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Test zu TurtlePop: Reise in die Freiheit - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: TurtlePop: Reise in die Freiheit
  • USA USA: TurtlePop: Journey to Freedom
  • Japan Japan: TurtlePop: Journey to Freedom
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.03.2018
Vertrieb
DigiPen Game Studios
Entwickler
Zengami
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Rettet die Schildkröten!

Von Max Kluge () TurtlePop: Reise in die Freiheit konfrontiert euch mit einer denkbar simplen Prämisse: Rettet alle Schildkröten aus den sieben Welten. Viel mehr Handlung springt euch im Titel nicht entgegen, aber das macht auch nichts, denn es handelt sich hierbei um einen Platformer mit vereinzelten Knobel-Elementen – eine ausgefeilte Handlung ist in diesem Genre eher untypisch.

Mit neuen Schildkröten kommen neue Möglichkeiten.

Die Level von TurtlePop sind dabei so aufgebaut, dass ihr zunächst mit einer Schildkröte startet. In der Umgebung, die ihr erkunden müsst, finden sich allerdings einige weitere Exemplare. Diese gilt es, mithilfe von verschiedenen Fähigkeiten und Geschick ans Ende des Levels zu bringen. Dabei stellen sich euch natürlich auch verschiedene Feinde in den Weg. Gut, dass euch für eine solche Konfrontation mehrere Möglichkeiten gegeben sind.

Zum einen könnt ihr eure Gegner oder Hindernisse natürlich mit schlichtem Hüpfen umgehen. Manchmal ist dies aber nicht möglich. Hier kommen die verschiedenen Items zum Einsatz, die ihr vor jedem Level neu ausrüsten könnt. Eine Bombe kann so zum Beispiel Blöcke sprengen und bei Feinden Schaden ausrichten. Eine Melone oder eine Blume frischt die Lebenspunkte eurer Schildkröten auf und verleiht euch kurzzeitig erweiterte Bewegungsoptionen, wie zum Beispiel einen weiteren Sprung mit Salto oder die Fähigkeit seinen Fall zu verlangsamen.

Diese Items möchten geschickt eingesetzt werden, was eine gewisse Kombinationsgabe erfordert. TurtlePop: Reise in die Freiheit kommt daher eindeutig mit ein paar Puzzle-Einlagen daher und fokussiert sich nicht komplett auf motorische Fähigkeiten. Meistens funktioniert das gut und bringt eine gewisse Abwechslung ins Leveldesign. Es gibt aber auch Momente, wo das Ganze etwas hektisch und unkoordiniert wird. Besonders dann, wenn der sonst statische Bildschirm sich auf einmal von alleine bewegt und euch zum schnellen Handeln zwingt. Auch wenn der Titel also aussieht wie ein Kinderspiel, so könnte er diese Zielgruppe doch recht leicht überfordern.

Neben den Items könnt ihr zudem eine Art Ruf aussenden, mit dem ihr andere Schildkröten an euch bindet und so mehrere Tiere auf einmal steuern könnt. Dies kann besonders in späteren Levelabschnitten sinnvoll sein, da ihr so nicht jede Schildkröte einzeln ins Ziel bringen müsst. Manchmal gestaltet sich das Steuern einer ganzen Meute recht hakelig und resultiert ein wenig in Chaos.

TurtlePop: Reise in die Freiheit mixt Platformer- und Puzzle-Elemente

Besonders dann, wenn ihr aus Versehen ein Exemplar ins Verderben schickt und euch das Spiel anschließend ein „Game Over“ ausgibt, weil ihr keine Schildkröten mehr habt, obwohl sich noch einige auf dem Spielfeld befinden. Woran das liegt, konnte ich bis zum Ende des Tests nicht feststellen. Allgemein gesehen bieten die Level eigentlich ziemlich viel Abwechslung und können mit interessanten Elementen aufwarten, fühlen sich stellenweise aber etwas unausgegoren an. Am Spielspaß nagt das allerdings nur ein wenig.

Interessant ist auch der Ressourcen-Management-Aspekt des Spiels. Schließt ihr ein Level ab oder könnt insgesamt zehn Sterne – jedes Level gibt euch je nach Wertung maximal drei – für euch beanspruchen, belohnt euch TurtlePop: Reise in die Freiheit mit einer Schatzkiste. Hieraus könnt ihr verschiedene Gebäude ziehen, die wiederum Items, wie oben genannte Blumen, produzieren, oder euch mit zwei verschiedenen Währungen – Monden und Sonnen – versorgen. Diese Gebäude könnt ihr wiederum in einem anderen Menü mit besagter Währung aufwerten. Das funktioniert soweit sehr gut und vermittelt euch ein Gefühl dafür, dass ihr immer weiter fortschreitet und euch verbessert.

Mithilfe der verschiedenen Gebäude generiert ihr Items oder Ressourcen.

Einen Multiplayer-Modus weist TurtlePop: Reise in die Freiheit ebenfalls auf. Dieser teilt sich sogar in verschiedene Modi und kommt somit mit einem anschaulichen Umfang daher. Im Koop-Modus könnt ihr euch dem Abenteuer zu zweit stellen, während ihr euch in den kompetitiven Modi gegen eure Mitspieler behaupten müsst. Hier geht es zum Beispiel darum, möglichst viele Schildkröten anzuschlecken, um sie in eurer Farbe einzufärben und in ein Ziel zu führen, um Punkte zu generieren. Das Ganze wird mit einer gehörigen Prise Humor versehen und bringt euch und eure lokalen Kontrahenten nicht selten zum Schmunzeln.

Hierzu trägt aber vor allem auch der tolle Soundtrack von TurtlePop: Reise in die Freiheit bei. Dieser fällt fröhlich und schmissig aus und brennt sich dermaßen in euren Gehörgang, dass ihr ihn vermutlich noch einige Tage mit euch herumtragen werdet. In Sachen Präsentation gibt es eigentlich auch nicht viel zu meckern. Die verschiedenen Umgebungen sind alle extrem bunt und mit einer gewissen Liebe zum Detail erschaffen. Manchmal hätte man sich eventuell ein paar schärfere Texturen gewünscht und irgendwie scheinen die Schildkröten im Cartoon-Stil nicht so ganz in die 3D-Umgebung zu passen, darüber kann man aber ganz gut hinwegsehen, da der Titel sonst eine Menge Charme versprüht.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu TurtlePop: Reise in die Freiheit

Meinung von Max Kluge
TurtlePop: Reise in die Freiheit erfindet das Platformer-Rad sicherlich nicht neu und ist an manchen Stellen ein wenig zu chaotisch und hakelig ausgefallen, kann aber mit durchaus kreativen Ideen, einem tollen Soundtrack und einer liebevollen Präsentation punkten. Besonders die kompetitiven Multiplayer-Modi, die zwar recht simpel gestrickt sind, aber dafür umso witziger daherkommen, dürften euch und euren Mitspielern eine Menge Spielspaß bringen.
Mein persönliches Highlight: Die witzigen Multiplayer-Modi und der Soundtrack

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