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Test zu WanderjahR: TryAgainOrWalkAway - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: WanderjahR: TryAgainOrWalkAway
  • USA USA: WanderjahR: TryAgainOrWalkAway
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.02.2018
Vertrieb
Corecell Technology
Entwickler
Workyrie Game Studio
Genre
Strategie, RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Monotonie als Konzept

Von Dirk Apitz () Dass es viele japanische Spiele auch für die Nintendo Switch geben wird, war anzunehmen. Auch, dass es der eine oder andere Geheimtipp von der Playstation Vita auf die neue Konsole von Nintendo schafft, war nicht unwahrscheinlich. WanderjahR ist dabei nicht nur einzigartig, sondern auch verdammt schwer. Warum dieses Spiel allerdings von den Entwicklern als Rollenspiel eingestuft wird, kann ich euch nicht verraten.

Auf dem Strand kann es hitzig zugehen.

Ihr steuert dabei eine kleine Gruppe, die den Angriff der Monster aufhalten soll. Diese Monster wollen die Arbeit am Sourcecode des Universums verhindern und dies würde das Universum in das absolute Chaos stürzen. Wer hätte gedacht, dass das Universum programmiert wird? Sobald der Code fertig programmiert wurde, gibt es auf jeder Welt Wohlstand und den Frieden. Warum die Monster das jetzt nicht wollen, spielt scheinbar keine Rolle. Fakt ist aber, dass sie eben euch attackieren und ihr sie aufhalten solltet, damit es allen gut geht. Die weitere Geschichte wird durch die Galerie, die ihr durch das Freispielen immer mehr erweitert, vorangetrieben. Aber hier sei schon gesagt, dass die Geschichte jetzt so oder so nicht die größte Motivation für euch sein wird und ich hätte auch komplett drauf verzichten können. Das Spiel ist komplett in englischer Sprache und sollte euer Englisch nicht so gut sein, dann rate ich von diesem Spiel ab. Denn die Grammatik ist in diesem Spiel eher unterirdisch und ist nicht immer so einfach zu übersetzen.

In der ersten Welt bekommt ihr in jedem Level das Spielprinzip immer näher erklärt. Unten seht ihr alle Teammitglieder und auf der rechten Seite vier Slots. Wenn ihr einen Charakter aus der unteren Liste auswählt, könnt ihr diesen Charakter in einen Slot verschieben. Dazu einfach mit dem Cursor auf den Charakter gehen, ZR gedrückt halten und dann mit B, Y, A oder X einen Slot auswählen. Charaktere, die sich in diesem Slot befinden, erscheinen dann im großen Fenster und kämpfen allein gegen die Monster. Ihr könnt zwar mit L oder R den Angriff auf ein Monster konzentrieren, aber ansonsten machen eure Helden alles alleine. Sollte ein Charakter für den Kampf ungeeignet erscheinen, dann könnt ihr diesen einfach austauschen. Bedenkt aber, dass der eingewechselte Held die gleichen Lebenspunkte hat, wie der ausgewechselte Charakter. Wenn mehrere Wellen Monster besiegt wurden, geht es in das nächste Level.

Natürlich hat jeder Held eigene Fähigkeiten und Besonderheiten. So habt ihr einen sogenannten Tank, der also alle Gegner auf sich ziehen soll und enorm viel aushält. Dieser macht allerdings keinen Schaden und so braucht ihr jemanden, der auch die Monster angreift wie einen Zauberer oder eine Schwertkämpferin, die allerdings nicht viel aushalten. Auch nicht unwichtig ist natürlich die Heilerin, die auf gar keinen Fall sterben sollte. Ansonsten gibt es noch Helden, die das Team verstärken oder den Gegner eben schwächen, wie den Angriff oder die Verteidigung. Richtig knackig sind dabei die die Bossgegner. Kommt ihr eigentlich ohne weitere Probleme durch die Level, ist der Frust bei einem Boss enorm hoch. Beim ersten Boss werdet ihr euch noch fragen, was ihr da überhaupt noch ausrichten sollt. So richtet ihr kaum Schaden an, die Gegner heilen sich rasch und euer Team ist sehr schnell Platt. Nun wird aus dem Tower Defense-ähnlichen Spiel auch noch ein strategisches.

Die Bossgegner sind am Anfang ziemlich cool, aber steigern den Frust.

Jetzt kommt der Shop ins Spiel. Hier könnt ihr Items kaufen, die eure Lebensenergie im Kampf auffrischen oder eure Helden von negativen Effekten befreien. Diese Items sind gerade in einem Bosskampf nicht unwichtig. Zudem könnt ihr im Menü eure Charaktere auch aufleveln, sodass diese stärker werden. Richtig interessant und gleichzeitig elementar wichtig für den Sieg sind aber die Artefakte, die auch gleich eine interessante Mechanik mitbringen. Wenn euer Held angreift, gibt es eine Abklingzeit und diese könnt ihr dank der Artefakte nutzen, die Fähigkeiten der Helden zu aktivieren. So könnt ihr zum Beispiel einen Flammenschaden gegen den Gegner anrichten und wenn Feuer effektiv ist, auch effektiv die Lebenspunkte abziehen. Das Spiel geht noch weiter. So ist auch die Position der Helden nicht unwichtig. Ihr könnt diese selbst nicht aktiv mitgestalten, aber jede Zusammensetzung ermöglicht es der K.I., dass eine gewisse Formation gespielt wird. Auch müsst ihr gucken, wie der Boss bei einer Aufstellung reagiert, und studiert den Gegner. Das setzt natürlich voraus, dass ihr sehr viel spielen müsst und damit levelt ihr eure Charaktere auch hoch. Dennoch werdet ihr mehrere Versuche brauchen und die Entwickler haben für den ersten Boss sogar einen Videoguide auf YouTube hochgeladen.

Leider ist dieses Spiel nach einer gewissen Zeit etwas monoton und wenn ihr zum zehnten Mal einen Bossgegner versucht, dann ist das interessante Spielkonzept nicht motivierend genug. Grafisch präsentiert sich das Spiel als Anime und sieht auch ganz nett aus, auch wenn es die Nintendo Switch nicht herausfordert. Eher im Gegenteil, so wirkt das Spiel auch nicht hochauflösend, besonders die Schrift ist eher pixelig. Die Hintergründe sind zwar abwechslungsreich, aber eher Beiwerk. Zudem, wie oben angesprochen, dieses Spielvom Spieler verlangt ein Level sehr oft zu spielen, und wenn ihr den Hintergrund zum zehnten Mal gesehen habt, dann ist es auch nicht mehr so schön. Das Artdesign der Bossgegner ist ebenfalls sehr witzig und gelungen, aber auch hier hat man sich schnell satt gesehen. Dazu kommt auch noch, dass das Spiel auch oft mal ruckelt. Dies stört kaum aber wenn man bedenkt, dass WanderjahR nun wirklich keine beeindruckende Präsentation hat, dann ist es einfach nur ärgerlich. Unterwegs läuft es nicht anders. Tatsächlich ist dieses Spiel unterwegs nicht so verkehrt. Anstelle es mehrere Stunden am Stück zu spielen, ist es spaßiger, immer wieder ein paar Runden zwischendurch zu versuchen und damit auch zu grinden. Da könnt ihr auch den Soundtrack ignorieren, der eher nervig wirkt.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu WanderjahR: TryAgainOrWalkAway

Meinung von Dirk Apitz
WanderjahR hat in tolles Konzept, was aber durch das Grinden etwas kaputt gemacht wird und für viel Frust sorgen wird. Besser ist es, dass dieses Spiel als kleine Spielerei für Zwischendurch betrachtet wird und nicht für lange Spielabende. Damit gleicht dieses Spiel schon eher einem typischen Smartphone-Spiel und versenkt das Potenzial völlig. Dass dann auch noch die Präsentation nicht einwandfrei funktioniert und dennoch die Nintendo Switch nicht ausreizt, ist ebenfalls schade. Wer ein Spiel sucht um die Bahnfahrt zu versüßen und über Schwächen hinwegsehen kann, darf gern zuschlagen. Alle anderen Spieler sollten lieber einen Bogen um das Spiel machen.

Kommentare 2

  • Crimsmaster_3000 Bastardo de Crimson - 20.02.2018 - 22:11

    hab die Demo heute nach 5 "Klicks" wieder gelöscht... Nix für mich
  • UncleACid Turmritter - 21.02.2018 - 09:25

    Ich habe mir jetzt 3 Wochen lang in meiner Freizeit Unity beigebracht, und könnte bessere Spiele programmieren; da ich seit einiger Zeit 2D-und 3D-Design mache, könnte ich diese Spiele auch designen; und, da ich schon seit langem Musik komponiere und spiele, kann ich auch einen guten Soundtrack erstellen.

    Ich verstehe nicht, wie man so ein abgrundtief langweiliges Game-Design erstellt, es sind mittlerweile so viele schlechte, unnötige Spiele, die den E-Shop zumüllen, erhältlich. Nintendo braucht wohl für E-Shop-Spiele ihr "Nintendo Seal of Quality" lange nicht mehr. Wenn die weiterhin so vielen unterirdisch schlechten, langweiligen, und sinnlosen Spielen die Chance geben, werde ich weiterhin im Strahl kotzen.