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Test zu Dustoff Heli Rescue 2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Dustoff Heli Rescue 2
  • USA USA: Dustoff Heli Rescue 2
  • Japan Japan: Combat! Search & Rescue
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.01.2018
Vertrieb
Rainy Frog
Entwickler
Ratalaika Games, Invictus Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Hin und wieder zurück.

Von Dennis Gröschke ()
Es gibt Spiele, da fallen einem sofort Vergleiche ein. Seien es offensichtliche Vorbilder im Bereich des Gameplays oder ein ähnlicher Grafikstil. Bei Dustoff Heli Rescue II kamen wir gleich zwei Spiele in den Sinn. Das Gameplay erinnerte mich an Choplifter aus den 80er-Jahren, welches dort so ziemlich auf jedem verfügbaren System veröffentlicht wurde. So ist es in Choplifter die Aufgabe des Spielers Kriegsgefangene zu retten, indem er diese mit einem Hubschrauber aufsammelt und bei einer nahen Basis wieder absetzt. Der Grafikstil von Dustoff Heli Rescue II erinnert natürlich an Minecraft, welches in den letzten Jahren wie Choplifter damals ebenfalls auf so ziemlich jeder Plattform umgesetzt wurde.

Eine der ersten Wüstenmissionen. Da fliegt ihr noch mit einem kleinen Helikopter.

Bei einem so wohlklingenden Namen wie Dustoff Heli Rescue II stellen sich selbstverständlich ein paar Fragen. Eine davon mag sein: Was ist mit dem ersten Teil? Eine weitere könnte lauten: Wer oder was ist „Dustoff“? Da wir hier bei ntower ja auch einen Bildungsauftrag haben, wollen wir diese natürlich auch beantworten. Es gibt zu dem Spiel einen ersten Teil, dieser erschien aber (bisher?) nur auf Steam und auf den einschlägigen Mobile-Plattformen. Auch dieser zweite Teil fand zuerst die gefangenen Soldaten auf den bereits erwähnten Plattformen, bis er nun auch im Nintendo eShop der Nintendo Switch erstmals für eine Konsole erschien. Bei dem Begriff „DUSTOFF“ handelt es sich laut Wikipedia um die Abkürzung für „Dedicated Unhesitating Service To Our Fighting Forces“ was so viel wie „Zweckbestimmter unverzüglicher Einsatz für unsere kämpfenden Truppen“ bedeutet. Der Begriff wurde als Rufzeichen der Ambulanzkräfte im Vietnam-Krieg benutzt und diente der schnellen Information für eine Verwundetenrettung.

Wie es der Zufall so will, ist die Verwundetenrettung beziehungsweise die Rettung der eigenen Männer im Spiel eure Aufgabe. Schauen wir uns doch mal die erste Mission genauer an. Eure Aufgabe ist es, Mechaniker von der Basis zu einem defekten Fahrzeug zu bringen. Der Zielort ist dabei mit blauem Rauch markiert. Für diese Mission haben wir eine Minute und 30 Sekunden Zeit und bekommen eine stattliche Anzahl an Münzen. Dazu steht euch zu Beginn des Spieles auch ein passender Helikopter zur Verfügung. Dieser kann bis zu 4 Personen aufnehmen und zurück zur Basis befördern. Startet die Mission, wechselt der Bildschirm von einer Nahaufnahme des Helikopters in eine 2,5D-Seitenansicht. Ihr seht euren Hubschrauber mit der Front zu euch gewandt und könnt nun starten. Mit Hilfe der L-und R-Tasten bewegt ihr euren Helikopter in eine der beiden zur Verfügung stehenden Richtungen. Dazu haltet ihr eine der beiden Tasten gedrückt und fliegt mit der Front voran in die gewünschte Richtung, wobei der Helikopter seine erreichte Höhe dabei hält. In der ersten Mission müssen wir die Mechaniker rechts von der Basis aus einsammeln, also fliegen wir mit gedrückter R-Taste los. Die „Nase“ des Helikopters neigt sich dabei nach unten, haltet also immer genügend Abstand zum Boden. Wollt ihr höher Fliegen, müsst ihr die R-Taste kurz loslassen und die L-Taste drücken, um zu „bremsen“. Dann empfiehlt es sich beide Tasten gleichzeitig zu betätigen, um an Höhe zu gewinnen. Zum Landen drückt ihr beide Tasten gleichzeitig in Intervallen, so gebt ihr bei Betätigung immer leicht Schub und könnt nach und nach am Boden landen. Nach ein paar Übungsrunden im kurzen Tutorial habt ihr die Steuerung verinnerlicht.

Selbstverständlich solltet ihr euch als Landeplatz immer auch eine ebene Fläche suchen, damit ihr euren Helikopter nicht beschädigt oder zerstört. In der Regel sind aber in der Nähe der Zielobjekte immer solche Ebenen zu finden. In einigen Missionen kann es auch erforderlich sein, dass ihr am Ziel gar nicht landet, sondern die Soldaten mittels eines am Helikopter baumelnden Seiles aufsammelt. Da ihr allerdings auch immer durch feindliches Gebiet fliegen müsst, werdet ihr vom Boden aus angegriffen. Seien es nun Raketenwerfer oder feindliche Geschütze, unbeschadet werdet ihr so gut wie nie am Zielort ankommen. Erst recht nicht, wenn ihr mehr als einmal innerhalb einer Mission durch das Gebiet hindurch fliegen müsst, was durchaus vorkommen kann.

Nahes heranzoomen ist nicht immer von Vorteil für das eigene Augenlicht!

Aber es hat ja auch niemand behauptet, dass ihr ohne Waffen durch die Landschaften streift. Im Gegenteil, ihr könnt eure Helikopter nach kurzer Zeit bereits mit Waffen ausrüsten. Zunächst nur einfach Maschinengewehre, später dann auch Raketenwerfer. Das Besondere daran ist, ihr rüstet die Waffen zwischen den Missionen im Menü zwar aus, aktiv einsetzen könnt ihr sie als Spieler nicht. Das Spiel feuert automatisch die zur Verfügung stehenden Waffen ab, sobald ihr euch einem gegnerischen Fahrzeug nähert. Ich gebe zu, in den Trailern zum Spiel sah das schon ein wenig komisch aus mit den Waffen, aber wenn man mal darüber nachdenkt, dass das Spiel seine Wurzeln im Smart-Device-Sektor hat, ist es wieder verständlich. Zu Beginn und auch während der Mission könnt ihr eure Munition verdoppeln oder auffrischen. In den Missionen gibt es an einigen Standorten auf eurem Weg zum Zielort sogenannte Landezonen. Landet ihr dort, erhaltet ihr die Möglichkeit eure Munition wieder aufzufüllen und eure Gesundheit wieder vollständig herzustellen.

Weiterhin könnt ihr dort euren Fortschritt zwischenspeichern, ihr müsst also die Mission bei Scheitern nicht komplett von vorn beginnen. Sehr ärgerlich ist, dass das Spiel euch zwar mitteilt, dass sich dort eine Landezone befindet und dies auch bei erfolgter Landung eingeblendet wird, aber kein Hinweis zu sehen ist, dass man diese Einblendung auch mit der A-Taste bestätigen muss, um die oben aufgeführten Aktionen zu erledigen. Die ersten Male bin ich dort zwar gelandet und es kam auch die Einblendung „Landezone“, aber es gab keinen Hinweis darauf, dass sich dort die weiter oben beschriebenen Möglichkeiten ergeben.

So habe ich die ersten Missionen also ohne Zwischenspeichern absolviert, was zu Beginn auch noch kein Problem darstellt. Später hingegen wird es schon nahezu unabdingbar seine Erfolge mit einem Speicherpunkt festzuhalten. Für jede erfolgreiche Mission erhaltet ihr bis zu 3 Sterne und Geld und könnt daraufhin die nächste Mission in Angriff nehmen. Für jede Mission stehen euch je nach Einsatzart unterschiedliche Fluggeräte zur Verfügung. Zum einen Transportmaschinen zum anderen stark bewaffnete Maschinen. Je nach Missionsart könnt ihr diese aussuchen und mit verschiedenen Waffen ausstatten. Neue Helikopter und neue Waffen schaltet ihr mit wachsendem Erfolg frei und kauft euch diese hinzu. Dabei gestalten sich die Missionen nicht so abwechslungsreich wie ich es mir gewünscht habe. Das mag auch mit der generellen Prämisse im Zusammenhang stehen, aber eure Einsätze sind immer mit Menschenrettung oder Transport verbunden. Manches Mal zum Zielort hinbringen, manches Mal vom Zielort abtransportieren, vor Ort feindliche Soldaten eliminieren, eine feindliche Kolonne ausfindig machen und natürlich der Liebling eines jeden Videospielers: die Eskortierung.

In späteren Missionen seid ihr besser gepanzert und tragt mehr Waffen bei euch!

Dustoff Heli Rescue II eignet sich optimal für eine Runde zwischendurch. Die Missionen sind nicht allzu lang, machen Spaß und nach kurzer Zeit geht auch die ungewohnte Steuerung gut von der Hand. Die HD-Vibration unterstützt das Spiel nicht, aber den Nintendo Switch Pro Controller, wenn mir auch die Steuerung im Handheld-Modus am besten gefallen hat. Warum das Spiel so gar keine Touchscreen-Steuerung unterstützt bleibt mir unverständlich, da es doch aus dem Smart-Device-Sektor stammt. Die grafische Präsentation ist zweckmäßig und erinnert mit der „Klötzchengrafik“ natürlich an alte Spiele aus den 90ern und auch an Minecraft. Einige Missionen gefallen mir optisch dann ganz gut (Schnee), bei den meisten anderen (Wüste, Berge) wurde es schnell eintönig, insgesamt aber noch in Ordnung. Akustisch schreit mir bei einem Raketenangriff ein Mensch über Mikrofon etwas zu, was ich bis zum Testende nicht verstanden habe. Die musikalische Untermalung bleibt nicht im Gedächtnis, die Soundeffekte sind zweckmäßig, aber nichts Großartiges. Alle geschriebenen Texte sind in deutscher Sprache und erklären das Spiel soweit gut, bis auf die Tatsache mit den Landezonen, aber das mag auch an mangelnder Aufmerksamkeit des Autors gelegen haben.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Dustoff Heli Rescue 2

Meinung von Dennis Gröschke
Dustoff Heli Rescue II wird leider schnell eintönig. Da helfen auch die unterschiedlichen Helikopter und ihre verschiedenen Einsatzmöglichkeiten nicht weiter, die Missionen weisen einfach immer wieder dieselben Parallelen auf. Von der Basis aus starten, hinfliegen, einsammeln oder vernichten und wieder zurückfliegen. Schon nach knapp 15 der insgesamt 35 Missionen hat sich bei mir Langeweile eingestellt. Warum sich ein "Smart-Device-Titel", den es auch auf Steam gibt, nicht mit irgendeiner Form von Touchsteuerung steuern lässt (nicht mal in den Menüs) hat sich mir auch nicht erschlossen. Wenn ihr Fan der "Minecraft"-Optik seid und immer mal wieder zwischendurch ein oder zwei Missionen spielen wollt, könnte Dustoff Heli Rescue II etwas für euch sein. Für mich hatte es bereits nach kurzer Zeit den Reiz verloren.
Mein persönliches Highlight: Die Befriedigung, die verlorenen Soldaten doch noch in die Basis transportiert zu haben.

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