Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu The Fall Part 2: Unbound - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Fall Part 2: Unbound
  • USA USA: The Fall Part 2: Unbound
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.02.2018
Vertrieb
Over the Moon Games
Entwickler
Over the Moon Games
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Eure Aufgabe: Findet und zerstört den Benutzer

Von Niels Uphaus ()
Die Zeit der künstlichen Intelligenz rückt immer näher. Während Programme wie Siri noch relativ simpel sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns mit einer KI so unterhalten können, wie mit echten Menschen. Wird diese Technik dann noch in humanoide Roboter eingesetzt, ist der Alptraum vieler Menschen perfekt. Genau dieses Szenario bietet The Fall Part 2: Unbound, welches für Nintendo Switch erscheinen wird.

Arid, die Hauptprotagonistin des ersten Teils, ist eine künstliche Intelligenz innerhalb eines Anzugs. Aufgrund früherer Ereignisse hat sie jedoch ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Als sie nun also verschrottet werden soll, weigert sie sich und reist in die virtuelle Welt, auf der Suche nach dem „Benutzer“, der ihre Zerstörung angeordnet hat. Diesen kann sie jedoch nur erreichen, wenn sie in der Außenwelt Einfluss ausüben kann. Innerhalb der virtuellen Welt findet sie nun drei Schnittstellen, die sie mit drei Robotern verbinden kann. Der objektive Butler, der seinen regelmäßigen Abläufen folgt, „Eins“, ein Android, der sich dem Kollektiv widersetzt und auf seine Eigenständigkeit pocht und die „Begleiterin“, deren einziger Zweck es ist, die männliche Kundschaft zu „befriedigen“. Ihre Eigenschaft ist die Emotionalität und ihr Wunsch, allen zu helfen. Es ist Arids und damit eure Aufgabe, diese drei Roboter auszunutzen, um sie selbst vor der Auslöschung zu bewahren.

Innerhalb der virtuellen Welt versuchen Viren, euch auszulöschen.

Doch wie genau funktioniert das Ganze nun eigentlich? Schauen wir uns am besten den Butler an. Dieser folgt einem geregelten Tagesablauf. Nach dem „Aufstehen“ holt er Tee, den er seinem Meister bringt. Dann besucht er die Herrin des Hauses, bevor er sich wieder abmeldet. Diese Bedingungen sind fest in seiner KI verankert und er denkt noch nicht einmal daran, sie für Arid zu ändern. Ihr müsst nun also versuchen, den geregelten Tagesablauf zu stören. Der Butler hat jedoch eine „Macke“. Visiert er manche Dinge an, die ihn beschäftigen, verlässt seine KI kurz den „Körper“. In dieser Zeit habt ihr die Chance, den Roboter zu bewegen, ohne dass er sich wehrt. Was passiert also, wenn ihr „ganz aus Versehen“ den Tee auf den Teppich schüttet und dann die KI zurückruft? Natürlich sieht der Butler dies. Eine unvorhergesehene Wendung, die dazu führt, dass er seinen geregelten Tagesablauf ändern muss. Dies ist im Großen und Ganzen das generelle Gameplay-Konzept. Von Charakter zu Charakter gibt es jedoch Abwandlungen. „Eins“ zum Beispiel muss sich mit dem Kollektiv verbinden, was er absolut nicht will und die „Begleiterin“ muss in einer bestimmten Szene einen Mann verführen, der Probleme mit seinen „Emotionen“ hat und durch die Verführung psychischen Schaden erlangen wird. Arid ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, ihre Ziele umzusetzen. Löst ihr Ereignisse aus, erhaltet ihr auch Gegenstände. Diese könnt ihr dann bei anderen Gegenständen oder Menschen wieder einsetzen.

Drei Roboter, eine (unfreiwillige) Mission: Rettet Arid vor ihrer Zerstörung.

Im zweiten Teil der Geschichte kommt eine weitere Mechanik hinzu. Die Perspektiven der drei Charaktere (Objektivität, Selbsteinschätzung und Freundlichkeit) können nach und nach auf die anderen Roboter angewendet werden. So wird die Begleiterin beispielsweise in einer Werkstatt eingesperrt, denkt aber, dass die ganzen Utensilien zu einem Spa gehören. Ihr nehmt daraufhin die objektive Wahrnehmung des Butlers und analysiert die Einrichtung. Damit könnt ihr der Begleiterin zeigen, dass sie nicht in einem Erholungsparadies ist.

Natürlich seid ich nicht nur mit den drei Robotern unterwegs, ihr steuert auch Arid durch die virtuelle Welt, löst Rätsel, findet Protokolle, die die Hintergrundgeschichte erzählen und besiegt Gegner. Im Laufe des Abenteuers erhaltet ihr weitere Waffen, doch wirklich relevant und schwer wird das Kampfsystem im virtuellen Raum nicht. Zudem habt ihr auch zwei Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Solltet ihr, so wie ich, den Vorgänger nicht gespielt haben, erhaltet ihr ein Einleitungsvideo, das euch auf den neuesten Stand bringt.

In dieser Szene verführt ihr einen Mitarbeiter. Wählt ihr hier jedoch nicht die erste Option, könnt ihr dank eines Bugs die Story nicht fortsetzen.

The Fall Part 2: Unbound hat leider einige gravierende Schwächen. Diese sind rein technischer Natur. Die Rätsel sind zwar zum Teil sehr fordernd, da ihr aber alles unbegrenzt oft ausprobieren könnt, ohne bestraft zu werden, löst ihr die Herausforderungen nach und nach auch durch das Erraten. Leider ist der Titel mehrfach bei mir abgestützt. Im ersten Kapitel der „Begleiterin“ konnte man sich durch das Auswählen einer bestimmten Option das Weiterkommen versperren und ganz am Ende gibt es eine Stelle, bei der das Spiel immer abstürzt, solltet ihr nicht vorher einen anderen Gegenstand angeschaut haben. Ich habe mit dem Entwickler gesprochen und er teilte mir mit, dass man von den Bugs weiß, sie nur bei der Nintendo Switch-Version auftauchen und ein Patch in Arbeit sei. Es ist jedoch trotzdem ärgerlich, wenn man stundenlang nach einer Lösung sucht, bis man herausfindet, dass man nicht weiterkommt, außer man lädt den Spielstand erneut. Ansonsten habe ich technisch nur wenig auszusetzen. Grafisch sieht der Titel schick aus. Leider sind die Gebiete auf dem Bildschirm der Nintendo Switch recht dunkel. Stellt man innerhalb des Spiels den Kontrast höher, kann man dem entgegenwirken. Die englische Synchronisation von The Fall Part 2: Unbound ist jedoch gelungen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The Fall Part 2: Unbound

Meinung von Niels Uphaus
The Fall Part 2: Unbound ist ein toller Puzzle-Plattformer mit einem grandiosen Setting und faszinierenden Charakteren. Die selbstsüchtige Art von Arid und die Reaktionen der anderen drei Roboter sind sehr lustig und geben der Story eine besondere Note. Die Rätsel sind komplex, manchmal abstrus, aber immer unterhaltsam. Leider kann ich die technischen Probleme nicht ignorieren. Mein Tipp ist daher: Kauft das Spiel nicht direkt zum Launch, sondern wartet, bis der benötigte Patch erscheint. Damit könnt ihr The Fall Part 2: Unbound dann so genießen, wie der Entwickler es eigentlich vorgesehen hat.
Mein persönliches Highlight: Arids selbstsüchtige Art hat mich immer wieder zum Lachen gebracht!

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(