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Test zu ChromaGun - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: ChromaGun
  • USA USA: ChromaGun
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.01.2018
Vertrieb
Pixel Maniacs
Entwickler
Pixel Maniacs
Genre
Shooter, First-Person, Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Herzlich Willkommen bei ChromaTec Testperson #5443

Von Ilja Rodstein ()
Willkommen bei ChromaTec, einer fiktiven Firma, wenn es ums Testen der ChromaGun geht. Die ChromaGun ist eine halbautomatische Nano-Akrylat-Projektil-Schusswaffe, welche eine bahnbrechende Technologie ist, die die Militär-Farbindustrie revolutionieren wird. Versucht auch gar nicht unsere Technologie zu stehlen, denn wir haben das Patent bereits beantragt und somit kämen saftige Geldstrafen auf euch zu. Moment, ihr vergleicht uns mit Aperture Science? Aperture Science ist für die furchtbaren Arbeitsbedingungen bekannt, denn während diese ihre Tester nur mit einem Kuchen belohnen, gibt es bei uns ganze zehn Mäuse für die Mühe. Interesse? Tretet doch ein!

Farbverständnis? Check!

Für das Testlabor braucht ihr ein grundlegendes Farbverständnis. Die drei Grundfarben sind? Rot, Gelb und Blau, richtig! Wenn man Rot und Gelb zusammenmischt kommt Orange raus, ebenfalls korrekt. Gelb und Blau sind selbstverständlich Grün sowie Blau und Rot zusammen zu Violett werden. Wirklich super, dann habt ihr ja das gesamte Grundwissen, welches ihr benötigt, um an unseren Tests teilzunehmen. Geht da hinten den Gang entlang, bis ihr zum ersten Farblabor kommt. Wir werden euch durch unsere Kameras beobachten und viele Anweisungen geben. Viel Spaß!

Herzlich Willkommen bei ChromaTec! Für 10 Mäuse geht es den Gang dort entlang!

Langsam werdet ihr an die ersten Schritte herangeführt, im Hintergrund hört ihr immer eine humorvolle männliche Stimme, welche euch die Anweisungen gibt. Während ihr anfangs noch die Laufsteuerung lernt, erhaltet ihr relativ schnell eure ChromaGun. Zu Beginn kann sie nur mit einer Farbe schießen, doch relativ schnell lernt ihr die "WorkerDroids" zu bewegen. Dies sind Roboter, welche selber eine Farbe tragen können und sich gleichzeitig von derselben Farbe anziehen lassen können. Durch Einfärben von Wänden in der Farbe der WorkerDroids könnt ihr die Droiden zur Wand befördern. Dies ist die grundlegende Taktik des Testlabors, denn oft müsst ihr diese Droids auf Schalter steuern. Gelegentlich könnt ihr gewisse WorkerDroids so aktivieren, dass diese euch aktiv verfolgen. Dies ist zwar nicht ganz ungefährlich, dennoch solltet ihr diese Taktik nutzen, um die Droids zu einem Schalter zu führen. Sobald ihr eine Wand in derselben Farbe wie den Droiden eingefärbt habt, werden diese von der Wand festgehalten.

Es gibt wirklich mehrere Taktiken und oftmals mehr als eine Lösung, die Rätsel zu lösen. Scheitert ihr an einem Rätsel, da ihr etwas falsch eingefärbt habt, gibt es meistens keine Möglichkeit die Farbe wieder zu löschen und so müsst ihr die gesamte Ebene neu starten. Eure ChromaGun hat insgesamt drei schießbare Farben, die auf Knopfdruck jederzeit gewechselt werden können. Schießt ihr auf dasselbe Feld mit zwei unterschiedlichen Farben, vermischen sich diese und es bildet sich die Mischfarbe. Also schießt ihr Rot und Gelb auf dieselbe Fläche, färbt sich diese folglich Orange. Auf diese Lösungswege bauen viele der Rätsel auf. Später müsst ihr eure Schritte gut vorausplanen, denn eine gut gezügelte Kettenreaktion ist nötig, um es zum Ausgang des Raums zu schaffen. Im Verlauf des Spiels werden noch weitere Objekte hinzugefügt, die es ermöglichen neue Rätselarten zu lösen.

Blau zu Blau, so muss es sein!

Zugegebenermaßen, das Spielprinzip ist wirklich monoton und ziemlich steif. Es fängt zwar wirklich interessant an, als man durch die Lobby durchspaziert, doch dann funktioniert das Spielprinzip immer gleich. Ihr startet ein Level, findet die Ausgangstür und steigt die Treppe zum nächsten Level hoch. So funktioniert das Spiel kontinuierlich und das ist wirklich schade. Mir fehlen leider etwas lockere Passagen, in denen man etwas anderes macht, als Droiden auf Schalter zu bewegen. Leider sehen die Räume meist sehr eintönig aus, gelegentlich sind einzelne Objekte, wie ein Feuerlöscher, platziert oder der Raum wird komplett dunkel. Doch ist dies etwas ganz anderes, als uns in der Vergangenheit mal Portal 2 gezeigt hat. Dort hatte man es geschafft die Rätsel in wunderhübsche und vor allem abwechslungsreiche Umgebungen einzubauen, die nicht trist und einfarbig ausschauen. Durch diese Monotonie ist es wirklich sehr ermüdend das Spiel eine längere Zeit zu spielen. Zumindest gibt mein Gehirn nach etwa 20-30 Minuten Spielzeit auf und braucht eine Pause. Ich würde aber nicht ausschließen, dass dieses Phänomen nur bei mir auftritt. In Portal 2 wurden noch verlassene Kammern erkundet, die euch dadurch eine Abwechslung geboten hatten. Abwechslung ist das große Stichwort, was dem Spiel irgendwie leider fehlt.

Testen, Testen, Testen, fast so wie die Redaktion bei ntower!

Ähnlich wie GLaDOS in Portal und Portal 2, begleitet euch auch hier eine Stimme durch die Labore. Die Monologe sind übrigens auch ziemlich gut auf Deutsch übersetzt, was wohl daher kommt, da hier ein deutsches Entwicklerstudio daran gearbeitet hat. Die Monologe sind sehr humorvoll, kommen aber leider viel zu selten. Manchmal spielt ihr fünf Räume hintereinander und hört keine einzige Stimme. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, denn die Stimme hat den Spielfluss sehr positiv begleitet.

Durch die beiden lila Wände wird der Droide auf dem Schalter festgehalten.

Grafisch kann das Spiel nicht wirklich punkten, denn wie zuvor schon erwähnt, ist die Umgebung sehr monoton. Zusätzlich kommt noch der sehr simple Grafikstil mit simplen Texturen hinzu. Das Spiel wird durch einen futuristischen Soundtrack begleitet, der zwar nicht abhängig von der Umgebung ist, aber dennoch gut zum Spiel passt. Das Herzstück des Spiels sind aber selbstverständlich die Rätsel und diese sind ausgesprochen kreativ. Mit jedem Kapitel erlernt ihr einen neuen Trick oder ein Gameplay-Fragment, welches ihr dann in immer schwierigeren Rätseln anwenden müsst. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig an, wird aber nie richtig frustrierend. Während das Spiel anfangs eher einem gemütlichen Spaziergang gleicht, wird es später zunehmend schwerer. Manchmal müsst ihr aber schon eine Zeit lang überlegen, wie ihr das Rätsel löst. Lang ist das Spiel aber trotzdem nicht, denn schon nach zwei bis drei Stunden seid ihr im letzten Raum angekommen, für den Preis etwas zu wenig. Es lohnt sich übrigens bis zum Ende dranzubleiben, denn zum Schluss erwartet euch eine witzige Passage. So wie das Spiel angefangen hatte, hätte ich mir gewünscht, dass es kontinuierlich so weitergeht. Anfangs wird euch noch vieles über die Firma erzählt, doch später kommt ihr nur noch zum stumpfen Durchlaufen der Räumlichkeiten.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu ChromaGun

Meinung von Ilja Rodstein
ChromaGun ist leider nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Ich wollte etwas, was mir die Wartezeit bis Portal 3 verkürzt. Ohne Frage, das Spiel ist wirklich gut, aber doch etwas zu eintönig und grafisch nicht überzeugend. Die Rätsel sind aber oftmals kreativ, bauen aufeinander auf und werden zunehmend schwerer, aber nie frustrierend. Auch wenn sich das Spiel sehr stark an Portal angelehnt hat, dürft ihr es nicht mit Portal vergleichen, denn dann werdet ihr enttäuscht. Seht dies einfach als ein entspanntes Spiel für zwischendurch an, welches technisch gut auf der Nintendo Switch umgesetzt wurde.
Mein persönliches Highlight: Die Monologe, die leider viel zu selten kommen, sind wirklich gut gelungen.

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