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Test zu Frederic 2: Evil Strikes Back - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Frederic 2: Evil Strikes Back
  • USA USA: Frederic 2: Evil Strikes Back
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
01.02.2018
Vertrieb
Forever Entertainment
Entwickler
Forever Entertainment
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein auferstandener Musikgott, Klappe die Zweite...

Von Maik Dallherm () Nur etwa anderthalb Monate vergingen seit der Veröffentlichung von Frederic: Resurrection of Music, da erschien schon, wie ich in meinem Review vom ersten Teil vermutet habe, der Nachfolger für Nintendo Switch. Frederic: Evil Strikes Back setzt direkt dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Diese Titel versetzen euch in die Rolle von dem Komponisten und Pianisten Frédéric Chopin, der im heutigen Zeitalter wiederauferstanden ist. Seine Mission: Die Artisten und die Musik selbst aus den Krallen des Mainstreams zu befreien. Wer bereits Frederic: Resurrection of Music gespielt hat, wird im Nachfolger einige Änderungen in Sachen Design und Gameplay feststellen können. Das fängt bereits damit an, dass dieser Titel nun nicht nur in englischer Sprache, sondern in sieben verschiedenen, darunter auch Deutsch, verfügbar ist.

Eine Herausforderung von Djengiz Jahn mit dem Invasionspony 500.

Die einzige Art, Frederic: Evil Strikes Back zu spielen, findet sich in der Geschichte, die in zehn Kapitel eingeteilt ist (ein Kapitel weniger als in der Nintendo Switch-Version des Vorgängers). Bonuslevel wie im ersten Teil gibt es hier leider auch nicht. Jedes Kapitel bedeutet ein Lied, das ihr spielen müsst. Auch hier sind die Musikstücke Werke vom berühmten Pianisten, die aber keine bloßen Klavierlieder sind, sondern in gewissen Genres neu arrangiert wurden. Es sind echt tolle Remixe, die mir persönlich noch besser gefallen als im Vorgänger. Spielt euch in der Story durch sie durch, während ihr versucht, euer Herz zurückzuerlangen, das euch von einer maskierten Person gestohlen wurde. Der gesamte Spieldurchlauf wird mit lustigen Comics begleitet, die nicht vor zahllosen Anspielungen, vielen stumpfen Sprüchen und offenbar einer Vielzahl von Hunden halt machen. Diese Sequenzen legen im Vergleich zum ersten Teil nochmal eine Schippe drauf. Ihr könnt diese Sequenzen natürlich auch überspringen und zum Glück kann euch das nicht mehr versehentlich so schnell passieren, wie noch in Resurrection of Music.

Gespielt werden kann mit zwei Joy-Con oder dem Nintendo Switch Pro Controller. Am einfachsten ist es aber mit dem Touchscreen der Konsole, sofern ihr keine Monsterhände habt. Spielt ihr mit einem Controller wird euch im Spiel die Tastenbelegung auf der Klaviatur eingeblendet, diese könnt ihr im Optionsmenü nach Belieben anpassen. Auf dem Bildschirm habt ihr sieben spielbare Tasten. Hinter den Tasten befinden sich die Saiten, über die die zu treffenden Noten drüberfahren. Erreicht eine Note die zugehörige Taste, müsst ihr sie drücken. Da ihr die Musik nachspielt, findet ihr das richtige Timing schon von selbst heraus. Ein rotes, grünes oder blaues Leuchten ist ein Indikator dafür, wie genau ihr die Note getroffen habt. Rote Lichter sind die perfekten Momente. Oben auf dem Bildschirm findet ihr einen geteilten Balken. Dies ist der Kraftindikator und zeigt an, welche Seite gerade die Oberhand hat. Um zu gewinnen, muss sich der Trennstrich also irgendwo auf der rechten Seite befinden.

Die Noten gleiten zu den Tasten. Drückt die Tasten, sobald sich die Noten darüber befinden.

Seid ihr gerade im Vorteil bezüglich des Kraftindikators, könnt ihr gelegentlich einen Spezialangriff mit der L- oder R-Taste durchführen. Dadurch könnt ihr euch einen kleinen Bonus sichern. Mit der Touch-Steuerung könnt ihr sie leider nicht ausführen. Die empfohlene Spielweise ist daher der Handheld-Modus mit angeschlossenen Joy-Con und die Nutzung vom Touchscreen. Anders als im Vorgänger werden eure Gegner hier keine Spezialattacken einsetzen. Von "Zu leicht" bis "Chopin" stehen euch vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Diese beeinflussen einerseits die Strafe beim Kraftindikator (wenn ihr einen Fehler macht) oder dessen Erhöhung, euren Punktebonus beziehungsweise -abzug sowie die Anzahl der zu spielenden Noten. Frederic 2 ist im Durchschnitt minimal schwieriger, wobei kein Level an Kapitel 9 aus Teil 1 heran kommt.

Auch die Notenvielfalt hat ein Facelift bekommen. Neben den normalen weißen und schwarzen Noten (die Farbe vereinfacht die Erkennung, welche Taste gespielt wird), die zu ziehenden Noten und den zu haltenden Noten gibt es nun auch Doppelnoten, die zwei Tasten gleichzeitig erfordern, sowie Noten mit einem blauen Schweif. Anders als die zu haltenden Noten, die einen grünen Schweif haben, müssen die blauen so oft wie möglich wiederholt angeschlagen werden. Somit bietet Frederic 2 fünf Notentypen. In meinen ersten Durchläufen haben mich die letzten Level leicht verwirrt: Obwohl die Tastenanschläge im Sinne der gerade gespielten Stimme stets korrekt synchronisiert sind, wirken mir die Noten in manchen Teilen jedoch deplatziert, als würden sie über die Taste der (über)nächsten Note schweben. Das kann gerade im Finale zu einem Problem werden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Frederic 2: Evil Strikes Back

Meinung von Maik Dallherm
Frederic 2: Evil Strikes Back bringt einige frische Ideen ins Gameplay und verbessert ein paar Dinge, die das Spiel komfortabler machen, ganz zu schweigen von den lustigen Zwischensequenzen. Im Gegenzug zu diesen Verbesserungen fällt der Umfang leider etwas schwächer aus, da es insgesamt vier Lieder weniger gibt als in der Nintendo Switch-Version von Frederic: Resurrection of Music. Die Remixe der Stücke von Frédéric Chopin sind auch hier toll ausgefallen. Seit dem ersten Durchspielen höre ich mir bis heute den Soundtrack an. Problematisch wird im Spiel eventuell die Controller-Steuerung, wohlgemerkt: Touchscreen und Kopfhörer werden empfohlen. Schade ist lediglich die kurze Spielzeit. Mit einem Spieldurchlauf habt ihr bereits nach etwa einer Stunde aus Musik und Zwischensequenzen alles gesehen. Dafür ist der Preis im Nintendo eShop entsprechend fair, sogar günstiger als der Vorgänger. Sollte eines Tages mal ein dritter Teil erscheinen, halte ich an dem Gedanken eines langjährigen Mitglieds der Community fest: Das Nintendo Labo-Piano wäre perfekt für dieses Spiel.
Mein persönliches Highlight: Der Soundtrack selbst

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