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Test zu Space Dave! - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Space Dave!
  • USA USA: Space Dave!
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
20.02.2018
Vertrieb
Choice Provisions
Entwickler
Choice Provisions
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Space Dave... oder Space Invaders?

Von Patrick Gawor () Die meisten von euch werden es wohl nicht kennen, sich innerhalb einer Arcadehalle frei zu bewegen, eine Münze nach der anderen an den Automaten zu verlieren, um eventuell doch noch den Highscore von klein Timmy zu knacken, der sich gerade hinter der Theke einen fetten Pizza-Hotdog in die Kehle schiebt. Zugegeben: Ich kenne dieses Gefühl auch nicht, dafür bin ich A: viel zu jung und B: waren Arcadehallen in Deutschland nicht wirklich eine verbreitete Geschichte. Trotzdem möchte Space Dave in genau diese Kerbe einschlagen und euch das Gefühl von erfrischender Highscorejagd vermitteln.

In Space Dave könnt ihr allerhand Power-Ups einsammeln

Die Entwickler hinter Space Dave dürften euch sogar eventuell etwas sagen, denn Choice Provisions sind schon seit längerem auf sämtlichen Nintendo-Konsolen vertreten, mit ihrer mehr oder weniger bekannten Bit.Trip-Serie. Allerdings neben diesem Franchise entwickelte das Studio in ihrer anderen Abteilung „Mini Visions“ bereits 2014 den Vorgänger „Whoa Dave!“, welcher sich genauso wie Space Dave! auf eine Arcade-Erfahrung stürzte. Doch was ist denn Space Dave nun? Der kleine, zugegebenermaßen hässliche, ältere Herr, welcher sich aus unerfindlichen Gründen im Weltraum befindet, hat es sich zur Aufgabe gemacht Aliens zu vernichten und sie ihres Geldes zu berauben. Somit steuert ihr also einen Mann mittleren Alters, innerhalb einer pixelorientierten Weltraumlandschaft und versucht im Stile von Space Invaders die auf euch zukommenden Aliens zur Strecke zu bringen. Dabei – wie man es eben kennt – begegnet ihr den unterschiedlichsten Wesen, die in den vielfältigsten Formationen auf euch zukommen und schnelle Reflexe erfordern. Falls ihr mal zu langsam seid und die Aliens sich langsam aber sicher dem Boden nähern, wird dieses Stück Erde vor euren Augen explodieren und ein feuriges Ende erwartet euch, sofern ihr ausversehen darin landen solltet.

Dies limitiert selbstverständlich die Bewegungsfreiheit unseres guten Dave und sollte daher stehts vermieden werden. Glücklicherweise besitzt allerdings der gute Dave ein wunderbares Jetpack, welches euch zwar nicht erlaubt wild umherzufliegen, aber zumindest einen kurzen Gleitflug über die möglichen aufkommenden Schluchten ermöglicht. Manchmal kann es sogar vorkommen, dass Gegner ihre eigenen Schädel fallen lassen, während ihr sie abknallt. Diese können dann für den Wiederaufbau eines verlorengegangen Stück Erde hergenommen werden, indem wir den Schädel einfach in die Schlucht, quasi als Opfergabe, reinwerfen. Die Steuerung geht dabei flüssig von der Hand, während der recht hohe Schwierigkeitsgrad euch selbstverständlich einige Versuche in den einzelnen Leveln abverlangen wird. Dabei macht das Spiel aber nichts wirklich Neues oder bricht mit Konventionen der Space-Invader-Formel, sondern orientiert sich stehts an seinem Vorbild aus den frühen Arcadezeiten. Neben der natürlichen Hauptaufgabe, die vorgegebenen Gegnerwellen zu überleben und den Geschossen eurer Feinde auszuweichen, könnt ihr glücklicherweise euch das Leben auch nochmals ein wenig leichter machen, indem ihr diverse Power-Ups einsammelt.

Das Übernehmen von Feinden ist essentiell wichtig

Diese ploppen zufällig aus erledigten Feinden heraus und können in der richtigen Situation spielentscheidend sein. Gerade die Power-Ups sind der Dreh- und Angelpunkt, um euch gut durch die einzelnen Gegnerwellen zu schlagen. So könnt ihr beispielsweise mittels des „Space-Blocks“ gegnerische Feinde bekehren, damit sie für euch mitkämpfen. Dies setzt natürlich voraus, dass ihr auch gut zielen und abschätzen könnt wohin ihr eure Items werft beziehungsweise wo ihr genau hinspringt, denn sobald ihr einmal getroffen werdet, verliert ihr ein Leben und damit auch eure bis dahin eingesammelten Power-Ups. Das bedeutet also, es ist essentiell wichtig möglichst nicht getroffen zu werden oder gar in den Abgrund zu fallen. Die Gegnerdesigns fallen dabei bekloppt und schrullig aus, was ebenfalls auf die Bosse zutrifft. Leider wiederholen sich die Gegner und Bosse mit der Zeit immens, da in den späteren Leveln nur leichte Abwandlungen von bereits etablierten Gegnertypen recycelt werden. Trotz alledem besitzt das Spiel einen gewissen Charme, und falls es euch mal mit Dave ein bisschen zu langweilig werden sollte, könnt ihr noch beispielsweise zwischen „Commandgirlvideo“, „Mr. Robotube“ oder aber ganz kreativ „Dave?!“ wechseln. Und ja, letzterer ist wirklich ein eigenständiger Charakter.

Wie es sich für ein Spiel dieser Art gehört, sind auch selbstverständlich Online-Bestenlisten, sowie ein lokaler Zweispielermodus und verschiedene Schwierigkeitsgrade mit von der Partie. Für alle, die nach dem zugegebenermaßen recht kurzen Umfang von gerade mal 8 Leveln noch nicht genug haben, bietet das Spiel noch weitere kleine Errungenschaften zum freischalten. Außerdem ist der Titel komplett auf Englisch, was aber irrelevant ist, da es sich hier um einen Arcade-Titel handelt.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Space Dave!

Meinung von Patrick Gawor
​Space Dave ist ein typisches Spiel für zwischendurch. Dabei wirkt es mit seinem sehr simplen Einsatz eines Space-Invader-Klons schon fast wie ein Flashspiel, welches man im Browser spielen kann. Trotzdem kann man mit dem Titel seinen kurzweiligen Spaß haben und gerade Fans von Highscores und Leaderboards könnte dieser Titel durchaus zusagen. Das schnelle Auspacken für eine kleine Runde funktioniert selbstverständlich dank der Mobilität der Nintendo Switch hervorragend, während der Umfang des Spiels doch deutlich zu wünschen übriglässt. Alles in allem definitiv kein „Must Play-Titel“ aber für schnelle Runden unterwegs garantiert unterhaltsam.
Mein persönliches Highlight: Den letzten Boss mit dem letzten Leben zu besiegen

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