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Test zu Bloody Zombies - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Bloody Zombies
  • USA USA: Bloody Zombies
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.12.2017
Vertrieb
nDreams
Entwickler
nDreams, Paw Print Games
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Fünf Dinge, die ihr über Zombies wissen solltet

Von Roman Dichter ()
Der gemeine Videospieler tötet gern – zumindest digital. In vielen Genres bekommt er es mit Gegnern zu tun, die es zu bekämpfen gilt. In einigen ist das sogar praktisch die einzige Aufgabe. Bei Spielen wie Streets of Rage prügelt ihr euch durch verschiedene Gebiete und trefft auf immer wieder neue Gegner. In diese Richtung geht auch Bloody Zombies, bei dem ihr es allerdings mit Massen von Untoten zu tun bekommt. Immerhin muss man kein ganz so schlechtes Gewissen haben, wenn es Zombies sind, die man zurück ins Jenseits prügelt. Wenn ihr auch Lust darauf habt, diese in den heutigen Medien (Vorsicht, Wortspiel) nicht totzukriegenden Antagonisten aus dem Weg zu räumen, dann gebe ich euch noch die folgenden fünf Fakten mit auf den Weg.

1. Zombies brauchen keine Story

Seid ihr bereit für zahlreiche Kämpfe gegen Zombies?

Auch wenn uns Zombies schon auf sehr unterschiedliche Arten in diversen Filmen, Serien und Spielen präsentiert wurden, so sind sich doch die meisten Autoren einig: Zombies sind dumm wie Brot. Sie taugen also nicht dazu eine komplexe Geschichte zu erzählen. Bei längeren Stories wie in der TV-Serie The Walking Dead, sind die Zombies selbst schnell nicht mehr das Thema, sondern nur das Setting, in dem sich Geschichten zwischen Menschen abspielen. Zombies sind einfach da. Sie planen nichts, sie wollen nichts, sie sind nur eine Gefahr für die Protagonisten.

So verwundert es nicht, dass auch Bloody Zombies keine epische Geschichte erzählt. Zombies überfallen England und es werden mutige, schlagkräftige Helden gebraucht, die die Straßen wieder sicher machen. Darum könnt ihr zwischen vier Charakteren wählen, die sich abgesehen von der Optik auch nicht wirklich unterscheiden, und einfach drauflos prügeln. Im Gegensatz zu Filmen und Serien können Spiele aber auch ohne Story richtig gut sein, wenn ihr Gameplay Spaß macht, also halten wir uns nicht länger mit dem Unwichtigen auf.

2. Zombies besiegt man mit Skills

Neue Fähigkeiten findet ihr auf der Straße oder im Shop.

Auch das Gameplay ist nicht sonderlich komplex. Ihr habt einige Fähigkeiten, mit denen ihr euch fortbewegen, springen und natürlich den Gegnern eins auf die Mütze donnern könnt. Neben diesen grundlegenden Moves dürft ihr eure Fähigkeiten erweitern, wodurch ihr mit einfachen Tastenkombinationen spezielle und wirkungsvollere Angriffe auslöst. Neue Fähigkeiten erhaltet ihr auf zwei verschiedene Arten. Entweder findet ihr sie in Form eines Items im Spiel. Manche besiegten Gegner hinterlassen Items, die eure Gesundheit auffüllen, euch ein Extra-Leben bescheren oder euch eben eine neue Fähigkeit lehren. Auch in herumstehenden Kisten oder Fässern könnt ihr Items entdecken, wenn ihr sie zertrümmert. Oder ihr entdeckt kleine, versteckte Gebiete, die neben zusätzlichen Gegnern dann auch Items als Belohnung bereithalten.

Ebenfalls hin und wieder zu finden sind Geldmünzen. Damit wären wir auch bei der zweiten Möglichkeit, euer Move-Set zu erweitern. Passiert ihr einen Shop, dann habt ihr die Möglichkeit (das passende Kleingeld vorausgesetzt) die Upgrades käuflich zu erwerben. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, nicht nur die Standard-Angriffe einzusetzen, aber trotzdem muss man sagen, dass eure Hauptbeschäftigung das Hämmern von Knöpfen ist. Das Ganze macht durchaus Spaß, wiederholt sich aber dann doch immer wieder aufs Neue und wird somit auf Dauer recht eintönig. Gelegentlich gibt es kleine Geschicklichkeits-Passagen, in denen ihr tödlichen Hindernissen mit Geschick und Timing ausweichen müsst, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass es größtenteils nur um das unspektakuläre Prügeln geht.

3. Zombies sind Rudeltiere

Es geht erst weiter voran, wenn alle Gegner besiegt wurden.

Da Zombies bekannterweise nicht mit cleveren Kriegstaktiken glänzen können, entsteht ihr Schrecken besonders durch ihre Masse. Wir haben es also keineswegs mit 1-gegen-1-Duellen zu tun, sondern wir treffen auf immer mehr dieser fauligen Exemplare, die gleichzeitig angreifen. Flucht ist dabei keine Option (wir sind ja auch nicht feige, oder?). Obwohl ihr im Spiel immer weiter von links nach rechts voranschreitet, werden immer wieder Gebiete abgesperrt, die ihr erst verlassen dürft, wenn alle Gegner besiegt wurden. Dabei taucht auch gerne mal eine zweite oder dritte Gruppe Zombies auf, nachdem ihr eine komplett beseitigt habt, bevor es weitergeht. So seid ihr mit einem Level ca. 15 bis 20 Minuten (mal mehr, mal weniger) beschäftigt, weil es einfach immer wieder reichlich Nachschub vor die Fäuste gibt.

Erwähnenswert ist auch, dass Bloody Zombies ein – nennen wir es mal – 2D-Gameplay mit 3D-Elementen bietet. Eigentlich funktionieren die Kämpfe zweidimensional. Einer steht links, der andere rechts und in diese Richtung wird dann auch angegriffen. Andererseits könnt ihr euch in einem schmalen Streifen auch nach vorn oder hinten bewegen. Das führt dann dazu, dass ihr euch nicht mehr auf derselben Ebene wie der Gegner befindet und die jeweiligen Angriffe auch nicht treffen. Was für Ausweichmanöver praktisch ist, kann bei eigenen Attacken nervig sein, wenn der Schlag ins Leere geht, weil man etwas zu weit hinten oder vorn steht.

4. Zombies sind hart im Nehmen

Manchmal müsst ihr gefährlichen Hindernissen ausweichen.

Der Weg durch die von Zombies beherrschten Straßen ist kein Spaziergang! Eure Widersacher lassen sich von nur einem oder zwei Treffern nicht sonderlich beeindrucken und stehen auch nach Niederschlägen nicht nur einmal wieder auf, bevor sie endgültig besiegt sind. In Kombination mit ihren Artgenossen, die gleichzeitig angreifen und im Verlauf des Spiels immer zahlreicher werden, wird euch reichlich Herausforderung geboten. Zwar gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Zombie-Typen (und verschiedene Exemplare eines Typs sind absolut identisch), aber einige davon beschäftigen euch mit nicht zu unterschätzenden Angriffen wie Stacheln, die um sie herum aus dem Boden schießen. Zumal ihr hauptsächlich im Nahkampf beschäftigt seid – gelegentlich finden sich auch Handgranaten oder andere Waffen – werdet ihr auch selbst einstecken müssen.

Wenn eure Energie verbraucht ist, verliert ihr ein Leben, könnt aber problemlos weiterkämpfen. Mit drei Leben startet ihr ins Level. Sind alle verbraucht, müsst ihr von vorn beginnen. Dazu hatte ich nicht immer direkt Lust, wenn ich nach 20 Minuten bei einem der ganz cool designten Zwischen- oder Endgegner scheiterte und mich erneut durch die immer wieder gleichen Gegnermassen kämpfen musste. Habt ihr es aber ans Levelende geschafft, kann euch kein Untoter mehr diesen Erfolg nehmen. Ihr erhaltet dann eine Bewertung eurer Leistung, in die beispielsweise einfließt, wie oft ihr selbst den Löffel abgeben musstet.

5. Zombies bekämpft man am besten im Team

Zwischen- und Endgegner sind harte Brocken.

Etwas unterhaltsamer wird das Spiel, wenn ihr es nicht allein, sondern mit bis zu vier Spielern im Koop-Modus bestreitet. Die Hilfe eurer Freunde kommt gerade recht, wenn ihr ernsthaft mit diesen widerspenstigen Matschbirnen aufräumen wollt. Am schönsten ist es natürlich, wenn ihr offline gemeinsam auf dem Sofa sitzt und euch somit gemeinsam auf die stumpfe Prügeltour begebt. Allerdings dürft ihr auch im lokalen Datenaustausch mehrere Nintendo Switch-Konsolen verbinden oder online nach Mitstreitern suchen.

Dabei leidet Bloody Zombies unter einem Problem, das viele kleinere Spiele mit Online-Unterstützung haben: Es finden kaum Online-Partien statt. „Keine Spiele gefunden“ ist leider eine Standard-Meldung, die ihr finden werdet. Aber das kann man dem Spiel selbst kaum zum Vorwurf machen. Vielmehr ist es lobenswert, dass es überhaupt verschiedene Mehrspieler-Optionen gibt. So prügelt ihr euch allein oder mit Freunden durch 11 Level mit recht ansehnlichen Comic-Landschaften und lauscht dezenten, elektronischen Klängen, die wahlweise auch gegen Hintergrundmusik im Retro-Stil getauscht werden können.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Bloody Zombies

Meinung von Roman Dichter
Bloody Zombies ist eine Prügel-Orgie, die eine Zeit lang recht unterhaltsam ist und durch kooperative Mehrspieler-Möglichkeiten punktet. Sowohl offline mit bis zu vier Spielern als auch online dürft ihr immer wieder neue Zombie-Horden vermöbeln. Leider wird das Ganze etwas eintönig, weil es insgesamt wenig Abwechslung gibt und ihr in den recht langen Levels unzählige und auch widerstandsfähige Zombie-Gruppen mit immer gleichen Attacken abarbeitet. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn das letzte Leben aufgebraucht wurde und ihr das Level von vorn starten müsst. Auch, wenn eure Schläge ins Leere gehen, weil ihr nicht ganz auf derselben Ebene steht wie euer Gegner, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Wer aber das Genre, pausenlose Prügeleien und Zombies zu schätzen weiß, sollte mal im Nintendo eShop vorbeischauen und Bloody Zombies eine Chance geben.
Mein persönliches Highlight: Die kreativ designten Bossgegner sorgen für etwas Abwechslung im sonst eher eintönigen Spiel.

Kommentare 1

  • Looo Turmknappe - 07.01.2018 - 16:37

    Liebe das zombie genre aber für den preis muss ich passen wäre mir höchstrns n 5er wert
    Würde es abfeiern wen irgendwann mal n survival third person zombie spiel für die switch kommt
    Am besten ein exklusiv titel und keine Portierung ^^