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Test zu Subsurface Circular - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Subsurface Circular
  • USA USA: Subsurface Circular
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
01.03.2018
Vertrieb
Ant Workshop
Entwickler
Bithell Games
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ermittlung in einer U-Bahn

Von Marco Kropp () Als ich das Adventure-Spiel erhalten hatte, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Wenn man den Titel des Spieles übersetzt, ergibt dieser etwas wie „kreisförmiger Untergrund“ oder „Untergrund-Rundschreiben“ beziehungsweise etwas mit Nährboden. Doch wie würden sich diese Begriffe in diesem Spiel ausdrücken? Um es gleich vorweg zu erwähnen: Das Spiel ist ausschließlich in Englisch. Wer diese Sprache nicht beherrscht oder nur Grundkenntnisse hat, wird bei dem Spiel weniger Spaß haben. Des Öfteren gibt es Fachwörter und auch ich musste das eine oder andere Mal vermuten, was verschiedene Wörter bedeuten mögen. Andererseits kann man dank modernster Mittel schnell auch die passenden Übersetzungen nachschlagen, doch dies reißt auch immer wieder aus dem Spielfluss heraus, deswegen der Hinweis gleich zu Beginn.

Ihr habt die Wahl, welchen Roboter ihr ansprechen wollt. Natürlich werden auch der Name und die Berufung neben anderen Details wie Ziele des Kapitels und die nächste Station am Bildschirmrand abgebildet.

Ihr sitzt das gesamte Spiel über als Roboter (Tek) in einer U-Bahn und müsst euch mit anderen Teks unterhalten. Aber nicht irgendwelchen Teks, sondern ihr seid dieser Bahn als Detektiv zugeordnet worden, welche im Kreis verkehrt und in welche allerhand andere Teks, je nach Kapitel, zusteigen. Mit diesen Teks führt man Gespräche, beginnend bei einem Fertigungs-Tek, welcher euch fragt, ob ihr Ermittlungen wegen eines verschwundenen Freundes anstellen könnt. Das Ganze ist nicht vertont und besteht nur aus Text in einer 3D-Umgebung. Die Texte sind dabei charmant geschrieben und dafür, dass es „nur“ Roboter sind, äußerst gefühlsvoll. Oft habt ihr mehrere Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Ob sie groß zu dem Ende beitragen, bezweifle ich, lediglich der Gesprächsverlauf könnte etwas anders sein, basierend auf der Art, wie ihr mit eurem Gegenüber sprecht. Wenn ihr dann den Auftrag angenommen habt, ist das Erste von insgesamt sieben Kapiteln vorbei, in welchen ihr auf die verschiedensten Teks treffen werdet. Sei es ein Kindermädchen, ein anderer Detektiv, ein Rechen-Tek oder ein Sport-Tek, um einige Beispiele aufzuführen. Diese haben ihrerseits Probleme und werden diese auch im Gespräch erläutern. An einer Stelle im Gespräch habt ihr die Möglichkeit, euch mittels Fokus-Punkten nach den verschiedenen Schlüsselelementen des Falls zu erkunden. Dadurch erhaltet ihr meist Antworten aus den jeweiligen Blickwinkeln, welche insgesamt betrachtet nie ein eindeutiges Bild ergeben. Dabei habt ihr auch eine Prise Gesellschaftskritik und etwas Philosophie über den Umgang des Menschen mit dem technischen Fortschritt, nur eben aus einer anderen Perspektive.

Im Verlauf der Kapitel werdet ihr jedoch auch mit Rätseln konfrontiert, die es zu Lösen gilt. Entweder durch das Ansprechen der anderen im Zug befindlichen Teks, um die Lösung zu erhalten oder mit eigener Kombinationsgabe. Ab und an bietet das Spiel euch an, Hilfe zu leisten. Neben einer allgemeinen Hilfe gibt es bei den Rätseln auch eine Art „Helfer“, welcher euch auf den richtigen Weg führen soll. So musste ich beispielsweise einen Witz von einem Tek erlernen, diesen einem anderen erzählen, um so eine Information zu erhalten, die ich für den dritten Tek benötigte. Bei einem weiteren Tek wiederum wurden Buchstaben vertauscht und ich musste herausfinden, wie ich ihn wieder richtig verstehen kann. Manchmal steigen Teks auf eurer Fahrt während eines Kapitels der Bahn hinzu, manchmal verlassen sie diese, wenn ihr nichts mehr mit ihnen zu bereden habt. Nach Ende eines Kapitels steigen alle verbliebenen Teks an der nächsten Haltestelle aus und die für das nächste Kapitel treten ein, was der Beginn des neuen Kapitels darstellt. Zum Thema Haltestelle sei gesagt, das euch links unten immer der Name der nächsten Haltestelle eingeblendet wird und ihr Zugriff auf die Karte der Untergrund-Bahn habt. Denn ab und an stellen Teks Fragen zu diversen Stationen. In der linken oberen Ecke seht ihr dann noch zu erledigende Aufgaben, welche ihr aber nicht gezielt beachten müsst, da diese automatisch durch die Gespräche und eure Bewältigung dieser erfüllt werden.

Ein Gespräch mit einem Tek. Doch scheinbar, spricht er nicht mit uns über das, was wir wissen wollen.

Spielerisch besteht der Titel somit aus Lesen und der Auswahl von Antworten. Dabei sind diese sowohl mit den Tasten des Controllers als auch über den Touchscreen auswählbar. Lediglich die Auswahl der Roboter war bei mir über den Touchscreen etwas mühsam. Aber auch mittels des linken Analog-Sticks oder den Richtungstasten ist es ab und an etwas umständlich, den richtigen Gesprächspartner auszuwählen. Aber dies ist eher ein kleines Manko. Oft musste ich drei- oder viermal tippen, damit er den richtigen Tek ansprach. Durch die Bewegung des Controllers bewegt sich aufgrund der Bewegungssensoren auch leicht die Kamera, was nett ist, aber keinen spielerischen Mehrwert bringt. Die Musik und die Vibrationen in der U-Bahn spürt ihr auch in eurem Controller, abhängig von der Lautstärke, mit dem ihr euer Spiel spielt. Mängel habe ich grafisch und technisch nicht festgestellt. Auch die Musik sowie die Soundkulisse sind hervorragend auf das Spiel abgestimmt. Nach ein paar Stunden ist der Titel aber allerdings vorbei und ihr könnt neben der Einsicht in eine Galerie das Abenteuer von vorne beginnen oder aber auch die Kapitel einzeln auswählen.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Subsurface Circular

Meinung von Marco Kropp
Subsurface Circular ist ein Spiel, welches Gesellschaftskritik verübt. Dabei ist es weniger der Inhalt, welcher auch die Konflikte mit dem technischen Wandel und den Umgang der Menschen damit beleuchtet, sondern vielmehr die kleineren Lebensgeschichten sowie Rätseleinlagen und das für mich unerwartete Ende, was den Titel von anderen hervorhebt. Auch die Grundidee sowie die Charaktere sind nicht bereits mehrfach in anderen Spielen verbraucht worden, sondern geben dem Titel einen frischen Anstrich. Der Titel beschert euch einen unterhaltsamen Abend, auch wenn eine deutsche Lokalisierung wünschenswert gewesen wäre.
Mein persönliches Highlight: Die verschiedenen Persönlichkeiten und Probleme der Teks.

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