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Test zu World Conqueror X - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: World Conqueror X
  • USA USA: World Conqueror X
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.03.2018
Vertrieb
Circle Entertainment
Entwickler
Circle Entertainment, Easytech
Genre
Strategie
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Zweite Weltkrieg auf der Nintendo Switch

Von Marco Kropp () Der Zweite Weltkrieg war einer von vielen schlimmen Kriegen auf der Welt. Durch verschiedene Umstände brach 1939, 21 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges, der Zweite Weltkrieg aus. Dieser prägte die Welt und unsere Geschichte stark. Er ist heute noch immer ein großer Bestandteil im Unterricht und bleibt für immer eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. Viele Spiele, vor allem Strategiespiele, widmen sich der Thematik des Zweiten Weltkrieges auf unterschiedliche Weise und dies schon seit etlichen Jahren. World Conqueror X bildet da keine Ausnahme und widmet sich thematisch dem Zweiten Weltkrieg. Doch kann das Strategiespiel begeistern?

Während des Kampfes zweier Einheiten können solch kleine Animationen an den unteren Bildschirmrändern betrachtet werden. Diese stellen allerdings kaum einen Mehrwert dar. Man kann diese auch in den Optionen ausschalten.

Der Titel ist vom groben Ablauf her vergleichbar mit diversen Anderen wie March of the Eagles, Hearts of Iron und Europe Universalis. Dabei stammt World Conqueror X von den Machern diverser Strategiespiele für Smartphones und Tablets. Dies merkt man leider auch im Spiel, denn viele Schaltflächen sind auf Touchscreen ausgelegt. Da man allerdings auch entsprechende Hinweise, meist an der rechten unteren Ecke des Fensters oder Bildschirmes, für die Tastenbelegung eingebracht hat, ist dies jedoch manchmal nicht wirklich eindeutig. Oft wollte ich auf diese Hinweise drücken, statt auf die Schließen-Schaltfläche in einer anderen Ecke beispielsweise. Dies passierte mir leider öfters. Das Spiel selbst ist in Runden gegliedert. Das heißt, dass, nachdem ihr eure Einheiten wie gewünscht bewegt habt, ihr die Runde beenden müsst, um den Gegner ziehen zu lassen. Danach könnt ihr eure Einheiten wieder in Aktion oder als Reaktion verteilen und seid wieder dran. Die Schlachtfelder sind hexagonal aufgebaut, was den Titel von den oben erwähnten Spielen unterscheidet. Dadurch ist es möglich, eine feindliche Einheit, Stadt oder Geschütz mit sechs Einheiten auf den Feldern zu umzingeln. Einheiten gibt es verschiedene, nicht zu viele, aber im ausreichenden Maße. Dabei wird zwischen beweglichen Truppen (Infanterie, Panzer und Artillerie) und unbeweglichen (Bunker, Forts, Küstenbatterien und Raketenbatterien) unterschieden. Letztere sind auf einzelne Hexagone baubar, während die beweglichen Truppenkontingente nur in Städten herstellbar sind, wenn diese eine entsprechend hohe Ausbaustufe haben und die Produktionsanlagen vorhanden sind. Dabei kann man allerhand in den Städten bauen: Versorgungslager, Industrieanlagen, Forschungsanlagen, Flughäfen, Monumente, Raketenbasen und Nuklearzentren als Beispiele. Dies geht allerdings nur frei im Conquest-Modus des Spiels, da der zweite Modus, Szenario, dies nur bedingt zulässt.

Wie gerade geschildert, gliedert sich der Titel in zwei Modi: Szenario und Conquest. Conquest lässt euch dabei freie Hand über eine Nation, welche auf der (fast kompletten) Weltkarte ihr Territorium erweitern muss. Die Weltkarte ist wie erwähnt hexagonal gegliedert, mit vielen verbündeten, feindlichen aber auch neutralen Nationen. Hier kommt es auf euer Geschick als Feldherr an, denn ihr müsst eure Truppen selber bauen und diese gegen andere Nationen zu Felde ziehen lassen. Durch die Einnahme von Städten erhaltet ihr die feindlichen Territorien. Eure Einnahmen (Geld, Materialien und Forschungspunkte, die für den Bau von Einheiten und Gebäuden benötigt werden) steigern sich mit jedem Territorium. Leider muss ich sagen, dass der Modus abseits von diesem groben Ablauf kaum mehr bietet. Die „Diplomatie“ in dem Spiel beinhaltet lediglich das Senden von Materialien an Verbündete oder das Erklären von Krieg. Aber viele Dinge, wie ein Friedensschluss, das Schließen neuer Bündnisse oder Handelsabkommen beziehungsweise von Nicht-Angriffspakten und vieles mehr, die in anderen Strategiespielen essentiell sind, fehlen hier. Der Modus selbst ist sehr abgespeckt gegenüber anderen vergleichbaren Strategiespielen. Zwar kann ich oftmals nicht aufhören, bevor ich diverse Städte erobert habe, großen Spaß hatte ich aber eher weniger, da es wirklich ein sehr simpel gestrickter Modus ist. Es ist zwar schön, die (fast) ganze Weltkarte zu haben und seine Nation, die man spielen möchte (sei es Italien, Indien, Frankreich, USA, Deutschland, Mexiko, Ägypten, Norwegen und viele weitere), frei wählen zu können, aber mehr als seine Territorien zu verteidigen und andere einzunehmen ist in diesem Modus leider nicht möglich. Viel besser finde ich dann doch eher den Szenario-Modus.

Zu sehen ist ein Szenario um Stalingrad. Hier geht ganz leicht die Übersicht über die Einheiten flöten. Allerdings sind hier gut einige Effekte wie Feuer auf ein Hexagon oder das Einkesseln von Feinden (mit blauem Symbol) erkennbar.

In diesem müsst ihr ausgewählte Schlachten auf kleineren Karten nachspielen. Diese unterscheiden sich in Achsenmächte (Deutschland, Italien, Spanien, Japan) und den Alliierten (USA, Frankreich, Großbritannien, Russland). Dabei werdet ihr neben computergesteuerten Gegnern kämpfen, welche selbstständig agieren und ab und an durch die Einnahme von Schlüsselstädten vorrücken oder manchmal seltsame Sachen machen. Euer Ziel in dieser Mission ist die Eroberung und das Halten von Schlüsselpositionen oder das Vernichten von feindlichen Einheiten. Hier habt ihr zwar viel weniger Freiheiten als im Conquest-Modus, allerdings habt ihr hier ein besseres Ziel vor Augen, auch wenn der Computer nicht wirklich eine Bedrohung für mich war. Seltsam war auch, dass ich und der von dem Computer gesteuerte Verbündete nicht dieselben Städte teilten, sondern nur die selbst eingenommenen. Dies wäre ok, könnte ich nicht die meiner Verbündeten selbst auch noch einnehmen. Dies ist zwar etwas besser für mich und das Bauen neuer Einheiten, aber eigentlich hätte ich es gut gefunden, wenn der Verbündete auch ein Bollwerk darstellen könnte. Die Gegner kann man auch, wenn man vor ihnen und hinter ihnen eine Einheit hat, einkesseln, was zu Demotivation und schwächerer Verteidigung führt. Motivation spielt im Kampf auch eine Rolle, allerdings konnte ich nicht erkennen wie. Viel bewirkt hat es in der Regel auch nicht, außer wenn sich ein stark motivierter Feind einen Weg durch meine Reihen bahnte. Oft habe ich die Missionen unter der vorgeschriebenen Rundenzeit absolviert. Dabei gibt es abhängig von der benötigten Rundenzahl ein, zwei oder drei Sterne und Geld sowie Medaillen, die im Hauptquartier, getrennt von beiden Modi, für Generäle, neue Monumente und Verbesserungen von Einheiten ausgegeben werden können.

Diese sind dann in den einzelnen Szenarien sowie im Conquest-Modus vorhanden, und die Generäle (welche allgemein aus dem Zweiten Weltkrieg sind) können auf verschiedene Einheiten gesetzt werden, wodurch diese Boni erhalten. Leider ergibt es dann etwas wenig Sinn, einen sehr guten General, der beispielsweise nicht von der Nation stammt, die man gerade spielt, auf einer Truppe einzusetzen. Durchgehend historisch korrekt ist der Titel also nicht, allerdings ist eine historische Akkurarität kaum komplett umsetzbar. Es ist also etwas freier dahingehend. Dafür kosten die Generäle aber auch ordentlich Medaillen, die man wie erwähnt in den Szenarien erhält. Dadurch muss man diese sehr oft spielen, um gute zu erreichen. Das Verbessern der Einheiten getrennt von den zwei Modi finde ich etwas fraglich. Anstatt einer solchen Möglichkeit in den separaten Modi (im Conquest-Modus erreicht man nach und nach neue Level, wodurch einige Bauten in der Stadt wie Raketenbasen oder Nuklearanlagen zu Beginn noch nicht verfügbar sind) einzubauen, hat man hier eher eine universelle Lösung genommen. An dieser Stelle bringe ich auch gleich das Tutorial ein, welches den ersten Teil des Szenario-Modus einnimmt. Dieses ist zwar präzise, aber leider schnell abgearbeitet und manche Mechaniken versteht man erst nach Längerem spielen.

Im Conquest-Modus ist sehr viel los, aber man kann zum Glück herauszoomen. Jedoch kann man dann die Einheiten schlechter auswählen und bewegen.

Technisch ist der Titel sauber auf die Nintendo Switch gebracht worden. Bis auf ein Knacken im linken Lautsprecher bei einem Musiktitel gibt es keine Beanstandungen. Auch grafisch ist der Titel in sich konsistent und man kann die Hexagone an- beziehungsweise ausschalten. Ich bevorzuge das Anlassen, weil es sonst etwas leer wirkt und man schlecht abschätzen kann, wie weit man noch braucht. Allerdings war, wie oben erwähnt, das HUD etwas seltsam. Die Anordnung ergibt bei der Touchscreen-Steuerung Sinn, allerdings musste ich in Kombination mit den Bedeutungen der Tasten ab und an suchen, wo ich klicken muss, um beispielsweise die Züge der anderen zu überspringen oder das Fenster zu schließen. Hätte man diese Elemente auch mit einer Berührung aktivierbar gemacht, wäre es besser gewesen. Deswegen muss man jedes Mal daran denken, dass man nicht auf die Beschreibungen für die Tastenaktionen drückt. Jedoch ist bei vielen Elementen auf dem Bildschirm leider auch die Übersicht schnell verloren gegangen. Ab und an sah ich Gegner nicht oder konnte sie nicht ihrer Zugehörigkeit anordnen. Dies wird leider nur mit einem kleinen Kringel (grün für Verbündeter, rot für Feind und grau für Neutral) dargestellt und Länder werden, bis auf deren Städte, erst recht nicht so gekennzeichnet. Die Steuerung mittels der Knöpfe ist gut umgesetzt und nicht wirklich störend. Womit ihr gerne spielt, bleibt euch überlassen. Allerdings werden die meisten vermutlich die Steuerung per Touchscreen begrüßen. Die computergesteuerten Gegner und die Verbündeten agieren oft recht simpel, was eigentlich weniger ins Gewicht fällt. Vielmehr ist man manchmal etwas über die Aktionen der Verbündeten verwundert, da man eigentlich immer froh ist, wenn man den Gegner gut besiegen kann.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu World Conqueror X

Meinung von Marco Kropp
World Conqueror X ist ein solides Strategiespiel, welches durch einfache Mechaniken punktet. Der Titel wird Fans des Genres gefallen und eventuell auch andere Spieler, gerade wegen der einfachen Mechaniken, bei der Stange halten. Allerdings kam wirklich anhaltender Spaß bei mir eher selten auf. Nach ein paar kurzen Runden im Conquest-Modus oder nach Abschluss eines Szenarios war bei mir meist wieder die Lust weg und ich konnte das Spiel ausmachen. Zwar konnte es mich manchmal doch etwas fesseln, allerdings ist der Conquest-Modus ziemlich simpel gehalten und das Hauptquartier in der Implementation etwas fragwürdig. Auch ist die Benutzeroberfläche, obwohl sie relativ gut für die Touchscreen-Steuerung gemacht wurde, etwas fraglich in Bezug auf die Einbindung der Knopfsteuerung, vor allem mit den Hinweisen. Es ist also ein recht einfaches Spiel für zwischendurch, welches mich leider nicht so gut motivieren kann wie andere vergleichbare Titel.
Mein persönliches Highlight: Der Aufbau von Küstenbatterien nach der Eroberung von (fast) ganz Afrika, damit die feindlichen Mächte nicht per See einen Fuß auf diesen Kontinent setzen können.

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