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Test zu Tales of the Tiny Planet - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Tales of the Tiny Planet
  • USA USA: Tales of the Tiny Planet
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
18.01.2018
Vertrieb
Joindots, Markt+Technik
Entwickler
Pixelsplit
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Ein kleiner Planet reist durch die Galaxie

Von Holger Wettstein ()
Die Nintendo Switch wird dank ihres Erfolgs momentan mit Indie- und ehemaligen Mobilespielen fast schon maßlos überrollt. Im wöchentlichen Ansturm rollt eine Spielemasse in den eShop von Nintendo, dass man als normalsterblicher Zocker gar nicht mehr hinter kommt, geschweige denn den Überblick behält. Eines dieser Spiele ist das am 18.01.2018 veröffentlichte Tales of the Tiny Planet, welches bereits im letzten Jahr für diverse Plattformen erschienen ist. Geboren auf dem PC, sprang der kleine süße Planet auf die Smart-Devices und letztendlich auch auf die bekannten Heimkonsolen.

Zahlreiche Mechanismen versperren dem kleinen Planeten den Weg

Der Physik-Puzzle-Spaß wurde von dem noch recht unbekannten Frankfurter Indie-Spieleentwickler Pixelsplit entwickelt. Das Spielprinzip ist herrlich simpel und ermöglicht einen direkten Einstieg, ohne sich mit einer großartigen Geschichte zu befassen oder komplizierte Gameplay-Elemente zu verstehen. So springt ein kleiner roter Planet durch die Galaxie, um seine Freunde wieder zu finden. Natürlich stehen ihm hierbei eine Menge kniffliger Hindernisse im Weg, die mit eurer Hilfe bewältigt werden.

Da der lächelnde Himmelskörper von alleine durch die Welt rollt, benötigt ihr ausschließlich nur einen Knopf, um den traurigen Ball innerhalb der kleinen Physik-Rätsel zum nächsten Dimensionsloch zu begleiten. Mit der einen Taste aktiviert ihr nämlich die zahlreichen Mechaniken, wie Katapulte, Falltüren, Drehkreuze und weitere Plattformen. In jedem Level gibt es feste und bewegliche Elemente. Die beweglichen Elemente werden primär von euch gesteuert. Da sich immer alles gleichzeitig bewegt, liegt auch hierin die Schwierigkeit. Deshalb ist ein präzises Timing das hauptsächliche Kernelement des Gameplays. Dieses einfache Prinzip ist wirklich gut umgesetzt und bringt entspannten Spielspaß. Besonders auch, weil die Levelaufbauten abwechslungsreich gestaltet sind. Wird es im späteren Verlauf schwieriger, kommt oft das Trial and Error-Prinzip zum Vorschein. Die Motivation wird, dank der kurzen Level, aber immer hochgehalten. Es ist einfach ein Spiel, das man zu jeder Zeit einfach mal zwischendurch zocken kann.

Umso höher ihr in den insgesamt mehr als 60 Level voranschreitet, desto mehr wird euer Zeitgefühl gefordert. Die Level haben immer eine dreistufige Sternenwertung, die je nach eurer Geschwindigkeit bewertet wird. Mit einer gewissen Anzahl von Sternen spielt ihr die nächsten Level frei. Aber auch zahlreiche Achievements können erspielt werden, wie man es ebenfalls aus dem Mobile-Sektor kennt. Innerhalb der Level sammelt ihr zudem noch kleine Sternchen auf. Oben drauf gibt es noch ein kleines Ranking, mit dem ihr euch mit euren Freunden messen dürft. Ob diese kleinen Zusatzelemente motivieren, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich sind sie eher kleines Beiwerk, das man kaum wahrnimmt. Die Geschicklichkeit steht jedenfalls im Mittelpunkt des Geschehens.

Vorsicht vor den spitzen Gegenständen, die euren Planeten zum qualvollen Platzen bringen.

Gespielt wird im Handheld-Modus, Tisch-Modus oder TV-Modus. Neben den Joy-Con darf auch optional der Nintendo Switch Pro Controller zum Einsatz kommen. Da man sowieso so gut wie immer nur eine Taste benötigt, ist das Eingabegerät im Prinzip egal. Wer aber mit dem Controller nicht alleine den Planeten durch das Universum manövrieren möchte, darf auch im Kooperationsmodus mit einem weiteren Mitspieler das Abenteuer bestreiten. Hier werden die gleichen Level bestritten, allerdings bekommen die beiden Spieler jeweils einen Teil der beweglichen Mechanismen zugeteilt. Sofern man den Singleplayer-Modus noch nicht gezockt hat und die Level nicht kennt, macht es in der Kooperation am meisten Spaß. So erkundet man gemeinsam die Rätsel. Der Schwierigkeitsgrad wird dadurch natürlich etwas höhergeschraubt. Kommunikation ist hier die Devise. Der Mehrspielermodus ist Nintendo Switch-Exklusiv und stellt den Mehrwert dieser Version dar.

Das gesamte Design der Produktion ist sehr clean und in Pastellfarben gehalten. Bis auf die unterschiedlichen Farben und nette Animationseffekte, gibt es in den über sechs unterschiedlichen Welten allerdings kaum Abwechslung. Hier steckt noch ordentlich Potenzial in der Hintergrundgestaltung. Dies gilt auch für die sehr gemütliche und im Hintergrund gehaltene musikalische Untermalung. Die Soundeffekte sind dagegen sehr putzig und erinnern an die Stimmen von World of Goo oder Freakyforms.

Tales of the Tiny Planet wäre eigentlich ein sehr netter Zeitvertreib, wenn die Nintendo Switch-Fassung momentan nicht ein erhebliches Problem hätte. Denn auf Steam kostet das Spiel derzeit 9,99 Euro, im App Store für iOS lediglich 3,49 Euro. Für die Nintendo Switch kostet die Download-Version aber 19,99 Euro und als Retail-Variante sogar 25 bis 30 Euro. Da bringt auch kein Mehrspielermodus als Mehrwert etwas. 10 Euro wären hier eher gerechtfertigt, aber nicht dieser horrende Preissprung.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Tales of the Tiny Planet

Meinung von Holger Wettstein
Die Frankfurter Entwickler von Pixelsplit haben beim Port von Tales of the Tiny Planet für die Nintendo Switch saubere Arbeit geleistet. Das Gameplay bietet einen netten Zeitvertreib für zwischendurch, und die kleinen Geschicklichkeitsrätsel machen Spaß. Dazu kommt der süße Look mit den lustigen Soundeffekten. Technisch ist es ebenfalls einwandfrei und mit einem exklusiven und guten Kooperationsmodus hat man für die Nintendo Switch auch noch weiteren Content beigepackt. Doch letztendlich bleibt es "nur" ein simples Mobile-Spiel, das von euch auf der Nintendo Switch einen horrenden Preis von satten 20-30 Euro abverlangt. Immerhin kostet das fast identische Spiel auf Steam knapp 10 Euro und im App-Store nur 3,49 Euro. Von daher würde ich persönlich eher zu diesen Plattformversionen greifen oder auf ein Angebot im Nintendo eShop warten.
Mein persönliches Highlight: Die zuckersüßen Töne der Planeten

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