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Test zu 60 Seconds! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: 60 Seconds!
  • USA USA: 60 Seconds!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
18.12.2017
Vertrieb
Robot Gentleman
Entwickler
Robot Gentleman
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Überlebe. Oder auch nicht...

Von Daniel Busch ()
Laute Sirenen erklingen und warnen vor einem atomaren Luftschlag. Euch bleiben nur noch 60 Sekunden, um lebensnotwendige Habseligkeiten und eure Familie in den sicheren Bunker zu verfrachten – und dort so lange zu überleben, bis hoffentlich Hilfe eintrifft. Nur 60 Sekunden entscheiden über euer Leben: Eine grausige Vorstellung, über die eigentlich niemand nachdenken möchte. In dem Spiel „60 Seconds!“ der polnischen Entwickler Robot Games werdet ihr aber mit genau diesen Begebenheiten konfrontiert. Da fallen jeder Entscheidung, der ihr euch im Bunker stellen müsst, mitunter große Konsequenzen zu.

Ein atomarer Luftschlag droht! Euch bleiben nur 60 Sekunden um Familienmitglieder und lebensnotwendige Utensilien in den sicheren Bunker zu verfrachten.

Das Spiel beginnt mit den titelgebenden 60 Sekunden. Als der Alarm losgeht muss Familienvater Ted schnell sein. Familie, lebensnotwendige Utensilien und Nahrung werden im ganzen Haus aufgesammelt und in den Bunker verfrachtet. Wer denkt, er hätte hier aufgrund der Konsequenzen, die euch im Bunker noch erwarten, die Qual der Wahl, der täuscht sich. Es ist schlicht keine Zeit zu wählen, darum sollte in der Hektik alles eingesammelt werden, was euch zwischen die Griffel kommt. Irgendeinen Nutzen wird man aus dem Zeug schon ziehen können. Wo sich die verschiedenen Sachen und Familienmitglieder befinden, bestimmt dabei in jeder Runde der Zufall. Seid ihr gezielt auf der Suche nach z.B. einem Verbandskasten, und er lag vorher noch im Badezimmer, so muss dies in der neuen Runde nicht mehr der Fall sein.

Ihr könnt aber nicht immer drauflosgreifen, wenn ihr etwas entdeckt, was ihr mitnehmen wollt. Denn ihr könnt nur eine bestimmte Höchstmenge tragen, danach heißt es erstmal: schnell zurück zum Bunker und abladen! Das kostet natürlich wertvolle Zeit. Einige Gegenstände und die Familienmitglieder belegen dabei sogar direkt mehrere Trageplätze. Was mitgenommen werden kann, ist dabei markiert. Leider gestaltet sich die Steuerung als recht hakelig, sodass ihr die Sachen nicht immer direkt greifen könnt, wenn ihr davorsteht. In der Hektik der Zeit gestaltet sich dies recht nervig. Natürlich bietet 60 Seconds! euch ein Tutorial an, das euch in die Grundzüge des Spieles einführt. Ihr werdet niemals alles mitnehmen können, was ihr wollt – oder vielmehr, was ihr zum Überleben „braucht“. Dies ist die vom Entwickler gedachte Krux und das große Hindernis im zweiten Part des Spiels.

Denn obwohl das Spiel „60 Seconds!“ heißt, beginnt das eigentliche Spiel erst nach Ablauf der 60 Sekunden. Was ihr bis zum Ende des Countdowns gemacht habt, war nämlich erst die Vorbereitung auf die Hauptaufgabe: das Überleben im Bunker!

Anschließend müsst ihr so lange wie möglich im Bunker ausharren. Jede Entscheidung kann gravierende Auswirklungen auf euer Überleben haben.

Ihr wisst nicht wie lange ihr im Bunker ausharren müsst. Eure Nahrungsvorräte sind knapp und müssen sehr sparsam eingeteilt werden. Was Nahrung angeht, stehen Wasser und Tomatensuppe zur Verfügung. Erhält ein Familienmitglied zu lange kein Essen oder Trinken, kann dies schwerwiegende Folgen haben - wie z.B. Krankheit oder tot. Zum Glück wird euch jeden Tag der Zustand eurer Familienmitglieder mitgeteilt, sodass ihr entscheiden könnt, wer nun etwas von den Rationen bekommt. Euer wichtiger Begleiter ist nämlich ein Notizbuch. Die ganze Story spielt über dieses Buch ab, dass euch stets die einzelnen Storyabschnitte, wie die Zuteilung von Rationen, das Tätigen von Ausflügen oder Entscheidungen mitteilt. Ansonsten erwartet euch immer nur für den Tag ein Standbild auf dem Bildschirm. Das Spiel ist keine grafische Meisterleistung, aber in einem Bunker soll man doch ohnehin keinen Luxus erwarten. Hier wird nur das nötigste an grafischer Darstellung präsentiert. Zum Thema Ausflüge: Dies ist die beste Gelegenheit neue Rationen oder wichtige Ausrüstung zu beschaffen. In regelmäßigen Abschnitten könnt ihr nämlich ein Familienmitglied an die Oberfläche schicken, welches dort einige Tage lang die Gegend nach lebensnotwendigen Sachen durchsucht.

Ob ihr ein Familienmitglied zur Suche aufbrechen lasst, hängt natürlich von seiner körperlichen und seelischen Verfassung und dem Zustand der Oberwelt (ist die Verstrahlung noch zu stark?) ab. Unter Umständen kommt das Familienmitglied nämlich nie wieder von seiner Reise heim… Falls er doch wieder lebendig im Bunker ankommt, so ist es immer vom Zufall bestimmt, was mitgebracht wird. Ihr könnt dem Familienmitglied auch Ausrüstung wie zum Beispiel eine Waffe oder Munition mitgeben, falls ihr denn sowas habt. So kann es sein, dass es an der Oberfläche einige Gruppen gibt, die Munition als Zahlungsmittel benutzen, so kann das Vorhandensein dieser euch zum Beispiel mehr Ration bescheren. Wie bereits gesagt, kann jeder Gegenstand irgendwie einen Nutzen haben, dies war nur ein Beispiel dafür. Natürlich könnt ihr nicht wissen, welche Chancen oder Entscheidungen euch erwarten. Daher könnt ihr euch in den 60 Sekunden auch gar nicht Vorbereiten. Vieles in diesem Spiel läuft auf Glück oder Pech hinaus. Eure Entscheidungen, die ihr tätigt sind oft auch nur mit Bauchgefühl verbunden, denn viel wird euch auch nicht mitgeteilt, das euch beim Ausharren des Bunkers weiterhelfen kann. Dann klopft es zum Beispiel am Bunker und euch wird die Entscheidung überlassen, ob ihr aufmacht oder nicht. Im schlimmsten Fall kann es sich um Angreifer handeln – oder aber die erhoffte Rettung.

In 60 Seconds! werden euch drei Schwierigkeitsstufen geboten. Zudem finden sich noch einige zusätzliche Herausforderungen. Darin müsst ihr zum Beispiel innerhalb der namensgebenden 60 Sekunden bestimmte Gegenstände in eurem Haus finden. Dies bietet jedoch keine große Abwechslung zum eigentlichen Spiel. Trotz der grausamen Situation, in der man sich wiederfindet, haben die Entwickler dem Spiel eine Prise an schwarzem Humor reingepackt, wenn zum Beispiel von mutierten Insekten die Rede ist. Die triste Atmosphäre des Spiels wird damit aber auch nicht aufgelockert.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu 60 Seconds!

Meinung von Daniel Busch
„60 Seconds!“ bot mir leider relativ wenig Spielspaß. Bei den 60 Sekunden an Vorbereitung wird man eher von Hektik und der anschließenden Unbefriedigung gepackt, nicht vorbereitet genug auf die Zeit im Bunker zu sein. Und das anschließende Ausharren im Untergrund war in meinen Augen einfach träge. In der ersten Spielrunde hat man noch die Neugierde was passieren könnte, wenn man bestimmte Entscheidungen trifft, aber bereits in den nachfolgenden Spielrunden wirkt das Spiel schon sehr repetitiv. Zudem bekommt man Spieltag zu Spieltag nur immer das etwas veränderte Standbild der Familie im Bunker zu Gesicht. Die Entscheidungen, die man im Bunker trifft, bekommen keinerlei grafische Reaktion. Ihr lest stattdessen immer seitenweise an Text in diesem Notizbuch durch. Das echte Leben in einer solchen Situation wäre bei weitem auch nicht kurzweiliger, aber wer ein spannenderes Spielprinzip erwartet, ist mit 60 Seconds! eher nicht so gut beraten.

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