. Mit dem Flugzeigtrash den die sonst so rausbringen. Das Logo sieht ziemlich nach Color Bombs aus (gündtofedtes und schlechtestes Spiel auf der WiiU, die ruckelt da schon bei 2D Animationen komplett in 2D).
  • s3rial Turmknappe - 07.01.2018 - 09:16

    Hab mir die Demo runtergeladen. Relativ gleich wieder gelöscht. Dieses ständige Farben wechseln ging mir total auf die Nerven ;). Ansonsten ein Picross halt. Mario Picross aufm Gameboy hab ich total gern gezockt :).
  • Pascal Hartmann Ta da da daaaaaaa - 07.01.2018 - 13:55

    Ich stehe ja voll auf Picross, daher werde ich mir das hier bei Gelegenheit mal gönnen. Die Rätsel mit dem richtigen Einfärben finde ich nämlich sehr interessant.
  • FoxStar Turmritter - 07.01.2018 - 20:41

    Also ich habe nur die Demo gespielt und muss sagen, dass ich Picross S viel besser finde.
  • Gast - 08.01.2018 - 14:55

    Ich hab bisher nur die Demo gespielt. Die Aufmachung des Spiels fand ich eher unschön. Das Wechseln der Farben nervt ziemlich, wenngleich ich den Aspekt echt geil finde. Unterm Strich ist es mir zu fummelig und geht nicht so leicht von der Hand wie Picross S.