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Test zu DragonFangZ: The Rose & Dungeon of Time - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: DragonFangZ: The Rose & Dungeon of Time
  • USA USA: DragonFangZ: The Rose & Dungeon of Time
  • Japan Japan: DragonFangZ: The Rose to Yadorigi no Meikyuu
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
26.12.2017
Vertrieb
Toydea
Entwickler
Toydea
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Game Over? Dann fangen wir wieder vorne an.

Von Lisa Zander ()
Wer kennt das nicht: Da wird man einmal von Monstern umzingelt, setzt sein Zauberbuch ein und landet plötzlich an einem Ort, von dem man nur durch das Erlangen eines magischen Gegenstandes fliehen kann? So ergeht es in "DragonFangZ: The Rose & Dungeon of Time" der knuffigen Rose – einer Art Mensch mit Drachenschwanz, -horn und -händen –, die zusammen mit ihrer Fee im „Tree of Time“ feststeckt und nun versuchen muss, in ihr Heimatdorf zurückzukehren. An dieser Stelle endet es mehr oder weniger auch schon mit der Story, da ab jetzt nur noch im Dungeon gekloppt wird und wenige Dialoge mit NPCs folgen. Um den Tree of Time verlassen zu können, muss sie es schaffen, an den Schatz zu kommen, der tief im Dungeon versteckt ist. Dass dies kein einfaches Unterfangen ist, merkt man recht schnell. Denn bei diesem Spiel handelt es sich um ein Rogue-Like RPG, also ein RPG, bei dem die Level sich zufällig generieren. Deshalb ist es nicht möglich, sich eine Taktik für eine bestimmte Ebene zu überlegen, da diese beim nächsten Betreten wieder komplett anders aussieht. Ebenfalls verliert man alle Ausrüstungsgegenstände und das eigene Level wird zurückgesetzt, sobald man einmal im Dungeon gestorben ist. Das bedeutet, dass ihr das Ende des Spiels nicht durch Looten und Leveln erreichen könnt. Nur durch die Erfahrung, die ihr beim Spielen und Verlieren im Dungeon sammelt, könnt ihr es schaffen, eine Taktik zu entwickeln, euch unbesiegt bis zum Artefakt durchzukämpfen.

Wie wollt ihr all diese Goblins besiegen?

Erst mit dem Entdecken verschiedener NPCs, die euch bei eurer Mission vom Tree of Time aus unterstützen, bekommt ihr unter anderem die Möglichkeit, einige Items für die nächste Reise ins Dungeon zu bewahren. Sobald ihr eine Truhe findet, könnt ihr Items in ihr lagern und sie fürs nächste Mal aufheben. Dadurch hat man den Vorteil, dass man nicht vom Droppen bestimmter Items abhängig ist, die aufgrund der zufällig zusammengesetzten Dungeon-Ebenen mal rar und mal sehr häufig vorhanden sein können. Im ebenfalls freizuschaltendem Fairy Garden, einem Übungsdungeon, kann und sollte man sein Können testen. Es gibt insgesamt 50 Level, in denen man zur Treppe gelangen muss, um sie abzuschließen. Dabei gilt es nicht immer, alle Gegner zu besiegen, da ihr immer ohne Items und bei Level 1 startet – wie im Hauptdungeon auch – und manchmal auch schlicht fliehen müsst. In den Leveln lernt ihr die unterschiedlichen Items des Spiels kennen sowie Feinheiten der Steuerung. Abgesehen vom großen Frust, der mich oftmals gepackt hat, wenn ich ein Level partout nicht auf Anhieb bewältigen konnte, haben mir die unterschiedlichen Aufgaben und benötigten Lösungsansätze äußerst gut gefallen und haben mir beim Weiterkommen im Dungeon geholfen.

Ein Beleg dafür, dass ihr die verbesserte Übersetzung benötigt.

Das Spiel ist auf drei Sprachen spielbar: Englisch, Japanisch und Chinesisch. Wobei ich mich an dieser Stelle korrigieren muss. Auf Englisch ist es – bevor man das Spiel rebootet hat – nicht spielbar, da es so schlecht aus dem Japanischen übersetzt wurde, dass man zumeist nicht weiß, worum es in den Dialogen geht. Das ist teilweise lustig, aber die meiste Zeit hat es genervt, weil man nicht verstehen konnte, was der neu freigeschaltete NPC einem bringt. Durch den Neustart und die aktualisierte Übersetzung ist es zwar besser, jedoch noch immer nicht perfekt.

Zum Wiederspielwert des Spiels trägt lediglich eine Liste mit Erfolgen bei, die man abarbeiten kann. Die meisten erhaltet ihr automatisch beim Durchspielen, es gibt aber beispielsweise auch welche, auf die ihr noch hinarbeiten könnt. Komplettierungs-Meister dürften hier einen Anreiz finden, das Spiel nach Abschluss der Story noch weiterzuspielen. Besonders am Spiel ist jedoch die Hauptstory, die einem viele Nerven abringt. Es gibt sehr viele Items – die wohlgemerkt nicht alle hilfreich sind. Ich habe auch schon öfter einen Zauberstab eingesetzt, der sich als ein solcher entpuppt hat, der die Gegner beschleunigt – und 200 Gegner, die kennengelernt werden wollen. Die Items sowie viele Aspekte des Gameplays werden oftmals nicht erklärt und es erfordert meist ein Learning by doing im Dungeon oder im Fairy Garden. Das Spielprinzip, das zuerst einfach klingt, wird durch die Masse an Items, Gegnern und den Schwierigkeitsgrad doch eine gewaltigere Aufgabe.

Nach dem erfolgreichen Gemetzel kann Rose erstmal die Beute der Gegner einsammeln.

Dies liegt zudem auch an den rundenbasierten Kämpfen. Jede Bewegung und Aktion von Rose wird als ein Zug gewertet, sodass bei einer falschen Bewegung mit dem Schlag eines Gegners gerechnet werden kann. Dieses Gameplay-Element klingt zwar banal, hat für mich aber oft über Leben und Tod entschieden. Wenn ihr nur noch wenig KP habt und keine Möglichkeit der Heilung, ist es kritisch, ob ihr es schafft, vor einem Gegner zu fliehen oder nicht.

An der Grafik und Optik des Spiels lässt sich nicht mäkeln. Die Charaktere sind süß gehalten und der Dungeon bietet beim Erreichen neuer Abschnitte auch grafisch Abwechslung. Beim Spielen ist mir kein Ruckeln aufgefallen und auch sonst wirkte die Grafik ausgefeilt. Akustisch ist das Spiel durchaus RPG würdig. Verträumte Melodien begleiten euch im Tree of Time und dramatischer wird es im Dungeon oder in einem Monsternest.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu DragonFangZ: The Rose & Dungeon of Time

Meinung von Lisa Zander
DragonFangZ überzeugt durch einen knackigen Schwierigkeitsgrad, der durch seinen Rogue-Like-Charakter entsteht und das Zurückfallen auf Level 1 bei einem Game Over. Die Vielfalt an Items und Gegnern bringt Abwechslung in das Spiel und es wirkt insgesamt stimmig. Sobald man das Ende des Spiels erreicht hat, liefert es jedoch keinen großen Anreiz zum Weiterspielen. Zudem ist die englische Übersetzung auch nach dem Update nicht gut und viele Aspekte des Spiels werden nicht erklärt, sodass man Problemen spätestens im Dungeon begegnet, die dann zu einem verfrühten Tod beitragen. Das Spiel ist demnach nichts für schwache Nerven und eine klare Empfehlung für alle Rogue-Like-Spieleliebhaber, die nach einer Herausforderung suchen.
Mein persönliches Highlight: Die Monsterneste und die Panik, die sie erzeugen können. Gefühlt 1000 Monster in einem Raum sorgen für einen ordentlichen Adrenalin-Kick.

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