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Test zu Monster Energy Supercross: The Official Videogame - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Monster Energy Supercross: The Official Videogame
  • USA USA: Monster Energy Supercross: The Official Videogame
  • Japan Japan: Monster Energy Supercross: The Official Videogame
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.02.2018
Vertrieb
MileStone
Entwickler
MileStone
Genre
Rennspiel, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Energy-geladen durch die Staaten

Von Tim Czerwinski () Lizenzspiele sind immer eine Sache für sich. Oftmals wird ein bestimmtes Budget vorgegeben, mit dem die Entwickler gut haushalten müssen. Irgendwann neigt sich aber auch das Budget dem Ende entgegen und zurück bleibt ein unfertiges Spiel, das dem Ruf der jeweiligen Marken mehr schadet als hilft. Im aktuellen Fall von Monster Energy Supercross – The Official Videogame machen wir einen Ausflug in die namensgebende Motocross-Liga in Amerika.

Im Karriere-Modus kann man sich seinen eigenen Charakter erstellen.

Nun ja, das ist erst einmal leichter gesagt als getan, denn um das erste Rennen zu starten, vergehen erst einmal mehrere Minuten verschiedener Ladebildschirme. Die Zeit im jeweiligen Bildschirm verlängert sich gern mal um die Geduldsspanne des Spielers, denn oftmals muss man zweimal den angezeigten A Knopf drücken, um fortzufahren. Das erste Rennen ist übrigens direkt das Tutorial, bei dem euch rechts im Bild die Steuerung angezeigt wird. Wie bei aktuellen Rennspielen üblich, nutzt man die hinteren Schultertasten ZR und ZL zum Beschleunigen oder Bremsen. Während der eine Stick die vertikale Bewegung steuert (was hauptsächlich bei Sprüngen vonnöten ist, es sei denn ihr wollt Wheelies machen), steuert der zweite Stick das Motorrad in der Horizontalen. Im Tutorial sind auch noch einige Hilfen eingestellt, die ihr im Anschluss nach eigenem Ermessen ausstellen dürft. Ich für meinen Teil habe mich dadurch massiv behindert gefühlt, weswegen ich die Hilfen direkt ausgestellt habe, nachdem das Tutorial beendet war. Ich finde es aber nett, dass man an nicht so erfahrene Spieler gedacht hat und diesen eine Hilfestellung an die Hand gibt. Diese Hilfen auszustellen, führt zudem zu einer Erhöhung der Bonuscredits, die ihr für gewisse Aktionen im Rennen und nach dessen Beendigung erhaltet. Je besser man demnach wird, desto mehr Credits kann man verdienen.

Es gibt einen Karrieremodus, in dem ihr euren eigenen Fahrer erstellt und versucht, die Ligen zu gewinnen. Dabei gibt es drei Ligen, die ihr meistern müsst. Das sind die 250SX East und 250SX West, deren Abschluss Voraussetzung ist, um an der Liga 450SX teilzunehmen. Je nach Positionierung im Rennen und der Vorgabe der Sponsoren, die man vor jedem Rennen tauschen kann, fällt dann das Siegergeld, die Credits, aus. Von diesen Credits kann man sich neue Motorräder kaufen, bei denen der spielerische Unterschied aber kaum spürbar ist. Dies liegt auch daran, dass man bei Bedarf vor jedem Rennen das Motorrad nach eigenen Wünschen anpassen darf. Hat man seine Wunschkonfiguration gefunden, kann man sich diese speichern und immer auf seine Einstellungen zurückgreifen.

Für Freunde langer Rennen kann die Dauer pro Rennen auf bis zu 40 Minuten erhöht werden!

Die Rennen dauern etwa vier bis fünf Minuten, in denen man auch vier bis fünf Runden schafft. Zunächst wird eine gewisse Zeit heruntergefahren, wonach das Ziel anschließend zweimal durchfahren werden muss. Dies gilt allerdings nur für den einfachen Modus. Für die richtigen Supercrosser besteht die Möglichkeit, ein Qualifying und ein verlängertes Rennen zu fahren, sodass man pro Rennen auf eine Spielzeit von über 40 Minuten kommen kann. In jeder 250SX-Liga sind neun Rennen zu absolvieren, während in der 450SX-Liga alle 18 Rennen auf euch warten, in denen ihr auch fleißig Punkte für das spielinterne Errungenschaftssystem sammelt. Je nach Fortschritt im Karrieremodus schaltet ihr bald auch schon weitere Modi frei, die andere Prämissen haben, aber prinzipiell die gleichen Arenen und Ziele bieten.

Für gute Sprünge oder Wheelies gibt es Extracredits. Die Wettereffekte passen zur restlichen Grafik.

Die Steuerung war für mich, wie bereits erwähnt, durch die Hilfen zunächst sehr befremdlich. Auch nach dem Ausstellen dieser Hilfen musste ich mich ein wenig an die Physik gewöhnen, die stellenweise nicht unbedingt nachvollziehbar reagiert. Anders als bei anderen Rennspielen wird der Start hier durch das Herabfallen der Rückhaltebügel symbolisiert. Man kann also nur mit Glück genau im richtigen Moment starten. Jedenfalls ist es mir bisher nur dreimal passiert, dass ich im richtigen Moment gestartet bin und danach NICHT aus Angst, zu früh zu sein, wieder gebremst habe. Andererseits möchte man im Pulk der Fahrer auch nicht unbedingt in der ersten Kurve mitten drin sein, dies endet nämlich häufig mit einem Sturz. Bei einem Sturz werdet ihr zu dem Punkt zurückgesetzt an dem sich euer Motorrad gerade befand. Vorausgesetzt, es ist auf der Strecke gewesen. Wenn ihr euch nämlich zu lange abseits der Strecke befindet, werdet ihr ebenfalls zurückgesetzt. Die Möglichkeit für Stunts oder auch einen Multiplayer-Modus sucht man vergebens.

Grafisch ist das Spiel eher im unteren Mittelfeld angesiedelt. Für ein Spiel, das an eine reale Sportveranstaltung erinnern will, sind die Texturen zu unsauber. Entfernte Fahrer werden als schwarzer Balken dargestellt, sodass man sich fragt, ob dort hinten nicht eher ein Flitzer überblendet werden soll. Die Stadien der Austragungsorte dürften dem einen oder anderen bekannt vorkommen, sofern derjenige American Football verfolgt. So ist ein Schauplatz zum Beispiel das US Bank Stadium in Minneapolis, das Homefield der Minnesota Vikings und der Austragungsort des 52. Super Bowls. Der Soundtrack dudelt mit rockigen Sounds im Hintergrund herum und ist dabei aber nicht unbedingt auffällig oder störend. Zum Großteil der Zeit wird dieser ohnehin von den Motorgeräuschen übertönt. Wenn auch das HUD auf den Bildern in Englisch ist, der Rest des Spiels ist in Deutsch.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Monster Energy Supercross: The Official Videogame

Meinung von Tim Czerwinski
Zusammenfassend kann man sagen, dass man mit Monster Energy Supercross – The Official Videogame eine solide Rennsimulation bekommt. Die Schwächen liegen in der grafischen Darstellung des Spiels, den viel zu langen Ladezeiten sowie der manchmal fragwürdigen Physik. Für ein Lizenzspiel üblich sind alle Fahrer, Austragungsorte, Sponsoren und Motorräder aus der 2017er Saison dabei und der Umfang sowie die mögliche Dauer der Rennen kann sich sehen lassen. Freunde des Motocross-Sports dürfen bedenkenlos zugreifen und auch für Fans von realistischen Rennsimulationen lohnt sich ein Blick. Wer bei Mario Kart aber auch im 200ccm-Modus nicht die Bremse findet, ist vermutlich falsch.

Kommentare 6

  • Skerpla 任天堂 - 01.03.2018 - 19:20

    Solche Promotionspiele enden nie gut. Ich erinenre an die Reiswerbung in Super Mario Bros. 3 (angepasste Version in Japan) oder an das Pepsi Bike. Das waren alles Trash-Spiele.

    Aber seit wann gibt es kein persönliches Highlight bei Spieletests mehr?

    EDIT: Habe grade gesehen, dass es ein Vollpreisspiel ist und dazu noch viele Features im Gegensatz zu anderen Versionen gestrichen wurden.
    Kinder, es gab mal eine Zeit in der Werbespiele kostenlos waren. Und ich habe hier noch mit einem kostenlosen oder Free2 Play Titel gerechnet, da die letzte News anscheinend vollkommen an mir vorbei gegangen ist.

    Die Switch bekommt bereits jetzt den ersten Müll und Schaufelware, wie es damals auf der Wii drei bis vier Jahre nach Release war. Bis heute hinweg kommt da ja noch Billigzeugs von Herstellern mit Briefkastenfirmen auf Hawaii und Jamaika.
  • Tim Czerwinski Halo I bims 1 Lektor - 01.03.2018 - 19:35

    @Skerpla Sofern es persönliche Highlights gab, gibt es sie immer noch. Siehe zum Beispiel den gestrigen Mulaka Test.
  • Octave Turmheld - 01.03.2018 - 20:57

    @Skerpla Das liegt daran, dass heutzutage nur No-Name Entwickler für eine stange Geld sich die Namensrechte kaufen und dann dahinter irgend ein Spiel entwickeln, welches dann nur durch den bekannten Namen auffällt. Damals haben Firmen ihre Spiele noch selbst programmieren lassen und dann als Werbung kostenlos verschenkt, aber heutzutage ist es viel einfacher der Werbepartner von irgend einem AAA-Spiel zu, sein siehe Coca Cola und Need for Speed. MC, jetzt mal als Beispiel, konnte die Entwicklung des Spieles mit der Werbung für ihre Produkte refinanzieren. Heutzutage kann es sich aber ein dummdödel Entwickler nicht leisten einfach nur von Luft und Licht zu leben, da zumal wie gesagt schon mal die Lizenz dafür ordentlich Geld kostet.
  • Voodooboom Turmritter - 01.03.2018 - 22:40

    Klingt ja eigentlich recht solide. Eine Demo wäre toll.

    Ich hatte mich schon auf dieses andere MotoCrossSpiel gefreut, aber das soll nicht sehr gut gewesen sein.

    Grafisch sehen die beiden Spiele fast identisch aus. Aber ohne Demo bin ich vorsichtig. Vielleicht sollte ich mal schauen, ob hier noch irgendwo eine Videothek existiert. Blind kaufen werde ich nicht mehr. Da ist mittlerweile zu viel schlechtes Zeug auf dem Switch Markt.
  • AnKri86 Turmritter - 02.03.2018 - 08:29

    Ich bin einfach noch immer enttäuscht, dass der Onlinemodus gestrichen wurde. Das ist schade da ich wirklich gerne Online zocke.
    Leider hat die PS4 bei mit sehr stark an Bedeutung verloren seit ich die Switch habe weshalb das für mich auch keine Alternative ist.
  • MAPtheMOP Besserwisser-Boy - 02.03.2018 - 08:56

    @AnKri86
    Wenn du ne PS4 hast, was ist so schwer daran, diese statt der Switch einzuschalten?
    Stattdessen ein viel schlechteres Spiel zum Vollpreis zu kaufen, erscheint mir dann doch eher fragwürdig.