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Test zu Bayonetta - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Bayonetta
  • USA USA: Bayonetta
  • Japan Japan: Bayonetta
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
16.02.2018
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Platinum Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 0 - Online: 0
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Bayonetta stattet der Nintendo Switch einen Besuch ab!

Von Max Kluge ()
Bayonetta ist eines der besten Hack and Slay-Spiele der letzten Jahre und konnte bereits auf mehreren Plattformen seinen Einstand feiern. Nun wird es im Zuge der Veröffentlichung von Bayonetta 2 auch auf der Nintendo Switch erscheinen. In diesem kleinen Test möchten wir euch veranschaulichen, wie sich der Klassiker auf der neuen Nintendo-Konsole so spielt. Fangen wir daher einmal kurz von vorne an. Worum geht’s überhaupt in Bayonetta?

Bayonetta und ihre abgefahrenen Posen – bitte nicht zu Hause nachmachen!

Die ersten Spielszenen machen uns mit der Hexe Bayonetta vertraut, welche sich auf einem Friedhof mit ihrem Handlanger Enzo trifft, um Informationen auszutauschen. Ihr ist nämlich zu Ohren gekommen, dass ein besonders mysteriöses Relikt in Europa aufgetaucht ist, welches den Namen „Rechtes Auge“ trägt. Es ist Teil der „Augen der Welt“, die dem Besitzer unvorstellbare Macht gewähren sollen. Bayonetta beschließt daraufhin, in die Stadt Vigrid zu reisen, um den sagenumwobenen Schatz zu finden und mit ihm den Schleier ihrer eigenen Vergangenheit zu lüften. Vor 20 Jahren entstieg sie nämlich einem Sarg auf dem Grund eines Sees und weiß nicht mehr, wer sie eigentlich ist.

Die Spielwelt ist dabei unheimlich detailreich und stilsicher konzipiert. Es gibt drei Parallelwelten, die in Bayonetta eine Rolle spielen. Paradiso, der „Himmel“, Inferno, die „Hölle“ und die Welt der Menschen. Die Feinde, die sich euch entgegenstellen, stammen meist aus Paradiso und weisen ein Design auf, welches sich an Engelsdarstellungen aus der christlichen Ikonographie anlehnt. Die Architektur der Stadt Vigrid selbst weist wiederum teils starke Parallelen mit europäischen Baustilen auf. Die engen Gassen, gepflasterten Straßen, Laternen und sakralen Bauten verbreiten das Flair eines italienischen Bergdorfs und zeigen, dass sich die Entwickler viele Gedanken gemacht und Referenzen geholt haben. Auch die kleinen Anspielungen auf Hundertwasser, die vor allem in den ersten Leveln auszumachen sind, machen Vigrid zu einer sehr interessant gestalteten virtuellen Stadt.

Hinzu kommt das Leveldesign, welches vor allem zu Beginn bereits wichtige Gebäude aus späteren Abschnitten am Horizont erkennen lässt und uns somit davon kündet, was wir noch alles entdecken werden. Allerdings muss man auch sagen, dass dies vor allem ab der zweiten Hälfte der Handlung und mit dem Verlassen Vigrids selbst ein wenig untergeht. Die nachfolgenden Gebiete sind zwar ebenfalls noch tadellos designt, lassen aber ein wenig den Charme und die bedeutenden architektonischen Elemente vermissen.

Die Architektur Vigrids ist manchmal ein echter Augenöffner.

Was einen wirklich vollends in die Handlung eintauchen lässt, sind die Tagebucheinträge, die man überall in den Leveln findet. Hier beschreibt uns eine (zunächst) unbekannte Person, was es mit den Hexen und Weisen auf sich hatte und wie sie die Kultur der Vigrider heutzutage noch beeinflussen. Liest man sich diese Einträge aufmerksam durch, so wird zum Beispiel auch auf die Funktion und Bedeutung von den Statuen eingegangen, die überall in der Stadt verteilt sind. Das Spiel macht hier einen wundervollen Job, euch die Welt und die Bedeutung ihrer Elemente zu erklären.

Das Lesen dieser kleinen Erklärungen und Andeutungen ist im Übrigen allerdings auch ziemlich wichtig für euer Verständnis der Handlung. Das ist etwas, wo Bayonetta meiner Meinung nach leider nicht so glänzt. Die Geschichte, die erzählt wird, ist an sich nicht wirklich schwer zu fassen, man verliert sie aber aufgrund des hektischen Gameplays immer mal wieder aus den Augen und kann nachher nicht mehr ganz so gut aufschließen.

Besagtes Gameplay ist über weite Strecken einfach nur fantastisch. Die Angriffe der Hexe sind vielseitig und können wunderbar kombiniert werden. Zudem gibt es im Shop, den ihr an bestimmten Stellen während eines Levels, oder zwischen den verschiedenen Abschnitten, besuchen könnt, weitere Manöver zu kaufen. Auch ist das Ausweichen ein Kernelement des Kampfes. Damit löst ihr nämlich die sogenannte Hexenzeit aus, in der sich die Gegner nur noch in Zeitlupe bewegen können, während ihr auf sie eindreschen könnt.

All dies möchte detailliert von euch studiert werden, denn wenn Bayonetta etwas nicht ist, dann ein einfaches Spiel. Auf dem Schwierigkeitsgrad „normal“ werdet ihr schon bald an eure Grenzen stoßen und öfter ins Gras beißen, als euch lieb ist. Dann heißt es: üben, üben, üben! Natürlich kann man das Spiel aber auch ein wenig runterschrauben: In den niedrigeren Schwierigkeitsgraden gibt es sogar die Funktion, Bayonetta automatisch steuern zu lassen. Auch per Touchscreen lässt sich die Hexe nun von euch kommandieren.

Was es wohl mit der kleinen Cerezita auf sich hat?

Auch wenn die Level oft richtig gut gelungen sind und motivieren, immer bessere Kombos an den Tag zu legen, gibt es manche Abschnitte, die einfach ein wenig zu lang geraten sind. Besonders jene, an denen der Stil des Gameplays wechselt und ihr plötzlich mit einem Motorrad durch die Gegend saust oder auf einer Rakete durch die Luft fliegt. Hier strapaziert das Spiel gelegentlich eure Geduld – daraus hätte man definitiv noch mehr machen können. Trotzdem bringen diese Abschnitte ordentlich Abwechslung ins Spiel und haben ihren ganz eigenen Charme.

Als kleinen Kritikpunkt könnte man auch die Wertung der jeweiligen Level anschneiden. Sowohl für Tode als auch für das Nutzen von Items bekommt man in Bayonetta nämlich Minuspunkte auf seine Endwertung gerechnet. Das fühlt sich nicht wirklich immer fair an und kann leicht zu ein bisschen Frust führen. Vor allem, dass selbst das Verwenden von Heilitems "bestraft" wird. Im Endeffekt kann man aber auch dies leicht umgehen, indem man entweder einfach besser wird, oder den Schwierigkeitsgrad anpasst.

Beim Soundtrack gibt es hingegen überhaupt nichts zu meckern, ganz im Gegenteil. Sobald erneut der Song „Fly me to the Moon“ einsetzt und ihr euch in actionreichen Gefechten mit diversen Monstern prügelt, entsteht eine unheimlich geniale Symbiose von Musik und Gameplay, dass es eine pure Freude ist. Die Auswahl des Liedes von Bart Howard ist perfekt gewählt und zieht sich wie ein musikalischer roter Faden durch das gesamte Spiel. Auch abseits davon kann der Soundtrack mit wuchtigen Orchester-Passagen oder swingenden Jazz-Melodien absolut von sich überzeugen.

In technischer Hinsicht präsentiert sich die Nintendo Switch-Version mit Licht und Schatten. Das Spiel wird leider nur in 720 p ausgegeben, kann dafür allerdings über weite Strecken die 60 FPS gut halten. Auf dem Fernseher ist die Präsentation daher ein bisschen matschig, im Handheld-Modus hingegen ausreichend scharf. Allerdings tauchen bei Letzterem besonders im späteren Verlauf des Spieles Abschnitte auf, bei denen der FPS-Wert deutlich unter 60 sinkt und das Gameplay dadurch verlangsamt. Hoffentlich wird dies noch mit einem Patch behoben.

Redaktionswertung

9

Geniales Spiel

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Unser Fazit zu Bayonetta

Meinung von Max Kluge
Bayonetta ist eine Perle des Hack and Slay-Genres, die in der heutigen Zeit ihresgleichen sucht. Die Steuerung im Kampf geht locker von der Hand und motiviert dazu, sich immer weiter in das System hineinzuarbeiten. Der Schwierigkeitsgrad ist knackig und verlangt von euch, dass ihr an der Stange bleibt und euch mit jeder abgeschlossenen Mission verbessert. Die verrückten Ideen, die einem in manchen Leveln entgegenspringen und die einen großen Einfluss auf das Gameplay haben – Stichwort Autobahn – sind willkommene Abwechslungen, auch, wenn sie definitiv etwas zu lang geraten sind. Bayonetta glänzt zudem auch in Optik und Ton. Sämtliche Aspekte gehen eine tolle Symbiose ein und bilden einen Stil, der einfach verdammt „cool“ daherkommt, sodass man beinahe Gänsehaut bekommt, wenn mal wieder „Fly Me to the Moon“ im Hintergrund angespielt wird. Da kann man auch gerne mal über die FPS-Einbrüche hinwegsehen, die im späteren Spielverlauf im Handheld-Modus auftreten.
Mein persönliches Highlight: Der "ultracoole" Stil des Spiels

Kommentare 16

  • blackgoku in my Heart, i am a Gamer - 14.02.2018 - 15:17

    Teil 1 wird mir genauso Viele momente bereiten, als der 2 Teil und die noch im Doppel-Pack Hihi^^
  • EisTauer Turmknappe - 14.02.2018 - 15:47

    @Max Kluge
    Sind die Bestenlisten aus der Original 360-Version wieder im Spiel? Die Tatsache, dass ich im internet nichts darüber finde, sagt mir schon leise, dass es wohl nicht der Fall ist.

    Zum Spiel:
    Schade mit den Framerateeinbrüchen. Habe mich schon sehr gefreut das Game im Handheldmodus zu zocken.

    Ich kann ich mich dem Test nur anschließen, Bayonetta ist wirklich großartig. Kann es jedem, der es noch nicht kennt, ans Herz legen es zu spielen. Also zumindest Action-Fans sollten es sich nicht entgehen lassen. Ein Meisterwerk was Seinesgleichen sucht, meiner Meinung nach vom Inhalt und Gameplay her sogar besser (und schwerer) als die 2. Habe schon viele Hack ‘n slays, von God of War bis Ninja Gaiden, gespielt, aber Bayonetta ist wirklich fast perfekt, zumindest für das was es sein will.
  • Skerpla 任天堂 - 14.02.2018 - 15:54

    Ich freu mich auch ebenfalls hierrauf.
    Jedpch wurde in der News vergessen zu erwähnen, dass es auch für die WiiU erschienen ist.

    Als es damals erschienen ist, stand ich dem erst mal misstrauisch gegenüber, da es an der Xbox 360 und PS3 eben hunderte solcher Titel gab. Da an der WiiU jedoch Spielemangel herrschte, wurde ich auf die Serie erneut aufmerksam und erkannte das Potential. Bayonetta 3 wird ultimativ super und das nächste 10/10 bei ntower, 40/40 bei der Famitsu und sonstwo überall. Möglicherweise könnte es sogar Zelda BotW vom Thron stoßen.

    @EisTauer Ich denke mal, dass hier alles so geportet wurde wie auf der WiiU. Wenn es die dort gab, denke ich, dass es die hier such geben wird. Wenn nicht, dann leider nicht.
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 14.02.2018 - 16:12

    @EisTauer

    Bestenlisten habe ich leider keine gefunden. Gehe ebenfalls davon aus, dass es sich hierbei um einen Port der Wii U-Version handelt.

    @Skerpla

    "... wurde dann im Zuge der Veröffentlichung von Bayonetta 2 allerdings 2014 auch auf die Wii U gebracht."

    Hö? steht doch da :P
  • Skerpla 任天堂 - 14.02.2018 - 16:24

    @Max Kluge Da hatt ich soviel WiiUWiiUWiiU im Kopf, dass ich glatt die Tatdachem verdreht hab :ugly: , ich meinte natürlich die PC-Version.
  • Icefox Turmknappe - 14.02.2018 - 16:37

    Langsam findet fast jeder WiiU-Kracher seinen Weg auf die Switch. Ich habe nix dagegen, da die Konsole nicht weit verbreitet war und mobil nun auch noch einen Mehrwert bietet. Freut mich, dass Nintendo sich Bayonetta gekrallt hat :) .
  • DLC-King No fear,drink Beer - 14.02.2018 - 16:47

    Auch Bayonetta 1 hat ein Prädikat "muss man gespielt haben" .

    Freue mich drauf es wieder zu spielen.
  • Zettmaster Turmheld - 14.02.2018 - 16:47

    War Teil 1 nicht 1080p/60 auf der WiiU?
  • EisTauer Turmknappe - 14.02.2018 - 16:59

    @Max Kluge:

    Vielen Dank für die Antwort! Sehr schade, ich fand die Bestenlisten sehr gut, da man so noch einen zusätzlichen Anreiz beim Spielen hatte. Gerade Bayonetta profitiert von einer Bestenliste, so war es auch das einzige Spiel, was mich zum speedrunnen animieren konnte. Hatte gehofft, dass man ohne Miiverse vielleicht wieder die Bestenlisten integriert. Also kann man jetzt nur noch maximal Screenshots machen und die teilen?
  • Hizura A2isbae - 14.02.2018 - 20:07

    Was für eine Frisur Bayonetta wohl im nächsten Teil hat?
  • Drizzt195 Turmritter - 15.02.2018 - 11:23

    Da ich bei Breath of the Wild auch nie Frame Einbrüche bemerkt habe, hoffe ich einfach mal das ich hier auch nix mitbekommen werde. :)
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 15.02.2018 - 11:37

    @EisTauer

    Ich glaube, so sieht es leider aus, jo :(

    @Zettmaster

    Meines Wissens nach 720p und 30 FPS

    @Hizura

    Glatze :ugly:
  • WiiSwitchU Liberté, égalité, fraternité pour TOUTE l'humanité! - 15.02.2018 - 17:50

    Verdammt, er war schneller! :D

    Aber wenn ich jetzt gerade schon deine ungeteilte Aufmerksamkeit genießen darf:
    Kann man mit den beiden Teilen auch seinen Spaß haben, wenn man einfach nur nebenbei im HH-Modus zocken möchte?
    Danke dir! :)

    edit:
    Ebenfalls interessant: Bietet eines der beiden Teile Bewegungssteuerung an?
  • otakon Ssssswitch - 15.02.2018 - 17:55

    Freu mich schon sehr es bald auf der Switch wieder zu spielen, ein großartiges Spiel :* :love: :thumbup:
  • Max Kluge Damn Good Coffee... - 16.02.2018 - 11:33

    @WiiSwitchU

    Beide haben Bewegungssteuerung! Die habe ich zwar ausprobiert, war aber absolut nicht mein Fall. Ich finde es auch furchtbar auf meinen Smartphone irgendwas mit meinen Fingern zu steuern xD Heißt aber nicht, dass sie schlecht gemacht ist!
    Im Handheld-Modus kannst du beide Spiele gut zocken. Bayo 1 ist gegen Ende hin ein wenig öfter am ruckeln. Bei Bayo 2 habe ich nur sehr wenige Drops gehabt.
  • WiiSwitchU Liberté, égalité, fraternité pour TOUTE l'humanité! - 16.02.2018 - 11:36

    @Max Kluge
    Ich danke dir! :)