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Test zu Draw a Stickman: EPIC 2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Draw a Stickman: EPIC 2
  • USA USA: Draw a Stickman: EPIC 2
  • Japan Japan: Draw a Stickman: EPIC 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.02.2018
Vertrieb
Hitcents
Entwickler
Hitcents
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Mit selbstgemachte Schlüssel und Spitzhacken – Draw a Stickman: EPIC 2

Von Maik Dallherm () Ihr seid keine begabten Zeichner? Und selbst wenn, ist das in Draw a Stickman: EPIC 2 von Hitcents auch kein Ausschlusskriterium. Wie der Name schon sagt, reicht ein Strichmännchen bereits aus. Draw a Stickman: EPIC 2 ist ein 2D und 3D-gemischtes Adventure, indem die Hauptcharaktere und weitere Dinge von euch selbst kreiert werden. Das klingt doch schon einmal nach einer einfallsreichen Idee. Wie ihr euch aus dem Namen ableiten könnt, ist es bereits der zweite Teil einer Reihe. Der Vorgänger jedoch war nie auf einer Nintendo-Konsole erhältlich.

Auch mit einem Kabelsalat habt ihr es zu tun. Was? Welche Schleichwerbung?

Bevor wir zum eigentlichen Spielstart kommen, werden Liebhaber des Nintendo Switch Pro Controllers jedoch beklagen, dass der Pro Controller gar nicht vom Spiel unterstützt und daher automatisch abgemeldet wird. Darum müssen entweder die Joy-Con her oder ihr spielt direkt mit dem Touchscreen, falls ihr den TV-Modus gerade nicht benutzen solltet. Dann kann es auch endlich losgehen. Zu Beginn sehen wir eine Leinwand und da zeichnen wir unseren Helden. Er muss nicht anspruchsvoll aussehen, solange er einfach funktioniert. Natürlich könnt ihr dennoch mehr Mühe in den Designprozess stecken. Doch so einsam er verweilt, wünscht er sich sogleich einen Freund. Diesen Wunsch erfüllen wir ihm natürlich sofort. Ich nannte meine Charaktere liebevoll Mök und Hommi. Als euer Freund beschließt, mit euch auf Erkundung zu gehen, springt dieser von der Leinwand, woraufhin ein Behälter mit Tinte auf ihn fällt und ihm daher eine wortwörtlich unheilvolle Wendung widerfährt. So spurtet bei mir der bösartige Hommi zu einem Buch, betritt dieses und zerfetzt jene Seiten. Darüber hinaus bedroht er nun ein ganzes Dorf. Natürlich rennt ihr unverzüglich hinterher, um ihn aufzuhalten. In Draw a Stickman: EPIC 2 betreten wir eine bunte Welt, bestehend aus zweidimensionalen Figuren, die eine simple dreidimensionale Umgebung bewohnen.

Potatooooo!

Das Hauptspiel ist in acht Kapitel eingeteilt. Falls man sich nicht unnötig aufhält, was bei mir selten mal geschehen ist, braucht man etwa 15 Minuten pro Kapitel. Somit ist es also ein ziemlich kurzes Abenteuer und darüber hinaus ist das Spiel auch relativ leicht. Der Schauplatz ist in jedem Kapitel theoretisch das gleiche Gebiet: Das Dorf mit seinen unterschiedlichen Problemen, die ihr angehen müsst, und das umliegende Gebiet, darunter ein Berg, das Tintenschloss und wenige weitere Areale. Um euch einen Weg durch das Terrain zu bahnen, bekommt ihr Fähigkeiten, um eure Umgebung zu ergänzen, beziehungsweise zu manipulieren. Dies fängt mit dem Blatt-Stift an, mit dem ihr tote Bäume wiederbelebt und dessen Radius Tinte verdrängt sowie Tintenmonster schadet. Das Feature reicht später über das Zeichnen von weiteren Objekten, darunter Stromkabel (was noch nervenaufreibend wird, da sie sich nicht überlagern dürfen), Eier oder Eis. Der Soundtrack begleitet euer Abenteuer mit nur wenigen Melodien, die aber Kapitel für Kapitel um arrangiert wurden, um die aktuelle Situation zu unterstreichen. Qualität statt Quantität, kann man sagen.

In keinem Adventure dürfen Bosse fehlen!

Doch auch Waffen und Werkzeuge finden sich später in eurem Inventar ein. Wie schon der Spielercharakter und der Antagonist zuvor, bekommen auch die genannten Gegenstände ein eigenes Design von euch spendiert. Die Funktionen der Objekte sind relativ selbsterklärend, sobald ihr sie erhaltet. Mit "-" öffnet ihr euer Zeichenbuch. Charaktere und Gegenstände haben jeweils bis zu acht Plätze für Designs. Ihr wechselt sie, indem ihr sie einfach auswählt. Ihr könnt sie aber auch bearbeiten oder löschen. Mit bestimmten Aktionen, die ihr ausübt, könnt ihr auch weitere hochqualitative Zeichnungen geschenkt bekommen. Diese werden bei Bedarf einfach beim Zeichenbuch hinzugefügt. Die Farbauswahl ist zu Beginn allerdings begrenzt. Sucht die Farbkumpel, von denen es von Kapitel 1 bis 7 je zwei gibt, um neue Farben ins Sortiment aufzunehmen. Neben den kleinen Kerlchen gibt es noch Puzzleteile, ebenfalls 14 Stück. Findet sie alle für eine kleine Überraschung. Ihr werdet aber nicht auf Anhieb alles einsammeln können, da euch in einigen Kapiteln Stifte und Gegenstände zunächst fehlen werden. Beendet das Spiel erst einmal auf reguläre Weise und geht es dann nochmals durch.

Ein nettes Gimmick finden wir in den Dialogen mit den Dorfbewohnern. Denn diese reden nicht sonderlich oft in Worten, sondern bebildern lieber die Situation. Schließlich sagen Bilder mehr als Worte, begleitet von seltsamen Voicelines, die doch leicht auffällig rein gefaselt wurden. Während die deutsche Übersetzung in den Dialogen sauber ist, ist dies bei system-bezogenen Texten leider nicht der Fall. "Sparen Sie fertig." werdet ihr auch des Öfteren zu lesen bekommen. Hitcents ließ sich auch etwas Humor mit dem Dorf erlauben. Das fängt bereits mit Kartoffel, dem Namen des Bauers, an. Auch der Goldfisch trägt gewiss dazu bei.

Zugegeben: Etwas gruselig ist es hier ja schon.

Habt ihr das Hauptspiel abgeschlossen, könnt ich euch noch zeitweise mit dem "Stich für Strich"-DLC beschäftigen, denn dieser ist in der Nintendo Switch-Version bereits implementiert. Der DLC schließt dort an, wo die Hauptgeschichte endet. Anstatt eines Kapitelsystems haben wir hier eine Art Pseudo-Dungeoncrawler. Ihr könnt eine Karte zur Orientierung aufrufen. Ihr müsst eure Stifte wiedererlangen, damit ihr von den jeweiligen Fähigkeiten erneut Gebrauch machen könnt. Denn diese braucht ihr, um nach und nach neue Räume zu betreten. Backtracking steht also auf dem Plan. Auch Bosskämpfe werden innerhalb dieses Verlieses ausgetragen. Was erwartet euch bloß am Ende? Strich für Strich ist zwar schon etwas schwerer als das Hauptspiel, besitzt aber noch einen zusätzlichen "schweren Modus".

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Draw a Stickman: EPIC 2

Meinung von Maik Dallherm
Draw a Stickman: EPIC 2 ist ein kleines Do-It-Yourself-Abenteuer. Mit den Anweisungen für die zwei Charaktere und Gegenstände bietet das Spiel auch den weniger kreativen Spielern einen Platz, um sich künstlerisch auszutoben. Ebenso ist es ein kreativer Puzzle-Aspekt, durch das Zeichnen fehlende Objekte in der Umgebung zu ergänzen oder sie zu manipulieren. Etwas schade ist die fehlende Unterstützung für den Nintendo Switch Pro Controller oder die leicht verpatzte deutsche Übersetzung, noch mehr aber die kurze Spielzeit des Titels trotz des DLCs. Die audiovisuelle Gestaltung ist nicht sonderlich anspruchsvoll, verleiht Draw a Stickman: EPIC 2 jedoch einen niedlichen Touch.
Mein persönliches Highlight: Der blaue Drache. Habe ich den vorher nicht erwähnt?

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