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Test zu Tachyon Project - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Tachyon Project
  • USA USA: Tachyon Project
  • Japan Japan: Tachyon Project
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.01.2018
Vertrieb
Eclipse Games
Entwickler
Eclipse Games
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Ein Shoot ’em up, wie es im Buche steht

Von David Pettau ()
Mit Tachyon Project erhielt am 25. Januar ein weiteres Shoot ’em up Einzug in den Nintendo eShop der Nintendo Switch. Dieses kommt dabei mit einer Twin Stick-Mechanik daher und erinnert dank seinem Neon-Grafikstil an Spiele wie etwa Geometry Wars. Nachdem Tachyon Project bereits im Juli 2015 für einige andere Plattformen erschien, haben wir uns nun angeschaut, wie das Spiel auf der Nintendo Switch abschneidet – die Konkurrenz an guten Twin Stick-Shootern und anderen Shoot ’em ups ist dort schließlich nicht gerade klein.

In Stealth-Abschnitten werden Gegner erst auf euch aufmerksam, wenn ihr feuert.

Anders als die meisten Konkurrenten kommt Tachyon Project innerhalb seiner Kampagne, die zehn kurzweilige Missionen umfasst, sogar mit einer vom Gameplay losgelösten Geschichte daher, die anhand einiger handgezeichneter Standbilder erzählt wird. Diese ist zwar kein großer Motivationsfaktor für das eigentliche Geballer, das klar im Fokus steht, doch bauen die kurzen Story-Sequenzen durchaus eine gewisse Atmosphäre auf. Kurz gesagt steuert ihr eine Art Computervirus, der sich in verschiedene Systeme hackt, was in dem actionlastigen Gameplay des Titels resultiert.

Wirklich glänzen können die intensiven Gefechte dabei nicht – es gibt allerdings auch nichts, was man an ihnen kritisieren könnte. Tachyon Project fährt eine sichere Schiene und das Entwicklerstudio Eclipse Games hat an so ziemlich alles gedacht, was im Shoot ‘em up-Genre zum Standard gehört. Mit dem linken Analog-Stick steuert ihr euer Schiff innerhalb einer rechteckigen Arena in jede beliebige Richtung, während ihr den rechten Stick dazu nutzt, in ebenso jede beliebige Richtung zu ballern. Eine zusätzliche Taste wird dazu nicht benötigt, was sehr angenehm ist. Zusätzlich ist euer Schiff mit zwei Nebenwaffen eurer Wahl ausgestattet, so könnt ihr beispielsweise auf Knopfdruck eine Explosion von kleinem Radius auslösen oder ihr friert für kurze Zeit all eure Feinde ein. Neben euren Nebenwaffen könnt ihr euch vor jeder Mission auch auf eine Primärwaffe, sowie zwei Extras festlegen. Die Extras ermöglichen es euch beispielsweise euch schneller zu bewegen, wohingegen in der Primärwaffenkategorie verschiedene Projektile darauf warten, von euch ausprobiert zu werden. Ihr wählt in etwa zwischen verschiedenen Maschinengewehren, einem Laser oder mehreren Raketen.

Das ist die wohl maximale Gegneranzahl, während der ich noch Zeit hatte, einen Screenshot anzufertigen. Ihr werdet mir einfach glauben müssen, dass das noch gar nichts ist.

Der große Haken an all den verschiedenen Ausrüstungsteilen, die euch für eure Missionen zur Verfügung stehen, ist allerdings, dass diese nur minimalen Einfluss auf euren Spielstil nehmen dürften. Die vielen verschiedenen Gegnertypen, gegen die ihr euch behaupten müsst, unterscheiden sich in Hinblick auf eure Waffe meist nur dadurch, wie viele Treffer sie einstecken können. Auf unterschiedliche Feindeinheiten reagiert ihr nicht durch die Wahl der richtigen Waffe, stattdessen sind eure Wendigkeit und ein vorausschauender Spielstil gefragt, wie sie unter Einsatz einer jeden Waffe zum Einsatz kommen müssen.

Die Ziele, die ihr in den verschiedenen Missionen zu erfüllen habt, unterscheiden sich dabei meist nur auf dem Papier. Jede Mission besteht aus mehreren Wellen, die mit Aufgaben wie “Überlebe 120 Sekunden“ oder “Besiege 200 Gegner eines bestimmten oder beliebigen Typus“ aufwarten. Letztlich läuft dies meistens auf dieselbe Strategie hinaus: Weicht feindlichen Einheiten gekonnt aus und dezimiert deren Reihen so gut ihr nur könnt, um euch das Ausweichen zu erleichtern. Denn früher oder später ist der Bildschirm rappelvoll – in diesen Momenten wirkt der effektgeladene Grafikstil besonders stimmig, auch wenn es sich von Zeit zu Zeit als schwierig gestaltet, den Überblick zu behalten. Genretypisch ist hier vor allem ein hohes Maß an Konzentration gefragt, denn Tachyon Project ist kein leichtes Spiel. Erst recht nicht, wenn ihr auf Highscore-Jagd aus seid – ein Kombosystem mit Multiplikator, der sich bei einem eingesteckten Treffer wieder zurücksetzt, ist selbstverständlich auch dabei.

Während es Highscore-Jäger also ohnehin nicht verkraften werden, einen Treffer einzustecken, werden alle anderen Spieler bei eingehendem Schaden allerdings nicht allzu hart abgestraft. Ihr besitzt nicht etwa eine bestimmte Menge an Lebenspunkten, stattdessen läuft am oberen Bildschirmrand ein Countdown ab. Sobald dieser heruntergezählt hat, ist die Welle gescheitert, und ihr müsst es erneut versuchen – zerstört ihr allerdings feindliche Einheiten, so bekommt ihr ein wenig Zeit wieder gutgeschrieben. Wirklich gefährlich für euren Spielfortschritt werden euch damit erst Situationen, in denen ihr von Feinden nur so umringt seid und ihr absolut keine Kontrolle mehr über die Situation habt... Was bei eurem ersten Spieldurchlauf durchaus ab und an vorkommen kann.

Einige Bosskämpfe sorgen für nötige Abwechslung. Hier ist jeweils eine bestimmte Strategie gefragt.

Positiv anzumerken ist hierbei, dass euch nicht einfach wahllos Feinde auf den Hals gehetzt werden. Die verschiedenen Gegnerkombinationen und wo diese in der Arena auftauchen wirkt stets durchdacht, sodass ihr euch optimalerweise in einer bestimmten Herangehensweise wiederfindet. Dazu sei erwähnt, dass ihr das Spiel auch mit bis zu drei Mitspielern an einer Konsole spielen könnt, was durchaus für einige chaotische und spaßige Momente sorgen kann. Auch der Soundtrack des Spiels unterstreicht die Action und nicht zuletzt auch den Look des Spiels hervorragend und spornt euch mächtig an, wenn es brenzlig wird.

Wie eingangs erwähnt kann man Tachyon Project nicht viel vorwerfen. Es ist ein Shoot ‘em up, wie es im Buche steht, und setzt so ziemlich alle Genre-Standards gekonnt um. Wirklich im Gedächtnis wird euch die kurzweilige Ballerei aber nicht bleiben – und auch auf der Nintendo Switch selbst gibt es womöglich den einen oder anderen Kandidaten, der all die Genre-Standards ebenfalls umsetzt, diese darüber hinaus allerdings noch mit eigens kreierten, kreativen Mechaniken oder einem coolen Twist würzt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Tachyon Project

Meinung von David Pettau
Allen Genrefans kann ich Tachyon Project wohl definitiv empfehlen – nur sollten diese eben nichts erwarten, das sie gänzlich aus den Socken haut. Eine eigene Identität vermisse ich bei Tachyon Project schmerzlich. Zwar leistet es sich keine Patzer, doch begeistert es auch an keiner Stelle. Mein Genrefavorit auf Nintendos Hybridkonsole bleibt somit vorerst Graceful Explosion Machine, das durch einen unglaublich süchtig machenden Kombo-Flow und einer durchdachten Spielmechanik, basierend auf vier verschiedenen Waffentypen und dem Wenden seines Schiffs innerhalb der zweiten Dimension, glänzen konnte.
Mein persönliches Highlight: Der Look des Spiels bei einem vor Gegnern geradezu explodierenden Bildschirm – leider hat man in diesen Momenten keine Zeit, um sich an der Optik zu ergötzen.

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