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Test zu Zero Gunner 2- for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Zero Gunner 2- for Nintendo Switch
  • USA USA: Zero Gunner 2- for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Zero Gunner 2- for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.01.2018
Vertrieb
Zerodiv
Entwickler
Psikyo, Zerodiv
Genre
Shooter
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Apache, Comanche und Hokum – Nur Helikopter ballern schöner.

Von Dennis Gröschke ()
Von Beginn an waren Portierungen von Arcade-Spielen im Nintendo eShop der Nintendo Switch ein wichtiger Bestandteil. Seien es die Umsetzungen der Hamster Corporation mit ihrer ACA NeoGeo-Reihe, Nintendo selbst mit den Umsetzungen ihrer Klassiker innerhalb der Arcade Archives-Reihe oder aber Zerodiv, die sich auf die Fahne geschrieben haben, einige ältere Spiele vom Entwickler Psikyo auf die Nintendo Switch zu bringen. Gunbird, Gunbarich, Strikers: 1945 II oder jetzt auch Zero Gunner 2 wurden auf diese Weise bereits wieder verfügbar gemacht.

Zu Beginn wählt ihr euch einen Helikoper aus!

Bei Zero Gunner 2 – hier nun als „Zero Gunner 2- for Nintendo Switch“ im Nintendo eShop veröffentlicht – handelt es sich um ein Arcade-Automatenspiel aus dem Jahr 2001, welches im selben Jahr auch auf der Sega Dreamcast veröffentlicht wurde. Diese Veröffentlichung erschien aber nur in Japan und sollte so nur den Hardcore-Dreamcast Fans bekannt sein oder im Zuge der Retro-Welle von den Spielern wiederentdeckt worden sein. Mit der Veröffentlichung auf der Nintendo Switch bekommt das Spiel nun eine viel größere Aufmerksamkeit. Ob zurecht, finden wir nun heraus.

Zero Gunner 2- for Nintendo Switch (im Folgenden einfach Zero Gunner 2 genannt) hat keine spannende Geschichte, aber das ist wohl auch dem Shooter-Genre geschuldet. Es gibt zwar in der englischen Wikipedia eine angebliche Synopsis, allerdings kann ich diese nicht überprüfen, da weder das Spiel darauf Hinweise gibt, noch mein Japanisch ausreicht, um die Schrift auf der Rückseite der Dreamcast-Veröffentlichung zu lesen. Nun gut, aber das soll uns hier nicht weiter beschäftigen.

Zu Beginn des Spieles wählt ihr nach dem Startbildschirm euren Schwierigkeitsgrad aus, die Einstufung erfolgt hier von 1 („Child“) bis 7 („Very Hard“) und macht sich spürbar im Spiel bemerkbar, doch dazu später mehr. Direkt danach habt ihr die Wahl aus 3 unterschiedlichen Helikoptern namens Comanche, Apache und Hokum. Diese unterscheiden sich lediglich in ihrer Bewaffnung, eine unterschiedliche Steuerung habe ich nicht bemerkt. Was ich aber sofort bemerkt habe, war das Feedback der Explosionen in meinen Joy-Con. Ich habe Zero Gunner 2 im Testzeitraum zunächst im Handheld-Modus gespielt und hatte diese heftige Vibration des HD-Rumble nicht erwartet. Sehr unangenehm, wenn ihr das Gerät in der Hand haltet, im TV-Modus mit Nintendo Switch Pro Controller sind die Auswirkungen der Vibration nicht so stark ausgefallen. Dennoch habe ich das Spiel in einem Rutsch zunächst im Handheld-Modus durchgespielt.

Euer Weg führt euch über die See, durch Häuserschluchten oder aber auch über sehr wehrhafte Bahnverbindungen hinweg.

Sobald ihr ins Geschehen eingreift, fällt die Steuerung extrem auf. So kann die Tastenbelegung nicht verändert werden und ihr schießt mit der B-Taste. Soweit so gut, nun kommen wir auf die Besonderheit von Zero Gunner 2 zu sprechen. So könnt ihr euren Heli mit dem linken Analog-Stick wie gehabt über den Bildschirm steuern, allerdings bleibt die Ausrichtung eurer Maschine stets gleich. In den meisten Fällen ist das auch kein Problem, in diesem Spiel kommen die Gegner jedoch nicht nur von vorne (oder aus der Richtung, in der sich der Bildschirm bewegt), sondern auch von links, rechts und sogar von hinten. Der Clou ist nun, dass ihr durch Drücken der A-Taste die Ausrichtung des Helikopters ändern könnt. Dazu haltet ihr die A-Taste fest und drückt den linken Analog-Stick nach rechts, wenn ihr mit eurer Kanone nach links schießen möchtet. Entsprechend entgegengesetzt für ein Feuern in die andere Richtung, bis hin zu 360 Grad Drehungen um alle Gegner herum. So erreicht ihr auch die entlegensten Gegner und könnt euch auf alle Eventualitäten einrichten. Das klingt im ersten Moment sehr nach einer krampfigen Haltung und das ist es zunächst auch, ich habe mich zum Beispiel gefragt, warum die Drehung nicht auf eine der Schultertasten gelegt wurde. Nach kurzer Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt, ständig mit meinem Daumen die B-Taste gedrückt zu halten und ergänzend dazu nach Bedarf auch noch die nebenliegende A-Taste dazu zu betätigen.

Für besonders hinterhältige und robuste Widersacher könnt ihr mit der X-Taste noch eine optionale Attacke (nennt sich wirklich so) zusätzlich auslösen. Diese unterstützt euch einige Zeit mit einer weiteren Kanone oder anderen automatisch zielenden und schießenden Waffen, je nach Helikopter. Für diese zusätzliche Attacke müsst ihr aber Energie einsammeln, die euch die Gegner hinterlassen. Habt ihr genug gesammelt, könnt ihr diese Energie mit der optionalen Attacke entleeren. Ein kleiner Tipp am Rande, falls ihr so wie ich ständig am Ballern seid (euer Daumen also quasi zum „Dauerfeuer“ mutiert), lasst auch mal die B-Taste los, denn dann fliegt die freigesetzte Energie der besiegten Widersacher automatisch in eure Richtung. Somit gelangt ihr viel schneller wieder an neue Energie, hätte ich das mal bei meinem ersten Durchlauf gewusst.

Apropos Durchlauf, mit seinen 7 Stages habt ihr das Spiel in der Regel nach spätestens einer Stunde durchgespielt. Zero Gunner 2 ist wirklich ein Arcade-Spiel durch und durch und das kann auch einen gewissen Reiz haben. Hier geht es nicht um das tagefüllende Erlebnis, Highscore jagen ist angesagt. Zero Gunner 2 möchte euch wie gesagt nicht mit einer Geschichte langweilen, sondern euch Herausfordern, das Spiel mit einem möglichst hohen Score abzuschließen. Solltet ihr in einer Sequenz mal nicht alle Feinde besiegt haben, fährt das Spiel trotzdem fort und spielt eine kurze Zwischensequenz (mit Ingame-Grafik) ab. Es bleibt keine Zeit zum Ausruhen, aber auch kein Zwang, alle Gegner eines Abschnittes besiegt zu haben. So besteht der Reiz darin, das Spiel mit entsprechendem Schwierigkeitsgrad möglichst gut abzuschließen. Nach jeder Stage steht euch allerdings, wie es sich gehört, noch ein Kampf gegen den Bossgegner bevor. Diese sind immer schön inszeniert und nahezu alle diese Bosse transformieren sich im Verlauf des Kampfes. Es sind also zum einen verschiedene Phasen des Kampfes, aber auch eine optische Veränderung des Bossgegners geht damit einher.

Einer der Bossgegner auf dem Weg zur finalen Transformation!

Selbstverständlich findet ihr auf eurer „Reise“ auch Power-Ups, die euch beim Fortschritt unterstützen. Sammelt ihr mehrere davon auf, ohne ein Bildschirmleben zu lassen, werdet ihr recht schnell sehr mächtig und die Projektile und Laser füllen geradezu den Bildschirm aus. Aber das ist natürlich auch ein Teil des Reizes eines Shooters, wir wollen es den Widersachern ja nicht zu einfach machen.

Wie, zu einfach? Kein Problem, spätesten auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist nach einem Treffer bereits ein Leben weg, ansonsten vertragt ihr schon noch den einen oder anderen Treffer. Ihr habt bei dem Spiel also 3 unterschiedliche Helikopter mit 7 verschiedenen Schwierigkeitsgraden und darin liegt der Reiz des ursprünglichen Arcade-Gedankens. Wird euch das Spiel langweilig, schnappt euch einen Kumpel und spielt es zu zweit, was wiederum auch kein Problem ist.

Die Präsentation des Spieles ist natürlich nach heutigen Maßstäben weit von guter Grafik entfernt. Wenn ich mir diese Grafik aber auf einer Dreamcast vorstelle, war das schon sehr schön anzusehen. Auch akustisch lässt Psikyo nichts anbrennen und feuert euch treibende Beats um die Ohren, die wirklich hervorragend zum Geschehen passen. Insgesamt eine lohnende Anschaffung, erst recht, wenn man sich anschaut, dass das Spiel vorher noch nie das Land der aufgehenden Sonne verlassen hatte. Gebrauchte Exemplare der Dreamcast-Fassung wechseln auf den einschlägigen Plattformen nicht unter einem dreistelligen Eurobetrag den Besitzer, da scheinen die aktuell 6,99 Euro im Nintendo eShop doch ein guter Deal zu sein.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Zero Gunner 2- for Nintendo Switch

Meinung von Dennis Gröschke
Für mich war Zero Gunner 2- for Nintendo Switch zunächst nur ein weiteres Arcade-Spiel, welches für die neue Hybridkonsole portiert wurde. Oftmals hat man als Spieler das Gefühl einen weiteren Shooter zu spielen und fragt sich, okay, wo ist bei diesem Spiel der "Kniff"? Dabei stammt das Spiel aus einer goldenen Zeit für Shoot ’em ups und wurde beispielsweise im selben Jahr wie Ikaruga veröffentlicht. Sind es bei Ikaruga die Polaritäten, die sich ständig ändern, spielt Zero Gunner 2 mit der Option der freien Bewegung innerhalb des Bildschirmgeschehens und der Ausrichtung euers Helikopters im Radius von 360 Grad. Sehr schnell stellt sich doch ein gutes Spielgefühl ein, was sich durch angemessene Grafik und einem passenden Soundtrack widerspiegelt. Arcade- oder Shoot ’em up-Fans greifen hier blind zu, insbesondere bei dem Preis für das Original auf der Dreamcast. Alle anderen müssen sich klarmachen, dass es bei diesem Spiel um das Meistern der Level mit einem hohen Score geht, nicht so sehr um eine lange Spielerfahrung. Eure Ergebnisse dürft ihr dann auch standesgemäß in eine Liste eintragen, jedoch nur offline. Weiterhin offline steigt ein zweiter Spieler mit ins Spiel ein, entweder mit einem Nintendo Switch Pro Controller oder einem zweiten Paar Joy-Con. Hierbei stört zunächst die Intensität des HD-Rumble, da sollten die Entwickler nachbessern. Den Gesamteindruck schmälert das meines Erachtens allerdings nicht.
Mein persönliches Highlight: Die Bossgegner und deren Transformationen sind ein würdiger Abschluss der jeweiligen Stage.

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