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Test zu I, Zombie - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: I, Zombie
  • USA USA: I, Zombie
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.03.2018
Vertrieb
Awesome Games
Entwickler
Awesome Games
Genre
Strategie
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ich, der Zombie

Von Dirk Apitz () Zombies sind Kult und heute längst im Mainstream verankert. Zwar lässt der Hype etwas nach, aber gerade im Videospielbereich erfreut sich der laufende Tod immer noch großer Beliebtheit. Kein Wunder, haben Zombie-Spiele doch eine größere Tradition. Dies verwundert natürlich nicht, die schleichenden und gruselig aussehenden Zombies sind nicht nur als Gegner gut, sondern auch als Bedrohung. Doch jetzt ist Schluss damit! Jetzt sind wir einmal die Bedrohung und schlüpfen in die Rolle eines Zombies.

Mit diesem kleinen Trupp holen wir uns die restlichen Zivilisten und auch die Soldaten können uns nicht aufhalten!

Sparen wir uns doch gleich dieses typische Blabla um die Story. Das haben sich wohl auch die Entwickler gedacht, denn eine Einführung oder ähnliches gibt es nicht. Die Mission ist ganz klar, ihr müsst die anderen infizieren. Punkt! Zwar geben die Level auch Grund zur Annahme, dass die Menschen wie in The Walking Dead um das Überleben kämpfen und sich gegen die Zombies irgendwie wehren müssen, aber das war es auch schon. Ihr müsst also in den meisten Level einfach nur alle infizieren und oft gibt es natürlich auch Militär-Soldaten, die auf euch ballern. Macht aber nichts, denn das Gute am Zombie-Dasein ist, dass ihr auch diese infizieren könnt und schon sind sie eure Partner.

Das ist der interessante Kniff an diesem Spiel. Alle, die ihr infiziert, sind dann auf eurer Seite und gehorchen euren Befehlen. So könnt ihr mit Y den Befehl geben, dass euch die Zombies folgen und mit B schickt ihr diese zum Angriff. Alles könnt ihr mit A stoppen. Sehr simpel? Das ist es! Das Spiel ist ganz einfach und ohne Probleme mit einem Joy-Con spielbar. Alle Einheiten und ihr selbst besitzen dazu eine Energieleiste, die sich etwas leert wenn ihr getroffen werdet, aber wieder automatisch auffüllt. Wichtig ist, dass ihr den Schüssen der Soldaten ausweichen könnt und immer auch etwas Zeit benötigt, ehe ihr den Gegner infiziert.

Auch gibt es manchmal Level, in denen ihr zum Beispiel nur einen bestimmten Zivilisten infizieren müsst. Hier ist etwas mehr Geschicklichkeit gefragt. Grundsätzlich ist es eigentlich immer sehr klug, wenn ihr nicht einfach auf den nächsten Soldaten zustürmt. Denn das werdet ihr meistens nicht überleben. Oft lohnt es sich, erst an einer Truppe vorbeizuschleichen, um eure Mannschaft zu vergrößern. Auch ist wichtig, dass der Abstand zum Soldaten nicht zu groß ist, weil ihr als Zombie keine Fernwaffen habt und der Gegner euch so auf Distanz hält. In manchen Level gibt es zum Beispiel auch noch Geschütztürme, die es euch nun auch nicht wirklich einfacher machen. Hach, das Leben als Zombie ist also auch nicht so einfach, wie gedacht. So hat wohl jeder sein Päckchen zu tragen.

Das Winter-Setting bringt wenigstens etwas Abwechslung. Warum haben die Soldaten eigentlich Zeit, einen Schneemann zu bauen?!

Das Ganze geschieht in der Top-Down-Ansicht, und nach jedem Level gibt es eine Bewertung sowie einen Highscore. Ihr werdet sehr schnell mal alle Level gespielt haben, auch wenn der Schwierigkeitsgrad hoch ist. Alle drei Sterne pro Level zu bekommen, motiviert nicht sehr dazu, ein Level zu wiederholen. Das Spiel könnte locker auch auf dem Smartphone erscheinen und ist für zwischendurch auch in Ordnung. Leider fehlt auch ein Koop-Modus, der das Spiel unheimlich verbessert hätte. Denn dank der simplen Steuerung wäre dieses Spiel auch unterwegs im Tablet-Modus und mit den zwei Joy-Cons ein echt netter Spaß gewesen. Was dagegen aber wieder cool ist, ist der Level-Editor. Ihr könnt nicht nur eigene Welten bauen, sondern diese auch mit anderen Spielern online teilen. Es ist wirklich interessant und spannend, was andere so für Welten bauen. Auch der Versuch, die beste Leistung zu erzielen, ist hier immerhin motivierend.

Technisch kann man diesem Spiel nichts vorwerfen. Es läuft absolut flüssig und ohne Probleme, reißt aber natürlich überhaupt keine Bäume aus. Der Stil ist im Comic-Look gehalten und sehr simpel. Dabei gibt es zwar einige Details, aber dafür kaum Abwechslung. Jedes Level sieht anders aus, bis ihr zum zweiten Setting kommt. Hier gibt es dann eine Schneelandschaft und die zieht sich dann auch wieder so durch. Da hätte man definitiv mehr herausholen können. Auch gibt es keine wirklichen Effekte oder ähnliches, die reizvoll sind. Der Soundtrack ist nett und hat auch etwas Ohrwurm-Potenzial, mehr aber auch nicht. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt, irgendwelche Screenshots zu tätigen. Das Spiel zeigt immer an, dass das gerade nicht möglich ist. Nichts, was ein Patch nicht beheben könnte, dennoch aber etwas unverständlich.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu I, Zombie

Meinung von Dirk Apitz
Tja, und mehr gibt es auch nicht zu berichten. Das Spiel ist wirklich kurzweilig und auf der Nintendo Switch auch gut vertreten, da es eher eines für Unterwegs ist. Dafür macht das Spiel allerdings nicht wirklich etwas falsch und der Level-Editor, wie auch die Level der anderen Spieler, sind auf Dauer dann auch wirklich reizvoll. Ansonsten sollte man von diesem Titel nicht zu viel erwarten, auch wenn er ganz nett aussieht. Das Fehlen der Screenshot-Funktion ist wohl der größte Kritikpunkt.
Mein persönliches Highlight: Die einzelnen Level der anderen Spieler.

Kommentare 1

  • AnKri86 Turmritter - 23.03.2018 - 18:20

    Danke für den Test. Darauf habe ich gewartet. Ich habe gehofft, dass es etwas mehr zu bieten hat. Schade, denn das Konzept würde mir gefallen.