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Test zu Aegis Defenders - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Aegis Defenders
  • USA USA: Aegis Defenders
  • Japan Japan: Aegis Defenders
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.02.2018
Vertrieb
Humble Bundle
Entwickler
Studio Guts
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Beschützt die Aegis!

Von Max Kluge () Aegis Defenders versetzt euch in die Welt von Clu und ihrem Großvater Bart: Nach einem verheerenden Krieg liegt die Welt in Trümmern und Schatzjäger und Schrottsammler versuchen ihr Glück in den Ruinen der alten Zeit. Einst herrschten gottgleiche Wesen mit mysteriösen Kräften über das Land, doch diesen wurde von einem aufstrebenden Krieger und seinem Imperium der Garaus gemacht und alle Gläubigen versklavt. Genau zu dieser Zeit kommen die beiden Protagonisten unserer Geschichte geheimen Vorgängen auf die Spur, welche die Welt für immer in Chaos und Verderben stürzen könnten.

Der Pixel-Stil von Aegis Defenders ist sehr atmosphärisch und unheimlich detailreich.

Der Titel ist im Kern dabei eine Fusion aus Platformer-Adventure und Tower Defense-Spiel: Daher kann das Gameplay auch in zwei verschiedene Phasen unterteilt werden. Zunächst erkundet ihr ein Level in guter alter Platformer-Manier, löst einige Rätsel und entledigt euch gewissen Feinden. An manchen Stellen fühlt sich das, besonders wegen der etwas unintuitiven Steuerung, ein wenig hakelig an. Die Knobelaufgaben sind aber gut inszeniert und bescheren euch jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis, wenn ihr sie löst.

Nach den ersten paar Abschnitten merkt man zudem schnell, wie der Schwierigkeitsgrad ansteigt und durchaus fordernde Ausmaße annimmt. Man kann sich zwar stets dazu entscheiden, das Level möglichst schnell hinter sich zu bringen und gleich zum Tower Defense-Part überzugehen, dann fehlen einem aber wichtige Items, die beim Abschluss einer Mission verschiedene Boni geben: So zum Beispiel mehr Geld für bessere Waffen und Ausrüstungen sowie Punkte, die ihr in eure Türme investieren könnt, um dessen Schlagfertigkeit zu steigern.

Das Verbessern eurer Ausrüstung ist dabei ein besonders wichtiger Punkt, denn wie bereits erwähnt, steigt die Schwierigkeit stetig an und lässt euch auch gerne mal hinter sich zurück, wenn ihr euch nicht gebührend anpasst. Ein bisschen umständlich wirkt das Ganze, weil es keine Option gibt, das Spiel auf „Leicht“ zu spielen und es selbst auf „Normal“ eine ganz schöne Herausforderung werden kann. Die PC-Version wird wohl bald um eine solche Funktion erweitert, ob dies auch für die Nintendo Switch-Variante gilt, ist allerdings noch nicht bekannt.

Kommen wir nun zum zweiten Kernstück des Gameplays: dem Tower Defense-Element. Zum Abschluss eines jeden Levels müsst ihr eine bestimmte Sache, ein Artefakt oder mehrere Charaktere vor anbrandenden Monsterwellen beschützen. Hierfür solltet ihr die Tower, die ihr bauen könnt, clever einsetzen und kombinieren. Besonders achten müsst ihr dabei auf die Farben der Ungetüme. Greift ihr ein gelbes Monster mit einer gelben Waffe an, so macht ihr mehr Schaden, als mit einer anderen Farbe.

Aegis Defenders ist ein interessanter Mix aus Platformer und Tower Defense

Ziemlich schnell merkt ihr, dass allerdings nicht nur eure Türme effektive Waffen im Kampf gegen die Monster sind, sondern auch eure Charaktere selbst. Diese könnt ihr mit mehr oder weniger gelungenen Tastenkombinationen nämlich dazu kommandieren, stehen zu bleiben und ihre Position zu verteidigen. So findet auch noch ein kleiner „Hero Line Wars“-Aspekt seinen Weg ins Gameplay, auch, wenn man seine Figuren leider nicht mit spektakulären Fähigkeiten ausrüsten kann.

Die ersten Tower Defense-Missionen laufen dabei noch recht simpel ab. Spätestens ab der Hälfte wird es dann aber wirklich ganz schön knifflig und ihr müsst euch genau entscheiden, welche Tower ihr wo platziert. Trotzdem motiviert euch das Spiel immer dazu, neue Kombinationen auszuprobieren und beschert euch Glücksmomente, wenn diese dann wirklich funktionieren.

Beim Verteidigen wird euch stets angezeigt, aus welcher Richtung die Monsterhorden kommen.

Es gibt aber auch ein paar Schatten: In einigen Leveln müsst ihr eine sich bewegende Basis verteidigen. Das klingt zunächst erst einmal nach einem interessanten Konzept, wird aber schnell viel zu wuselig und mündet darin, dass ihr den Level öfters als gewöhnlich spielen müsst, um zu gewinnen, da ihr die jeweiligen "Spawnpunkte" und Farben der Gegner schlicht auswendig lernen müsst. Vor allem das Checkpoint-System scheint in diesen Leveln nicht zu funktionieren. Wird eure Basis zerstört, müsst ihr komplett von vorne beginnen, was ärgerlich ist, da derartige Abschnitte gerne mal 15 Minuten eurer Zeit beanspruchen.

Lobend zu erwähnen sind an dieser Stelle aber noch die Nebenmissionen, die ihr zwischen euren Hauptleveln annehmen könnt. Hier müsst ihr stets einem verirrten Wanderer (Achtung Cameo-Alarm!) aus der Patsche helfen und bekommt dafür ein besonderes Item spendiert. Diese Abschnitte sind sehr interessant, da sie das Gameplay des Spiels auf den Kopf stellen und abwechslungsreiche Zwischenspiele bieten.

Die Handlung und Ästhetik des Spiels lassen einen geneigten Fan des Filmstudios Ghibli nicht selten an „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ denken. Auch hier geht es um große, maschinenartige Waffen, welche die Erde in der Vergangenheit zerstört haben. Aber auch der Stil, wie die Charaktere, besonders Bart, entworfen wurden, zeigt eindeutige Parallelen mit den Filmen von Hayao Miyazaki. Die Geschichte an sich kommt aber nicht an seine großen Vorbilder heran: Zwar weiß das Spiel mit liebenswürdigen Charakteren und einer interessanten Prämisse zu locken, alles in allem fühlt sich das Erzählte aber ein wenig träge und zu lang an.

Die Grafik ist dabei stets atemberaubend schön und unheimlich detailreich. Es lohnt sich, in den Leveln einfach mal stehen zu bleiben und sich die Hintergründe anzuschauen, die einem präsentiert werden. Somit wird auch eine sehr dichte Atmosphäre geschaffen, die den Zustand der Welt, in der sich die Charaktere befinden, gekonnt widerspiegelt. Abseits vom Grafikstil könnte man eventuell die besonders in den letzten Abschnitten leicht einbrechende Framerate bemängeln, die aber wirklich nicht schwer ins Gewicht fällt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Aegis Defenders

Meinung von Max Kluge
Aegis Defenders ist eine interessante Mischung aus Platformer und Tower Defense-Spiel, welches besonders durch seine wunderschöne Optik punkten kann. Das Gameplay ist ebenfalls durchaus interessant und macht in den meisten Abschnitten viel Spaß, kann aber durch eine etwas hakelige Steuerung und seltsame Leveldesign-Entscheidungen manchmal auch ein wenig frustrierend sein. Mit einem Umfang von rund zehn Stunden für die Haupthandlung und der Möglichkeit sämtliche Missionen noch einmal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad durchzuspielen, wird einem hier allerdings ordentlich etwas für sein Geld geboten.
Mein persönliches Highlight: Jedes Mal, wenn eine neue Tower-Kombination die Monster vom Spielfeld fegte.

Kommentare 4

  • sCryeR Turmbaron - 27.02.2018 - 12:35

    Die Seite braucht echt mal ne Angabe für Dinge wie den Preis.
  • johnchrono Deine Mudder - 27.02.2018 - 12:47

    @sCryeR Den müsste man dann aber regelmäßig anpassen, sobald sich der offizielle Preis ändert. Diesen Aufwand würde ich auch scheuen. Von daher (und weil jeder mal schnell den eShop googeln kann) ist es so, wie es ist, gut. :)
  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 27.02.2018 - 12:53

    Klingt vom Konzept her sehr interessant und sieht auch gut aus.

    Preise kann man ja auch nur immer sehr aktuell angeben. Da hat @johnchrono schon Recht, der Preis kann in ein paar Wochen schon wieder ein ganz Anderer sein und wenn man sich dann informiert, findet man eventuell Falschinfos vor.
  • Gast - 28.02.2018 - 14:08

    Man könnte auch einfach den Preis angeben, der zum Testzeitpunkt / zur Veröffentlichung aufgerufen wurde, um dem Kaufinteressierten eine grobe Vorstellung von dem zu bezahlenden Betrag zu geben; Nachbessern unnötig.
    Mir ist das Spiel eindeutig zu pixelig.