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Test zu Aperion Cyberstorm - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Aperion Cyberstorm
  • USA USA: Aperion Cyberstorm
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.02.2018
Vertrieb
aPriori Digital
Entwickler
aPriori Digital
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 5 - Online: 0
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Noch ein Shooter

Von Dirk Apitz () Gefühlt gibt es jede Woche einen neuen Arcade-Shooter für die Nintendo Switch. Egal ob als Sidescroller oder mit der Topdown-Ansicht, Fans von diesem Genre können sich jedenfalls nicht beschweren. Allerdings macht sich natürlich auch eine gewisse Müdigkeit breit und die meisten Titel mögen gut sein, gehen aber unter. Daher ist es wichtig, dass das Spiel etwas Einzigartiges macht oder sich wenigstens optisch absetzt. Hier geht man gleich mehrere Wege und verfolgt interessante Ansätze.

Na hoffentlich behalten wir hier den Überblick!

Wie für dieses Genre üblich ist die Story nur rudimentär und eher langweilig. Im Spiel selbst wird das Ganze über mehrere Dialoge in Textboxen vorangetrieben. Ich bin ehrlich, schon relativ früh war mir die Geschichte von diesem Spiel egal und ich habe diese Dialoge nur noch weggedrückt. Das geht so weit, dass ich diese Boxen eher als störend empfand und inhaltlich bot es jetzt auch kaum neue Inhalte oder spannende Geschichten. Wie die anderen Vertreter von diesem Genre, hätte man also auch auf eine Geschichte verzichten können, um sich mehr auf das Spiel zu konzentrieren. Dies wäre in manchen Punkten gar nicht so verkehrt, denn das restliche Spiel macht vieles in Ansätzen richtig, aber ist dabei nicht konsequent genug.

Fangen wir doch dabei mit dem Gameplay an. Das Ganze ist ein sogenannter Top-Down-Shooter. Mit dem linken Stick steuert ihr das Raumschiff und mit dem rechten Stick zielt ihr und ballert gleichzeitig drauf los. Allerdings gibt es hier schon ein Problem. Das Zielen ist leider nicht so genau, wie es sein sollte. Da es im Spiel sehr viele kleine Gegner gibt, die zudem auch noch sehr schnell sind, sind diese teilweise unmöglich zu treffen. Oft seid ihr dann gezwungen eine Stelle zu suchen, an der für diese Gegner kaum Platz ist, wohin diese Gegner ausweichen könnten. Auch gibt es noch andere Hilfsmittel. So könnt ihr mit L oder R die Sekundärwaffe nutzen um zum Beispiel mehrere Schusslinien abzufeuern oder aber später ein Raumschiff kaufen, was gleich mehrere Schusslinien absendet. Vor jeder Mission könnt ihr eure Waffen upgraden oder neue Schiffe kaufen. Auch gibt es immer wieder Items im Spiel, um zum Beispiel den Schild zu erneuern oder die Gegner in der Nähe einzufrieren.

Geld bekommt ihr für das abschießen der Gegner oder Kristalle, die es in manchen Welten gibt. Das Besondere am Leveldesign ist, dass ihr nicht einfach nur Gegner abballern müsst. Ihr fliegt von Raum zu Raum und könnt dabei das Gebiet nach Geheimgängen absuchen. In anderen Räumen müsst ihr gegen Gegnerwellen antreten und sobald ihr alle Gegner besiegt habt, geht es in den nächsten Raum. Auch gibt es Endgegner, die auch für etwas Abwechslung sorgen, oder Missionen, wo ihr eine Basis verteidigen müsst. Damit es nicht zu unfair wird, gibt es noch Räume mit Speicherpunkten, wo ihr euch auch gleichzeitig wieder heilen könnt. Auch hier zeigt sich, dass das eine ganz nette Idee ist, allerdings nicht wirklich ausgereizt wird und dennoch sehr schnell monoton wird. Die versteckten Räume sind eher selten und wer ein actionlastiges Metroidvania erwartet, wird enttäuscht sein. Auch wenn die Missionen sich etwas unterscheiden, am Ende geht es nur darum alle Gegner auszuschalten und in manchen Welten zieht sich das auch ganz schön. Kleinere Rätsel hätten dem Spiel sicherlich nicht geschadet. Hier wurde durch die offene Spielwelt, da ihr auch wieder in einen anderen Raum zurückfliegen könnt, nicht das Maximum heraus geholt.

Das gleiche gilt für das Design. Das Spiel präsentiert sich mit Neonfarben und leider muss ich hier schon sagen, der wirklich auch diesen Stil liebt, dass dies doch langsam nicht mehr so besonders ist und hier auch eher am wenigsten wirkungsvoll. Tatsächlich ist die Pixelgrafik mit dem Neonstil eher zweckmäßig. In vielen Welten wird ein wenig mit dem Licht gespielt und das sieht auch cool aus, aber dies zeigt eher was noch möglich gewesen wäre. Ein Vergleich zum Neon-Shooter Ghost, der wirklich cool aussieht, ist das nicht. Das Gegnerdesign ist auch eher Standardkost, so wie das Design der Level selbst. Gelegentlich kommt es auch noch zu Rucklern, die nicht sonderlich stören, aber das Spiel wirkt auch in diesem Punkt nicht wirklich rund.

Im Multiplayer kann dieses Spiel richtig glänzen.

So wirkt vieles ganz nett aber nie wirklich ausgereift. Anders sieht dagegen aber der Multiplayer aus. Zwar ist in der Kampagne der Koop-Modus eher durchwachsen, da die Level zu eng sind, dafür klappt der Versus-Modus hervorragend. Entweder gegen die KI oder im lokalen Multiplayer könnt ihr euch in verschiedenen Modi bekämpfen. Chaos ist vorprogrammiert, aber auch jede Menge Spaß. Das liegt auch an den Arenen, die mit verschiedenen Funktionen aufwarten, wie zum Beispiel Fließbändern, mit denen ihr ganz schnell auf die andere Seite kommt. Auch die Modi selbst sind wirklich abwechslungsreich. Neben dem normalen Deathmatch gibt es hier zum Beispiel auch Last Man Standing. Hier hat jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Leben und der letzte Überlebende gewinnt. Hier hat man sich Mühe gegeben und auch wenn es keine Online-Ranglisten gibt oder der Versus-Modus nicht online spielbar ist, hat sich dieses Spiel den Multiplayer-Award wirklich verdient! Auch einen Hordenmodus gibt es, dieser ist allerdings witzlos, da die Kampagne selbst wie ein Hordenmodus wirkt.

Einen kleinen Abschnitt möchte ich nun für den Soundtrack verwenden. Ihr werdet in den ruhigeren Zonen auch eher ruhige Elektromusik hören. Das ändert sich aber in der Schlacht, dann wandelt sich der Soundtrack zu einer Art Techno oder Goa Mix. Der ist auch wirklich sehr gelungen und treibt euch regelrecht an. Tatsächlich erinnerte mich das an die Goa-Partys an der frischen Luft, die es manchmal in meiner Stadt gibt. Nur schade, dass die Track-Vielfalt nicht so gewaltig ist und sich es daher schnell wiederholt.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Aperion Cyberstorm

Meinung von Dirk Apitz
Hätte, wäre oder könnte. Konjunktive kann man bei diesem Spiel großschreiben. Aperion Cyberstorm verfolgt wirklich nette Ansätze und hat auch ganz coole Ideen, die dann aber nie rund wirken oder konsequent umgesetzt. Der starke Multiplayer holt allerdings alles aus dem Spiel heraus und deswegen möchte ich dennoch sagen, dass das Spiel für manche interessant sein könnte. Dennoch wird auch dieses Spiel es sehr schwer haben aus der Masse der Genrevertreter herauszustechen.
Mein persönliches Highlight: Ich habe noch immer den pulsierenden Sound im Ohr.

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