Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Mercenaries Saga Chronicles - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Mercenaries Saga Chronicles
  • USA USA: Mercenaries Saga Chronicles
  • Japan Japan: Mercenaries Saga Chronicles
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.02.2018
Vertrieb
Circle Entertainment
Entwickler
Rideon
Genre
Strategie, RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Schlachtgeschichten aus den Chroniken der Söldnerclans

Von Max Kluge () Mercenaries Saga Chronicles ist ein taktisches Rollenspiel aus dem Hause CIRCLE Entertainment, welches sich im Kern an den alten Teilen der Fire Emblem-Reihe oder zum Beispiel auch Final Fantasy: Tactics anlehnt. Das bedeutet für euch: eine Menge Charaktere, strategische Kämpfe und eine Handlung über Krieger, Schlachten und Helden. Im Paket ist dabei allerdings nicht nur ein Spiel enthalten, sondern sogar gleich drei. Ein großer Umfang schlägt euch also ohnehin schon einmal entgegen, aber möchte man auch so viel Zeit in den Titel investieren, um alle drei Handlungen zu komplettieren?

In den Trainingsgefechten könnt ihr euren Charakteren weitere Erfahrungspunkte für wertvolle Level-Ups zuspielen.

Zunächst einmal die grundlegenden Fakten zum Kampfsystem: Ihr wählt zu Beginn jeder Mission eine bestimmte Anzahl Charaktere aus, mit denen ihr in die Schlacht ziehen möchtet. Anschließend geht es meistens darum, alle oder bestimmte Feinde zu töten. Dabei könnt ihr pro Charakter und Zug eine Bewegung und eine Aktion ausführen oder ein Item einsetzen. Nachdem ihr dies getan habt, könnt ihr den bewegten Charakter noch in einer von vier Richtungen positionieren. Das ist wichtig, da Angriffe von hinten mehr Schaden anrichten als zum Beispiel von vorne. Auch eine erhöhte Position verschafft euch einen Vorteil, während eine niedrigere Ebene als die des Gegners mit Schadensreduktion einhergeht.

Auf dem Schlachtfeld sind dabei Schatztruhen verteilt, die ihr nur während des Kampfes öffnen könnt. Habt ihr eure Siegbedingungen erfüllt, habt ihr keine Chance mehr an die Items zu kommen. Ihr könnt auch noch weitere Gegenstände finden, dafür benötigt ihr allerdings einen bestimmten Charakter mit einem gewissen Skill. Eine ähnliche Fähigkeit bemächtigt euch wiederum, den Gegnern bestimmte Items zu klauen und euch daran zu bereichern. Ihr seht also, es gibt eine breite Auswahl an Möglichkeiten, die erst einmal kennengelernt werden möchten.

Nachdem ihr eurer Kampfgeschick bewiesen habt, könnt ihr euch in einem umfangreichen Zwischenmenü mit neuen Items ausrüsten, eure Charaktere verbessern und in freien Kämpfen das Level eurer Figuren erhöhen. Das ist ab einem gewissen Moment sogar theoretisch unabdingbar, da die Missionen nun einmal nicht leichter werden. Wer also nicht auf Grinden steht und nur die Handlung des Titels verfolgen möchte, ist bei Mercenaries Saga Chronicles nicht unbedingt am richtigen Platz.

Mercenaries Saga Chronicles weist eine überraschende Spieltiefe auf

Ab Level 10 könnt ihr euren Figuren in einem recht umfangreichen Klassenbaum eine neue Profession geben. Ein Klassenwechsel ermöglicht es euch schließlich, neue Fähigkeiten zu erhalten, aber auch passive Boni freizuschalten. Hier kann man sich wirklich austoben und die beste Kombination für seine Kampftruppe finden. Dass dieses System für jeden einzelnen Charakter gilt, multipliziert die Möglichkeiten noch – allerdings auch die Zeit, die ihr in den verschiedenen Menüs verbringt. So kann die Kampfvorbereitung locker mal genauso lang dauern wie das Scharmützel an sich.

Die Menüführung ist zudem ein wenig unübersichtlich. So kann man zum Beispiel frisch gekaufte Waffen nicht direkt an die jeweilige Person anlegen, sondern muss das Menü wechseln. Ihr habt hier also zwei Möglichkeiten: Entweder ihr lernt euren kompletten Einkauf und die dazugehörigen Charaktere auswendig, oder springt immer wieder zwischen den beiden Menüs hin und her. Das hätte definitiv auch galanter gelöst werden können.

Haben eure Charaktere ein gewisses Level erreicht, könnt ihr ihnen eine neue Klasse verpassen.

Das Spiel steht sich in seinem Gameplay häufig ein bisschen selber im Weg. Vor allem liegt das am Spielfluss, welcher recht langsam gestaltet ist. Ihr müsst gefühlt für jede Belanglosigkeit eine Bestätigung tätigen und eure Figuren bewegen sich pro Zug scheinbar nur wenige Millimeter vom Fleck. Besonders wenn ihr besagte Truhen öffnen möchtet, kann es daher schon einmal dazu kommen, dass ihr eine Figur dazu abordnen müsst, die in den nächsten Zügen nichts anderes macht, als sich auf den Weg zur Schatzkiste zu begeben. Das ist, besonders wenn man Alles ergattern möchte, wirklich ein Geduldsakt.

Auch in Hinsicht Handlung kann der Titel nicht wirklich groß punkten. Die Geschichten sind absoluter JRPG-Standard und die Figuren hat man recht schnell wieder vergessen. Solange man aber ein Fan von Rollenspielen der alten Schule ist, sich nicht davor scheut, längere Dialoge zu lesen und auch eine nicht allzu genau ausgelotete Spielwelt verzeihen kann, ist es nicht unwahrscheinlich, dass euch die Abenteuer der Söldner trotzdem bei Laune halten.

Gleiches gilt fürs Spielprinzip: Hier bietet man absolute Standardkost. Diese kommt allerdings mit einer sehr ansprechenden Tiefe daher und lädt zum Ausprobieren ein. Die zahlreichen Skills, die breite Palette an Statusgegenständen und die Effekte der verschiedenen Positionen im Kampf geben den Spielen von Mercenaries Saga Chronicles schließlich das Potenzial, den Spielern an sich zu binden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Mercenaries Saga Chronicles

Meinung von Max Kluge
Mercenaries Saga Chronicles ist ein äußerst klassisches Taktik-JRPG, welches heutzutage ein wenig angestaubt daherkommt. Die Menüführung ist hakelig, die Handlungen sind nicht wirklich spannend und das Gameplay fühlt sich ziemlich langsam an. Dennoch weiß das Spiel aufgrund seines doch recht tiefgründigen Kampfsystems zu überzeugen. Besonders Fans der Genre-Klassiker dürfen einen Blick riskieren.
Mein persönliches Highlight: Das altmodische, aber trotzdem leicht süchtig machende, Gameplay

Kommentare 2

  • Dunkare Hardcore Noob - 04.03.2018 - 12:08

    Ein Spiel, das in allen Punkten Mittelmaß, Durchschnittskost oder schlechteres zu bieten hat, ist also bei ntower ein "Spaßgarant"? :dk:

    Mich persönlich hat bei der Demo auf dem 3DS damals vor allem die Präsentation abgeschreckt, auf die der Test leider überhaupt nicht eingeht. Die Animationen sind nämlich allesamt äußerst sparsam gestaltet, die Effekte und die Umgebungen wirken lieb- und farblos. Zusammen mit den Gameplay Schwächen, den generischen Charakteren und der belanglosen Handlung ist MS damit sogar dem ersten FFT auf PS1 in wirklich allen Belangen massiv unterlegen. Maximal hätte ich 5/10 gegeben. Aber da MS hier mit meinen, sich nach einem neuen FFT sehnenden Gefühlen spielt, ziehe ich für meine Nutzerwertung noch einen Punkt ab! :troll:
  • Fire Feuerkämpfer aus Orsterra - 04.03.2018 - 21:56

    Ich finds klasse. Für 13 Euro ist die dreiteilige Saga vollkommen in Ordnung. Ich hätte mir noch gewünscht Kämpfe zu beschleunigen. Aber definitiv ein toller Titel, vorallem da es lange keinen neuen FF Tactics Teil gab.