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Test zu Bridge Constructor Portal - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Bridge Constructor Portal
  • USA USA: Bridge Constructor Portal
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.02.2018
Vertrieb
Headup Games
Entwickler
Headup Games, ClockStone Studio
Genre
Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Brückenbau mit GLaDOS

Von Marco Kropp () Ich vermute, dass kaum jemand von euch in seiner Kindheit den Traum hatte, Architekt für Brücken zu werden. Umso interessanter ist es, diesen Beruf und viele andere Berufe in Spielen ausleben zu können, auch wenn Bridge Constructor Portal kein Berufssimulator ist. Denn wie in den anderen Bridge Constructor-Spielen vom österreichischen Entwickler ClockStone müsst ihr Brücken bauen und diese von Fahrzeugen passieren lassen, ohne das die Brücke einstürzt. Doch ist in Bridge Constructor Portal zusätzlich GLaDOS aus den beliebten Portal-Spielen mit von der Partie. Auch wenn sie euch nicht direkt beeinflusst, so ist GLaDOS oftmals mit einigen witzigen Sprüchen mit dabei, um euch zu (de)-motivieren oder zu informieren. Aber fangen wir von vorne an:

Als einer von vielen Bewerbern für einen Job beim Aperture Sciene Enrichment Center müsst ihr zuerst einige Fragen beantworten, bevor ihr den Posten eines noch auszubildenden Aufsehers erhaltet und euch an eine Reihe von Tests wagen könnt. Allerdings weist euch GLaDOS zu Beginn des ersten Levels darauf hin, dass schwere Unfälle passieren können. Die ersten Level erklären euch dabei allerhand zum Brückenbau und der Steuerung. GLaDOS Aussagen versprühen sehr viel Witz, auch wenn sie euch manchmal in euren Leistungen herabwürdigen. Danach könnt ihr anfangen, eure Brücken zu bauen.

Ein Beispiel für eines der 60 Level. Hier seht ihr den Bau-Modus mit allen erforderlichen Schaltflächen und den Befestigungspunkten sowie den Portalen.

Dies macht ihr wie folgt: Manövriert euren Cursor mittels des linken Analog-Sticks und wählt einen der (orangenen) Befestigungspunkte durch Klicken von A oder durch Antippen der Stelle auf dem Touchscreen aus und dann bewegt ihr den linken Analog-Stick oder euren Finger in die Richtung, wie das Baustück (die Gerüstplanke oder das Kabel) positioniert werden soll und drückt wieder A oder nehmt euren Finger vom Touchscreen, um das Bauteil zu platzieren. Durch das Drücken von B (egal, ob auf einen der vielen Fixierpunkte oder auf das Bauteil selbst) oder über doppeltes Antippen des Bauteils auf dem Touchscreen der Nintendo Switch im Handheld-Modus wird dieses Bauteil gelöscht. Aber durch R oder das Antippen des entsprechenden Symbols am linken unteren Bildschirmrand, könnt ihr das zuletzt platzierte Element löschen. Um die Gerüstplanke in eine Fahrbahn umzuwandeln, drückt ihr auf dieser einfach A oder tippt mit dem Finger drauf. Dies gilt auch für das Umgekehrte. Sollten genug andere Befestigungspunkte in Reichweite sein, könnt ihr durch das Drücken des rechten Analog-Sticks automatisch die Bauteile setzen, was manchmal ein heikles Durcheinander verursacht. Die Auswahl, ob ihr mittels Kabel oder Gerüstplanke bauen wollt, könnt ihr am linken Bildschirmrand oder mit den Richtungsknöpfen (aufwärts und abwärts) auswählen. Mit dem Gedrückt-halten von X oder durch längeres Antippen der gelben Verbindungspunkte zwischen den Bauteilen könnt ihr diese verschieben, allerdings werden dann die Bauteile gelöscht, die rot angezeigt werden, da die Länge überschritten wurde. Also habt ihr nicht viel Spielraum, wenn ihr bereits alles verbunden habt.

Im Gegensatz zu den Gerüstplanken und Fahrbahnen können Kabel über längere Strecken die Fahrbahnen sowie Gerüstplanken halten, allerdings kann die Brücke wanken und bei zu großer Belastung können die Kabel reißen. Man sollte die durch Kabeln gehaltenen Brücken also nicht zu schwer bauen. Außerdem sorgen Hindernisse wie tödliche Laser, Geschütztürme, nur-Fahrzeuge-durchlassende Laser, und eine tödliche Flüssigkeit (Säure) dafür, dass euer Brückenbau kein Zuckerschlecken ist. Hinzu kommen noch Knöpfe zum Öffnen von Toren und diversen Portalen, die euer Auto an einer anderen Stelle des Levels herausbringen. Diese Portale sind oft Schlüssel zur Bewältigung der Strecke, manchmal aber auch ziemlich verwirrend, aber durch die gleiche Farbe wissen wir, wo unsere Fahrzeuge als nächstes herauskommen werden. Auch Sprungbretter, die die Fahrzeuge oder Würfel weit schleudern, sind mit von der Partie. Das Beschleunigungsgel gibt euren Fahrzeugen zum Teil enormen Schwung und das Platzieren von Landebahnen wird zum Teil eine Herausforderung für sich, da unter der Last des aufprallenden Fahrzeuges die Konstruktion ebenfalls brechen könnte. Es gibt auch ein Sprunggel, wo Objekte ähnlich wie beim Sprungbrett beim Aufprall abspringen, allerdings ist hier die Wirkung und Fläche anders. Und Energiekapseln müssen auch in manchen Leveln richtig gelenkt und dank Fahrbahnen abgeprallt werden, um Laser abzuschalten oder Türen zu öffnen. Würfel müssen ebenfalls so gelenkt werden, dass sie Schalter erreichen oder Geschütztürme ausschalten.

Ohje, die Bauteile sind einer hohen Belastung ausgesetzt, wie rot dargestellt wird. Je roter ein Bauteil ist, desto mehr wird dieses belastet.

Wenn ihr denkt, genug positioniert zu haben, könnt ihr mittels des linken Richtungsknopfes oder der entsprechenden Schaltfläche die Strecke befahren lassen. Oder ihr drückt vorher Y oder die entsprechende Schaltfläche, um die Strecke hinsichtlich der Belastung ohne Fahrzeuge zu testen. Wenn Bauteile stark belastet werden, färben sie sich rot und wenn die Belastung zu stark ist, zerbricht das Bauteil und dadurch könnte eure gesamte Brücke ebenfalls einstürzen. Sollte eure erste Fahrt gelungen sein, könnt ihr einen ganzen Konvoi – die Zahl der Fahrzeuge ist abhängig vom Level – losschicken, was zu einer höheren Belastung des Bauwerks und eventuell einer Bearbeitung eurer Lösung führen kann, damit auch der Konvoi komplett im Ziel ankommt. Ach ja, in einem speziellen Menü gibt es Erfolgsmethoden zum richtigen Brückenbau, welche für den ungeübten Brückenbauer recht nützlich sind. Das für Bauteile ausgegebene Geld spielt ebenfalls keine Rolle und es ist lediglich für den Abschluss von Bedeutung, ob ihr die Strecke nur mit der normalen Fahrzeuganzahl bestanden habt oder ein Konvoi das Level erfolgreich befahren konnte. Insgesamt habt ihr dadurch mehr Anreize zum Brückenbau, auch wegen der ganzen oben erwähnten Objekte und Herausforderungen. Alles in allem bietet der Titel 60 Level. Nach einigen Leveln erhaltet ihr ein paar Belohnungen für euren Arbeitsplatz, wie ein Kabel für den Monitor oder eine Kamera.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass zum Zeitpunkt des Tests (Version 1.0) leider ein schwerer Fehler vorhanden ist. Denn irgendwann kann es vorkommen, dass beim erfolgreichen Beenden eines Levels und dem Übergang zum Ladebildschirm das Spiel aufgrund eines Fehlers beendet wird. Leider wird der Fortschritt des Levels dadurch nicht gespeichert und ein Vorankommen ist für mich dadurch nicht möglich gewesen, da es bei mir immer wieder bei diesem Level abstürzte. Die Entwickler wissen aber bereits von diesem Problem und arbeiten an einer Behebung, allerdings scheint der Fehler von Spieler zu Spieler zu variieren. Bei mir ist das Problem bei Level 44 aufgetaucht, aber ich konnte Level 45 dann doch nach mehrmaligem Probieren erreichen. Doch dort musste ich feststellen, dass der Fehler erneut auftritt und bislang konnte ich nicht über Level 45 hinaus spielen.

GLaDOS hat oft einen Spruch zu Anfang eines Levels parat. Allerdings ist es fraglich, ob sie uns motivieren möchte.

Technisch läuft das Spiel recht ordentlich, allerdings schwankt die Bildfrequenz beim Befahren der Strecke, abhängig von der Effekt- und Berechnungsvielfalt. In Level 43 war dies am deutlichsten zu spüren, da das Level viele Portale besitzt und dank des Konvois die Bildfrequenz stark reduziert wird. Durch Hereinzoomen in das Level wurde es etwas besser, allerdings hat man auch dort die niedrige Bildfrequenz gesehen. Grafisch ist das Spiel ansonsten durchgängig konsistent und bietet eigentlich keinen Grund zum Meckern. An der Musik habe ich ebenso nichts auszusetzen. Diese ummauert euer Bauen mit beruhigenden Klängen. Lediglich ist die Steuerung sowohl mit den Knöpfen als auch mit dem Touchscreen gewöhnungsbedürftig und manchmal unpräzise, abhängig davon, wie weit ihr in das Level hineingezoomt habt. Denn für ein präzises Arbeiten solltet ihr auch möglichst nah heranzoomen. Die Steuerung per Touchscreen fühlt sich manchmal ungenauer an, aber das Spiel kann auch damit gespielt werden, jedoch bevorzuge ich die Steuerung mit Joy-Con, auch wenn sie nicht so präzise wie ein Touch oder ein Mausklick ist. Und wenn ich auch noch etwas zu erwähnen habe, dann ist es leider das Fehlen eines schnellen Vorspulens im Test. Denn so sehr ich die Fahrzeuge und dessen fachkundigen Fahrern bei ihrem gekonnten Einsatz unter Ausnutzung der Physik bewundere, so sind gerade Ausbesserungen der Strecke zum Ende des Levels hin ermüdend, wenn man Bauteile um ein paar Millimeter bewegt und dann wieder erneut eine gefühlte Ewigkeit warten muss, bis die Fahrzeuge an der Stelle angelangt sind.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Bridge Constructor Portal

Meinung von Marco Kropp
Bridge Constructor Portal ist ein spaßiges Spiel und bietet dank des Portal-Ambientes eine Reihe an witzigen Bemerkungen. Der Brückenbau an sich kann dank der vielen unterschiedlichen Elemente in den einzelnen Levels eine Menge Spaß machen, sofern der Bau zügig voran geht. Wenn ihr aber wegen des Konvois millimetergenaue Arbeiten verrichtet, damit die Brücke nicht einstürzt, kann es etwas nervig werden. Auch durch die manchmal vorkommenden Einbrüche in der Bildfrequenz und der manchmal zähen Steuerung wird das Bild getrübt. Der im Test erwähnte Fehler ist ein Dämpfer, allerdings hoffe ich, dass die Entwickler bald eine Lösung dafür finden. Denn ich möchte unbedingt die restlichen 15 Level spielen und das Spiel beenden, denn Spaß hatte ich allemal.
Mein persönliches Highlight: Die tollen Stunt-Einlagen, die von den Fahrzeugen durchgeführt werden.

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