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Test zu Of Mice and Sand: Revised - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Of Mice and Sand: Revised
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  • Japan Japan: Of Mice and Sand: Revised
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
11.01.2018
Vertrieb
Arc System Works
Entwickler
Arc System Works
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Alle Mäuse auf ihre Posten, der nächste Halt ist El Dorado!

Von Max Kluge ()
Of Mice and Sand: Revised ist eine Simulation mit einer gehörigen Portion Strategie, in der ihr eine Bande von Mäusen in einem Wüstenschiff befehligt, dessen Ziel es ist, die legendäre Stadt El Dorado zu finden. Diese soll im Osten der kargen Landschaft liegen, wurde bislang aber noch von keiner Mauseseele erblickt. Das Spiel wurde bereits für den Nintendo 3DS veröffentlicht, die Revised-Variante wurde allerdings ein wenig erweitert.

Zu Beginn sind euer Schiff und eure Crew noch recht übersichtlich.

Das Gameplay bleibt aber gleich: Ihr gebt euren Mäusen Befehle, wählt einen Kapitän aus, entscheidet euch für eine Destination und schmeißt den Motor an. Fortan tuckert euer Schiff durch die Wüste und sammelt Schrott, Holz und andere Dinge ein, die es auf dem Weg findet. Aus Schrott könnt ihr an euren Werkbänken weitere Güter basteln, wie zum Beispiel Eisenrohre, Metallplatten oder Schrauben. Schließlich kommt ihr an einen Außenposten.

Hier könnt ihr verschiedene Aktionen tätigen. Zum Beispiel geben euch die Ansässigen für ein gewisses Entgelt neue Informationen über weitere Destinationen, die ihr schließlich auf eurer Landkarte freischaltet, oder erklären euch gleich, wie ihr einen spezifischen neuen Raum in eurem Wüstenschiff bauen könnt. Zudem könnt ihr an jedem Außenposten eure Treibstoffreserven sowie euren Proviant auffrischen. Quests werden hier ebenfalls angeboten. Diese bestehen meistens darin, dass ihr bestimmte Güter abliefern müsst und dafür dann Geld, Nahrungsmittel oder andere Wertegenstände bekommt. In der Revised-Edition des Titels sind einige neue Außenposten anzutreffen, die in einem Teil, der Wüste gelegen sind, welche von Eis und Schnee überzogen ist - schick inszeniert und lädt zum Erkunden ein.

Seid ihr schließlich wieder in der Wüste unterwegs, müsst ihr euch über bestimmte Sachen stets Gedanken machen: Ist euer Treibstoff leer, wird euer Schiff garantiert von Wüstenwürmern gefressen oder Räubern überfallen und ihr müsst von neu beginnen. Habt ihr nicht genug Proviant an Bord, fressen die Mäuse alles, was ihnen in die Finger kommt. Gibt es schließlich nichts Essbares mehr an Bord, sterben sie. Auch kann es sein, dass ihr in Gegenden kommt, in denen Katzenbanditen oder ihr Lager aufgeschlagen haben. Gegen diese müsst ihr euch verteidigen indem ihr euch Waffen und Munition besorgt. Hier bringt die Nintendo Switch-Version ein paar neue Gegner mit ins Spiel, die hübsch aussehen, aber das Gameplay sonst nicht großartig verändern.

Of Mice and Sand: Revised bietet eine ähnliche Erfahrung wie die Nintendo 3DS-Version

Das Spiel kommt dabei wesentlich umfangreicher und tiefgründiger daher, als es zunächst den Anschein hat. Das wirft sowohl Licht als auch Schatten auf das Gameplay. Zum einen macht es wirklich Spaß, immer mehr Materialien und Güter erstellen zu können, indem man seine Werkbank aufwertet, oder neue Räume, wie zum Beispiel eine Schmelze oder eine Küche, baut. Allerdings verliert man sehr schnell den Überblick, welcher Raum welche Items herstellt. Auch die Verkettung der Güter ist häufig nur umständlich herauszufinden. Um Gegenstand A zu generieren braucht ihr beispielsweise Item B, wofür ihr wiederum eine Einheit C und eine Einheit D benötigt.

Es gibt zwar ein Handbuch, in dem steht, wie ihr ein bestimmtes Item erschafft, es muss trotzdem alles zunächst auf seinen Ursprung zurückverfolgt werden. Auch das Lagersystem ist arg unübersichtlich. Anstatt eine Komplettansicht zu haben, muss man sich durch alle Truhen wühlen, die man sich in sein Schiff gestellt hat. Da geht schnell die Übersicht flöten und man fragt sich, ob das nicht besser hätte gelöst werden können.

In Außenposten könnt ihr Quests annehmen, eure Treibstoffvorräte auffrischen und mit den Ansässigen tratschen.

Ein weiterer kleiner negativer Punkt ist die Steuerung des Titels. Diese ist nicht sonderlich intuitiv und bricht mit manchen Standards, die man aus anderen Videospielen kennt, sodass man sich zunächst wirklich einarbeiten muss. Häufiges Verklicken ist am Anfang schon fast die Regel, was teilweise ganz schön nerven kann.

Es ist vor allem der Stil des Spiels, der den Spielspaß ausmacht. Die Atmosphäre, wenn man nachts durch eine karge Wüstenlandschaft fährt während die Szenerie von leisen Akustikgitarren-Klängen untermalt wird, ist unbeschreiblich schön und entspannend. Auch die Mäuse an sich legen witzige Animationen an den Tag und unterstreichen mit ihrer quirligen Art das geschäftige Treiben in eurem Schiff.

Letzten Endes ist es aber das Erforschen von neuen Räumen, das Erschaffen von neuen Gütern und das Erkunden von bislang unbefahrenen Gebieten, was euch an den Titel fesselt. Es ist toll zu sehen, wie euer Schiff und eure Crew immer weiter wächst und am Ende wahrlich stattliche Ausmaße annimmt.

Besonders interessant sind in Of Mice and Sand: Revised auch die Begegnungen, die man in der Wüste haben kann und die im Gegensatz zur Nintendo 3DS-Version noch aufgestockt wurden. Hierbei kommt ein gewisses Text-Adventure-Element zum Tragen, bei dem man sich stets für verschiedene Optionen entscheiden kann. Gehe ich in das alte Schiffswrack und schaue, was ich bergen kann, oder ist mir die Gefahr vor einem Überfall, bei dem ich meine Mäuse verlieren könnte, zu hoch? Diese Ereignisse sind schön in Oldschool-Manier in Szene gesetzt und referenzieren nicht selten die Popkultur – zum Beispiel Star Wars oder 2001: Odyssee im Weltraum.

Kommen wir zu guter Letzt ein wenig zur Technik: Die Nintendo Switch-Version des Titels kann leider nicht durch ihre Optik punkten. Irgendwie sieht das Spiel im Handheld-Modus recht matschig aus, woran das liegt, kann ich leider nicht sagen. Ist die neue Nintendo-Konsole mit dem Fernseher verbunden, bemerkt man das Problem hingegen nicht so stark – vermutlich, weil man einfach weiter weg vom Bildschirm sitzt. Auch hier wäre bestimmt noch mehr drin gewesen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Of Mice and Sand: Revised

Meinung von Max Kluge
Jeder, der auf Simulationen und Strategiespiele mit interessantem Setting steht, sollte einen Blick auf Of Mice and Sand: Revised werfen. Der Titel ist definitiv nicht perfekt, weist unübersichtliche Menüs und eine hakelige Steuerung auf, kann aber durch seinen Charme und die unerwartete Spieltiefe punkten. Besonders die kleinen Begegnungen in der Wüste sind eine willkommene Abwechslung und erzählen eigene kleine Geschichten, die einen in die Welt der Mäuse eintauchen lassen. Jeder, der den Titel noch nicht auf dem Nintendo 3DS gespielt hat, kann also zuschlagen. Die wenigen Neuerungen rechtfertigen allerdings nicht unbedingt einen zweiten Kauf.
Mein persönliches Highlight: Seine Crew und sein Schiff wachsen zu sehen

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