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Test zu Outlast: Bundle of Terror - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Outlast: Bundle of Terror
  • USA USA: Outlast: Bundle of Terror
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.02.2018
Vertrieb
Red Barrels
Entwickler
Red Barrels
Genre
Adventure, First-Person, Horror
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Outlast – Gruselig gut

Von Dennis Meppiel () Bislang gibt es eher wenige Horror-Spiele auf der Nintendo Switch. Da ist es natürlich praktisch, dass nun Red Barrels als Entwickler ihre Outlast-Spiele für die Nintendo Switch herausbringen, um einen Teil des Kuchens abzukriegen. Und das ist natürlich auch keine schlechte Idee, denn wie wir bislang mitbekommen hatten, dauerte die Portierung gerade mal ein paar Wochen. Doch was steckt hinter diesem Port? Ist das Spiel der Kauf wert? Erfüllt Outlast: Bundle of Terror seinen Zweck als Horror-Spiel? Dies und viel mehr jetzt in den unteren Absätzen.

Diese Zwei sind Brüder und verhandeln gerade, wer welchen Teil eurer Innereien essen darf. Sehr beruhigend, oder?

Langsam schwenke ich meinen Camcorder mit Nachtsicht-Funktion nach links und rechts. Es ist still, aber das Knarzen des Holzbodens macht uns deutlich, dass wir auf jeden Fall gehört werden. Überall sind sie zerstreut, die komischen mutierten Menschen, die nicht mehr wiederzuerkennen sind. Hier und da kommt ein halbnackter Psychopath auf uns zu und versucht uns entweder zu attackieren, zu erschrecken oder einfach mit uns ein paar Worte zu reden. Allerdings müssen wir uns zum größten Teil vor angreifenden Gegnern schützen, indem wir uns in einem Spind verstecken müssen und selbst nur mit einer Kamera ausgestattet sind. In Räumen müssen wir nach neuen Batterien suchen, um die Geschehnisse aufzunehmen und auch etwas in der Dunkelheit sehen zu können. Das ist Outlast, ein Horror-Spiel, welches eine unerwartete und spannende Horror-Geschichte mit sich bringt. Wir sind in der Rolle des Journalisten Miles Upshur und statten der ehemaligen Irrenanstalt Mount Massive, welche in den Bergen von Colorado liegt, einen Besuch ab, um einen bestimmten Fall zu recherchieren. Denn laut eines Insiders soll es dort sehr mysteriös sein, man spricht sogar von illegalen Experimenten an Menschen. Kein Wunder, denn nach der Irrenanstalt eröffnete dort eine Forschungs- und Wohltätigkeitsabteilung der international agierenden Murkoff Corporation und wurde unter strengster Geheimhaltung eröffnet und geführt, bis jetzt. Natürlich weckt dies in dem Journalisten den Wissensdrang und er begibt sich in ein Horror-Spektakel, wie ich es seit Resident Evil VII nicht mehr gesehen habe. Die wichtigste Ausrüstung ist hierbei unsere Kamera, mit der wir die Geschehnisse dokumentieren. Diese können wir zwar auch wieder wegpacken, allerdings ist es wichtig, stets den Camcorder anzuhaben, um wichtige Szenen aufzunehmen und dadurch Notizen zu erhalten. Dies dient alles dazu, der Geschichte mehr Tiefgang zu verleihen. Als Schmankerl habt ihr sogar die Chance, neben der eigentlichen Geschichte, dadurch mehr Details zum Abenteuer zu erhalten und näher zu beleuchten.

Film ab, Mister Miles!

Es ist einfach erschreckend, was mit den Patienten dort passiert ist. Wir erfahren am Anfang so ungefähr, dass die Patienten wohl gefoltert wurden und das Militär ebenfalls seine Finger im Spiel hatte. Einfach wieder aus dem Haus rauszugehen, können wir leider nach den ersten Schritten komplett vergessen. Die Story wollen wir zwar nicht in unserem Test komplett verraten, allerdings muss gesagt sein, dass diese zwar ihre Höhepunkte hat, aber auch viele schwache Phasen liefert, die einen zum Langweilen bringen. Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass die Dokumente, sowie Krankenakten und Arztberichte, die wir sammeln können, die gewisse Tiefe dem Spiel verleihen und viele Hintergrundinformationen zu den Insassen erzählen, die wir sogar später im Spiel treffen. Outlast bietet dem Spiel das reinste nackte Überleben, gerade am Anfang begegnen wir zwei Brüder mit Messern, die sich darüber unterhalten, wer von Ihnen welchen Teil unserer Innereien essen darf. Ab diesem Zeitpunkt wissen wir einfach, dass wir da nicht so schnell wieder rauskönnen.

Dieser Mann ist Arzt. Ja, Arzt.

Wie es oben vielleicht schon hervorging, habt ihr als Waffe nur euren Camcorder und damit könnt ihr natürlich keiner Seele wehtun. Es gibt keine Pistolen, gar nichts! Ihr seid das komplette Abenteuer unbewaffnet unterwegs und müsst beim Zusammentreffen von Feinden rennen, was das Zeug hält und euch ein passendes Versteck suchen. Dabei ist es natürlich klug in große Räume zu gehen, um den Feinden besser auszuweichen oder sich unter einem Bettgerüst oder in einem Spind zu verstecken. Ihr könnt aber auch versuchen euch einen Vorsprung zu erkämpfen, um den weiteren Verlauf des Abenteuers zu bestreiten, in dem ihr dann in einen Luftschacht kriecht oder die Tür hinter euch schließt. Zwar ist das am Anfang sehr nervenauftreibend und sehr spannend, kann aber nach 4-5 Stunden sehr langweilen. Das Problem an der gesamten Geschichte ist, dass das Spiel sehr linear abläuft und euch automatisch Türen zuriegelt, in die ihr nicht hineindürft. Natürlich wäre eine offenere Anstalt wesentlich cooler und schwieriger gewesen, aber leider nimmt man genau hier den Spieler zu sehr an die Hand und hat kaum eigene Wege, die man vielleicht durchqueren will. Wie genial wäre es gewesen, sich völlig aufgeschmissen zu fühlen und mehrere Wege zu haben, die einen zum Ziel bringen. Zwar wäre dies wieder mehr in ein Labyrinth ausgeartet, aber dafür gibt es auch in der Anstalt des Öfteren Schilder, die euch schon das Ziel voraussagen. Auch wenn das jetzt sehr negativ klingt, muss trotzdem erwähnt werden, dass die Fluchtsequenzen sehr gut inszeniert sind und sich das Spiel von Anfang bis Ende flüssig spielen lässt.

Kamera-Simulator Outlast-Edition

Die Kamera hat natürlich nicht unendlich viel Saft, und so kommen die Batterien ins Spiel, die das Spiel nicht zu leicht gestalten. Die Anstalt ist von einer großen Dunkelheit geplagt, die nur mit der Nachtsicht-Funktion unseres Camcorders erträglicher gestaltet wird. Und da kommen die Batterien ins Spiel, die überall in Räumen, aber auch selten, verteilt sind. Gut gemeinter Tipp: Sammelt diese Batterien ein, denn sobald der Saft eures Camcorders auf 0 ist, seht ihr nichts mehr und müsst dann damit auf die Suche nach neuen Batterien gehen, was das Spiel leider sehr schwierig gestaltet. So ist auch der Survival-Gedanke sehr gut im Vordergrund und sorgt für eine panische Atmosphäre.

Das Spiel wird von absurden und gewaltsamen Szenen begleitet.

Was mich ansonsten wirklich sehr enttäuschte, waren die Aufgaben, die unser Horror-Abenteuer begleitet haben. Drehe die Gaszufuhr ab, finde Schlüssel 1, aktiviere Schalter Q und suche Dir einen anderen Weg, um zu flüchten. Mehr gibt es leider nicht und das hat mich leider nach 2-3 Stunden schon sehr enttäuscht. Gerade so ein gutes Horror-Spiel wie Outlast wäre noch genialer gewesen, wenn man die Abwechslung gesteigert hätte und mehrere coole Story-Szenarien hineingepackt hätte, natürlich gespickt mit spannenden Zwischensequenzen. Das Spiel habt ihr innerhalb von 5-6 Stunden durchgespielt, aber keine Sorge, der DLC Whistleblower ist kostenlos mit dabei, den es vorher für die anderen Plattformen zum Kaufen gab. Dieser unterhält euch nochmals für 2 Stunden und erzählt die Geschichte vor den Ereignissen aus dem Hauptspiel. Gerade dieser DLC hat einiges besser gemacht und war abwechslungstechnisch um Welten besser. Hier spielt ihr den Software-Entwickler Waylon Park, der versucht die Geheimnisse aus dieser Institution nach draußen zu bringen, aber von seinem Arbeitgeber verfolgt wird. Bei beiden Teilen habt ihr verschiedene Schwierigkeitsgrade. Normal ist der einfachste und Wahnsinn ist der schwierigste Grad des Spiels. Natürlich macht der Schwierigkeitsgrad Wahnsinn das Spiel um einiges schwieriger.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Outlast: Bundle of Terror

Meinung von Dennis Meppiel
Outlast: Bundle of Terror ist ein gutes Spiel, welches viele Stärken, aber auch viele Schwächen mit sich bringt. Eines muss aber gesagt sein: Das Spiel ist bei einem Horror-Abend die absolute Pflicht für jeden Fan des Genres, der eine Nintendo Switch besitzt. Gerade auf der technischen Ebene ist das Spiel ein sehr sauberer Port, der nicht nur visuell beeindruckt, sondern auch audiovisuell stark zur Atmosphäre beiträgt. Ich war besonders am Anfang und vom Ende sehr begeistert und war deswegen über die Abwechslungsarmut mitten im Spiel leider enttäuscht. Allerdings konnte dies der DLC Whistleblower nochmals die obige Wertung festigen und für ein großes Spektakel auf der Nintendo Switch sorgen.
Mein persönliches Highlight: Die anfänglichen Schocker, bei denen ich wirklich geschrien habe

Kommentare 15

  • Hyrule_Sweet_Hyrule - 17.03.2018 - 12:53

    Da ich mein Konto aus persönlichen Gründen kündigen werde, entferne ich vorab all meine verfassten Beiträge, bitte um Verständnis, und wünsche der Community weiterhin noch eine schöne Zeit hier.
  • Booyaka Meister des Turms - 17.03.2018 - 12:59

    @Hyrule_Sweet_Hyrule Der zweite Teil ist um einiges schwächer als der erste. Ich werde noch auf ein gutes Angebot warten da ich den ersten sowohl auf dem PC als auch auf der PS4 schon gespielt habe. Aber für Fans des Horror Genres absolut zu empfehlen.
  • Skerpla 任天堂 - 17.03.2018 - 13:45

    Wow! In dem Lost Place war ich tatsächlich schon mal!
    Finde das Spiel sehr gut, aber Teil 2 mag ich irgendwie noch mehr, grade was die beiden Enden im Vergleich angeht.
  • x Eviga x - 17.03.2018 - 13:49

    @Booyaka

    Bei 60 oder 90 Grad?

    ....
    ....
    :ugly:
  • Booyaka Meister des Turms - 17.03.2018 - 13:52

    @x Eviga x Scheiß T9 halt. :ugly:
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 17.03.2018 - 14:04

    Den zweiten Teil fand ich, wie viele andere auch, schlechter. Grafisch und vom Art Design war es aber wiederum deutlich besser als der erste Teil.
    Sie müssen es schaffen beides zu kombinieren, dann haben wir wahrscheinlich das perfekte Horrorspiel.
  • Nauzgo No Regrets - 17.03.2018 - 15:00

    Die Outlast Serie ist momentan mit das beste, was es im Horror Genre gibt. Jeder, der Horror mag und nicht vor literweise Blut und Gedärmen zurückschreckt, wird viel Spaß damit haben. :P
  • BANJOKONG Turmfürst - 17.03.2018 - 19:00

    outlast werde ich mir irgendwann holen.
    Für mich ist das pflicht
  • Zettmaster Turmheld - 17.03.2018 - 19:02

    Sehr guter Test. Der Einblick zeigt mir aber das dieses Spiel nichts für mich ist. Ich habe bei Skyrim schon des öfteren Gänsehaut und die Haare stellen sich auf. Ich glaube ich will gar nicht wissen was die Anstalt für Geheimnisse hat ;)
  • LadyBlackrose Träumerin - 18.03.2018 - 08:44

    Werde ich mir auf jeden Fall holen, auch wenn ich den zweiten Teil auslassen, weil ich ihn furchtbar fand.

    Und ja in dem Plätzchen war ich auch schon xD
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 18.03.2018 - 10:37

    Ich habe Outlast schon am PC gespielt. Von daher kann ich verzichten. Wiederspielwert hat dieser Titel für mich nämlich absolut keinen. Ich finde auch das sich das Spielprinzip schnell anfing abzunutzen: neuen Bereich betreten, erkunden, was aufscheuchen, verstecken, aus dem Bereich schleichen/rennen.

    Außerdem bevormundet mich das Spiel zu sehr, was mir die Atmosphäre kaputt gemacht hat. Man braucht in einem Spiel keine Waffen einzubauen. Aber wenn man sich noch nicht einmal mit einem Holzbrett, Stuhl oder Tisch wehren bzw. agieren kann - und sei es nur um den Verfolger zu verlangsamen - dann ist das einfach nur absurd. Jeder würde das in so einer Situation instinktiv tun. Diesbezüglich hat mir Alien: Isolation deutlich besser gefallen.
  • Rocco von Morrashow Turm-Ork - 18.03.2018 - 11:52

    @Zettmaster aber ist das nicht der Reiz von solchen Spielen wie Outlast? ;)
  • Blackstar Turmbaron - 18.03.2018 - 11:57

    Ein sauberer Port, das Lob ich schon mal, sehr gut :)
  • x Eviga x - 18.03.2018 - 12:47

    @Zettmaster

    Glaub mir du würdest Outlast, so wie du dich kurz beschrieben hast, exakt 10 Minuten spielen.

    Ich habe es selbst nicht länger ausgehalten. Das Spiel hat auf mich eine extrem furchtbare Wirkung und das obwohl ich Horror Games übel anziehend finde.
  • Guybrush Mighty Pirate - 19.03.2018 - 01:37

    @x Eviga x

    Bin immer wieder erstaunt wenn Leute Horror spiele abbrechen weil sie ihnen zu hart sind. :D ich hoffe ich hab eines Tages das gleiche Gefühl. :thumbsup:

    Hab beide Teile bereits auf der PS4 gespielt, beides tolle Games aber haben meiner Meinung keinen Wiederspielwert. Für diejenigen die Horror aber lieben und es noch nicht gespielt haben, sehr zu empfehlen! Wobei ich Teil 1 auch wie viele andere besser fand als Teil 2. :)