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Test zu Kirby: Power Paintbrush - Wii U, Nintendo DS

  • Deutschland Deutschland: Kirby: Power Paintbrush
  • USA USA: Kirby: Canvas Curse
  • Japan Japan: Touch! Kirby
Plattform
Nintendo DS
Erscheinungsdatum
25.11.2005
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
HAL Laboratory
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Kirby da Vinci

Von Dennis Gröschke () Mit der Einführung des Nintendo DS erfolgte die Ablösung der Game Boy-Produktlinie im Jahr 2005 in Europa. Nintendo war mit der Präsentation eines Gerätes mit zwei Bildschirmen wieder einmal einer der Vorreiter im Bereich von Innovationen im Videospielbereich. Das Wagnis sollte sich auszahlen, konnte sich doch die Produktlinie mit den zwei Bildschirmen bis in die Gegenwart halten und stellt auch heute noch einen wichtigen Teil der Hard- und Software-Verkäufe im Portfolio von Nintendo dar. Sicherlich nicht mehr in Form des ursprünglichen Nintendo DS aber doch mit der konsequenten Weiterführung in Form der Nintendo 3DS-Profuktfamilie. So ist es nicht verwunderlich, dass innerhalb des ersten Jahres nach Einführung des Handhelds mit dem Touchscreen mehrere Spiele von Nintendo veröffentlicht wurden, die sich der Spielmechanik annahmen und geschickt die Eingabemethode mittels Touchscreen und/oder Stylus ausnutzten. Einen dieser Titel wollen wir uns heute ein wenig näher ansehen, im Rahmen unserer Kirby Themenwoche zum Release von Kirby Star Allies, schnappen wir uns den Stylus und malen für Kirby den Weg frei.

Rollt Kirby die Linien entlang, katapultieren sie ihn danach noch ein wenig durch die Luft.

Im DS-Spiel Power-Malpinsel sieht sich Kirby mit der Hexe Malia konfrontiert. Diese Hexe nimmt sich das Recht heraus, das Traumland kreativ umzugestalten und einfach so in eine große Gemäldewelt zu verwandeln. Dazu verwendet sie ihre Waffe: den Power-Malpinsel. Kirby wird dabei ebenfalls verwandelt und fristet als Ball sein Dasein. Womit die Hexe nicht gerechnet hatte: Sie verliert den Malpinsel, der dann von Kirby und dem Spieler gefunden wird. Inzwischen haben sich die Schergen der Hexe in den Bonbon-Welten eingenistet und warten nur darauf, es mit dem pinken Knödel aufzunehmen. Kirby kann also seine üblichen Kräfte nicht nutzen, sondern ist nun auf den titelgebenden Power-Malpinsel angewiesen, welcher sich als hilfreicher darstellt, als es zunächst den Anschein hat.

Ihr verwendet nun den Power-Malpinsel, um Kirby sicher durch die vielen Welten zu bugsieren. Da Kirby nun völlig rund ist, wurden seine körperlichen Möglichkeiten stark eingeschränkt. So rollt er nun durch die Gegend und kann Gegner zunächst nur durch rammen besiegen. Stupst ihr Kirby an, so vollführt er einen kurzen Sprint, mit dem er Gegner einfach hinweg-kegelt. Doch halt, ich schreibe hier was von anstupsen und bugsieren. Aber wie denn? Ganz einfach, da es sich bei dem Spiel um ein Spiel vom Nintendo DS handelt, dürfte es euch nicht weiter verwundern, dass hier der Stylus „ins Spiel“ (Wortspiel beabsichtigt) kommt. Aus diesem Grund wurde dieser Test auch auf Original-Hardware vollzogen, auch wenn der Autor dieser Zeilen den „Ur-“-DS nicht mehr wirklich griffig findet und lieber zum DS Lite oder DSi gegriffen hätte.

Mit Hilfe von weiteren rollenden Gegenständen räumt ihr ordentlich in den Abschnitten auf!

Dennoch gibt es natürlich auch andere Fähigkeiten und weitere Hilfsmittel, um Kirby durch die kunterbunten Welten und an den Gegnern vorbei zu führen. So spielt der Stylus nicht nur beim Anstoßen von Kirby eine Rolle, sondern ihr lasst ihn auch über Hindernisse hinweg gleiten und über Abgründe kullern. Hierzu benutzt ihr ebenso den Stylus und malt auf dem Touchscreen einfach eine Linie, die Kirby dann entlang rollt und somit über das Hindernis gelangt. Die von euch gezeichnete Linie bleibt nicht lange bestehen, sondern löst sich nach kurzer Zeit wieder auf und muss dann von euch neu gemalt werden. Sobald ihr Linien malt oder Kirby mit einer Aktion beauftragt verbraucht ihr Regenbogenfarbe, die euch nicht unerschöpflich zur Verfügung steht. Im Gegenteil, eine Leiste auf dem oberen der beiden Bildschirme signalisiert euch die noch zur Verfügung stehende Regenbogenfarbe. Ist diese Farbe aufgebraucht, lassen sich zunächst keine weiteren Aktionen durchführen. Aber keine Angst, diese Leiste füllt sich relativ schnell wieder auf. Erst in den späteren Levels müsst ihr euch diese ein wenig strategisch einteilen.

Doch die gezeichneten Linien dienen Kirby nicht nur zur Überwindung von Hindernissen, sie können auch als Abschirmung gegenüber Geschossen verwendet werden, sind also vielseitig einsetzbar. Kirbys Gabe, die Fähigkeiten von besiegten Gegnern zu kopieren, hilft dem Spieler dabei, in den 22 Abschnitten sicher zum Zieltor zu gelangen. So kann sich Kirby in den Unterwasser-Levels in einen Stein verwandeln, mit dem ihr euch geschickt auch dort fortbewegen könnt. Einige Barrikaden sind auch nur mit den entsprechenden Fähigkeiten zu überwinden und so macht es Spaß, diese anzuwenden und herauszufinden. Insbesondere dort überzeugt Kirby: Power-Malpinsel mit einer unglaublichen Interaktionsvielfalt. Denn auch wenn ihr Kirby nicht direkt steuern könnt, so habt ihr doch immer die entsprechenden Situationen im Griff. Hier und da kann es schon mal passieren, dass euch ein Pinselstrich nicht gelingt, aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Im Verlauf des Spieles erhaltet ihr selbstverständlich doch einige Spezialfähigkeiten wieder dazu, denn was wäre ein Kirby-Spiel wohl ohne diese Möglichkeiten? So kommen die Fähigkeiten Beam, Rad, Plasma, Stein, Feuerball oder auch Missile zum Einsatz, um nur eine Auswahl zu nennen. Mir gelang es nicht immer sofort die gewünschte Fähigkeit einzusetzen, manches Mal dauerte es einige Versuche, bis ich den Plasma-Kirby oder den Beam-Kirby aktivieren konnte. Übung macht hier natürlich auch den Meister und optisch unterscheiden sich die Fähigkeiten auch von den üblichen Animationen in den Kirby-Spielen. Seid immer darauf bedacht, dass ihr genügend Regenbogenfarbe zur Verfügung habt.

Eine der Möglichkeiten, den Power-Malpinsel zu schwingen, findet ihr in der Virtual Console der Wii U.

In Kirby: Power-Malpinsel kullert ihr durch sieben bunte Welten, die jeweils aus drei Abschnitten bestehen, und stellt euch in der achten Welt der Hexe entgegen. Die grafische Präsentation orientiert sich dabei sehr an den Vorgängern, wenn auch die Steuerung hier wie ausgeführt eine besondere Rolle einnimmt. Dabei nehmen die verschiedenen Welten durchaus abwechslungsreiche Gestalten an und fordern das eine oder andere Mal eure grauen Zellen, um auf den „Kniff“ zu kommen, den euch die Entwickler hier präsentieren möchten. Auch im Jahr 2018 musste ich mich zunächst an die komplett „tastenlose“ Steuerung gewöhnen und auf den Stylus vertrauen, der mich mittels Touchscreen durch die Ebenen kullern ließ. Der obere Bildschirm dient lediglich als Übersichtskarte und zeigt euch die Fundorte von Medaillen, mit denen ihr beispielsweise neue Musikstücke freischaltet.

Auch heute noch, nachdem für die Wii U bereits ein Nachfolger in Form von Kirby und der Regenbogen-Pinsel erschien, ist die Steuerung mittels Stylus nicht selbstverständlich und fordert euch zum Umdenken heraus. Nach wenigen Minuten habt ihr diese Methode aber verinnerlicht und begebt euch auf die Suche nach der Hexe und sammelt unterwegs jede Menge Gegenstände ein, die euch versteckte Spielmöglichkeiten, Charaktere oder die oben angeführten Musikstücke freischalten lassen. Dabei macht das Spiel auch im Jahr 2018 noch Spaß, auch wenn die ganz große Unterhaltung nicht aufkommen möchte, ist es trotzdem immer noch ein solides bis gutes Spiel mit einer damals einzigartigen Steuerung.

Wenn ihr Lust auf Kirby: Power-Malpinsel bekommen habt, könnt ihr das Spiel entweder gebraucht als Nintendo DS-Karte erwerben oder ihr ladet euch das Spiel im Nintendo eShop der Wii U als Virtual Console-Titel herunter.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Kirby: Power Paintbrush

Meinung von Dennis Gröschke
Kirby: Power-Malpinsel ist auch heute noch ein außergewöhnliches Spiel. Das liegt nicht unbedingt an der grafischen Präsentation, diese ist gewohnt bunt und abwechslungsreich umgesetzt, kann aber im Jahr 2018 auf dem Bildschirm des Ur-Nintendo-DS nicht mehr begeistern. Dazu ist die Auflösung doch arg grob, dennoch phantasievoll. Die Steuerung mittels Stylus auf dem Touchscreen machen das Spiel auch heute noch zu einem interessanten Eintrag. Irgendwie zu Beginn ungewohnt, hat man als Spieler den Kniff dann doch schneller raus, als gedacht. Die Vorteile des Handhelds mit den zwei Bildschirmen waren im Jahr 2005 sicher noch brandneu, im Jahr 2018 lächelt der Spieler darüber nur noch milde, hat sich das Konzept doch mittlerweile "ausgemalt". Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Kirby: Power-Malpinsel muss das Spiel noch innovativer gewirkt haben, als es sich heute darstellt. Das spürt man auch heute noch und ist dem Titel hoch anzurechnen. So kann man mit Power-Malpinsel immer noch viel Spaß haben und jede Menge versteckter Inhalte finden.
Mein persönliches Highlight: Immer wenn sich Kirby ein anderes Gefährt schnappte und ich damit im Spiel agieren konnte, setzte sich ein Grinsen auf mein Gesicht.

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