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Test zu InnerSpace - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: InnerSpace
  • USA USA: InnerSpace
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
16.01.2018
Vertrieb
Aspyr Media
Entwickler
PolyKnight Games
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine sterbende Welt farbenfroh und hoffnungsvoll

Von Daniel Kania ()
Videospiele dienen nicht nur alleine der Unterhaltung. Viele Genres und Spiele(serien) legen ihren Fokus darauf, den Spieler nicht nur durch stumpfe Action zu begeistern, sondern auch in fremde Welten zu entführen, welche sie, sei es auch nur für einen Moment, alles andere vergessen lassen. Und ohne Frage war dies auch das Ziel von PolyKnight Games, als sie ihren neuesten Titel InnerSpace entwickelten. In diesem Test wollen wir uns einmal genauer ansehen, was das kleine Abenteuer, welches vollständig auf die Erkundung der Spielwelt ausgelegt ist, alles zu bieten hat.

Auf Spritztour durch das Inversum – ein ganz normaler Tag.

In der Rolle einer autonomen Flugeinheit bewegt ihr euch durch das Inversum fort. An diesem Ort, der von Mysterien umgeben ist, scheint nicht mehr alles so zu sein, wie es einmal war. Die antike Zivilisation, gerne auch "die Alten" genannt, ist längst fort und übrig geblieben sind zahlreiche Relikte einer längst vergessenen Welt, die im Begriff ist auszusterben. Im Auftrag des Archäologen, welcher das Flugschiff auf Basis des antiken Wissens erstellt hat, fliegt und schwimmt ihr durch das Inversum, sucht nach den Relikten, welche euch mehr über die Geschichte der Spielwelt verraten, und nehmt es mit den Rätseln und Halbgöttern der verschiedenen Sektoren auf.

Nachdem ihr durch eine schicke Sequenz miterlebt, wie ihr selbst vom Archäologen "hochgefahren" werdet und sich eure Steuerungsprogramme aktivieren, werdet ihr mit der Steuerung von InnerSpace vertraut gemacht. Eure Flugeinheit zu bewegen ist einfach zu verstehen, jedoch schwierig zu meistern. Mit dem linken Analog-Stick entscheidet ihr eure Bewegungsrichtung, der rechte Stick hingegen beeinflusst die Feinheiten eures Fluges. So könnt ihr euch zur Seite neigen oder die Bewegungsgeschwindigkeit bestimmen. Klingt einfach, erfordert aber ein ordentliches Maß an Übung. Nicht selten kracht ihr gegen Wände und Decken oder wisst einfach nicht mehr, wo oben und unten ist – und das ist im Inversum auch gar nicht unüblich. Ein Flug durch einen kleinen Teil der mysteriösen Welt wird euch bereits signalisieren, dass es keine Decke und keinen Boden gibt. Die Umgebung verschmilzt, die Welt bricht ineinander. Der Himmel kreuzt den Ozean, Berge ragen in den Untergrund.

PolyKnight Games setzt dabei bewusst starke Kontraste zwischen der Geschichte und der Spielwelt ein. Obwohl man sich in einem seltsamen apokalyptischen Zustand befindet, ist von Angst und Furcht nichts zu sehen. Unbekümmert durchstreift ihr die farbenfrohe, wunderschön aussehende Spielwelt und habt all den Freiraum, den ihr wollt. Ohne Frage unterstreicht dies den mysteriösen Charakter der Welt, als auch der Geschichte, durch die ihr euch mehr oder weniger linear arbeitet und dabei immer neue Bereiche zum Erkunden erhaltet. Man merkt, dass großen Wert darauf gelegt wurde, den Spieler nicht völlig ohne einen Zusammenhang in die Spielwelt loszulassen, sondern Hintergrunddetails zur Geschichte klarzustellen – wobei natürlich nicht alles von vornherein klar sein wird und man auf weitere Überraschungen warten darf.

Auch unter Wasser gibt es viel zu sehen. Als U-Boot steuert es sich etwas anders als in der Luft.

InnerSpace kann nicht nur optisch überzeugen, sondern liefert auch zufriedenstellende Ergebnisse für eure Ohren. Einige Bereiche des Inversums haben eigene Melodien, welche eine einzigartige Stimmung vermitteln wollen und allgemein gesprochen auch die Atmosphäre des Spiels treffen, insgesamt aber nicht allzu umwerfend sind. Schön aber ist der Einsatz der HD-Vibration. Nähert ihr euch Stellen, die von Interesse sind, bei Relikten etwa, so ist eine Art Funkeln aus eurem Controller zu hören und natürlich auch zu fühlen. Themen wie das des Archäologen sind zuerst nett anzuhören, nutzen sich aber leider schnell ab und werden daher fast schon nervig, insbesondere da ihr so oft mit der Spielfigur zu tun habt.

Doch nicht alles was glitzert ist Gold. Auch wenn InnerSpace ein grundsolides Abenteuer ist, worauf sich Freunde von erkundungsbasierten Spielen direkt stürzen können, kann es wahrlich nicht als ein Spiel für jedermann bezeichnet werden. Das Gameplay ist meist langsam und dabei hilft es auch nicht, dass die Spielwelt so konfus und verwinkelt aufgebaut ist. Präzises Umschauen und Erkunden ist nur schwer umzusetzen und erfordert viel Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld, um die Bewegungen des eigenen Flugzeug-/U-Boot-Hybriden völlig zu meistern. Das kann den ein oder anderen frustrieren und gepaart mit einer stellenweise unangenehmen Orientierungslosigkeit zu unschönen Spielmomenten führen. Um ehrlich zu sein, macht der Weltenaufbau zusammen mit einem schnellen Drehen gerne einmal schwindelig, weshalb von zu hastigen Manövern in solchen Fällen abzuraten ist.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu InnerSpace

Meinung von Daniel Kania
InnerSpace ist ein Erkundungs-Trip voller Mysterien und Wunder, welcher gepaart mit einer interessanten Hintergrundgeschichte und eindrucksvoller Optik zum Bewundern und Staunen einlädt. Während das Gameplay zum Großteil aus dem Umherfliegen und -schwimmen durch das "Inversum" sowie dem Finden von Gegenständen und Lösen von Rätseln besteht, was Genre-Fans sicher schmecken wird, spielt sich InnerSpace dennoch etwas träge und ist schwerer zu handhaben, als einem lieb ist. Mit fliegendem und tauchendem Untersatz unterwegs ist man ordentlich mobil, aber genauso verhindert, was das Erkunden von engen Passagen angeht. Statt Ruhe ist da eher Hektik angesagt, da man nicht dauernd gegen die nächste Wand brausen will, wenn das Spiel einen dafür auch in keinster Weise bestraft. Es fühlt sich einfach nicht gänzlich durchdacht an. Audiovisuell gibt es nur wenig zu meckern und auch die Nutzung der HD-Vibration ist positiv hervorzuheben.
Mein persönliches Highlight: Die Optik des Spiels. Das Inversum ist ein so merkwürdiger Ort!

Kommentare 5

  • Ngamer Son of a Patriot - 16.01.2018 - 16:03

    "Der Zutritt zu dieser Seite ist Ihnen leider verwehrt. Sie besitzen nicht die notwendigen Zugriffsrechte, um diese Seite aufrufen zu können."

    Scheint ein top secret Test zu sein :ugly:
  • lumpi3 Meister des Turms - 16.01.2018 - 16:19

    Im eShop werden zig sprachen angegeben aber bei mir läuft es nur auf englisch ?

    Wisst ihr darüber was? Welche Sprache war es bei euch ?

    Edit: Habs gefunden nun läuft es auf deutsch.
  • Daniel Kania Redakteur & Lektor - 16.01.2018 - 16:22

    @lumpi3 Also in den Einstellungen solltest du ganz einfach die Sprache auswählen können. So habe ich auch von Englisch auf Deutsch geschaltet. ;)
  • Eviga Gaming [EG] - 16.01.2018 - 17:25

    Bin echt am Überlegen. Ich stehe auf Spiele wie Journey, Flower, Flow .... Rime oder Ico. Erkunden und das Gesamtwerk einfach ERLEBEN.

    Hm....
  • Arraklon Turmheld - 16.01.2018 - 19:47

    Ich werde es mir die Tage wohl holen... reizt mich einfach zu sehr und sieht wunderbar aus.