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Test zu Spacecats with Lasers - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Spacecats with Lasers
  • USA USA: Spacecats with Lasers
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.02.2018
Vertrieb
Bitten Toast Games
Entwickler
Bitten Toast Games
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Jetzt auch noch ein Shooter mit Katzen

Von Dirk Apitz () Wie oft erwähne ich, dass es auf der Nintendo Switch zig Arcade-Shooter gibt und alle etwas Besonderes bieten müssen, damit sie im Nintendo eShop überhaupt bemerkt werden. Was haben wir nicht schon alles für tolle Gameplay-Ideen oder interessante Stile in diesem Genre gesehen. Nun unser heutiger Titel hat sich das scheinbar auch gedacht und nun endgültig den Vogel abgeschossen und ja, es wird definitiv etwas herausstechen.

Was für lästige Ratten! Wo ist der Kammerjäger?

In wie weit das jetzt positiv oder negativ gemeint ist, werden wir nun ein wenig erörtern. Das Spiel wirkt schon auf den ersten Blick sehr trashig, was ja nicht immer schlecht sein muss. Denn ihr spielt hier diesmal nicht ein Raumschiff oder einen gefährlichen Typen mit Knarre, sondern eine Katze im Weltraum! Ohne Helm reitet diese Katze auf einem Stern und ballert mit einem Laser auf bösartige Ratten. Katzen, Laser und bösartige Ratten, die ebenfalls mit Laserwaffen schießen? Kann es etwas Besseres geben? Nun, ihr müsst euch an dieser Stelle ohnehin damit zufrieden geben, da es keine weitere Geschichte gibt und ihr ebenfalls keine Erklärung bekommt. Wichtig ist eben nur, dass die Ratten böse sind und wir sie deswegen abballern. So einfach ist das Katzenleben eben.

Einfach ist ebenfalls die Spielmechanik. Ihr müsst eine bestimmte Anzahl an Ratten zerstören, damit ihr ein Level weiter kommt. Level ist dabei aber eigentlich das falsche Wort. Es handelt sich eher um Wellen und damit haben wir auch schon das größte Problem. Hier geht es nur um den Highscore. Ihr bewegt euch immer in einem Quadrat ohne Hindernisse, ohne eine Art Leveldesign oder ähnliches. Einfach nur Ratten abschießen und von Welle zu Welle springen. Eintönig ist dabei gar kein Ausdruck mehr. Natürlich werden dann die Gegner auch stärker. Plötzlich kommen Ratten mit einem Schild oder einem Netzwerk, die die anderen Ratten in Schutz nehmen. Witzig ist, dass es Gegner gibt, die euch mit einem Wollknäuel ans Fell wollen.

Das Ganze steuert ihr wieder über die Dual-Stick-Steuerung. Also mit dem linken Stick bewegt ihr eure Katze und mit dem rechten Stick zielt ihr, wenn auch relativ ungenau. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen dieser Art, feuert ihr diesmal aber nicht mehr automatisch. Ihr müsst dazu noch die ZR-Taste drücken. Das liegt daran, dass dieses Spiel noch einen einen besonderen Kniff hat. So habt ihr tatsächlich so etwas wie Munition. Ihr könnt also nicht unendlich lang herum ballern, ihr müsst auf einen blauen Balken oben rechts achten. Leert sich dieser, müsst ihr warten bis ihr wieder schießen könnt. Dieser Balken lässt sich auch selbst wieder aufladen, indem ihr die R-Taste drückt. Die Idee ist eher kontraproduktiv, da es mehr stört, als dass es dem Spiel die nötige Tiefe verleiht. Natürlich gibt es hin und wieder mal Items, die euch zum Beispiel für kurze Zeit unendlich Munition verschaffen oder die Feuerrate schneller werden lassen. Auch könnt ihr eure Katze nach jeder Welle upgraden, so dass die Katze von Welle zu Welle auch immer stärker wird. Sobald ihr aber verloren habt – hierfür bekommt ihr am Anfang zwei Leben – fangt ihr wieder von vorn an. Mit der ZL-Taste könnt ihr noch einen "Dash" ausführen, der ein wenig Schaden verursacht und euch aus heiklen Situationen befreien kann.

Bis auf ein Tutorial gibt es ansonsten keine weiteren Modi. Mit dem Geld was ihr erspielt, könnt ihr noch das Aussehen eurer Katze verändern. Anderes Fell? Ein neuer Hut? Oder wie wäre es mit einem Keyboard anstelle von einem Stern als Transportmittel? Viel ist es nicht, was ihr dabei freispielen könnt. Einen Multiplayer gibt es ansonsten auch nicht und eine Online-Rangliste vermisst man ebenfalls.

Auch Endgegner gibt es und dabei handelt es sich mal nicht um Ratten. Am Ende halten diese allerdings bloß mehr aus.

Lobend erwähnen sollte man, dass dieses Spiel keine Pixel-Grafik verwendet sondern richtige 3D-Modelle. Dies war es dann auch schon. In der schrägen Top-Down-Ansicht verliert man schon mal die Übersicht. Daher ist es ratsam, mit dem Steuerkreuz etwas herauszuzoomen oder eben heran. Wobei desto näher man heran zoomt, desto besser sieht man dann auch die schlechte Grafik. So trashig und billig das Spiel auch wirkt, so sieht es am Ende dann auch aus. Den Soundtrack kann man sich schon vorher auf Spotify anhören, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Allerdings sei dazu wieder gesagt, dass der Soundtrack nicht wirklich besonders ist und auch eher einfacher Techno sein soll. Wenigstens läuft das Spiel flüssig, auch unterwegs.

Mehr gibt es zu diesem Spiel eigentlich auch nicht zu sagen. Interessant ist allerdings, dass mich das Spiel an etwas völlig Anderes erinnert. Das ist ein typisches Freeware-Spiel, was es früher kostenlos auf diversen CDs der Videospielmagazine oder zum Download gab. Lustiger Ansatz, sehr einfache Grafik und kaum Spieltiefe. Einfach nur für den Highscore. Heute wird so etwas eben verkauft, auch wenn es für wenig Geld ist. Sicher unterwegs ist so ein Spiel völlig in Ordnung, aber auch da sollte es für das Smartphone bessere Alternativen geben.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

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Unser Fazit zu Spacecats with Lasers

Meinung von Dirk Apitz
Der witzige Ansatz nutzt sich bereits nach zwei Minuten ab und schon hat man sich satt gesehen. Das Spiel selbst ist dann leider auch nicht das Gelbe vom Ei und bietet über den Witz hinaus keinerlei Reize. Das größte Problem, das dieses Spiel dann auch noch hat, ist, dass es gerade in diesem Genre und auch auf der Nintendo Switch deutlich bessere Alternativen gibt. Ich lehne mich sogar ein wenig aus dem Fenster und sage, dass dieses Spiel sogar der wohl schlechteste Vertreter des Genres auf der Nintendo Switch ist. Tut mir für unsere Katzenfreunde etwas leid.

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