Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Strikers 1945 II for Nintendo Switch - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Strikers 1945 II for Nintendo Switch
  • USA USA: Strikers 1945 II for Nintendo Switch
  • Japan Japan: Strikers 1945 II for Nintendo Switch
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.01.2018
Vertrieb
Zerodiv
Entwickler
Psikyo, Zerodiv
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Striker strikes back!

Von Dennis Gröschke ()
Wer hätte zum Launch der Nintendo Switch im März 2017 gedacht, dass zahlreiche Arcade-Spiele auf dieser Plattform ein neues Zuhause finden würden. Sei es die Hamster Corporation mit den Umsetzungen alter NeoGeo-Spiele mittels der ACA NEOGEO-Serie oder auch Nintendo selbst, die mit der Veröffentlichung ihrer Arcade Archives mit Mario Bros. im September gestartet sind. Arcade-Spiele sind seit ein paar Jahren wieder hip und mit der immer noch anhaltenden Retro-Welle auch wieder heiß begehrt. Wer hat heute noch die Möglichkeit, einen der Original-Automaten zu spielen, sofern sie es denn überhaupt in den Westen geschafft haben?

Setzt ihr die "Bombe" ein, unterstützen euch für kurze Zeit ein paar Flugzeuge!

„Strikers1945 II for Nintendo Switch“ ist im Ursprung auch ein solches Arcade-Spiel und geht auf das Spiel Strikers 1945 II aus dem Jahr 1997 zurück. Es ist dasselbe Spiel, wie es damals in den Spielhallen Japans veröffentlicht wurde, aus diesem Grund werde ich den Zusatz „for Nintendo Switch“ im weiteren Verlauf des Textes ignorieren. Auf Konsolen erschien Strikers 1945 II auf der ersten Sony PlayStation und dem Sega Saturn. In westlichen Gefilden kamen wir erst Anfang der 2000er Jahre in den Genuss des Spieles, zunächst in Nordamerika und schließlich auch in Europa. Wieder einmal hat sich der Publisher Zerodiv eines der Arcade-Spiele von Psikyo geschnappt und für uns auf die Nintendo Switch portiert. Damit steht Strikers 1945 II nicht nur in der Nachfolge seines Vorgängers, sondern auch in der Tradition von Gunbird oder Zero Gunner 2 auf der Hybrid-Konsole von Nintendo.

Bei Strikers 1945 II handelt es sich um einen vertikalen Shooter, im Speziellen auch Shoot 'em up genannt, bei dem das Bild vertikal von unten nach oben scrollt. Zu Beginn wählt ihr eines von sechs Flugzeugen mit klangvollen Namen aus. So habt ihr die Wahl aus Lightning, Flying Pancake, Hayate oder Mosquito, um nur mal ein paar zu nennen. Im Kern unterscheiden sich die Weltkriegsflugzeuge außer ihrer Form zunächst nicht sehr, alle können den normalen Schuss absetzen. Mittels der A-Taste feuert ihr euch dann im Dauerfeuer durch die Levels. Jedoch könnt ihr von Zeit zu Zeit noch einen stärkeren Schuss durch Aufladen eurer Waffe abfeuern oder eine Bombe ins Gefecht schicken. Wobei die Bezeichnung „Bombe“ für meine Begriffe irreführend ist (steht aber tatsächlich so im Spiel), da ihr euch durch die Betätigung der Taste für ca. 10 Sekunden Unterstützung holt.

Im Spiel seht ihr euren Weltkriegsflieger aus der Vogelperspektive fliegen und der Bildschirm scrollt langsam nach oben. Erschreckend ist dabei, dass sich das Spiel (siehe auch den ersten Screenshot oben im Text) ausschließlich auf einem Bildschirmbereich in der Mitte abspielt, der maximal ein Drittel einnimmt. Links und rechts davon sind noch weitere Angaben zum Spiel, wie Score, Anzahl der Bomben sowie die Tastenbelegung eingeblendet. Einen Finger könnt ihr dann eigentlich auf der A-Taste lassen, diese ist für die normalen Schüsse vorgesehen, auf der B-Taste könnt ihr dann zusätzlich noch Bomben auslösen, wenn ihr welche zur Verfügung habt. Abgeschossene Gegner lassen ab und zu auch „Power-up Items“ oder „Bomben Items“ zurück, die ihr einsammeln solltet. Je mehr Power-up Items ihr einsammelt, desto umfangreicher und wirkungsvoller wird eure Schussgewalt. Irgendwann fliegen den Gegnern eure Schüsse nur so um die Ohren, da ist dann einiges los auf dem Bildschirm.

In kurzen Einblendungen seht ihr das Missionsbriefing. Für das Spiel sind sie jedoch irrelevant.

Zusätzlich könnt ihr wie bereits erwähnt die Bomben auslösen, die einen größeren Umfang an Schaden auf dem Bildschirm anrichten. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass euch dann für eine kurze Zeit Unterstützung in Form von weiteren Flugzeugen zur Verfügung stehen. Diese steuert ihr allerdings nicht selbst, sondern sie tauchen vom unteren Bildschirmrand auf, setzen sich in der Luft vor euch und ballern euch den Weg frei. Je nach Auswahl eures Fliegers bekomm ihr auch anderweitige Unterstützung. Mal sind es zwei große Bomber, die sich vor euch setzen, mal sind es fünf kleinere Maschinen, die euch zur Hilfe kommen. Der Vorteil dieser Unterstützung ist auch, dass sie euch Deckung geben. In der Zeit, wo sich die Unterstützung vor euch befindet, kommen keine feindlichen Schüsse durch, ihr könnt euch also sammeln und eventuell herumfliegende Power-Ups einsammeln.

Eine weitere Ergänzung ist der Angriff, den ihr zunächst aufladen müsst. Dazu haltet ihr die Y-Taste gedrückt und lasst die Aufladung so lange wie möglich bestehen, damit sich der Balken auflädt. In dieser Zeit seid ihr allerdings relativ schutzlos, hier ist also Vorsicht geboten. Einmal ausgelöst, macht der „Charge-Shot“ natürlich auch mehr Schaden und entlädt sich je nach ausgewähltem Flugzeug in unterschiedlicher Art und Weise. Solltet ihr während des Ladevorgangs zerstört werden, verliert ihr eure bisherige Ladung und müsst den Balken von vorne wieder neu bestücken.

Werdet ihr getroffen und lasst ein Leben, verliert ihr eure eingesammelten Power-Ups und Bomben und macht dann dort weiter, wo ihr gestorben seid. Diese Power-Ups schwirren dann über den Bildschirm und ihr solltet sie erneut einsammeln. Im Prinzip wird das Genre hier nicht neu erfunden, sondern bewegt sich auf geläufigen Pfaden. Habt ihr erst einmal alle eure Leben gelassen, verbraucht ihr ein „Continue“ und startet das Level neu von vorne, ohne eure bisher eingesammelten Items. Dasselbe passiert euch ab dem fünften Level im Spiel, sterbt ihr hier innerhalb des Levels, startet ihr wieder zu Beginn des jeweiligen Levels. Jedes Flugzeug spielt sich ein wenig anders, wenn auch nur unwesentlich. Je nach ausgewähltem Schwierigkeitsgrad, von 1 (wie Affe) bis 7 (sehr schwer) gestaltet sich das Spiel ein wenig anders und ihr werdet mehr oder weniger in Ruhe gelassen beziehungsweise seht euch vielen angreifenden Gegnern gegenüber.

Die Schrift ist auf Englisch, kann aber auch auf die Originalsprache Japanisch eingestellt werden. Dies betrifft aber nur die Schrift in den Menüs, die Schrift innerhalb des Spieles bleibt auf Englisch. Weitere Einstellungen können an der Steuerung getätigt werden, die euch eure bevorzugte Tastenbelegung einstellen lässt. Auch der Bildschirm kann mit Scanlines belegt werden, damit noch mehr Arcade-Feeling aufkommt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass ihr den Bildschirm in 90 Grad-Schritten dreht, sodass euch bei einer Drehung nahezu der komplette Bildschirm der Nintendo Switch zur Verfügung steht, nur halt auf der Seite liegend. Das Spiel zoomt dann nämlich den Bereich, auf dem sich das Geschehen abspielt, auf den kompletten Bildschirm und lässt die Bereiche daneben aus.

Sammelt ihr die Goldbarren ein, gibt es Extrapunkte.

Was euch im TV-Modus selbstredend nichts bringen wird (es sei denn ihr mögt lieber horizontale Shooter), funktioniert im Tisch-Modus ganz hervorragend. Allerdings solltet ihr die Joy-Con von der Konsole abnehmen bzw. den Nintendo Switch Pro Controller dazu benutzen, ich habe es nicht geschafft das Spiel nur mit einem Joy-Con zu steuern. Liegt die Konsole dann vor euch flach auf dem Tisch, kann das Spiel so auch problemlos gespielt werden. Eine Drehung auf den Kopf ist selbstverständlich auch möglich, allerdings ist dann auch die Steuerung umgekehrt, da ein Lenken nach links dann den Flug der Figur nach rechts bedeutet, für Gehirnakrobaten also eine Herausforderung wert.

Strikers 1945 II selbst sticht nicht aus dem Genre heraus, dazu ist die Grafik und die audiovisuelle Präsentation einfach nicht spektakulär genug. Es erfindet auch im Bereich des Gameplay das Genre nicht neu, aber das muss auch nicht jedes Spiel, immerhin handelt es sich um eine Portierung eines Arcade-Spieles. Nach 30-40 Minuten und 8 Leveln habt ihr aber schon den ersten Durchlauf absolviert, zugegeben, auf einem leichten Schwierigkeitsgrad. Aber auch mein zweiter Durchlauf brachte mir zwar für eine halbe Stunde Spaß, dieses Mal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Ihr könnt das Spiel danach natürlich noch weiterspielen, es beginnt einfach von vorne. Dies dient euch dazu euren Highscore zu verbessern oder auch um einen zweiten Spieler mit in das Spiel einsteigen zu lassen.

Grafisch und akustisch wird euch kein bombastisches Feuerwerk geboten, alles wird relativ nüchtern präsentiert, wobei die Musik insgesamt ein wenig blechern klingt. Kann aber sein, dass dieser Umstand auch bereits im Original so gegeben war. Das Spiel setzt euch relativ eingängige Gegner in den Weg: Panzer, Geschütze, Kriegsschiffe und zum Abschluss des Levels noch einen Endboss. Diese Endbosse sind dann auch wiederum gänzlich im Stile der anderen Psikyo-Arcade-Spiele gehalten, so transformieren sich diese Bosse in mehreren Phasen von einfachen Gegnern zu „Mech-ähnlichen“ Robotern oder weiteren obskuren Maschinen. Auch sonst bekommt ihr hier insgesamt einen generischen Shooter zu Gesicht, einen guten zwar, aber eben keinen herausragenden. Das mag mit Sicherheit den einen oder anderen Nostalgiker mit der Nase rümpfen lassen, aber wir befinden uns ja immer noch auf der Nintendo Switch und dort hat es in meinen Augen mit Zero Gunner 2 oder Gunbird die interessanteren Vertreter.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Strikers 1945 II for Nintendo Switch

Meinung von Dennis Gröschke
Strikers 1945 II hat mich wenig überrascht. Sicher, die einzelnen Flugzeuge unterscheiden sich in Feuerrate oder Schussart, jedoch konnte ich kein fundamentales neues Gameplay feststellen. Während Gunbird oder Zero Gunner 2 jeweils noch einen kleinen Twist mit in das Geschehen gebracht haben (bei Gunbird die Story mit den unterschiedlichen Enden, bei Zero Gunner 2 die Freiheit in der Bewegung innerhalb des Bildschirms), kommt Strikers 1945 II ganz klassisch daher. Strikers punktet da am ehesten noch mit einer Rotation in der Levelabfolge. Startet ihr das Spiel neu, findet sich in den ersten Levels eine gewisse Variation in der Reihenfolge. Ihr startet also nicht immer mit dem gleichen Level zu Beginn. Dies und die Jagd nach dem Highscore machen wohl den Reiz des Spieles aus, auch wenn der Highscore mal wieder nicht online verglichen wird, sondern einzig und allein zu eurem Vergnügen abgespeichert wird. Immerhin könnt ihr zu zweit auf die Jagd gehen und diesbezüglich noch neue Highscore-Höhen erreichen, allerdings benötig ihr dazu ein zweites Paar Joy-Con oder den Nintendo Switch Pro Controller. Obwohl die Tastenbelegung frei konfigurierbar ist und eine Steuerung des Flugzeugs lediglich mit dem linken Analog-Stick erfolgt, war es mir nicht möglich, diese nur auf einen Joy-Con zu legen und den zweiten an einen Kumpel zu reichen – schade.
Mein persönliches Highlight: Wieder einmal die Transformationen der Endbosse, das macht immer wieder Spaß sich anzuschauen.

Kommentare 3