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Test zu Aqua Kitty UDX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Aqua Kitty UDX
  • USA USA: Aqua Kitty UDX
  • Japan Japan: Aqua Kitty UDX
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.02.2018
Vertrieb
Tikipod
Entwickler
Tikipod
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Wasserkatzen auf der Suche nach Milch!

Von Dennis Gröschke () Die Katzenbesitzer unter euch wissen das: Katzen schlafen sehr viel, sie trinken Milch, jagen Mäuse und haben neun Leben. Ich bin selbst Katzenbesitzer und weiß, dass sich da auch viele Klischees im Umgang mit Katzen einschleichen. So ist Milch für ausgewachsene Katzen ungesund, Mäuse werden zwar gejagt, manchmal aber auch nur zum Spielen verwendet und das mit den neun Leben ist auch nur eine Redewendung, die auf so manche gefährliche Situation zurückgeht, die eine Katze durchlebt. Überhaupt ist das mit dem „Besitzen“ von Katzen so eine Sache. Katzen machen in der Regel ihr „eigenes Ding“, sie entscheiden, ob du als „Dosenöffner“ taugst und ob sie bei euch bleiben, oder sich lieber ein neues Zuhause suchen.

Zu Beginn ist die Gegnerschar noch überschaubar und eure Katzen werden gut durch euch beschützt.

Ein ähnliches Problem, nur ohne Dosenöffner, haben auch die Katzen in Aqua Kitty UDX, geht doch der Milchvorrat auf der Erde zuneige. Aus diesem Grund überwinden die Katzen ihre Scheu vor Wasser und beginnen damit Milch vom Boden der Meere zu extrahieren und an die Wasseroberfläche zu pumpen. Das gefällt den Meeresbewohnern selbstverständlich gar nicht, weswegen sie versuchen euch daran zu hindern, die Milch von Mutter Erde zu bergen.

Aqua Kitty UDX setzt euch nun in ein Unterseeboot mit Bewaffnung und lässt euch die Störenfriede im Meer beseitigen. Ihr seht euch aus einer seitlichen Perspektive und könnt in beide Richtungen und nach oben und unten navigieren. Das Unterseeboot ist erstaunlich schnell und wendig, was für die späteren Levels auch unabdingbar ist. Auf dem Bildschirm seht ihr im unteren Bereich den Meeresboden und im oberen Bildschirmbereich die Wasseroberfläche mit Schiff darauf. Innerhalb dieses Bereiches könnt ihr euch frei bewegen. Zu Beginn seid ihr nur die Patrouille für eine Förderstation, im Verlauf des Spieles habt ihr in den Levels aber dann auch mehrere Förderstationen zu beobachten und zu verteidigen. Doch was genau ist damit gemeint?

An der Förderstation ist eine Katze stationiert, die dort in einem kleinen Areal von links nach rechts läuft. Eure Aufgabe ist es nun diese Katze zu beschützen, indem ihr alle Feinde abschießt, die sich euch in den Weg stellen. Dabei scrollt der Bildschirm in beide Richtungen, je nachdem wohin ihr fahrt. Ihr könnt euch aber dabei nicht verfahren, falls ihr auf der einen Seite ans Ende gelangt, kommt ihr auf der anderen Seite wieder heraus. Eine Karte zeigt euch zusätzlich noch, wo ihr euch aufhaltet und wo sich die Förderstationen befinden. So habt ihr diese mit der Karte immer im Blick, auch wenn sie nur eine sehr grobe Hilfe sein kann und im TV-Modus schon sehr klein ist.

Zwischen den Missionen erhaltet ihr in "lieblichen" Standbildern neue Informationen zu euren Missionen.

Im Verlauf der Kampagne ergibt sich eine große Varianz an gegnerischen Widersachern, die euch das Leben unter Wasser erschweren wollen. Dabei sind diese allesamt mechanischer Natur, also keine echten Tiere. Es handelt sich um Raubfische, andere U-Boote, Krabben, raumschiffähnliche Bossgegner und nicht zuletzt Quallen. Auf diese Quallen müsst ihr besonders Acht geben. Sie sind es, die sich eure Katzen von den Förderstationen am Taucherhelm schnappen und nach oben zur Wasseroberfläche ziehen. Haben sie die Wasseroberfläche erreicht, habt ihr keine Chance mehr sie abzuschießen, da eure Waffen nur unter der Wasseroberfläche funktionieren und ihr nicht aus dem Wasser herausschießen könnt. Dann ist das Level zwar noch nicht vorbei, ihr könnt aber nicht mehr das beste (Gold-) Ranking für diese Mission erhalten. Generell ist das kein Problem, da ihr die Missionen so oft wiederholen könnt, wie ihr wollt, aber dennoch ärgerlich.

Nun ist es so, dass es auch mal vorkommen kann, dass ihr mehr als eine Förderstation im Blick behalten müsst. Diese sind aber nicht immer auf eurem aktuellen Bildschirm sichtbar (auf der Karte schon) da ihr euch ja auch durch die Fluten hin und her bewegt. Jedoch gibt es auch durchaus Katzen (der Autor dieser Zeilen „besitzt“ zwei dieser Exemplare) die sich auch lautstark bemerkbar machen. So ist es auch bei den Unterwasserkatzen. Sie geben einen bestimmten Laut von sich, wenn sie von einer Qualle aufgenommen werden und an die Oberfläche gezogen werden sollen. Dann solltet ihr schnell dorthin tauchen und die entsprechende Qualle abschießen, damit sie die Katze wieder fallen lässt. Selbstverständlich versuchen alle anderen Gegner in dieser Gegend euch daran zu hindern. Eine gute Gelegenheit also ein paar Zusatzwaffen auszupacken. So könnt ihr für kurze Zeit einen stärkeren Schuss mit dazuschalten und damit mehr Gegner auf einmal vernichten. Ebenso lassen einige Widersacher auch Power-Ups liegen, derer ihr euch bemächtigen könnt und damit eure Lebensenergie auffrischen oder eine Bombe zum Explodieren bringen, die alles in einem bestimmten Umkreis vernichtet. Von dieser Explosion ausgenommen sind natürlich die Förderstationen, Katzen und euer eigenes Unterseeboot.

Im Dreadnought-Modus müsst ihr in die Stationen der Gegner vordringen, um den Kern zu zerstören.

Aqua Kitty UDX macht auf Anhieb Spaß. Das Gameplay ist so simpel wie fordernd, beschützt die Katzen und vernichtet alles was sich euch in den Weg stellt. Im sogenannten „Classic Mode“ findet ihr in auf einer Weltkarte mehrere kurze Kampagnen mit jeweils einer Anzahl an Missionen. Diese Missionen sind einzeln spielbar und lassen sich so oft wiederholen, bis ihr sie erfolgreich absolviert habt. Um von einer Mini-Kampagne zur nächsten zu gelangen, müsst ihr diese mit einem Bossgegner abschließen. Dabei bleibt es euch offen in welcher Reihenfolge ihr die Missionen abschließt, zumindest innerhalb einer Mini-Kampagne. Im Menü könnt ihr auch jederzeit den Schwierigkeitsgrad anpassen, solltet ihr permanent an einer Mission scheitern. Dieser Classic-Mode eignet sich auch hervorragend um in das Spiel rein zu finden. Jede Mission stellt euch ein wenig mehr Herausforderung entgegen und ergänzt euer Portfolio an Power-Ups in den entsprechenden Situationen. Dennoch sei euch hiermit klar gesagt, bereits in der zweiten Mini-Kampagne geht es ordentlich zur Sache und der Bildschirm ist nur so mit Gegnern vollgestopft. Ich muss aber auch ganz klar festhalten, das Spiel wird nie unfair und in der Regel sind auch die haarsträubenden Situationen noch gut zu handhaben. Dies liegt auch ganz klar an der einfachen aber gut ansprechenden Steuerung des Unterseebootes.

Der zweite Modus nennt sich „Arcade-Mode“ und serviert euch dieselben Missionen wie im Classic-Mode, jedoch mit einem kleinen Unterschied. Während ihr im Classic-Mode die einzelnen Missionen so oft spielen könnt wie ihr wollt, habt ihr im Arcade-Mode nur ein Leben und müsst sehen, wie weit ihr innerhalb der Kampagne kommt. Allerdings bietet der Arcade-Mode noch einen weiteren Gegner, der einen grünen Kristall hinterlässt. Sammelt ihr wenige von diesen Kristallen auf, erhaltet ihr die Möglichkeit euer Boot zu verbessern. Dies geschieht dann in der Mission auf Knopfdruck und erleichtert euch somit das Voranschreiten. Ihr könnt diese Verbesserung auch mit in die nächste Mission nehmen. Erst wenn ihr euer Leben verloren habt, verliert ihr auch die Verbesserungen und beginnt wieder ganz von vorn. Sowohl beim Classic- als auch beim Arcade-Mode könnt ihr jederzeit euren Highscore im „Online-Leaderboard“ einsehen und euch mit der weltweiten Community vergleichen.

Hier seht ihr in der Mitte den Missionsbaum (im Bild vom Dreadnought-Modus) und weitere Anzeigen und Tipps des Spieles eingeblendet.

Mit Aqua Kitty UDX kommt die ultimative Fassung des Spiels in den Nintendo eShop der Nintendo Switch. Diese Fassung bietet auch erstmals einen dritten Modus, der sich „Dreadnought-Mode“ nennt. Dieser unterscheidet sich ein wenig von den anderen beiden Modi. So müsst ihr hier keine Katzen beschützen, sondern stürzt euch in knapp einem Dutzend Missionen in die Tiefen des Meeres und erkundet Stationen der Gegner. Hierbei geht es in klassischer „Star Wars“-Manier darum, den Kern der Station zu zerstören, unterwegs die eine oder andere Katze zu befreien, die hier gefangen gehalten wird und alles in die Luft – oder sollten wir lieber Luftblase sagen – zu sprengen, was sich auf euch zubewegt. Dies ist dann wirklich „Pixel-Galore“ auf dem Bildschirm, schmeißt euch das Spiel doch durchaus auch mal 30 und mehr Gegner auf einmal entgegen.

Die einzelnen Missionen sind selten länger als 5 Minuten, in der Regel sogar kürzer. Aqua Kitty UDX eignet sich dabei also auch für ein kurzes Spiel zwischendurch, wenn ihr auf den Bus wartet. Aber auch für einen gemeinsamen Abend zu zweit auf der Couch ist gesorgt, kann doch jederzeit ein zweiter Spieler mit einem zweiten Paar Joy-Con oder dem Nintendo Switch Pro Controller mit einsteigen. Für mich herausragend ist die musikalische Untermalung des Spieles, gepaart mit sowohl Anleihen von Chiptunes als auch Synthesizer. Diese Musik gefällt mir sehr gut und findet sich auch in den bekannten digitalen Musikportalen wieder, falls ihr dort mal reinhören wollt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Aqua Kitty UDX

Meinung von Dennis Gröschke
Aqua Kitty UDX ist ein Pixel-Shooter, nicht mehr und nicht weniger. Die Missionen sind kurz, die Prämisse herrlich bekloppt, aber all das ist in meinen Augen völlig egal. Das Spiel macht einfach viel Spaß, auch und gerade weil die Missionen so kurz sind. Ganz in der Tradition der alten Arcade-Klassiker geht es bei Aqua Kitty UDX vielmehr um den Highscore und wie man diesen verbessert. Die Präsentation ist wieder einmal im Pixel-Artstyle gehalten, aber das störte mich dabei überhaupt nicht. Sicher, das Spiel ist bereits auf jeder erdenklichen Plattform erschienen, kommt hier nun aber auch für unter 10 Euro in der "ultimativen" Fassung in den eShop der Nintendo Switch. Ein wenig mehr Inhalt hätte Aqua Kitty UDX sicher nicht geschadet, aber dennoch werdet ihr für ein paar Stunden gut unterhalten und könnt euch dann noch mit einem Kumpel in das "kühle Nass" stürzen. Ein ideales Spiel für zwischendurch, was das Genre nicht neu erfindet, aber sehr solide bedient und mit der bunten Grafik und dem elektronischen Soundtrack einfach ein Grinsen auf euer Gesicht zaubert.
Mein persönliches Highlight: Eine Pixel-Katze im Kapitäns-Kostüm. Und ich dachte, ich hätte schon alles gesehen...

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