Test zu Gunhouse - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Gunhouse
  • USA USA: Gunhouse
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.01.2018
Vertrieb
Other Ocean
Entwickler
Necrosoft Games
Genre
Strategie, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein gelungener Mix aus Puzzle und Tower Defense?

Von Max Kluge ()
Gunhouse ist ein Puzzle-Spiel von Necrosoft Games, welches ohne große Prämisse oder Handlung daherkommt. Eure Aufgabe ist es, Waisenkinder vor fiesen Monstern und gigantischen Bossen zu beschützen. Dafür müsst ihr das Waisenhaus mit schlagkräftigen Waffen und effektiven Spezialfähigkeiten ausrüsten und diese im richtigen Moment aktivieren. Wie das funktioniert, erkläre ich euch jetzt.

Bosse, Gegner und Spielwelt weisen in Gunhouse ein einzigartiges und kreatives Design auf.

Der Spielbildschirm kann bei Gunhouse in zwei Bereiche unterteilt werden. Links seht ihr die Feinde, die sich euch nähern, rechts findet ihr eure "Waffenkammer", wie ich sie jetzt einfach mal nenne, eure Waffen und Spezialfähigkeiten. Das Gameplay beginnt damit, dass eure Waffenkammer ihre Tore öffnet und ihr anschließend für wenige Sekunden die Chance habt, die verschiedenen Munitionsblöcke so zu kombinieren, dass sie größere Blöcke ergeben. Die kleinste relevante Einheit ist dabei ein 2x2 Block, es gibt aber auch die Möglichkeit, diesen noch mit anderen Munitionsteilen zu erweitern, wenn man zum Beispiel einen 4x2 Block erschafft.

Je nachdem, wo ein Block aus dem Spielfeld geschoben wird, erschafft oder lädt er entweder eine Waffe (linker Rand), oder generiert eine Spezialfähigkeit (rechter Rand). Ihr habt dabei stets drei Slots zur Verfügung, die ihr füllen könnt. In einer Runde könnt ihr also maximal drei Waffen und drei Spezialfähigkeiten erstellen. Ihr könnt aber wiederum bestehende Schießeisen mit Blöcken aus der passenden Farbe weiter laden, sodass sie mehr Schaden anrichten.

Dabei solltet ihr stets auf die Anzeige oben links in eurem Waisenhaus achten. Diese zeigt euch nämlich, welche Blöcke derzeit einen höheren Effekt erzielen. Formiert ihr einen solchen und erschafft mit ihm schließlich eine Waffe, macht diese wesentlich mehr Schaden als eine, die den Vorteil nicht bekommt. Ist eure Zeit zum Kombinieren schließlich abgelaufen, schließt das Waisenhaus seine Tore und es geht ans Verteidigen.

Die Feinde nähern sich dabei stets in drei Bahnen – oben, Mitte, unten. Dementsprechend solltet ihr Waffen in allen Slots besitzen, um euch möglichst effektiv verteidigen zu können. Trifft ein Feind auf euer Haus, so nimmt er eine Waise mit. Es gibt aber auch Gegner, die euch direkt angreifen und somit Leben abziehen. Ihr müsst also stets auf der Hut sein und eure Waffen und Spezialfähigkeiten gut abpassen, denn ihr könnt sie stets nur ein einziges Mal einsetzen. Habt ihr über einen längeren Zeitraum keine Aktion getätigt, stoppt die Zeit, das Waisenhaus öffnet wieder seine Waffenkammer und ihr dürft erneut fleißig Blöcke kombinieren.

Das Gameplay von Gunhouse macht definitiv süchtig und ist perfekt für zwischendurch geeignet


Das Ganze wiederholt sich eigentlich das gesamte Spiel über. Am Ende eines jeden Levels wartet allerdings ein Boss auf euch, der meist ziemlich opulent gestaltet ist. Der Kampf gegen die großen Gegner ist jedoch häufig relativ flach – ihr ballert einfach alles raus was ihr habt, eine besondere Strategie müsst ihr nicht verfolgen. Hier wären ein paar taktische Entscheidungen eventuell noch wünschenswert gewesen.

Apropos taktische Entscheidungen: Mit jedem Feind, den ihr besiegt, sammelt ihr Geld ein, welches ihr später im Shop für neue Waffen, Lebensenergie und Schilde einsetzen könnt. So verbessert ihr euch immer weiter und trotzt noch stärkeren Feinden. Das Prinzip ist ganz gut durchdacht und vor allem die verschiedenen Waffen sind teils sehr interessant. Es gibt so zum Beispiel welche, die eure Feinde mit Kettenblitzen beschießen und somit gleich mehreren Gegnern Schaden zufügen können, oder Kanonen, die mit Gemüse feuern und nur in einer Bahn wirken. Hier könnt ihr euch austoben und immer mal etwas Neues ausprobieren.

Im Shop leistet ihr euch neue Waffen oder wertet eure Lebensanzeige auf.

Auch das Gameplay an sich macht ziemlich süchtig. Zunächst muss man sich ein wenig an die Art und Weise des Blöcke-Stapelns gewöhnen. Hat man erst einmal raus, wie es funktioniert, geht's allerdings gut von der Hand. Schön ist hier vor allem, dass man die Waffenkammer wieder so vorfindet, wie man sie verlassen hat. So kann man bereits für die nächste Runde planen und sich bestimmte Blöcke an gewisse Positionen setzen, um Zeit zu sparen.

Eines sticht beim Spielen von Gunhouse allerdings ganz deutlich heraus: Der Titel ist als Smartphone-Spiel erschaffen worden. Das bedeutet: die Steuerungsvariante per Controller ist sehr hakelig und unkomfortabel. Hier solltet ihr definitiv auf den Handheld-Modus und Touchscreen eurer Nintendo Switch zurückgreifen.

Auch bei der Präsentation gibt es nicht viel zu meckern. Alles läuft absolut flüssig und ist in eine comichafte und farbenfrohe Szenerie eingebettet. Vor allem die Bosse und Monster sind sehr schön designt und zaubern einem öfters mal ein Schmunzeln ins Gesicht. Stilsicher ist Gunhouse zudem ebenfalls. Hier fühlt sich nichts fehl am Platz an, alles fügt sich in das Schema der quietschbunten und überladenen Spielwelt ein.

Der Soundtrack kommt hingegen etwas nervig daher – ein bisschen, wie der von Super Bomberman R, nur ohne Ohrwurmcharakter. Er passt zwar super zum Spiel an sich, ist allerdings nicht der beste Begleiter für lange Spielsessions. Apropos: Wenn ihr erst einmal Gameplay-Blut geleckt habt, dürfte euch Gunhouse über mehrere Stunden hin motivieren. Es macht Spaß, immer mehr Blöcke zu stapeln, neue Waffen auszuprobieren und sich alle Gegner anzuschauen. Zudem könnt ihr im Hardcore Mode noch auf Highscore-Jagd gehen. Trotzdem sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass der Titel bereits für 3,50 € für Smartphones erhältlich ist.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Gunhouse

Meinung von Max Kluge
Gunhouse ist ein interessantes Puzzle-Spiel für zwischendurch. Die Optik ist tadellos und kreativ, das Gameplay macht süchtig und die Tatsache, dass man immer wieder neue Sachen freischalten und ausprobieren kann, motiviert euch über mehrere Stunden hinweg. Wer Fan des Genres ist, sollte definitiv mal einen Blick riskieren. Einzig die etwas simplen Boss-Mechaniken und der Soundtrack, der sicherlich Geschmackssache ist, sind kleine Faktoren, die den Spielspaß ein wenig trüben.
Mein persönliches Highlight: Das süchtig machende Gameplay und die stilsicheren Designs

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