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Test zu Mecho Tales - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Mecho Tales
  • USA USA: Mecho Tales
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.12.2017
Vertrieb
Arcade Distillery
Entwickler
Arcade Distillery
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Eine Welt voller Schrott und Robogegner

Von Thomas Steidle ()
Das rundenbasierte Strategiespiel Mecho Wars erschien vor bald neun Jahren für Apple Smart Devices und bot zwei Kampagnen. Später erschien es auch noch unter anderem auf WiiWare und DSiWare. Der größte Kopf hinter dem Spiel war Luc Bernard, welcher nun auch Director von Mecho Tales war, das Studio hinter dem Spiel ist Arcade Distillery. Im Gegensatz zum anderen Mecho-Spiel ist dieses hier ein Platformer, bei dem ihr mit verschiedenen Drohnen auf unterschiedlichste Weise Gegner bezwingen müsst. Dabei ist das Konzept rund um die Drohnen das Kernelement des Spieles und wird euch von Anfang an begleiten. Aber worum genau geht es denn in der Geschichte des Spiels?

Ein Levelausschnitt, bei dem ihr den Feuersäulen ausweichen müsst.

Das Spiel beginnt damit, dass ihr vor Jumali flieht, die eine große Roboterarmee aufbaut. Um sie aufzuhalten, müsst ihr einen Professor finden. Das ist aber nur die Story vom ersten Charakter – Little Thief – welcher einen länglichen Hut angezogen und klauenartige Hände hat. Angel dagegen hat große Augen und ist rot-grau gekleidet. Bei ihr geht es darum, dass ihr einem flauschigen Freund von euch helfen wollt, da er krank ist, dafür aber auch durch zahlreiche Level müsst. Die Story erklärt also lediglich, warum ihr überhaupt die verschiedenen Welten abschließt. Die Oberwelt, die simpel von links nach rechts verläuft, ist eure Levelauswahl. Insgesamt müsst ihr durch acht Welten gelangen – jeweils vier pro Charakter. Dabei enthält jede Welt zwei Level, was insgesamt also 16 Level macht. Als Vergleich: Für ein Level braucht ihr ungefähr so lang wie für ein New Super Mario Bros.-Level. Insgesamt benötigte ich um die drei Stunden, um das Spiel durchzuspielen.

Zwar sind die Hintergründe in jeder Welt anders und haben auch gewisserweise ihre eigenen Themen – dies macht sich aber weder auf dem Untergrund, auf dem man läuft, noch im Leveldesign bemerkbar. Während sich in anderen Platformern oder generell anderen Spielen die Levelelemente an das Weltenthema anpassen, ist dies hier überhaupt nicht der Fall. Größtenteils bestehen der Boden und die Wände nur aus ein paar verschiedenen grauen Blöcken und wirkliche Unterschiede im Levelaufbau erkennt ihr nicht. Ihr könntet also das letzte Level auch als das erste verkaufen – bis auf den Hintergrund wäre fast nichts anders. Viel mehr als Leitern hochklettern und Feuer und Gegnern ausweichen gibt es also nicht. So entsteht auch kaum Abwechslung.

Eure Aufgabe ist es zwar nur durch diese Level zu gelangen, aber euch begegnen zahlreiche Gegner mit verschiedenen Fähigkeiten. Solltet ihr getroffen werden, verliert ihr Leben von eurem Lebensbalken. Um diesen wieder aufzufüllen, müsst ihr lediglich Herzen, die von Gegnern fallen gelassen werden, aufsammeln. Nun aber zum Herzstück des Spiels: Die Drohnen. Am Anfang habt ihr eine Drohne, mit der ihr die Gegner abschießen könnt. Wenn ihr genügend goldene Zahnräder gesammelt habt, die in den Leveln rumliegen und von Gegnern fallen gelassen werden, dann könnt ihr euch in einem Laden auf der Oberwelt bis zu sieben andere Drohnen kaufen. Diese schießen dann verschiedene Geschosse mit unterschiedlichen Eigenschaften ab. Eine lässt euch Raketen schießen, andere Geschosse sind stärker, aber fliegen dafür langsamer. Mit den L- und R-Tasten könnt ihr die Drohnen wechseln. Zwar ist das eine gute Idee, aber ihr schießt fast dauernd und zwar einfach nur simpel auf die Gegner. Ihr müsst auch oft den Gegnerattacken ausweichen, aber da ihr sonst neben Schießen nur springen und euch bewegen könnt, bietet das Gameplayelement leider auch nicht viel Abwechslung und Spaß. Allerdings sind die verschiedenen Drohnen gut integriert, da sich in vielen Situationen manche Drohnen besser eignen als andere. Ab und zu gibt es auch kleine Geschicklichkeitspassagen, bei denen Blöcke kurz auftauchen und ihr so von einer Seite auf die andere Seite gelangen müsst. Oft gibt es mitten in den Leveln und auch vor jeder Passage dieser Art einen Checkpoint. Allerdings sind diese Abschnitte nicht wirklich etwas Besonderes und können für manch nervige Momente sorgen.

Einer der wirklich schrottigen Bossgegner.

Alle paar Level erwarten euch Bosskämpfe, bei denen die Bosse verschiedenste Attacken gegen euch einsetzen. Enttäuschend war, dass ich bei vielen Attacken oft einfach am Bildschirmrand stehen bleiben konnte und diese mich dann nicht getroffen haben. Nur ab und zu musste ich bei einer Attacke springen oder mich bewegen. Deshalb bestanden die Bosskämpfe oft auch nur aus überleben und ungefähr zwei Minuten darauf schießen, ohne irgendwelche einzigartigen Schwachpunkte. Weiterhin könnt ihr mit bis zu vier Spielern durch die Level streifen, wobei ich den Multiplayer-Part nur mit zwei Spielern testen konnte. Sollte einer der Spieler sterben, dann wird dieser nach einiger Zeit automatisch wiederbelebt und kann weiterspielen. Umso mehr Spieler ihr seid, desto chaotischer wird es zwar, aber dadurch, dass mehr Drohnen schießen, wird das Spiel auch leichter. Ihr könnt auch mit einem einzelnen Joy-Con spielen, doch dort müsst ihr mit den vier Tasten bestimmen, in welche Richtung die Geschosse fliegen. Bei zwei Joy-Con oder einem Nintendo Switch Pro Controller geht das deutlich besser, da man dort mit dem zweiten Analogstick präzise die Richtung bestimmen kann.

Der Artstyle des Spiels ist eher zeichnerisch. Er ist zwar nicht absolut einzigartig, würde ich behaupten, aber er wäre sehr schön anzusehen, würde der Boden – wie oben bereits erwähnt – nicht nur aus verschiedenen grauen Blöcken bestehen. So hat man einen eher lieblosen Vordergrund mit einem schönen Hintergrund. Musikalisch bietet das Spiel leider sehr wenig und mir blieb kein Stück in Erinnerung. Immerhin passt die Musik einigermaßen zum Spiel und ist nicht nervig. Insgesamt hatte ich mit der Steuerung selbst keine Probleme. Solltet ihr ein Fan von HD-Rumble sein, dann muss ich euch leider enttäuschen, da dieses in Mecho Tales kein einziges Mal verwendet wird. Erwähnt sei zudem, dass ihr lediglich Englisch als Sprache zur Auswahl habt. Allerdings sind es sowieso nur sehr wenig Textstellen, weshalb das kein Problem darstellen sollte.

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Mecho Tales

Meinung von Thomas Steidle
Mecho Tales hat mit dem Kaufen von Drohnen, dem Wechseln dieser und den verschiedenen Geschossen eine wirklich solide Grundlage. Leider brechen das monotone Leveldesign, die langweilige Musik und die jedes Mal gleich aussehenden Level dem Spiel das Genick. Auch die Bossgegner und die nur vereinzelten Levelelemente konnten nicht überzeugen. Wegen des gut ausgeprägten Drohnen-Konzepts konnte das Spiel mich zumindest kurzweilig unterhalten.
Mein persönliches Highlight: Das ganze Konzept rund um die Drohnen.

Kommentare 1

  • MajoraArts Videospiel-Junkie - 11.01.2018 - 21:04

    Danke für den Test
    Mich haben von Anfang an die ziemlich hässlich designten Level vom Kauf abgehalten.
    Gut zu wissen, dass ich auch sonst nicht viel verpasst habe.