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Test zu Dragon Sinker - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Dragon Sinker
  • USA USA: Dragon Sinker
  • Japan Japan: Dragon Sinker
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.02.2018
Vertrieb
KEMCO
Entwickler
KEMCO, EXE-Create
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Menschen, Feen und Zwerge kämpfen gegen einen gemeinsamen Feind

Von Niels Uphaus () Rollenspiele gehören zu den komplexesten Videospielen überhaupt. Etliche Mechaniken, eine interessante Story und eine überdurchschnittlich lange Spielzeit machen diese Titel zu etwas ganz Besonderem. Daher freue ich mich immer, für ntower Spiele dieses Genres zu testen. So geschehen mit Dragon Sinker, einem Spiel von KEMCO. Meine Meinung könnt ihr nun hier nachlesen.

Unterwegs auf der Oberwelt greifen euch natürlich viele Gegner an.

Die meisten von euch kamen wohl nie in den Genuss, die ersten Rollenspiele wie Dragon Quest auf dem NES zu spielen. Genau diese Titel sind jedoch das Vorbild von Dragon Sinker. Das Spiel könnte genau dieser goldenen Ära entsprungen sein. Als Prinz Abram stellt ihr euch zu Beginn des Abenteuers einem furchtbaren Drachen, der euch jedoch haushoch überlegen ist. Nach einem verlustreichen Rückzug geht ihr das Ganze nun anders an. Auf der Welt sind drei magische Waffen versteckt, die dazu in der Lage sein sollen, den Drachen zu töten. Doch die Menschen sind nicht die Einzigen, die sich dem grausamen Feind entgegenstellen wollen. Auch die Rassen der Feen und der Zwerge suchen die legendären Waffen, um die Welt ein für alle Mal vom Fluch zu befreien. Nach und nach stellt ihr so also euer Team aus den verschiedensten Lebewesen zusammen, um gemeinsam dem roten Drachen entgegenzutreten.

Während die Story von Dragon Sinker doch relativ simpel ist, so glänzt der Titel mit anderen Gameplay-Aspekten. Da ist beispielsweise die große Oberwelt, die viele Ortschaften und Dungeons bietet. Innerhalb der Städte und Dörfer könnt ihr neue Waffen und Ausrüstungen finden, die euch im Kampf stärker machen. Doch statt jedem Kämpfer eine eigene Ausrüstung zu beschaffen, bekommt lediglich der Gruppenleiter die Ausrüstung, die sich dann auf alle im Team auswirkt. Ihr könnt zudem auch Items erwerben, die eure KP heilen, Statusveränderungen aufheben und mehr. Sowohl Ausrüstungen als auch Items könnt ihr natürlich auch in den erwähnten Dungeons finden. Neben der Hauptstory trefft ihr auf viele NPCs, von denen einige Nebenquests für euch haben. Löst ihr diese, schließen sich viele eurem Team an. Jeder Charakter hat zudem Jobklassen, die ihr jederzeit wechseln könnt. Es empfiehlt sich jedoch, die Stufe erst auf das Maximum zu bringen, da ihr neue Techniken erlernt. Ich selbst musste nie die Klasse wechseln, sondern war mit den Standardeinstellungen stets zufrieden.

Dragon Sinker bietet eine große Oberwelt mit einer Vielzahl an Städten und Dungeons.

Kommen wir nun zum Kern des Spiels, dem Kampfsystem. Dieses ist genretypisch natürlich rundenbasiert. Nacheinander greifen eure Charaktere die Monster auf dem Bildschirm an. Neben normalen Attacken können eure Helden auch Spezialangriffe einsetzen, die entweder Schaden anrichten oder Statusveränderungen aufheben oder auslösen. Spezialattacken können auf drei verschiedene Arten ausgeführt werden. Manche von ihnen benötigen Magiepunkte, andere verbrauchen Kraftpunkte und wieder andere benötigen Items, die nach jeder erfolgreichen Attacke verbraucht werden. Dragon Sinker bietet auch eine Autokampffunktion. Im Menü könnt ihr zudem Taktiken bestimmen, die dann automatisch von euren Helden ausgeführt werden. Ihr könnt auch jederzeit zwischen euren drei Teams wechseln, sollte es für eine Gruppe knapp werden. Besonders toll: Sollten alle Kameraden besiegt werden, könnt ihr den Kampf direkt von vorne starten. Zudem lassen sich auch Drachenpunkte verwenden, um alle Charaktere wiederzubeleben. Diese DP erhaltet ihr oft nach erfolgreichen Kämpfen neben Erfahrungs- und Jobpunkten. Ihr habt zudem jederzeit die Chance, zwischen vier Schwierigkeitsgraden zu wechseln. Im einfachen Modus werden zum Beispiel alle KP wiederhergestellt, wenn ihr ein Level aufsteigt.

Dragon Sinker setzt wie seine Vorbilder auf ein rundenbasiertes Kampfsystem.

Dragon Sinker bietet neben dem Hauptspiel auch DLC. Während die meisten euch lediglich mehr Erfahrungspunkte nach einem Kampf geben, gibt es einen zusätzlichen Kauf, mit dem ihr einstellen könnt, wie oft Gegner auftauchen. Es ist schade, dass diese Option aus dem Hauptspiel entfernt wurde, da sie sowohl in der Smartphone-, als auch der Nintendo 3DS-Variante standardmäßig enthalten ist. Dazu kommt noch, dass die Nintendo Switch-Version am teuersten ist. Das dann auch noch Features entfernt werden, kann ich nicht nachvollziehen.

Anfangs habe ich erwähnt, dass sich Dragon Sinker ein Beispiel an den klassischen Rollenspielen der NES-Ära genommen hat. So erwartet euch auch im Nintendo Switch-Spiel eine simple 8-Bit-Optik mit der passenden Musik, die sehr gelungen ist. Gerade auf dem Nintendo Switch-Bildschirm sieht der Titel dank der gestochen scharfen Auflösung sehr schick aus. KEMCO hat so gesehen technisch genau das erreicht, was sie wollten. Das Spiel selbst ist jedoch nur mit englischen Bildschirmtexten verfügbar.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Dragon Sinker

Meinung von Niels Uphaus
Nach gut acht Stunden habe ich Dragon Sinker durchgespielt. Nicht besonders lang für ein japanisches Rollenspiel, jedoch bietet der Titel noch diverse Nebenquests und verschiedene Enden (die sich jedoch relativ schnell nacheinander auslösen lassen), sodass ihr sicherlich noch mal mindestens fünf Stunden dazurechnen könnt. Während der Titel auf dem Smartphone kostenlos und auf dem Nintendo 3DS günstiger ist, glänzt die Nintendo Switch-Version mit einer hohen Auflösung und Tastensteuerung. Es ist jedoch sehr ärgerlich, dass die Option, die Erscheinungsrate von Gegnern zu manipulieren, trotz des höheren Preises des Hauptspiels als DLC angeboten wird. Ansonsten können Rollenspielfans mit Dragon Sinker nicht viel falsch machen.
Mein persönliches Highlight: Das Kampfsystem ist schnell und spaßig, sodass ich so gut wie nie aus einem Kampf geflüchtet bin.

Kommentare 5

  • Splatterwolf In der Anstalt seit 1889 - 06.03.2018 - 10:04

    Ich hatte das ja doch schon irgendwo im Blick, aber dass man hier Spielinhalte entfernt und als DLC verkauft, obwohl das schon die teuerste Version ist, ist schon echt frech. Dann hole ich mir das Game erst, wenn es ordentlich im Preis gesunken ist. Ansonsten scheint man ja nicht viel damit falsch zu machen.
  • Burner Mieten Sie diese Werbefläche! - 06.03.2018 - 10:14

    Okay, das klang alles wirklich interessant, besonders da ich von dem Spiel bisher noch gar nichts gehört hatte und ne schwache Stelle für Pixelart hab.

    Aber bestehende Inhalte entfernen und extra verkaufen geht gar nicht. Egal ob Indie oder AAA. Das die Version hier auch noch die teuerste von allen ist spielt dabei nichtmals ne Rolle. Selbst wenn das soviel wie auf 3DS kosten würde wäre das ne Sauerei.
    Das Spiel hat sich damit für mich komplett ins Aus befördert. Schade.
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 06.03.2018 - 12:14

    Kinder, lasst alles stehen und liegen, es gibt was Neues von KEMCO!!!
    Nachdem 'Revenant Saga' in den Kämpfen mit krass-moderner 3D-Optik im PS2 Chick auftrumpfen konnte (hüstel hüstel...), führt uns 'Dragon Sinker' visuell wieder zurück in die Steinzeit der Japano-Rollenspiele und versucht mit seinem dummdreisten Mitte 80er-Charme auch die letzten Old School-Fanatiker von ihrem 8bit Höllenmaschinen loszueisen.
    Spielerisch wird dagegen wieder einmal nur Kemcos standardisierte Durchschnittskost geboten, die zwar kurzfristig durchaus satt machen kann und, wenn man nicht zu anspruchsvoll ist, auch einigermaßen schmeckt, auf Dauer aber aufgrund des Fehlens von Salz und jedweder Gewürze doch ziemlich schnell mächtig dröge wird.
    Ich hab's auf dem Handy knapp 2 Stunden angespielt und fühlte mich sehr mittelmäßig unterhalten...
  • LadyBlackrose Träumerin - 06.03.2018 - 12:49

    Muss sagen, als jemand der gerne Rollenspiele spielt und auch vor der charmanten Optik sich nicht ablenken lässt, habe ich mich erst gefreut aber...
    8 Stunden sind mir ein wenig zu wenig für ein Rollenspiel. Da ist für mich eine Spielzeit von ca. 15-20h Minimum, weil es einfach zu viele RPs gibt, die mehr leisten und länger festigen.
  • Aya Turmfürstin - 06.03.2018 - 18:22

    Das Spiel hatte ich auch im Auge und der Test liest sich überraschend positiv und das was vom Spiel beschrieben wird spricht mich sehr an. Wird wohl noch geholt werden müssen. :D Alleine die Story, so einfach sie sein mag, finde ich schon geil.