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Test zu Shu - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Shu
  • USA USA: Shu
  • Japan Japan: Shu
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.01.2018
Vertrieb
Coatsink Software
Entwickler
Coatsink Software
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Jump ‘n‘ Run-Freunde aufgepasst – hier kommt Shu!

Von Roman Dichter ()
Ein Videospiel zu erschaffen ist wie eine leckere Mahlzeit zu kreieren. Wir alle kennen Zutaten, die wir mögen, aber einfach alle zusammenzumischen führt noch nicht unbedingt zu einem Ergebnis, bei dem Gourmets verzückt Freudentänze aufführen. Manchmal ist weniger mehr, und oft sind es die ganz einfachen, traditionellen Gerichte, die einfach am besten schmecken. So wurde auch bei vielen Jump ‘n‘ Runs schon experimentiert, getüftelt und probiert, um einzigartige Kreationen zu erschaffen. Und trotzdem kann ein ganz bodenständiges Erlebnis, wie es uns das Spiel Shu jetzt auf der Nintendo Switch bietet, den Geschmack der Genre-Fans sehr gut treffen.

Shu trifft immer wieder neue Freunde, die euch auch neue Fähigkeiten verleihen.

Rennen, springen und das Ganze mit perfektem Timing – das ist das Spielprinzip von Shu in wenigen Worten zusammengefasst. Davon lenken uns keine Gegner ab und auch keine ausschweifenden Story-Passagen. Startet auf der linken Seite des Bildschirms und schreitet so lange voran, bis ihr rechts das Ziel erreicht habt. Was sich so klassisch und altbekannt liest, steht sicher schnell im Verdacht, langweilig zu sein. Allerdings trifft das auf Shu nicht zu, weil es ein gutes Leveldesign aufweist und mit überschaubaren, aber gut in Szene gesetzten Gameplay-Elementen immer wieder Schwung und Abwechslung ins Spiel bringt.

Schauen wir uns das Ganze etwas näher an: Shu ist eine Art Vogelwesen, dessen Dorf von einem fiesen Sturm bedroht wird, der als das personifizierte Böse dargestellt wird. Also beginnt die Flucht vor der übermächtigen Naturgewalt. Diese Story wird nicht mit Worten, sondern mit einer rein bildhaften Darstellung zu Beginn erzählt. Wie häufig in diesem Genre, in dem es um Geschicklichkeit, Präzision und Timing geht, spielt die Geschichte keine allzu große Rolle.

Die Speicherpunkte erkennt ihr an den fünf Glocken. Ab hier habt ihr fünf Versuche, um bis zum nächsten Speicherpunkt zu kommen.

Die Fähigkeiten des Protagonisten sind zunächst begrenzt. Er kann natürlich laufen und springen, hat darüber hinaus aber noch die Fähigkeit, in der Luft zu gleiten und somit etwas langsamer und kontrollierter den Fall auf eine tiefere Ebene zu gestalten. Richtig fliegen kann er nicht. Interessant wird es, wenn ihr weitere Charaktere auf eurem Weg trefft. Diese schließen sich euch an und bringen immer eine zusätzliche Fähigkeit mit. So könnt ihr beispielsweise einen zweiten Sprung in der Luft machen, euch von Aufwinden in die Höhe transportieren lassen, Wandsprünge ausführen oder bestimmte Hindernisse mit einem schwungvollen Angriff zerstören. Diese und weitere Fähigkeiten werden dann natürlich auch zum Vorankommen benötigt. Je nachdem, ob ihr allein, zu zweit oder zu dritt unterwegs seid, unterscheiden sich eure Aktionsmöglichkeiten.

Eure Freunde bleiben allerdings nicht dauerhaft bei euch. Obwohl sie euch teilweise auch ins nächste Level begleiten, nehmen sie früher oder später wieder Abschied. Auf diese Weise seid ihr immer wieder mit neuen und anderen Fähigkeiten bestückt, was das Abenteuer sehr variabel und kurzweilig macht. Weitere Abwechslung verursacht euer düsterer Verfolger, der bösartige Sturm. Während ihr zumeist in Ruhe voranschreiten könnt, werdet ihr an bestimmten Stellen wiederholt aufgefordert, zu rennen. Jetzt bleibt keine Zeit zur Konzentration oder Erholung, jetzt muss jede Aktion passen, sonst holt euch der vom linken Bildschirmrand nahende Feind ein und beendet den Versuch.

Ein tolles Jump 'n' Run für fortgeschrittene Spieler

Damit wären wir beim Schwierigkeitsgrad. Shu ist sicher ein Titel für Fortgeschrittene, der für erfahrene Spieler eher geeignet ist als für Genre-Anfänger. Allerdings gehört das Spiel auch nicht zu den besonders harten Erlebnissen wie beispielsweise Mutant Mudds Super Challenge. Erst in der letzten der fünf Welten, die jeweils aus ca. zwei bis vier Leveln bestehen, zieht der Schwierigkeitsgrad nochmal deutlich an. Bis dahin sind die Passagen teilweise anspruchsvoll, aber mit etwas Geduld gut zu meistern. Das liegt auch an den häufig gesetzten Rücksetzpunkten, die auch direkt an die euch zur Verfügung stehenden Leben gekoppelt sind. Erreicht ihr einen Rücksetzpunkt, habt ihr die volle Anzahl von fünf Leben. Jedes Scheitern zieht ein Leben ab. Ihr erreicht also entweder den nächsten Rücksetzpunkt und seid wieder mit dem vollen Lebens-Polster ausgestattet, oder ihr scheitert so oft, dass es schließlich Game Over heißt. In diesem Fall muss das Level von vorn gestartet werden.

Flieht schnell vor dem bösen Sturm, denn eine Berührung ist tödlich!

Die Zeit für das einfache Durchspielen beschränkt sich auf wenige Stunden (das kann natürlich stark variieren, je nach euren persönlichen Fähigkeiten). Wer aber zusätzliche Herausforderungen sucht, kann die Level durch das Finden verschiedener Sammel-Items perfektionieren oder versuchen, sie in einem neuen Anlauf gegen die Uhr zu meistern.

Optisch wirkt das Abenteuer durchaus hübsch gestaltet und weiß mit einigen gelungenen Zeichnungen zu überzeugen. Eine gewisse Eintönigkeit kommt aber auf, wenn sich bekannte Elemente dann doch häufig wiederholen. Das ist aber kein großer Kritikpunkt, denn unterstützt von einer gelungenen musikalischen Untermalung weiß die Atmosphäre unterm Strich zu überzeugen. Nicht völlig überzeugt hat mich leider die technische Seite, weil ich im Testzeitraum insgesamt drei Abstürze des Spiels erlebt habe. Dass dies aber nur eine Randnotiz und kein ganz großes Manko ist, liegt daran, dass diese Abstürze immer erst nach Level-Ende auftauchten, als ich mich gerade zum nächsten Level weiterklicken wollte. Der Level-Erfolg war zuvor erfolgreich gespeichert und ich habe also nichts umsonst gespielt. Dass ich das Spiel neu starten musste, war die einzige Unannehmlichkeit, zum Glück also keine wirklich tragische.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Shu

Meinung von Roman Dichter
Shu ist ein ausgezeichnetes Jump ‘n‘ Run, das sich sehr auf das basale Springen und Rennen fokussiert und das Ganze mit einem guten Level-Design, herausfordernden Passagen, aber häufigen Rücksetzpunkten unterm Strich sehr gelungen umsetzt. Mit verschiedenen Charakteren, die euren Weg kreuzen, kommen und gehen auch verschiedene Fähigkeiten wie Wandsprünge oder eine Stampfattacke, sodass ihr euch immer auf ein neues und frisches Move-Set einstellen müsst. Dies und rasante Flucht-Szenen bringen viel Abwechslung ins Spiel und sorgen so für ein rundes und überzeugendes Gesamtpaket. Besonders für fortgeschrittene Spieler ist Shu geeignet, für Anfänger könnten einige Passagen zu schwer sein. Wer dem Genre so wie ich etwas abgewinnen kann, macht mit diesem kleinen aber feinen Spiel ganz bestimmt nichts falsch!
Mein persönliches Highlight: Die rasanten Verfolgungsjagden bringen immer wieder Action und Nervenkitzel ins Spiel.

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