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Test zu Stikbold! Ein Dodgeball-Abenteuer! Deluxe - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Stikbold! Ein Dodgeball-Abenteuer! Deluxe
  • USA USA: Stikbold! A Dodgeball Adventure Deluxe
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.12.2017
Vertrieb
Reign Bros
Entwickler
Reign Bros
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 6 - Online: 0
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Dodgeball gegen Hippies und Umweltaktivisten

Von Ilja Rodstein ()
Die dänische Spieleschmiede Game Swing kreiert und veröffentlicht aufregende Couch-Koop-Spiele. Stikbold! Ein Dodgeball-Abenteuer! war ihr bislang größter Erfolg im Jahr 2016 und so wurde das Spiel folglich auch auf die Nintendo Switch portiert, denn welche Konsole eignet sich noch besser für Couch-Koop-Titel als die Hybridkonsole von Nintendo?

Hey, sieh mal da! Da ist Moby Dick!

Das Dodgeball-Abenteuer findet auf einem kreisrunden Feld statt, auf welchem sich immer Bälle zum Abwerfen befinden. Dodgeball ist ähnlich wie Völkerball, nur gibt es kein Außenfeld. In diesem Spiel können sich die Teams über das ganze Feld bewegen und sich sogar gegenseitig berühren und sich mit einem bestimmten Move den Ball aus der Hand zu schlagen. Neben dem Schlagen aus der Hand, ist es ebenfalls möglich in eine bestimmte Richtung auszuweichen. Habt ihr einen Ball in der Hand, seid ihr trotzdem fähig auszuweichen, denn ihr seid auch mit einem Ball in der Hand nicht unbesiegbar. Durch das Halten der Wurftaste ist es möglich die Stärke des Wurfes aufladen. Mit gutem Timing ist es möglich den geworfenen Ball des Gegners zu fangen, dafür müsst ihr einen Sprung auf den fliegenden Ball im richtigen Moment durchführen. Eine Runde endet, sobald alle Spieler eines der zwei Teams ausgeschieden sind. Nach jedem Punktgewinn gibt es immer eine kurze Zwischensequenz, die die Punktzahl anzeigt. Diese Sequenz bleibt immer gleich und kommt immer wieder und dauert meiner Meinung nach mit etwa 7 Sekunden zu lange. Wünschenswert wäre es, wenn man diese Sequenz überspringen könnte. Ein Team hat normalerweise gewonnen, wenn drei Punkte erreicht worden sind – perfekt für Zwischendurch, denn länger als 5-10 Minuten sitzt ihr an einem Match nicht dran.

Ein exzellenter, aber leider viel zu kurzer Story-Modus

Der Story-Modus ist das Kernstück des Spiels. In diesem begebt ihr euch auf mehrere Level, die einem kontinuierlichen Erzählungsstrang folgen. Die beiden spielbaren Charaktere Björn und Jerome möchten das Dodgeball-Turnier gewinnen. So wollen diese gerade beim Finale antreten, als die Gegnermannschaft plötzlich von einem Mann im Teufelskostüm entführt wird. Es klingt absurd? Nein es kommt noch besser, denn Björn ist in eine Spielerin des Gegnerteams verliebt und so entschließen sich beide ihre Gegner aus den Klauen des Teufels zu befreien. Der Trainer ist dabei nicht wirklich begeistert, denn wenn die Gegner, nicht antreten können, ist dies ein einfach erkämpfter Sieg, doch das schlechte Gewissen bewegt die beiden Protagonisten dazu die anderen beiden Finalisten zu retten. So fängt eure verrückte Reise an, denn auf dem Weg trefft ihr allerlei verrückte Persönlichkeiten. Nicht nur nach Honig süchtige Hippies halten euch auf eurem Weg auf, sondern auch Umweltaktivisten auf einer Ölplattform, die ihr im Laufe der Mission ins Wasser schmeißt. Das Spiel ist wirklich verrückt und das wird nicht nur durch die sympathischen und witzigen Zwischensequenzen deutlich. Die Charaktere murmeln irgendwelche Wörter, die nach einem Mix aus mehreren europäischen Sprachen klingen. Dies ist wirklich witzig, denn die Figuren sprechen nur eine Fantasiesprache. Mit Sprechblasen werden euch die Aussagen auf Deutsch übersetzt.

Die Welle ist eine Interaktion von außerhalb, die das Spielegeschehen maßgeblich beeinflussen kann.

Natürlich haben wir bereits über die hervorragende Präsentation geredet, doch wie ist das Gameplay im Story-Modus? Die Missionen sind ziemlich vielseitig, denn ihr müsst teilweise ein Match gegen zwei bis drei andere Spieler bestreiten und dabei geschieht dies auf unterschiedlichen Umgebungen, die unterschiedliche Einflüsse von außen erfahren. Manchmal kommen zusätzliche Objekte von außen, wie eine Putzkraft, die mal eben das Spielfeld wischt oder auch Fans, die euch umarmen und sich an eure Beine klammern, auf anderen Karten werdet ihr mit Bällen oder ähnlichen Sachen beschossen. Abwechslung ist geboten, denn jedes Spielfeld spielt sich dadurch komplett anders. Doch bestreitet ihr hierbei nicht nur normale Matches, sondern auch Bossgegner müssen von euch besiegt werden. Diese haben mehrere Angriffsschemen und so müsst ihr genau herausfinden, wie ihr diesen besiegen wollt.

Der Story-Modus fängt wirklich sehr einfach an, doch im späteren Spielverlauf wird dieser bockschwer. Teilweise braucht ihr an einer Herausforderung mehrere Versuche, aber es wird nie wirklich unfair. Viel mehr wird es frustrierend, denn ein kleiner Fehler kann das Ende bedeuten. Der Modus ist in einzelne kleine Kapitel unterteilt, von denen jedes mit drei optionalen Herausforderungen daherkommt. So müsst ihr manchmal eine bestimmte Sache im Missionsverlauf tun oder eine Sache nie zulassen. Zum Beispiel heißt es: "Lasse dich nicht vom Wal zerquetschen". Die Herausforderungen sind wirklich nicht einfach und alle drei in einem Versuch zu schaffen ist wirklich hart. Diese sind selbstverständlich optional und sind an die gerichtet, die nach einer weiteren Herausforderung suchen. Das beste am Story-Modus ist die Tatsache, dass dieser im Koop gespielt werden kann. Nein wirklich, er muss im Koop gespielt werden, denn so macht er am meisten Spaß. Mit guter Absprache, schafft man hier sehr coole Tricks, die eure Gegner überlisten. Zum Glück gibt es eine Taste, mit der ihr den Ball zum Freund zupassen könnt. Dadurch kann man den Gegner sehr gut überraschen. Wurde ein Teamkamerad getroffen, ist dies nicht schlimm, denn dieser kann durch den Mitspieler wiederbelebt werden, wenn dieser für wenige Sekunden neben ihm stehen bleibt. Leider ist der Modus viel zu kurz, denn schon nach 2-3 Stunden habt ihr diesen durchgespielt.

Verdammt, der Gegner hat den Ball im richtigen Moment gefangen...

Ihr könnt aber auch auf Wunsch ein freies Spiel machen, in dem ihr wirklich alles verstellt werden kann. Es ist dabei möglich sehr vieles zu verändern, wie die Art der Punktewertung oder die zusätzlichen Interaktionen auf den einzelnen Arenen. Es kann also zum Beispiel eingestellt werden, ob die Ballkanone, die am Spielfeldrand aufgestellt ist, schießen soll oder ob die Flitzer auf einen zu rennen sollen. Auch die Steuerungsmöglichkeiten der Spieler kann eingestellt werden. Ihr könnt beispielsweise einstellen, ob eigene Teammitglieder abgeworfen werden können.

Neu und derzeit Nintendo Switch-exklusiv ist der Modus Rad des Rumpus. In diesem Partymodus wird jede Spielrunde ausgelost. Es werden insgesamt 5, 7 oder 9 Runden gespielt und ein Rad entscheidet auf welcher Karte und in welcher Teamkonstellation gespielt wird. Der Modus ist wirklich ein netter Partymodus, doch rechtfertigt dieser nicht den doppelten Preis der Nintendo Switch-Version im Vergleich zu anderen Konsolen. Das Spiel ist wirklich gut geworden und macht großen Spaß im Mehrspieler, doch den Preis zu verdoppeln ist mehr als frech. Zugegeben, die Nintendo Switch-Version bietet exklusiv einen Mehrspieler für bis zu sechs statt für bis zu vier Spieler an, doch mit so vielen Spielern wird das Spiel leider viel zu chaotisch.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Stikbold! Ein Dodgeball-Abenteuer! Deluxe

Meinung von Ilja Rodstein
Ihr bekommt mit Stikbold! Ein Dodgeball-Abenteuer! ein charmantes Koop-Spiel. Die Story ist zwar viel zu kurz, aber in einer wirklich witzigen Präsentation und abwechslungsreichem Gameplay. Ohne Frage, der Story-Modus muss zu zweit gespielt werden, denn alleine ist dieser bei weitem langweiliger. Auch für einen Partyabend für bis zu sechs Spieler ist das Spiel gut geeignet und auch wenn sechs Spieler etwas zu viele sind, könnt ihr trotzdem großen Spaß damit haben. Das Spiel ist leicht zugänglich, leicht zu erlernen und dadurch können sich auch unerfahrene Spieler schnell in das Spielprinzip einfinden. Schade ist leider der Preis, Nintendo Switch-Besitzer dürfen durch das „Deluxe“ im Spielnamen den doppelten Preis zahlen. Sowas darf sich nicht zum Trend entwickeln und wird bei Stikbold! leider eiskalt durchgezogen.
Mein persönliches Highlight: Als ich den ersten Umweltaktivisten vom Ölturm runtergeworfen habe

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